Seit einiger Zeit verunsichert mich das Verhalten meiner Tochter, die damit begonnen hat, sich die Arme aufzuritzen. Ich hab mit ihr darüber geredet und mit ihr vereinbart, dass sie damit aufhört.
Allerdings benimmt sie sich immer seltsamer, wirkt sehr oft geistesabwesend und regt sich wegen der geringsten Kleinigkeiten riesig auf. Vor ein paar Tagen konnten wir nicht einkaufen gehen, weil sie das Muster am Kaufhausboden so verwirrt und entsetzt hat, dass sie sich geweigert hat, reinzugehen.
Was ist nur mit ihr los? Ich fange langsam an, mir wirkliche Sorgen zu machen, vor allem, weil sie früher nie so war.
Gibt es vielleicht noch einen anderen Ausweg als ein Besuch beim Psychologen?
Hallo Sabine,
ein Besuch bei einer PsychologIn ist doch nichts anrüchiges. Ich denke, wenn dieses Verhalten andauert, wirst Du nicht daran vorbeikommen, Hilfe zu suchen. Sollten das bspw. Panikattacken sein (Kaufhaus), müssen die doch auch eine Ursache haben. Selbstverletzungen sind auch Symptome für bestimmte Belastungen - warte nicht zu lange Deiner Tochter Hilfe zu suchen!
Du kannst mich gerne anmailen, falls Bedarf besteht.
Gruß Heike
Es gibt natürlich mehrere mögliche Ursachen für ein solches Verhaltensmuster. Eine mögliche Ursache die auf dieses Verhaltensmuster passen könnte ist Drogenkonsum.
Desorientierung
Halluzinationen
Zorn bei bestimmten Gelegnheiten
Letzteres ist ein besonders wichtiges Element, weil das Aufregen aus den Schuldgefühlen erwächst und in Verbindung mit der Gefahr erwischt zu werden besteht.
Regt sich deine Tochter besonders dann auf, wenn du ihre Sachen unangekündigt wäschst oder ihr Zimmer aufräumst. Wenn du sie irgentwo abholst oder ihre Freunde kennenlernen möchtest.
Die Autoaggression paßt nicht so in das Bild, es sei denn, man würde von besonders starken Schuldgefühlen ausgehen.
Ich wünsche dir viel Kraft
Carlos
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Selbstverletzung ist kein Symptom, das auf die leichte Schulter zu nehmen ist und ganz sicher kein „ganz normales“ Pupertätsereignis. Einen noch lauteren Hilfeschrei kann ich mir mit Ausnahme von Selbstmordersuchen kaum vorstellen. So wie Du das sagst, hört sich der Gang zum Psychologen wie der Gang nach Canossa an. Deine Tochter braucht dringend Hilfe. Bitte hilf ihr.
Mir ist Selbstverletzung hauptsächlich im Rahmen einer Borderline-Persönlichkeitsstörung bekannt. Und ich habe schon einige Male gehört/gelesen, daß nahezu 100 % der Borderline-Störung auf frühkindlichen sexuellen Mißbrauch zurück gehen. Ich weiß, das ist schwer vorstellbar, aber in der überwiegenden Anzahl der Fälle sind es Menschen aus dem allernächsten Umfeld. Könnte da was dran sein? Das kann aber u.U. nur ein Psychologe herausfinden, wenn überhaupt…
Viel Kraft und Mut, Deiner Tochter zu helfen. Ich hoffe und bete, daß ich mit meiner Vermutung weit daneben liege!
Ich kann den anderen nur zustimmen, poste aber dennoch auch noch einmal, um das zu unterstreichen.
Dein Artikel klang irgendwie merkwürdig auf mich. Wie Nena schon gesagt hat, ist Autoagression ein Hilfeschrei. Du sagst, Du hast mit ihr „vereinbart“, daß sie es in Zukunft läßt. Aber so einfach geht das nicht, denn Selbstzerstöung ist nichts, was man einfach so läßt - weil man es ja auch nicht einfach so tut, weil es witzig ist. Habt ihr darüber geredet, warum sie das macht? Hast Du Dir überlegt, was für Probleme sie hat, die sie vielleicht verdrängt und die so an die Oberfläche schwappen?
Dein Artikel klingt, als sei der Gang zum Psychologen etwas schreckliches. Diese Einstellung solltest Du wirklich überdenken, wenn Du Deiner Tochter helfen willst. Jetzt sind viel Einfühlungsvermögen und Liebe gefragt, wenn Du sie wirklich unterstützen willst. Du bist gefordert. Ein Gang zum Psychologen könnte Euch beiden helfen, Euch über einiges klar zu werden.
Ich wünsche Euch beiden ganz viel Kraft, um das gemeinsam durchzustehen. Deine Tochter braucht Dich jetzt!
Vielleicht
Koenntest Du mal ins young miss -formum gehen (http://www.youngmiss.de/), unter dem Psycho & Stress Talk versammeln sich immer sehr viele junge Maedchen, die sich selbst verletzen etc.
Vielleicht hilft es irgendwie, wenn Du liest, wie andere damit umgehen!
Der Gang zum Psychologen ist sicher nichts schreckliches.
Es muß nur jemand sein mit dem Deine Tochter zurechtkommt! Sonst kann das auch ziemlich schiefgehen.
Ich lese aus Deiner email .at (=Österreich)
Ich habe gute Erfahrungen mit einem Arzt und einem Psychologen/Psychotherapeuten in Wien (die haben mir entscheidend geholfen). Wenn Du mehr Info möchtest mail an [email protected]
Arzt ist notwendig, wenn Du von der Kasse eine finanzielle Unterstützung beantragen möchtest.
Und Bitte! Hilf Deiner Tochter (mich hat meine Mutter ziemlich hängen lassen, und bei mir wars nicht so schlimm und es wär auch fast ‚schiefgegangen‘).
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jetzt verärgere ich wahrscheinlich ganz viele KollegInnen aus der Psychologie, wenn ich zum Besuch eines Psychiaters rate. Da ich selbst nicht klinisch tätig bin und da Deine Schilderung ja eher knapp ausgefallen ist, könnte ich hier allenfalls ganz wilde Spekulationen beisteuern (die Idee „psychotische Reaktion in Folge von Drogenkonsum“, die hier schon genannt wurde, erscheint mir allerdings durchaus plausibel). Die Geschichte mit dem Teppichbodenmuster klingt gar nicht gut, ich empfehle die Konsultation eines Facharztes nicht weiter aufzuschieben; keiner von uns hier ist in der Lage, eine halbwegs verläßliche „Ferndiagnose“ zu stellen.
Verhalten der Tochter - ‚Psych…‘ ist schon ok.
Hallo!
Ich hoffe, Du fällst nicht gleich in Panik, wenn hier alle sagen es sei ernst. Du nimmst es ja gar nicht auf die Leichte und hast ja schon einen wichtigen Schritt getan, indem Du nach Hilfe Ausschau hältst.
Ich vermute, Michael hat recht, sich vorrangig an einen Psychiater zu wenden, gerade bei akuten Schwierigkeiten, könnten eine Klinikeinweisung und unterstützende Medikamente sinnvoll sein. Ein klinischer Psychologe dürfte gleichwohl Bescheid wissen und weiterhelfen können.
Mein Vorschlag daher: Unverbindlich anrufen, wessen Nummer Dir zuerst begegnet. Falls Deine Tochter zu einem Gespräch nicht mitkommen will (ich weiß nicht, ob sie sich über ihren Zustand selbst ebenfalls Sorgen macht), dann geh einfach allein hin.
Später, wenn es um Therapie geh`n sollte, spielt auch nach meiner Meinung eine Rolle, ob man mit dem Behandelnden „kann“ oder nicht. Vielleicht hast Du selbst ja aus einer schlechten Erfahrung Deine Abneigung zu Psychologen. Ein Wechsel zu nem anderen ist dann angebracht, es sollte bloß nicht zur Regel werden. Das muß man abwägen.
Psychische Krankheiten sind beunruhigend, weil das Verhalten nicht rational nachvollziehbar ist und auch kein „Defekt“ zu sehen ist, wie bei einem gebrochenen Bein. Aber sie sind gar nicht so selten und so normal wie ein Beinbruch, so daß Ihr bald Leute treffen werdet, die schon Erfahrungen gemacht haben und Euch evtl. wichtige Ratschläge und Tips geben können.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die so viele Ratschläge angeboten haben.
Nachdem ich über alle Möglichkeiten nachgedacht habe und Drogenkonsum wirklich ausschließen kann, genauso wie sexuellen Missbrauch, wird ein Besuch beim Psychologen doch das einzige sein, was ich tun kann.
Mir ist sehr unwohl bei dem Gedanken, dass mein Kind wirklich eine psychische Störung haben könnte, weil es Fälle von Schizophrenie in unsere Familie gibt und ich immer gehofft hatte, dass sich sowas nicht vererbt.
Entsetzt hat mich allerdings jene Antwort, die eine Klinikeinweisung als sinnvoll bezeichnet hat. Wenn mich etwas davon abhält, mit meinem Kind zu einem Therapeuten zu gehen, dann die Angst, dass dieser so etwas vorschlagen und gewissermaßen verlangen kann.
Entsetzt hat mich allerdings jene Antwort, die eine
Klinikeinweisung als sinnvoll bezeichnet hat. Wenn mich etwas
davon abhält, mit meinem Kind zu einem Therapeuten zu gehen,
dann die Angst, dass dieser so etwas vorschlagen und
gewissermaßen verlangen kann.
Moooooooment mal. Hier wird aber von mehreren Seiten her einiges in einen Topf geschmissen und vermatscht. Wenn ich Schizzophrenie höre, dann ahne ich langsam, warum Du Dich so gegen Psychologen wehrst. Kann es sein, daß Du Psychiatrie und Psychosomatik verwechselst? Außer daß beides mit „psycho“ anfängt, hat das eine mit dem anderen nicht arg viel gemeinsam.
Niemand hat behauptet, daß Deine Tochter in eine „Irrenanstalt“ soll. Ich glaube, genau das aus Deiner Angst herauszulesen, kann da was dran sein? Psychosomatik ist GANZ was anderes als Psychiatrie!!! Ist das eine mehr oder weniger eine Verwahranstalt mit ein bißchen Behandlung (die sich nicht selten auf das Verabreichen von dämpfenden Medikamenten reduziert) so ist es bei der Psychosomatik genau das Gegenteil. Dort wird nicht „Irrsimn“ behandelt, sondern seelische Erkrankungen behandelt. Und wenn es eine gute Klinik ist, dann auch absolut ohne jegliche Form von Medikamenten.
ergänzend zu Nena…
…möchte ich noch sagen, daß kein Arzt von Dir verlangen kann, Dein Kind irgendwo hin zu schicken, wenn Ihr das nicht beide wollt.
Wichtig sollte jetzt erst einmal sein, einen Psychologen zu finden, zu dem ihr beide Vertrauen fassen könnt. Vielleicht helfen Dir die Links in der Brettbeschreibung ja bei der Suche.
Ich wünsche Euch beiden viel Erfolg!
Liebe Grüße, Nike
was anderes als Psychiatrie!!! Ist das eine mehr oder weniger
eine Verwahranstalt mit ein bißchen Behandlung (die sich nicht
selten auf das Verabreichen von dämpfenden Medikamenten
reduziert) so ist es bei der Psychosomatik genau das
Gegenteil. Dort wird nicht „Irrsimn“ behandelt, sondern seelische Erkrankungen behandelt. Und wenn es eine gute
Klinik ist, dann auch absolut ohne jegliche Form von
Medikamenten.
Jetzt haben wir mal wieder einen Anlaß für einen prima „Expertenstreit“! Ich halte das, was Du hier über die Psychiatrie (allgemein) sagst für ein Zerrbild und für wenig hilfreich, für eine Fragestellerin, der unter Umständen die Unterbringung ihrer Tochter in einer psychiatrischen Klinik empfohlen werden könnte. Das jetzt mal ganz unabhängig davon, was eigentlich das Problem von Sabines Tochter ist: Deine Gegenüberstellung von der psychosomatischen Klinik, die ohne Medikamente arbeitet und der psychiatrischen Klinik als Verwahranstalt, in der „irrsinnige“ Patienten mit Medikamenten gedämpft werden ist eine Karikatur. Auch scheinst Du nahelegen zu wollen, daß die Klientel dieser Einrichtungen dieselbe ist.
Gehen wir mal vom Fall eines akut psychotischen Person aus (wie gesagt, das muß jetzt nicht Sabines Tochter sein) Die Ansicht, eine psychosomatische Klinik sei hier ebenso geeignet wie eine psychiatrische Klinik erscheint mir bizarr. Hast Du Erfahrung mit akut psychotischen Personen? In einer psychosomatischen Klinik? Ohne Medikamente?
Da ich weder klinischer Psychologe noch Psychiater bin, halte ich mich da für (relativ) unvoreingenommen. Meine Einschätzung beruht weitgehend auf meinen persönlichen Erfahrungen mit Psychiatrieerfahrenen aus meinem Bekanntenkreis; ich kann also nur über konkrete Personen in einem konkreten psychiatrischen Setting etwas sagen.
Bitte jetzt nicht antworten, daß es aber auch schlechte psychiatrische Kliniken gibt. Es mag ganz, ganz fürchterliche psychiatrische Kliniken geben, aber es gibt auch ganz, ganz fürchterlich schlechte Zahnärzte und ich würde Leuten mit Zahnschmerzen trotzdem eher zum Besuch eines Zahnarztes, als zum Besuch eines Geburtshelfers raten.
Hi, habe mit Interesse Eure Antworten verfolgt, da ich selbst das Problem der Autoagression (und Panikattacken ) kenne…meine Frage:was ist die Borderline Persönlichkeitsstörung???
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Hi, habe mit Interesse Eure Antworten verfolgt, da ich selbst
das Problem der Autoagression (und Panikattacken )
kenne…meine Frage:was ist die Borderline
Persönlichkeitsstörung???
ach herrjemine. DAS ist mit ein paar Sätzen nicht zu sagen. Darüber wurden massenweise Bücher geschrieben. Eines der Besten ist „Ich hasse Dich - verlaß mich nicht“.
Die Borderline-Erkrankung ist sehr schwer zu diagnostizieren, da fast alle Symptome - meist in etwas weniger extremer Form - auch bei anderen Erkrankungen und z.T. sogar bei „Normalos“ auftreten können. Kurz gesagt ist es meines Wissens nach eine sehr tiefe Störung, die ihre Ursachen in extremen Traumatisierungen im vorgeburtlichen oder frühkindlichen Alter hat, zumeist sexueller Mißbrauch. Sie wird auch die Schwarz-Weiß-Krankheit genannt, da die Patienten ausschließlich in Extremen leben. Schwarz oder Weiß, ganz oder gar nicht, Engel oder Teufel, perfekt oder vernichtend.
Laß Dich aber nicht verrückt machen, wenn Du siehst, daß Du einige der Symptome, die da beschrieben werden, auch kennst. Das kann heissen, daß Du betroffen bist, muß es aber nicht. In jedem Fall würde ich Dir raten, Arzt/Psychologe auf Deinen Verdacht hinzuweisen und mit ihm/ihr drüber zu reden. Vor allem die Autoaggression ist, egal ob nun Borderline oder nicht, eine ernst zu nehmende Sache - und sie wird von allein nicht besser sondern eher immer noch schlimmer, wenn sie nicht behandelt wird.
ich kann mich dem, was Du schreibst, nur anschließen.
Ich kenne den Unterschied zwischen Psychiatrie und Psychosomatik aus eigener Erfahrung.
Es ist nicht so, daß in Psychosomatik ausschließlich ohne Medi’s gearbeitet wird. Ebenso falsch ist es, daß in der Psychiatrie nur gedämpft wird.
Es ist ein Zerrbild. In einer Phase, in der jemand völlig abgedreht ist, ist er in der Psychosomatik überhaupt nicht richtig, denn es geht in erster Linie darum, überhaupt wieder zu stabilisieren, einen Realitätsbezug herzustellen. In einer Psychosomatik gibt es völlig andere Inhalte.
Nena, ich denke wirklich, daß daß, was Du schreibst, die alten Vorurteile unterstützt. Es ist nicht mehr so. Und genau weil solche Vorurteile immer noch untermauert werden, könnte es passieren, daß Sabine einen Riesenschreck kriegt, wenn ein Therapeut einen Aufenthalt in einer Psychiatrie für richtig hält. Peng - schon sagt sie „nein“ und die Hilfe, die ihre Tochter dringend braucht - in welcher Klinik auch immer! - wird ihr nicht zuteil.
Gruß,
Fabienne
Jetzt haben wir mal wieder einen Anlaß für einen prima
„Expertenstreit“! Ich halte das, was Du hier über die
Psychiatrie (allgemein) sagst für ein Zerrbild und für wenig
hilfreich, für eine Fragestellerin, der unter Umständen die
Unterbringung ihrer Tochter in einer psychiatrischen Klinik
empfohlen werden könnte. Das jetzt mal ganz unabhängig davon,
was eigentlich das Problem von Sabines Tochter ist: Deine
Gegenüberstellung von der psychosomatischen Klinik, die ohne
Medikamente arbeitet und der psychiatrischen Klinik als
Verwahranstalt, in der „irrsinnige“ Patienten mit Medikamenten
gedämpft werden ist eine Karikatur. Auch scheinst Du nahelegen
zu wollen, daß die Klientel dieser Einrichtungen dieselbe ist.
Gehen wir mal vom Fall eines akut psychotischen Person aus
(wie gesagt, das muß jetzt nicht Sabines Tochter sein) Die
Ansicht, eine psychosomatische Klinik sei hier ebenso geeignet
wie eine psychiatrische Klinik erscheint mir bizarr. Hast Du
Erfahrung mit akut psychotischen Personen? In einer
psychosomatischen Klinik? Ohne Medikamente?
Da ich weder klinischer Psychologe noch Psychiater bin, halte
ich mich da für (relativ) unvoreingenommen. Meine Einschätzung
beruht weitgehend auf meinen persönlichen Erfahrungen mit
Psychiatrieerfahrenen aus meinem Bekanntenkreis; ich kann also
nur über konkrete Personen in einem konkreten psychiatrischen
Setting etwas sagen.
Bitte jetzt nicht antworten, daß es aber auch schlechte
psychiatrische Kliniken gibt. Es mag ganz, ganz fürchterliche
psychiatrische Kliniken geben, aber es gibt auch ganz, ganz
fürchterlich schlechte Zahnärzte und ich würde Leuten mit
Zahnschmerzen trotzdem eher zum Besuch eines Zahnarztes, als
zum Besuch eines Geburtshelfers raten.
Nochmals Zustimmung
Ich war zwar nie in einer Klinik und möchte daher nur auf meine Erfahrung mit Medikamenten eingehen:
Gezielte Einstellung auf Medikamente kann einen soweit in die Realität zurückholen, daß der/die Kranke dan auch für andere Behandlungsmethoden wie z. B. eine Gesprächstherapie wieder zugänglich wird. Wenn man völlig den Realitätsbezug verloren hat ist das eventuell gar nicht mehr möglich/wieder eigene Erfahrung
Also Medikamente von vornherein abzulehnen halte ich aus meiner heutigen Erfahrung für falsch. Leider für Dich (und zum Glück für mich) habe ich keinerlei Klinikerfahrungen.
Naja, und daß es immer darauf ankommt einen *guten* Arzt zu finden gilt hier genauso wie für den Zahnarzt (ein bisserl hinkt der Vergleich aber im Prinzip gilt er).
Ich wünsche Euch beiden alles Gute
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Ich denke schon, daß deine ganze Familie Hilfe braucht.( Du hast nichts über die Zusammensetzung deiner Familie berichtet).
Wie bereits erwähnt, scheint mir das Verhalten deiner Tochter ein Sprachrohr für Schwierigkeiten innerhalb der Familie zu sein, welche ich auf der Beziehungsebene lokalisieren würde.
Daß sich deine Tochter so und nicht anders ausdrücken kann, darf oder will, ist kein Zufall und hat eine Vorgeschichte, die mit allen Familienmitgliedern zu tun hat, nicht nur mit deiner Tochter!!
Also, ich wünsche dir Mut und sieh zu, daß du dir und deiner Tochter die Hilfe besorgst, die euch gut tut.
okay okay, Ihr habt mich überzeugt. Was ich geschrieben habe ist zwar hautnahe Erfahrung im engsten Familienkreis, wo jemand wiederholt monatelang so mit Medikamenten vollgepumpt wurde, daß diejenige wie der Duracell-Hase durch die Gegend wackelte und ansonsten völlig umnebelt und unansprechbar war, aber das ist nun doch schon an die 20 Jahre her. Mag sein, daß die auch in der Psychiatrie inzwischen dazugelernt haben und mit dem Einsatz von Medikamenten vorsichtiger und mehr zum Wohle der Patienten arbeiten, als das früher der Fall war.
Sollte ich jemanden Angst mit meinem Posting eingejagt haben, so tuts mir leid. Sorry.
jemand wiederholt monatelang so mit Medikamenten vollgepumpt
wurde, daß diejenige wie der Duracell-Hase durch die Gegend
wackelte und ansonsten völlig umnebelt und unansprechbar war,
So war’s bei meiner Ex-Frau - aber sie lebt heute immerhin noch und hat sich mittlerweile, etwa 10 Jahre nach Beginn des Leidens, gut erholt, was bei dem totalen Realitätsverlust verbunden mit einer hohen Suizidalgefährdung ohne Dämpfung am Anfang mit recht hoher Wahrscheinlichkeit nicht so wäre …
Psychiatrie erscheint vielen, die es nicht kennen, vielen, die es kennen und vielen, die gerade im Moment die Erfahrung machen (auch mir seinerzeit!), als Horror - möglicherweise weil man es nicht verstehen kann, zu welchen Verhaltensänderungen manche Medi’s führen.