Schwerste Arbeit ... Groester Erfolg

Was war Ihre schwerste Arbeit … Ihr groester Erolg ?

… meine schwerste arbeit … mein groester erfolg …

meine eltern
haben sich gestritten

es tat mir weh
ich wollte weglaufen

ohne es zu wissen warum
bin ich mit 19
zur anderen seite der welt
gezogen

ich war alleine
ich war traurig
ich war wuetend
dass mir
meine kindheit
gefolgt ist

ich traf maedchen
die in gesunden familien
aufgewachsen waren

ich konnte mit denen
nichts anfangen

dann
traf ich ein maedchen
dass auch so wie ich
in einer ‚dysfunctional‘ familie
aufgewachsen war

ja, wir konnten uns verstehen
ja, wir haben geheiratet

auf der hochzeitsreise
hoerte ich
im ruhigen ton
… ich liebe dich nicht …

blitzschnell ging mir durch den kopf
… was wird mein vater nun auf mich denken …

dann fing ich an zu handeln
… ich kann ohne deine zaertlichkeiten leben …
… ich kann ohne deine mit-schmerzen leben …
… ich kann ohne deine liebe leben …

und so
wiederholte sich
dieser todestanz
fuer 30 jahre

und dann ist es passiert

ich war alleine
es tat mir weh

zum erstenmal
war es mir so
als ob ich
von depressionen
betaeubt wurde
um meine schmerzen
zu ertragen

es war meine schwerste arbeit
es war mein groester erfolg
herauszufinden
warum es mir so weh tat

als ich 5 jahre alt war
wurde ich ploetzlich
im krankenhaus hinterlassen

ich wollte meiner mutter nachlaufen
aber mein kopf war zu schwer
ich war zu schwach

und so lag ich da
in der krippe

und so fing ich an
meine gefuehle zu verstecken

und so bin ich eingeschlafen

mein typhus wurde behandelt
meine gefuehle nicht

mit 50 merkte ich
dass all meine
unbearbeiteten gefuehle
noch in meinem koerper steckten
auf mich warteten

und mit 60 merke ich
wie mit jeder bearbeitung
meine last leichter wird

das ist meine schwerste arbeit
das ist mein groester erfolg

Lorbass
http://www.geocities.com/lorbass_mpls

Hi,

ich habe angerührt Deine emotionale Lebensgeschichte verfolgt.
Ich bin erst 26 und stecke zur Zeit in einer für mich schwer zu akzeptierenden,„sinnlosen“ Situation.
Nach einer stationären Psychotherapie mit Gestalt- und hochemotionaler Arbeit, brach mitten im Verlauf der Therapie so etwas wie eine uralte Wunde auf, die ich schwer mit Worten erklären kann. Es fühlt sich an wie eine Hand, die sich schon sehr früh als Baby um mein Herz gelegt hat, als ich 2 Wochen nach der Geburt in den Brutkasten mußte und irgendwo zwischen Leben und Tod pendelte. Mit dem Aufbrechen dieser Wunde erlebte ich auch eine Art Befreiung, ich weiß endlich, was wirklich alles in mir steckt, was mich authentisch macht, wo ich heute eine Antwort finden kann, um nicht mehr dysfunktionale Beziehungen zum Aufrechterhalten dieses labilen Gleichgewichts von überschäumender Idealisierung und tiefer Verlassensangst zu brauchen.

Rilke meinte einmal :

Die Liebe besteht darin, daß zwei Menschen einander schützen, grenzen und grüßen.

Ich weíß, daß ich trotz einiger Rückschläge dieser Art der Liebe ohne Ab- und Aufwertung entgegenwachsen kann.

Ich habe mich auch viel mit der rationalen Seite dieser „Krankheit“ beschäftigt und bin zu der Einsicht gekommen, daß ich trotz aller Verstandesschlüße einen zutiefst emotionalen Zugang zu mir selbst finden muß, ohne Leistungsdenken, denn ich habe Zeit dafür.

Gruß
Frank

herzlichen dank
Ja, lieber Frank,

danke
fuer deine lieben worte
fuer alle einzelheiten
fuer deinen gruss

so lese ich … so verstehe ich:

… " Ich bin erst 26
und stecke zur Zeit
in einer für mich
schwer
zu akzeptierenden,
„sinnlosen“ Situation.

Nach einer stationären Psychotherapie
mit Gestalt- und hochemotionaler Arbeit,
brach mitten im Verlauf der Therapie
so etwas
wie eine uralte Wunde auf,
die ich schwer
mit Worten
erklären kann.

Es fühlt sich an
wie eine Hand,
die sich schon sehr früh als Baby um mein Herz gelegt hat,
als ich 2 Wochen nach der Geburt
in den Brutkasten mußte
und irgendwo
zwischen Leben und Tod
pendelte.

Mit dem Aufbrechen
dieser Wunde
erlebte ich auch
eine Art Befreiung,

ich weiß endlich,
was
wirklich alles
in mir steckt,

was mich
authentisch macht,

wo
ich heute
eine Antwort
finden kann,

um nicht mehr
dysfunktionale Beziehungen
zum Aufrechterhalten

dieses labilen Gleichgewichts
von überschäumender Idealisierung
und tiefer Verlassensangst
zu brauchen.

Rilke meinte einmal :

Die Liebe besteht darin,
daß zwei Menschen
einander schützen,
grenzen
und grüßen.

Ich weíß,
daß ich trotz einiger Rückschläge
dieser Art der Liebe
ohne Ab- und Aufwertung
entgegenwachsen kann.

Ich habe mich auch viel
mit der rationalen Seite
dieser „Krankheit“ beschäftigt

und bin zu der Einsicht gekommen,
daß ich trotz aller Verstandesschlüße
einen zutiefst emotionalen Zugang
zu mir selbst finden muß,
ohne Leistungsdenken,
denn ich habe Zeit dafür " …

///

herzlichen dank lieber Frank

das ist schade … das tut mir leid …
dass es dir im leben so gegangen ist

es freut mich
dass du soviel gerlernt hast

bitte schreibe wieder
herzliche gruesse

ich schicke dir:

… Zaertlichkeiten … Schmerzen … Liebe …

Fuer mich
sind aeusserliche Sachen
nicht mehr so wichtig

Fuer mich
ist es wichtiger
Dich traeumen
zu hoeren

Sodass ich Dir
meine Zaertlichkeiten
schenken kan

Fuer mich
ist es wichtiger
Dein innerliches Schreien
zu hoeren

Sodass ich Dich
mit Deinen Schmerzen
umarmen kann

Fuer mich
ist es wichtiger
deine Liebe zu spueren

Sodass ich leben kann

Lorbass
http://geocities.com/lorbass_mpls