Schadenfreude

Von: , Frage gestellt am Sa, 11. Mär 2006

Hallo zusammen,
Auf den ersten Blick handelt es sich um eine Freude, also ein positives Gefühl. Aber aus sozial-ethischer Sicht eher ein "lumpiges".
Wer weiss mehr darüber ?
Mit Dank und Gruss: hardy

12 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Minuten 0 hilfreich
    Re: Schadenfreude

    Hallo Hardy
    Ich denke, wenn man aggressiv auf jemanden ist, dann ist es erklärlich, dass man sich freut, wenn derjenige Schaden nimmt.
    Unverständlich ist mir hingegen der Erfolg dieser sadistischen TV-Sendungen, wo es angeblich Freude machen soll, wenn kleine Kinder sich aufm Schlitten überschlagen, von der Schakel fallen oder sich sonst irgendwelche Verletzungen, Gehirnerschütterungen etc. zuziehen.
    Gruß,
    Branden

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: Schadenfreude

      Hi Branden!
      Diese Sendungen funktionieren auch nur, weil man die Folgen, die so ein kleiner Unfall hat, nicht mehr sieht.
      Die Marx-Brothers haben sich ständig -verzeih die Wortwahl- gegenseitig auf die Fresse gehauen, und auch Bud Spencer und Terence Hill verprügeln sich stets gegenseitig, bzw. irgendwen anders. Und was machen wir? Wir lachen drüber....
      Gruß, Dine [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 6 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: Schadenfreude

        Hi Dine Diese Sendungen funktionieren auch nur, weil man die Folgen,
        die so ein kleiner Unfall hat, nicht mehr sieht.
        Das mag sein, sicherlich ein Aspekt! Die Marx-Brothers haben sich ständig -verzeih die Wortwahl-
        gegenseitig auf die Fresse gehauen, und auch Bud Spencer und
        Terence Hill verprügeln sich stets gegenseitig, bzw. irgendwen
        anders. Und was machen wir? Wir lachen drüber....
        Naja, ich hab, glaub ich, noch nie darüber lachen können.
        Ich kann beim besten Willen nichts Komisches daran erkennen, wenn Leute sich schlagen oder verletzen.
        Gruß,
        Branden

        • Antwort von nach 13 Stunden 1 hilfreich
          Re^4: Schadenfreude

          Hi Branden,
          ich glaube da kann man beteuern soviel man will: Ureigens ist dem Menschen die Eigenschaft erleichtert zu sein, wenn eine unangenehme Situation nicht einem selbst sondern anderen passiert. Erst danach schalten soziale/ethische/kulturelle Synapsen zu, die diesen Freuden-trieb unterdrücken und fragen: "helfen/bemitleiden/fliehen"?
          Jeder Mensch emfpindet Schadenfreude, nur werden bei jedem Individuum die Gegenmaßnahmen unterschiedlich schnell eingeleitet. Bei Dir halt schon abstrakt im voraus willentlich gesetzt...
          Das es ein breites Spektrum im menschlichen Geist gibt zeigen Gladiatioren/Wrestler/PleitenPech&Pannen bzw. Mutter Theresa/Rotes Kreuz/Amnesty. Wie immer bin ich versucht das Totschlagargument "Die Goldene Mitte ist der rechte Weg" zu nennen: Ja man kann schadenfroh sein, aber in Grenzen. Kein Sadismus und kein Voyeurismus aber dennoch lachen über Missgeschicke.

          gruß
          jartul [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

          • Antwort von nach 23 Stunden 1 hilfreich
            Re^5: Schadenfreude

            Hallo Jartul Ureigens ist
            dem Menschen die Eigenschaft erleichtert zu sein, wenn eine
            unangenehme Situation nicht einem selbst sondern anderen
            passiert.
            Das ist etwas Abnderes. Natürlich entsteht eine Erleichterung, wenn es einen selbst nicht trifft, aber das ist noch lange keine Schadebnfreude a la "Lustig, wie sich das Kind da mit seinem Roller überschlagen hat".
            Ich konnte da noch nie was dran lustig finden, selbst als Kind nicht. Bei Dir halt schon abstrakt im voraus willentlich
            gesetzt...
            Ganz und ganicht. Ich empfinde mich nicht als "Mutter Theresa", nur weil ich Arzt bin. Frezud hat übrigens auch keine große "Menschenrettungsfreude" in sich empfunden. Aber das allers erklärt noch lange nicht den Sadismus oder die Art von Schadenfreude, wie wir sie hier besprechen bzw. wie sie eben in diesen -für mich- überhaupt nicht lustigen TV-Pannen da gezeugt wird. Ich schalte angeödet weiter, wenn das im TV kommt.
            Auch beim Wrestling, wenn die sich da gegenseitig auf die Fresse springen, -was soll ich da an Lust empfinden? Kein
            Sadismus und kein Voyeurismus aber dennoch lachen über
            Missgeschicke.
            Da finde ich diese beiden aber noch interessanter, wahrscheinlich, weil es sich da um eine Spielart der Erotik handelt.
            Gruß,
            Branden

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^6: Schadenfreude

              Aber es ist doch toll Kämpfe zu sehen,
              mitfiebern wer wohl der Gewinner wird.
              Vor einigen Stunden habe ich mit einen Freefight Clip angesehen,
              iner der Fighter sprang anfangs sehr wichtig udn arroganz herum.
              Richtig altmodisch klassisch wurde er recht schnell mit einen Hacken umgekockt. Da hatte ich richtige Schadenfreude das es ihn so noob sytle erwischt hat.

              Die Faszination vom Wettkämpfen oder sie sehen lässt sich einfach nicht beschrieben. Sie ist irgendwie einfach da, vielleicht ein Naturinstinkt.
              Sell dir irgendwo, egal wo, vor der Disco, am Strassenrand, in der Ubahn etc. 2 Streithansel vor. Alle Leute würden neugierig zusehen.
              Dann gibt es noch das Phenomän meiner Exfreund, die war 10. SG im WT.
              Die konnte selbst kmofen aber nicht zusehen, sie musst beim zusehen immer entstzt die Hand vor Augen halten. Dies kann aber auch daran liegen das beim Kampf der ggener nicht im einzelnen beobachtet wird, sondern man seine Siluette war nimmt.

              Hoffe es ist vielleicht etwas Hilfreich. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach 2 Tagen 2 hilfreich
              Re^7: Schadenfreude

              hallo zoomi,


              ich kann nichts reizvolles am schmerz (egal welcher art) anderer wahrnehmen. weder bei mensch noch bei tier.

              und wenn menschen zusehen wie sich z.b in der ubahn andere prügeln
              hat das eher mit mangelnder zivilcourage zu tun denn mit anderen
              faktoren.

              das ist nichts anderes als wenn leute an einem schlafenden obdachlosen
              vorbeilaufen von dem man nicht wissen kann ob er noch lebt.

              ich mische mich in beiden fällen ein und fühle mich gut damit, nicht
              so zu tun als ginge mich das nichts an.

              wird z.b jemand angepöbelt und man spürt, die person wird demnächst
              angegriffen werden die meisten wohl deshalb nicht einschreiten, weil
              sie froh sind nicht selbst das opfer zu sein.
              ich kann mir nicht vorstellen dass sie es spannend finden zuzusehen und
              wissen wollen wer nun gewinnt....

              ein wettkampf ist meiner interperation nach ein duell mit 2 gleichwertigen gegnern die sich messen - z.b beim boxen.
              spätestens dann, wenn der eine offenkundig unterliegt kann ich
              nicht mehr hinsehen und finde, der kampf gehört von aussen beendet.

              ich halte es für unnatürlich wenn jemand auf ein wehrloses opfer
              losgeht oder nicht aufhört - bei hunden z.b spricht man hier von
              einer störung. hundbabys z.b haben welpenschutz und werden nicht
              angegriffen, es sei denn der hund ist richtig bluna.

              bei menschen ist das anders, doch ob das natürlich ist wage ich
              in frage zu stellen. eher denke ich es ist wie bei den hunden die
              die hemmschwelle nicht mehr spüren in sich...

              schadenfreude kann ich persönlich dann entwickeln wenn sie niemand
              verletzt - es also harmlose dinge sind. freut sich jemand am leid
              anderer, stösst mich das nachhaltig ab.

              gruss
              nina

  2. Antwort von nach 15 Stunden 2 hilfreich
    Re: Schadenfreude

    Hallo,
    ich denke, Schadenfreude hat im ersten Moment etwas Befreiendes an sich. Wenn jemandem ein Missgeschick passiert, dem wir z.B. seinen Erfolg nicht gönnen, da wir meinen, er hat ihn sich mit ungerechten Mitteln verschafft, dann freuen wir uns natürlich. Schadenfreude kann also mit Neid zu tun haben. Wir sind neidisch, weil derjenige sich erfolgreich durchs Leben zu winden weiß. Je neidischer wir sind, desto mehr freuen wir uns dann auch, wenn demjenigen ein Missgeschick passiert.
    Wir merken, dass es anderen Leuten schlechter geht, als uns selbst - zumindest für den Moment -, fühlen uns ihnen überlegen. Und ohne solche Gefühle würden wir wohl auf Dauer unseren Elan verlieren, oder gar in Depressivität hinübergleiten. Man kann einfach nicht ununterbrochen Mitgefühl empfinden bzw. Rücksicht nehmen. Schon gar nicht bezogen auf Personen, die es unserer Meinung nicht verdient haben.
    Schadenfreude ist bis zu einem gewissen Punkt also nötig, um unsere geistige Gesundheit zu erhalten. Geht sie über diesen Punkt hinaus, zeugt das meiner Ansicht nach aber eher von einem schwach ausgeprägten Selbstwertgefühl.

    Grüße,
    Sharynn [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Schadenfreude

    Hallo du auch !

    Ich habe 5 Jahre in Indien gelebt und war überhaupt die meiste Zeit meines Lebens in der Welt unterwegs, aber sowas an Schadenfreude, wie es die Inder haben gibts sonst nirgends!!! Wenn da irgendwem irgendwas passiert, dann lachen die sich tot, aber wie!! Das ist echt extrem.
    Wogegen über sich selbst zu lachen kommt gar nicht in Frage, die sind echt ansonsten ziemlich humorlos...
    Fröhliche Grüße,
    Claudia [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]



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