Onlinesucht

Hallo, Leute

In denletzten Monaten mache ich mir grösste Sorgen um meine Familie, denn seit Juni ist mein Mann onlinesüchtig.
alles, was er tut, ist arbeiten und am PC sitzen, meine knapp 4jährige Tochter und ich sind einfach Luft für ihn, ihm ist alles egal, er spricht nichts mehr, isst kaum und hat auch jedes Interesse an Sex verloren, dabei hat er nichtmal eine andere!
Er gibt selbst zu, dass er süchtig ist, aber er ist nicht gewillt, etwas daran zu ändern, ich weiss, dass man einem süchtigen nur helfen kann, wenn er möchte, aber mein mann leidet ja nicht unter seiner Sucht. Meine Tochter spürt schon Verlustängste und ich denke, dass die Familie zerbricht. Alles habe ich versucht, Eheberatung etc. aber er stieg gleich wieder aus.
Kann mir irgendjemand einen, wenn auch noch so harten Tipp geben, oder seine Meinung mitteilen, wäre mir sehr wichtig.
thx im vorraus,
Eure Christin

Hallo Christin,

ein leider immer mehr um sich greifendes Phänomen. Das Du mit dieser Problematik nicht alleine bist - tröstet Dich vielleicht nicht - aber es sollte Dir Hoffnung machen.

Nachfolgende links - hier besonders der 1. - schildern sehr eindringlich den Verlauf, aber bieten auch Möglichkeiten an, dem Partner zu helfen sich von dieser Sucht zu befreien.

Verständnis ja sogar ein gewisses Interesse für die Aktivitäten Deines Mannes ist sicher - angesichts der bereits sich zuspitzenden Situation - schwer aufzubringen, aber Du solltest es unbedingt versuchen. Eine strikte Ablehnung bzw. völliges Unverständnis für sein Tun führt m.M. nach nur dazu, dass er noch mehr Zeit vor dem PC verbringt.

http://www.medicine-worldwide.de/krankheiten/psychis…
http://www.journalistenakademie.de/lesepr/mm106.htm#…

Ich wünsche Dir von Herzen das es gelingt!

Gruss
Eve*

*meld*
ich auch onlinesüchtig!

Hallo Christin

Sucht und Familie ist immer ein großes Problem, ich kenne das vom Alkohol her.

Es kann durchaus sein, daß darüber die Familie zerbricht, wenn dein Mann nicht erkennt, daß er etwas gegen seine Sucht tun muß. Vorhaltungen und Streitereien helfen im Allgemeinen weinig, sie führen höchstens dazu, daß er sich da noch mehr reinfrißt.
Drohungen eventuell auszuziehen oder so wirken nur, wenn sie wirklich umgesetzt werden und selbst dann nicht immer. Obwohl den Angehörigen um ihrer selbst Willen oft kein anderer Ausweg mehr bleibt.

Hast Du es schon mal bei der Suchtberatung versucht? Die gibt es in jeder Kreisstadt, zu erfragen ist die Adresse über die gesundheitsämter. Die ist anonym und kostenlos, da könntest Du zur Not auch erst mal alleine hingehen. Eventuell haben die einen Rat für Dich. Dort sitzen Fachleute für alle Suchtprobleme, die können da oft mehr als eine Familienberatung.

Es gibt zwar auch Hilfsangebote im Internet, aber die nutzen Deinem Mann wenig. Alkis kuriert man ja auch nicht mit Schnaps.

Wie gesagt, versuch es doch mal bei der Suchtberatung.

Viel erfolg

Gernot Geyer

hallo christin… als ehemalige partnerin eines suchtkranken kann ich dir zu allen anderen tips nur noch eines hinzufügen: sieh nach dir selber! fixier dich nicht auf seine sucht, geh zu einer beratung, wie DU mit der situation klarkommen kannst. das hilft auch den kindern am meisten.
wenn einer nicht von seiner sucht loskommen will, kommt er dauerhaft auch nicht davon los, da rennst du gegen wände! werd innerlich immer noch aggressiv wenn ich an meine damalige situation denk!!!

mittlerweile kenn ich allerdings auch die andere seite… ich komm auch nicht mehr weg von der kiste, … das brauch ich hier allerdings nicht zu beschreiben. ich weiss also, wie schwer es ist, davon loskommen zu wollen. ich will auch nicht damit aufhören und weiss dennoch, dass ich ein echtes prob hab!!! diese erkenntnis ändert nichts. prob bei online-sucht scheint mir nämlich zu sein, dass es u.u. nicht so „einfach“ ist wie mit alk oder sonstigen materiellen und immateriellen drogen. abstinenz geht nun mal fast nicht - zumindest bei mir nicht, ich bin beruflich den ganzen tag am rechner, meist auch online. wie bei ess-störungen… essen kann man ja auch nicht aufhören.

hm… christin, viel glück wünsch ich dir, viel stärke! vergess dich selbst nicht!!! claudia

Hallo Christin,

ein leider immer mehr um sich greifendes Phänomen. Das Du mit
dieser Problematik nicht alleine bist - tröstet Dich
vielleicht nicht - aber es sollte Dir Hoffnung machen.

Nachfolgende links - hier besonders der 1. - schildern sehr
eindringlich den Verlauf, aber bieten auch Möglichkeiten an,
dem Partner zu helfen sich von dieser Sucht zu befreien.

Verständnis ja sogar ein gewisses Interesse für die
Aktivitäten Deines Mannes ist sicher - angesichts der bereits
sich zuspitzenden Situation - schwer aufzubringen, aber Du
solltest es unbedingt versuchen. Eine strikte Ablehnung bzw.
völliges Unverständnis für sein Tun führt m.M. nach nur dazu,
dass er noch mehr Zeit vor dem PC verbringt.

http://www.medicine-worldwide.de/krankheiten/psychis…
http://www.journalistenakademie.de/lesepr/mm106.htm#…

Ich wünsche Dir von Herzen das es gelingt!

Gruss
Eve

Liebe Eve,
Erstmal thx für Deine Antwort. Bisher habe ich es auch so gemacht, dass ich Anteil an seinen Aktivitäten nehme, er ist auch sehr begabt rund um PC und net, gerade, weil ich mir das, was Du
geschrieben hast, auch gedacht hab, nörgle ich auch nicht herum,
nun ist es aber soweit, dass ich gar nicht mehr an meinen Partner herankomme…Und auch für die Links will ich mich noch bedanken, und mich damit auch noch näher beschäftigen…
LG, Christin.

Hi, Claudia,
das ironische ist, ich selbst arbeite ich mit Suchtkranken, Drogenbereich, aber das ist nun wieder etwas völlig neues für mich, obwohl, wie Du schreibst, wirklich „helfen“ kann man nicht, wenn der Wunsch, von welcher Sucht auch immer, loszukommen, bei dem Äbhängigen nichtmal ansatzweise vorhanden ist.
Ich für mich mache jetzt demnächst eine Verhaltenstherapie, hat auch noch nen zusätzlich anderen Hintergrund, aber das ist alles, da bin ich mit Dir einer Meinung, um Situationen für mich selbst zu klären…Vor dem ergebnis hab ich schon Bammel, wahrscheinlich muss ich schlimme Konsequenzen ziehn müssen…Ich kann Deine guten Wünsche wirklich gut gebrauchen, daher thx für
Dein Posting.
Ciao, LG Deine Chris.

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Hi, Gernot,
erstmal thx für dein Posting…das ironische an der ganzen Sache ist, ich selbst arbeite mit Suchtkranken, aber im Bereich Drogen, daher weiss ich auch, dass es grundsätzlich keine Chance gibt, wenn der Abhängige selbst nicht nicht im Traum daran denkt, was dagegen zu unternehmen, er gibt offen zu, dass er onlinesüchtig ist, jedoch, der Wille es wenigstens einzuschränken, um die Familie zu „retten“, ist nicht vorhanden.
Also werde ich irgendwann Konsequenzen ziehn müssen, die sehr wehtun, ich habe auch noch nicht genörgelt, sondern Interesse gezeigt, unsere PS `s stehen auch nebeneinander, Gejammer hätte ja nur ne Trotzreaktion ausgelöst.
Ich selbst mache jetz für mich eine Verhaltenstherapie, um mit und meinen Gedanken und Gefühlen besser zurechtzukommen, ich habe halt sehr grosse Angst, welche Konsequenzen ich tragen muss, denn er ist nicht gewillt, eine Eheberatung aufzusuchen, oder etwas in der Richtung…Meine Tochter wird in 1 Woche 4,
nichtmal dafür interessiert er sich noch.
Jedenfalls danke für die moralische Unterstüzung…und Erfolg kann ich brauchen, also
Viele Grüsse, Chris

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ich auch onlinesüchtig!

Hi, Bene, mich würde interessieren, wies Dir damit geht. ob Du voll dahinterstehst, oder drunter leidest, auch, was Freunde und Familie von Dir davon halten, oder hast du die schon aussen vor gelassen ? Hast Du Kinder und eine Partnerin? Vielleicht schreibst Du mir ja nochmal, mich würde das sehr interessieren, wie Du deine Onlinesucht siehst…
Ich bin auch gern im Net und es kann auch schonmal länger dauern,
aber es ist nicht meine ganze Welt. Meinem Partner ist sogar egal, dass seine Tochter kommende Woch 4 wird…Über noch eine Rückmeldung würde ich mich ganz arg freuen, dass ich es mal aus
Deiner Sicht höre.
LG ciao, Chris

also, bin 16 und Schüler, lebe ein ganz normales Leben, Freunde ja, aber keine Parties, Partnerin naja, meine Mutter leidet drunter, sonst niemand, ich auch nicht, sehe es auch nicht als schlimm an, in deinem Fall hört sich das aber etwas extremer an

Hallo Chris,

dumm gelaufen, das Ganze. Wenn jemand der selbst in der Branche ist, nicht mehr weiter weiß, dann sieht die Sache wirklich beschissen aus. Soll man zwar eigentlich nicht sagen, aber die Lage ist halt so.

Die theoretischen Ratschläge kennst Du ja alle selbst. Drohungen wirken nur wenn sie umgesetzt werden, und so lange Du zu den letzten Konsequenzen nicht selbst bereit bist… Obwohl das am Ende jeder für sich entscheiden muß, wie weit er den Leidensweg mitgehen kann, was er verkraftet und was nicht. Kluge Ratschläge mit weisen Theorien sind sehr schön, wenn man sie anderen geben kann, wenn man selbst mit drin steckt, sieht das immer anders aus.

Auf alle Fälle solltest Du schlau genug sein, Dir nicht´s selbst vorzumachen. Wenn ihn nicht irgend etwas ganz Einschneidendes dazu zwingt, wird er seine Meinung nicht ändern. Bei Alkohol ist das einfacher. Spätestens, wenn die Sache lebensbedrohend wird fällt die Entscheidung. Entweder es klickt, wie bei mir, und dann wird es was (will ich zumindest stark hoffen, bin nun bald 6 Jahre trocken) oder es klickt nicht, wie bei meinem Vater, und dann endet die Sache auf dem Friedhof. Wie lange man alledings Internetsucht durchhalten kann, kann ich nicht mal ahnen. Eventuell wenn die Arbeit irgendwann flöten geht und das Geld knapp wird, aber das kann dauern.

Vielleicht hilft eine vorübergehende Trennung, obwohl, wenn ihm die Familie eh schon egal ist…
Zumindest mußt Du Dir Gedanken darüber machen, wie lange Du das durchstehen kannst, auch Deiner Tochter zu liebe. Wenn Du auch auf der Schnauze liegst, kannst Du gar keinem mehr helfen. So traurig es klingt: Kaputte Angehörige gibt es schon mehr als genug und es tut mir immer in der Seele weh, wenn ich sehe, wie außer dem Betroffenen auch die Angehörigen leiden, die ja nun wirklich nichts dafür können.

Trotzdem wünsche ich Dir weiterhin viel Glück, Du kannst es brauchen. Und denk daran, ein Fünkchen Hoffnung besteht immer. Wenn bei mir damals ein paar Leute nicht so verdammt hartnäckig gewesen wären, wäre ich heute tot. Das ist Deine einzige Chance: Hartnäckigkeit. Immer wieder ansprechen, immer wieder drauf mit dem Finger auf die Wunde. Ohne Schuldzuweisungen, er ist schließlich krank und nichts anderes. Eventuell hat er dann doch mal die Schnauze voll davon und fängt an, über sich selbst nachzudenken. Es wir schwer werden, aber es muß sein. Ich wünsche Dir mit ganzem Herzen die nötige Kraft dazu.

Übrigens, wenn es Dir hilft oder Dich erleichtert, schreib mir ne Mail [email protected] . Ich verspreche Dir auch, zu antworten. Keine Bange, ich vertrage eine ganze Menge und helfe gern, wenn ich kann.

Alles Gute

Gernot Geyer

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Hallo Christin,
bei allem Verständnis für Deine verzweifelt scheinende Lage möchte ich Dir doch sagen,daß vor allem Du süchtig erscheinst,süchtig nach einem unerreichbar gewordenenMann.Da Du ja aus der Branche bist kannst Du ja sicherlich mit dem Begriff „Co-Abhängigkeit“ etwas anfangen. Das Glück Deiner Tochter hängt nicht nur von der Erreichbarkeit ihres Vaters ab,sondern auch,vermutlich noch stärker ,von der Erreichbarkeit ihrer Mutter,die aber zur Zeit nur auf den Vater fixiert zu sein scheint…
Was ist Dir im Moment wichtiger,Deine Beziehung(für die Du im Moment nichts tun kannst als Dich um Dich selber kümmern) oder Deine so kleine Tochter???
Es macht mich wütend zu spüren wie Du auf die Sucht Deines Mannes
mit Co-Sucht reagierst und auch noch emotionale Unterstützung willst und überhaupt ganz arm dran bist,während Dein Kind weder Mutter noch Vater hat.
(Als der Vater meiner Tochter sich als alkoholabhängig zeigte
war es gar keine Frage daß ich ihn verlasse,denn ein Leben mit einem
süchtigen Elternteil und einem Coabhängigen anderen Elternteil ist meiner Meinung nach einem Kind nicht zuzumuten.Ich habe für mich gesorgt,denn meine Tochter hat ein Recht auf eine Mutter,die die Verantwortung dafür,daß es ihr gutgeht selber trägt.
Das ist nun 4 Jahre her und dem Kind geht es prächtig und regelmäßigen guten Kontakt zum Vater hat es auch.)
Ich wünsche Deinem Kind,daß ihre Mutter bald wieder landet,wenn es der Vater schon nicht tut…

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Hallo, Leute

Hallo Christin

In denletzten Monaten mache ich mir grösste Sorgen um meine
Familie, denn seit Juni ist mein Mann onlinesüchtig.
alles, was er tut, ist arbeiten und am PC sitzen, meine knapp
4jährige Tochter und ich sind einfach Luft für ihn, ihm ist
alles egal, er spricht nichts mehr, isst kaum und hat auch
jedes Interesse an Sex verloren, dabei hat er nichtmal eine
andere!

Sorry, aber so ein Idiot. Ich chatte weil ich single bin, wuerde
aber fuer meine Partnerin udn Familie sofort aufhoeren

Er gibt selbst zu, dass er süchtig ist, aber er ist nicht
gewillt, etwas daran zu ändern, ich weiss, dass man einem

Warum sollte ein Online suechtiger anders sein als ein anderer
suechtiger

süchtigen nur helfen kann, wenn er möchte, aber mein mann
leidet ja nicht unter seiner Sucht. Meine Tochter spürt schon

Doch. Vielleicht merkt er es nur nicht
Wenn er nicht leidet, wenn er Dich un Euer Kind nicht mehr habt,
dann ist es seltsam
In D ist das glaube ich als Sucht noch nicht anerkannt, in
Holland schon
Wie alt ist er denn?

Verlustängste und ich denke, dass die Familie zerbricht. Alles
habe ich versucht, Eheberatung etc. aber er stieg gleich
wieder aus.
Kann mir irgendjemand einen, wenn auch noch so harten Tipp
geben, oder seine Meinung mitteilen, wäre mir sehr wichtig.
thx im vorraus,
Eure Christin

Scheidung!
Vielleicht macht ihn das klarer. Wenn nicht, hast DU das
richtige getan. SOrry fuer die Kleine, aber aber ein Ende mit
Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende.
Es tut mir leid das zu hoeren
Viel Erfolg