Wie geht man damit um, wenn der Partner sich nach einem Streit völlig zurückzieht, nichts an sich heranlässt und dies v.a.auch durch den Entzug körperlicher Nähe ausdrückt ?
Natürlich habe ich ihn bereits darauf angesprochen, als Antwort kam nur, dass es nach diesem Streit letzte Woche eben alles nicht so einfach für ihn wäre, und er sich nicht wirklich entspannen kann.
Dass die Situation so für mich sehr verletzend ist, ich denke das weiss er sehr wohl. Und will das vielleicht auch ?
Wie soll man damit umgehen? So tun als wäre nichts?
bevor er Dir das Gefühl „verletzt sein“ gegeben hat, ist er in
seinem Innern so tief verletzt worden, daß er sich ganz in sich
hinein zurückzieht, wie eine Schnecke in ihr Haus, mit einem
kalten, ablehnenden Gefühl nach außen.
vielleicht tut er sich mit seinem jetzigen Verhalten SELBST
viel weher, als Du es Dir in Deiner jetzigen, verletzten
Situation vorstellen kannst.
gehe auf ihn zu, aber nicht weiter als er selbst bereit ist zu
gehen/gehen kann
hi nina!
ihr scheint euch ja einigermaßen gefetzt zu haben…
nach einem richtig heftigen zoff finde ich so ein verhalten gar nicht mal so ungewöhnlich. ich würde versuchen, ihm erstmal den raum zu lassen und evtl. das eine oder andere kleine angebot zur „rückkehr“ zu machen.
anders wäre es, wenn der streit für dich eine kleinigkeit war, dann wäre es wohl wichtig zu checken, ob er dich unter druck setzen will (und warum).
nach einem Streit nicht kuscheln zu wollen oder die Nähe des Partners zu suchen finde ich auch normal. Aber das als Strafe einzusetzen ist unfair. Ich jedenfalls lasse mich nicht von meinem Partner bestrafen. Das würde er nur einmal tun…
ich gebe dir völlig recht: „bestrafung“ geht gar nicht. so einen psychotischen dreck würde ich mir auch nicht gefallen lassen (100%iger trennungsgrund).
wenn ich ninas posting richtig verstanden habe, war sie sich aber noch nicht ganz sicher, ob es sich um so eine aktion handelt. und in so einem fall würd ich den „holzhammer“ natürlich stecken lassen und erstmal nachsehen, ob’s nicht vielleicht sogar einen nachvollziehbaren grund für das verhalten gibt.
Diese Situation wird wohl nicht die erste sein, die ihr beide da inszeniert.
Jeder hat ein Muster, nach dem ihr reagiert und auf das ihr eingespielt seid.
Er fühlt sich verletzt und zieht sich zurück - du kommst unter Druck und es entstehen Verlustängste, die dich widerrum zu mehr Nähe drängen. Er fühlt sich bedrängt und rückt noch weiter weg und vergrößert so die Distanz - deine Ängste vergrößern sich…
du gibst klein bei!? Er bekommt ein schlechtes Gewissen und lenkt ein. Bis zum nächsten Mal…
erst mal Danke für Eure Antworten!
Du hast recht, natürlich ist dies nicht die erste Situation in dieser Richtung. Ich hoffe aber darauf, dieses „Muster“ irgendwie durchbrechen zu können, kann das denn so schwierig sein ? Wenn man Deine Antwort liest, könnte man meinen, Du würdest das als ziemlich aussichtslos beurteilen…
Nina
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Nicht unmöglich, auch nicht aussichtslos, aber schwierig. Ein Durchbrechen dieses Musters erfordert viel Arbeit an sich selbst, von beiden Beteiligten und dazu ist nicht jeder bereit.
MfG Harald
PS: Falls du dieses Thema vertiefen willst - schick mir eine Mail
Leiderleiderleider…
…ist Liebesentzug immer noch die häufigste(und gemeinste) Art, mit der wir Männer zeigen, daß wir uns nicht auseinandersetzen - und nicht verzeihen - können.
Was soll frau da machen? - ihrersets auf Distanz gehen - und IHN
wieder kommen lassen. Aber das ist sooooo schwer für die , die liebt.
Und da ist guter Rat teuer - im wahrsten Sinn - denn da hilft oft nur noch der Paartherapeut - wenn es denn ein regelmäßig wiederkehrendes Verhaltensmuster ist. Nachsicht jedenfalls hilft uns - und damit Euch Frauen - nicht!!