Selbsthilfegruppe 'mein Baby ist gestorben'

Hallo,

eine Bekannte von mir hat ein ernstes Problem: Sie hat vor einiger Zeit Ihr anderthalb Jahre altes Baby verloren. Nun sucht Sie eine „Selbsthilfegruppe für junge Mütter, deren Baby früh gestorben ist“ oder etwas vergleichbares. Ich dachte im ersten Moment an Pro-Familia aber vielleicht gibt es ja auch noch etwas anderes. Eine Therapie lehnt Sie ab, Sie möchte Sich nur den ersten Rat bei „gleichgesinnten“ holen.
Gibt es soetwas im Raum Frankfurt / Darmstadt? An wen kann Sie sich wenden? Bitte Tipps auch gerne per Mail an mich…

Gruß
H.Heigl

Hallo H.,

eine spezielle Gruppe für junge Mütter ist mir zwar nicht bekannt, allerdngs gibt es bundesweit Selbsthilfegruppen für „Verwaiste Eltern“. Vielleicht kann Deiner Bekannten und Dir eine ortsansässige Hebamme helfen. Die Damen kennen sich mit dem Problem aus und können meistens mit Rat & Addresse helfen.

Vom Verein „Verwaiste Eltern“ habe ich auf die Schnelle nur einige Telefonnummern rausbekommen (ich weiß, alles nicht Frankfurt, die Herrschaften können Dir aber sicherlich weiterhelfen):

Steinhagen (Ost-Westfalen) 05204 - 79 10
München 089 - 48 08 89 90
Hamburg 040-3 55 05 63/ Fax 35 71 87 67
TABEA e. V. Trauerberatungsstelle für verwaiste Mütter und Eltern 0 30 - 495 57 47 (Dieser Verein entstand aufgrund einer Initiative der Berliner Hebammen)

Viele Grüße & Viel Kraft für Deine Freundin

Tessa

Hallo!

Schau mal auf der HP der Schmetterlingskinder. Dort fndet man einige Links.

http://www.schmetterlingskinder.de/

Bye, Vanessa

Hallo,

auch ich habe mein Baby im Alter von 15 Monaten verloren. Deine Freundin hat einen langen steinigen Weg vor sich und wird nicht immer auf Verständnis stoßen. Ich spreche da leider aus eigener Erfahrung.

Irgendwann heißt es dann „jetzt muß das Leben aber weitergehen und es ist ja schließlich schon so viel Zeit vergangen“.
Aber so sehr Du es auch versuchst - Du kannst es Ihnen nicht erklären. Denn niemand, der nicht in deinen Schuhen gegangen ist, weiß wirklich wie es sich anfühlt, wenn da plötzlich ein Loch ist. Wenn Du es nicht ertragen kannst Fotos anzuschauen, in das leere Bettchen zu starren und wenn Du Angst hast abends ins Bett zu gehen, weil du dann mit dir und deinem Schmerz vollends allein bist.

Ich habe mich zwei unterschiedlichen Selbsthilfegruppen bzw. Gesprächskreisen angeschlossen. Aber schon nach kurzer Zeit merkte ich, das mir das nicht viel gebracht hat. Es half mir nicht in meiner Trauer, das andere auch um ein Kind weinten.

Ich wünsche Deiner Freundin viel Kraft und Zuversicht. Wenn ihr nach einem Gespräch zumute ist stehe ich dafür selbstverständlich zur Vergügung.

Alles Gute
Otis

Hallo,

auch ich habe mein Baby im Alter von 15 Monaten verloren.
Deine Freundin hat einen langen steinigen Weg vor sich und
wird nicht immer auf Verständnis stoßen. Ich spreche da leider
aus eigener Erfahrung.

Kurz noch mal zum Verständnis (falls es falsch rüberkommen sollte) Sie ist nicht „meine“ Freundin. Sie ist eine etwas bessere Bekannte. Da ich Sanitäter bin und gut in solchen Dingen hat Sie mich angesprochen nur weiß ich leider auch nicht alles :wink:.
Das Sie auf nicht sehr viel Verständnis stoßen wird ist Ihr mittlerweile auch schon klar. Sie ist im Moment in der Phase (wenn man das so nennen kann) das alles gedanklich über Sie hereinbricht und das wodran Sie noch garnicht so richtig gedacht hat kommt jetzt hoch…

Irgendwann heißt es dann „jetzt muß das Leben aber weitergehen
und es ist ja schließlich schon so viel Zeit vergangen“.
Aber so sehr Du es auch versuchst - Du kannst es Ihnen nicht
erklären. Denn niemand, der nicht in deinen Schuhen gegangen
ist, weiß wirklich wie es sich anfühlt, wenn da plötzlich ein
Loch ist. Wenn Du es nicht ertragen kannst Fotos anzuschauen,
in das leere Bettchen zu starren und wenn Du Angst hast abends
ins Bett zu gehen, weil du dann mit dir und deinem Schmerz
vollends allein bist.

Ja, danke.
Das Bettchen hat Sie schon aus Ihren Gedanken gestrichen, doch durch andere private Umstände ist Sie jetzt etwas durcheinander und sucht jetzt einen Weg nicht aus dem Gleis zu springen.

Ich habe mich zwei unterschiedlichen Selbsthilfegruppen bzw.
Gesprächskreisen angeschlossen. Aber schon nach kurzer Zeit
merkte ich, das mir das nicht viel gebracht hat. Es half mir
nicht in meiner Trauer, das andere auch um ein Kind weinten.

Ja, das glaubt Sie auch für sich zu wissen, das dies nicht Ihr Weg ist. Sie möchte nur einen Anreiz, jemanden mit selben Erfahrungen zum Austausch derselbigen. Eine Therapie (Gruppe oder einzeln) möchte Sie nicht, da Sie soetwas schon (zu einem anderen Thema) hinter sich hat.

Ich wünsche Deiner Freundin viel Kraft und Zuversicht. Wenn
ihr nach einem Gespräch zumute ist stehe ich dafür
selbstverständlich zur Vergügung.

Danke, werde ich gerne weitergeben.

Viele Liebe Grüße
H.Heigl

Grüss dich,
Selbsthilfegruppen können sehr hilfreich sein, daher folgender Hinweis:
http:// www.VEID.de. Diese Leute können deiner Bekannten in jedem Fall weiterhelfen. Bundesweite Zentrale für Gruppen u. a. beim Tod von Kindern.
Ausserdem zwei Buchempfehlungen:
‚Nur ein Hauch von Leben‘ von Gottfried Lutz u. Barbara Künzel-Riebel. Edition Kemper und
Ursula Goldmann-Posch: ‚Wenn Mütter trauern‘, erschienen bei Knaur.
Deiner Bekannten wünnsche ich viel Kraft!
Gruß Mechthild.

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Hallo!

Hat sie einen Internet-Anschluss?
Es gibt eine Mailingliste namens „glückloses Leben“ bei egroups, dort tummeln sich einige, denen es ähnlich geht. Es wird auch der Austausch über Alltäglichkeiten grossgeschrieben.
Vielleicht wäre das ja eine erste Anlaufstelle?
Wenn Interesse besteht, suche ich gerne die genaue URL der Liste heraus.

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo,

Hat sie einen Internet-Anschluss?

Ja, hat Sie. Nur möchte Sie dazu lieber etwas „persöhnlicher“ mit Leuten sprechen…
Ist aber eine Idee, die ich Ihr näherbringen möchte…

Wenn Interesse besteht, suche ich gerne die genaue URL der
Liste heraus.

Ja, das wäre sehr Lieb.

gruß
h.heigl

Hallo,

Ausserdem zwei Buchempfehlungen:
‚Nur ein Hauch von Leben‘ von Gottfried Lutz u. Barbara
Künzel-Riebel. Edition Kemper und
Ursula Goldmann-Posch: ‚Wenn Mütter trauern‘, erschienen bei
Knaur.

Ach ja! Bücher wären auch sehr, sehr hilfreich denke ich mal…

Deiner Bekannten wünnsche ich viel Kraft!

Danke, werde ich ausrichten.

Huhu!

Hat sie einen Internet-Anschluss?

Ja, hat Sie. Nur möchte Sie dazu lieber etwas „persöhnlicher“
mit Leuten sprechen…
Ist aber eine Idee, die ich Ihr näherbringen möchte…

Vielleicht ist es ja zumindest ein überlegungspunkt :smile:

Wenn Interesse besteht, suche ich gerne die genaue URL der
Liste heraus.

Ja, das wäre sehr Lieb.

Also, ganz einfach: http://www.egroups.de/glueckloses_Leben
Dort steht eine Beschreibung der Gruppe, und dort kann sie sich auch anmelden, wenn sie möchte.
Ich bin dort übrigens auch Mitglied, deshalb kenne ich die Gruppe auch so gut :smile:

Liebe Grüsse
Bine

Huhu!

Hai :wink:,

Hat sie einen Internet-Anschluss?

Ja, hat Sie. Nur möchte Sie dazu lieber etwas „persöhnlicher“
mit Leuten sprechen…
Ist aber eine Idee, die ich Ihr näherbringen möchte…

Vielleicht ist es ja zumindest ein überlegungspunkt :smile:

Ja, denke ich mir auch.

Wenn Interesse besteht, suche ich gerne die genaue URL der
Liste heraus.

Ja, das wäre sehr Lieb.

Also, ganz einfach: http://www.egroups.de/glueckloses_Leben
Dort steht eine Beschreibung der Gruppe, und dort kann sie
sich auch anmelden, wenn sie möchte.

Ja, danke. Ich gebs mal so weiter.

Ich bin dort übrigens auch Mitglied, deshalb kenne ich die
Gruppe auch so gut :smile:

:wink: aha…

Liebe Grüsse
Bine

hmm, nicht „loussy“ …

Lieben Gruß
H.Heigl

Hallo H.Heigl,

eine Bekannte von mir hat ein ernstes Problem: Sie hat vor
einiger Zeit Ihr anderthalb Jahre altes Baby verloren. Nun
sucht Sie eine „Selbsthilfegruppe für junge Mütter, deren Baby
früh gestorben ist“ oder etwas vergleichbares.

Eine Möglichkeit wäre, dass deine Freundin selbst eine solche Gruppe gründet. Da es ja keine Vorkenntnisse oder Prüfungen erfordert, ist es gleichgültig, ob sie selbst die Gruppe gründet oder in die von jemand anderem geht.
Ich habe im Fernsehen kürzlich in ARTE einen Film gesehen über eine Klinik, wo man den Eltern bei der Trauerarbeit behilflich ist, z.B. sie das Kind sehen lässt oder Fotos davon macht und eine Art kleinen Abschiedsgopttesdienst abhält. Vielleicht kann sie über denSender den Film bekommen, ich fand ihn sehr ergreifend.
Meine Mutter hatte das Problem dass ihr zweitjüngster Sohn bei der Geburt starb, deshalb kenne ich es ein bisschen.
lg,
bb