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Re: Angst vor Vorträgen
Hi Robert,
ich hatte das vor ein paar Jahren auch ganz krass. Wieso sich das dann gegeben hat, kann ich so genau gar nicht sagen.
Aber ein paar Tipps kann ich dir trotzdem geben.
1. (Kognitive) Verhaltenstherapie.
Die Erfolge sind im allgemeinen sehr gut und rasch und normalerweise bezahlts die Kasse.
2. Im Prinzip kannst du's auch alleine machen: (a) In die unangenehmen Situationen reingehen und drinbleiben. Die Angst kann nicht die ganze Zeit auf hohem Niveau bleiben und geht nach einiger Zeit (wahrscheinlich so zehn Minuten) von alleine runter. Das ist hart, aber wenn du das ein/zwei Wochen jeden Tag machst bist du höchtstwahrscheinlich geheilt.
Das verkehrteste ist, sich auf dem Höhepunkt der Angst aus der Situation zurück zu ziehen. (b) Während dieser Zeit, sollte dein Ziel nicht sein, einen coolen Vortrag zu liefern. Im Gegenteil, es geht ja darum sich der Angst und der Blamage auszusetzen. Du solltest Dir sagen, ich geh da jetzt rein und mach mich zum Idioten und stotter eher noch absichtlich ein bißchen mehr: Ein, zwei Wochen richtig durchs Feuer laufen.
3. Die softe Tour: Du fragst deinen Hausarzt, ob er dir Beta-Blocker verschreibt (evtl. auf Privat-Rezept, dass du sie bezahlst und sie nicht sein Budget belasten). Die nimmst du dann drei, vier Stunden bevor du einen Vortrag hälst.
Beta-Blocker nehmen dir nicht (direkt) die Angst, aber mildern körperliche Symptome (Herzrasen)- das ist schon ne Menge. Die Dinger sind harmlos und haben auch kein Suchtpotential.
Das ist natürlich genau das Gegenteil zu dem oben beschriebenen Weg.
Ich fand es aber damals sehr erleichternd, die Dinger zu besitzen, um dann entscheiden zu können, ob ich sie nehme oder nicht, und eventuell freiwillig so ne unangenehme Situation durchzustehen.