Therapie-Inhalte 'incognito' darstellen?

Von: , Frage gestellt am Mo, 25. Dez 2000


Hallo,

ich möchte einem Bekannten einen Impuls geben eine Psychotherapie zu machen. Ich habe schon mal mit ihm in ganz allgemeiner Form darüber gesprochen. Wenn es ihm sehr schlecht geht überlegt er ob er das machen soll. Er schreckt bis jetzt davor zurück weil er Angst hat davor.(Vermutlich Angst davor das Dinge über ihn selbst zur Sprache kommen die er negativ bewertet)

Ich weiß sehr genau das eine Therapie nur dann Sinn macht wenn derjenige Selbst will. Ob er selbst möchte, ist MIT davon abhängig wie er sich den Ablauf einer Therapie vorstellt.
Wenn es beschrieben würde als "da wird JAHRELANG in den schrecklichen Kindheitserlebnissen gewühlt in der Hoffnung das durch das nochmal durchleben eine "Reinigung" eintritt würde das ganz viele abschrecken. Wenn es weitgehend positiv und trotzdem realistisch dargestellt wird , kann man denjenigen
vielleicht sogar richtig LUst darauf machen.


Wer kennt ein Buch oder etwas ähnliches in der das was in einer Therapie abläuft d.h.:
geschützt sein, keine Bewertungen, neue Ideen finden wie man mit problematischen Situationen umgehen kann, aufgefangen werden wenn man droht zu tief Abzustützen usw.

OHNE das das Wort Psychotherapie oder ähnliche Worte darin vorkommen?

Auch eine DIREKTE postiv-realistische Darstellung wäre vieleicht hilfreich.

Vielen Dank schon im Voraus.

viele Grüße

Stefan Ludwig

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
    Re: Therapie-Inhalte 'incognito' darstellen?


    Hallo,

    ich möchte einem Bekannten einen Impuls geben eine
    Psychotherapie zu machen. Ich habe schon mal mit ihm in ganz
    allgemeiner Form darüber gesprochen. Wenn es ihm sehr schlecht
    geht überlegt er ob er das machen soll. Er schreckt bis jetzt
    davor zurück weil er Angst hat davor.(Vermutlich Angst davor
    das Dinge über ihn selbst zur Sprache kommen die er negativ
    bewertet)

    Ich weiß sehr genau das eine Therapie nur dann Sinn macht wenn
    derjenige Selbst will. Ob er selbst möchte, ist MIT davon
    abhängig wie er sich den Ablauf einer Therapie vorstellt.
    Wenn es beschrieben würde als "da wird JAHRELANG in den
    schrecklichen Kindheitserlebnissen gewühlt in der Hoffnung das
    durch das nochmal durchleben eine "Reinigung" eintritt würde
    das ganz viele abschrecken. Wenn es weitgehend positiv und
    trotzdem realistisch dargestellt wird , kann man denjenigen
    vielleicht sogar richtig LUst darauf machen.
    Hallo Stefan
    das Zurückschrecken ist schon verständlich, wohl eher nicht aus Angst vor der Therapie, sondern vor der Erkenntnis, ich bin psychisch krank.
    Wer gibt das schon gerne zu.
    Außerdem halten sich da hartnäckige Vorurteile wie: Zum Nervenklempner gehen nur Verrückte oder Filmstars.
    Du hast nicht geschrieben, welches Problem er hat, es gibt eine Menge Selbsthilfegruppen, auch anonym im Internet, wenn er mal mit Leuten Kontakt bekommt, die das Gleiche erlebt haben, und denen geholfen wurde, ist das sicherlich ein besserer Anreiz als ein Buch.
    Falls Du Links brauchst, bekommst Du gerne.
    Gruß
    Rainer

  2. Antwort von nach 3 Tagen 3 hilfreich
    Warum 'incognito' ??

    Nanu? Ist Psychotherapie etwas, auf das man jemandem Appetit
    macht, wie auf gebackenen Camembert? ich möchte einem Bekannten einen Impuls geben eine
    Psychotherapie zu machen.
    Wenn er Probleme hat, bei denen ihm weder seine Autowerkstatt,
    noch sein Zahnarzt, noch sein Banker behilflich sein kann, dann
    wird er doch sicher von allein auf die Idee kommen, ganz ohne
    "Nachhilfe"?
    Setzte er (bzw. DU) denn überhaupt voraus, daß bei ihm eine
    Psychotherapie notwendig sei? Wenn es ihm sehr schlecht
    geht überlegt er ob er das machen soll.
    Meint er denn, daß allein, weil es einem manchmal schlecht geht,
    immer gleich eine Therapie angesagt ist? Klar, in USA ist das
    Mode, aber deswegen ist diese Haltung doch nicht mehr als ein psychosozialer Unsinn. Er schreckt bis jetzt
    davor zurück weil er Angst hat davor.(Vermutlich Angst davor
    das Dinge über ihn selbst zur Sprache kommen die er negativ
    bewertet)
    Soviel läßt sich ganz sicher sagen: bis auf wenige Ausreißer
    (auf die dann aber auch nicht die Bezeichnung "Psychotherapie"
    zutrifft) arbeiten Psychotherapien nicht mit Inquisitionsmethoden. Ich weiß sehr genau das eine Therapie nur dann Sinn macht wenn
    derjenige Selbst will. Ob er selbst möchte, ist MIT davon
    abhängig wie er sich den Ablauf einer Therapie vorstellt.
    Das ist schon klar, aber jede Therapie hat einen "Verlauf", der
    eben für sie charakteristisch ist. Dies gilt aber nur für ihre
    therapietheoretische Grundstruktur. Es sind spezifische Formen
    der Gesprächsführung. Der Gesprächsverlauf hängt auch vom
    Klienten ab... und natürlich von der zu bearbeitenden Thematik.
    Es ist immer eine Art der Zusammenarbeit von Klient/Patient und
    Therapeut. Und diese wird nicht nur von der Methode abhängig sein, sondern unter anderem auch von der individuellen
    Fähigkeit des Therapeuten. Wenn es beschrieben würde als "da wird JAHRELANG in den
    schrecklichen Kindheitserlebnissen gewühlt in der Hoffnung das
    durch das nochmal durchleben eine "Reinigung" eintritt"
    Das mit der "Reinigung" könnte jemandem im Esoterik-Forum
    einfallen. Es ist kein in Psychotherapien gebräuchlicher (und
    überhaupt kein sinnvoller) Begriff. Und "in schrecklichen
    Kindheitserlebnissen wühlen" tut nicht einmal die Psychoanalyse (auf die sich das ja wohl allein beziehen könnte). Aber es könnte sein, daß manche seit der Kindheit unausgesprochen gebliebene (und DESHALB - ohne daß es dem Klienten bewußt wäre - quälende) Erinnerungen bzw. Ereignisse sehnsüchtig auf eine Aussprache warten... und (natürlich nur FALLS soetwas überhaupt anliegt) dafür gibt es psychotherapeutische Verfahren. OB das anliegt und zu empfehlen ist, kann nur das Resultat einer vorherigen Beratung mit einem Therapeuten sein. (Siehe meine Bemerkungen im folgenden thread) Wenn es weitgehend positiv und
    trotzdem realistisch dargestellt wird , kann man denjenigen
    vielleicht sogar richtig LUst darauf machen.
    Wieso "trotzdem"?? Eine angemessene Darstellung einer sorgfältig
    in fachkundigen Vorgesprächen überlegten Therapie, die auf die
    spezielle Problematik des speziellen Klienten zugeschnitten ist,
    IST "positiv".

    Sofern eine Entlastung von einem Leidensdruck lustvoll genannt
    werden kann, kann jemand durchaus Lust darauf gewinnen, ja. Aber
    warum Lust "machen"? (siehe Camembert) Wer kennt ein Buch oder etwas ähnliches in der das was in
    einer Therapie abläuft d.h.:
    geschützt sein, keine Bewertungen, neue Ideen finden wie man
    mit problematischen Situationen umgehen kann, aufgefangen
    werden wenn man droht zu tief Abzustützen usw.....
    Wozu Bücher wälzen, wenn DAS bereits alles wesentliche ist, was man ALLGEMEIN sagen kann, worum es in (Psycho-)Therapien geht? OHNE das das Wort Psychotherapie oder ähnliche Worte darin
    vorkommen?
    Warum sollte jemand dazu motiviert werden, etwas zu tun, was
    selbst feige seinen Namen kaschiert? Du würdest damit nur ein ggf. vorhandenes Vorurteil BESTÄTIGEN: "Psychotherapie - oh je, ein böses Wort" !!?? Vermeidest du - analog - auch den Begriff "Ehe", weil Ehen manchmal (insbesondere bei ungeeigneter Partnerwahl) schief gehen können, bzw. die Hölle sein können?
    "Psychotherapie" ist DER Begriff für bewährte Gesprächsverfahren, die von Leidensdruck entlasten können. Auch eine DIREKTE postiv-realistische Darstellung wäre
    vieleicht hilfreich.
    Eine negative Darstellung wäre nicht "realistisch".

    Grüße
    M.Gies

    • Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
      DU hast nicht GENAU gelesen

      Nanu? Ist Psychotherapie etwas, auf das man jemandem Appetit
      macht, wie auf gebackenen Camembert?

      wenn es geht was wäre so schlecht daran? ich möchte einem Bekannten einen Impuls geben eine
      Psychotherapie zu machen.
      Wenn er Probleme hat, bei denen ihm weder seine Autowerkstatt,
      noch sein Zahnarzt, noch sein Banker behilflich sein kann,
      dann
      wird er doch sicher von allein auf die Idee kommen, ganz ohne
      "Nachhilfe"?
      im Prinzip ja aber der KLIENT hat angst davor Dinge über sich selbst zu erkennen die der KLIENT negativ bewertet
      Das ist das was Du wahrscheinlich mißverstanden hast (siehe weiter unten) Setzte er (bzw. DU) denn überhaupt voraus, daß bei ihm eine
      Psychotherapie notwendig sei?

      mit Verlaub: ich möchte hier eben gerade NICHT ausbreiten
      was die Probleme sind um ihn zu schützen
      ich kann Dir aber versichern das das Problem eine Größe hat
      das Psychotherapie sinnvoll ist Wenn es ihm sehr schlecht
      geht überlegt er ob er das machen soll.
      Meint er denn, daß allein, weil es einem manchmal schlecht
      geht,
      immer gleich eine Therapie angesagt ist? Klar, in USA ist das
      Mode, aber deswegen ist diese Haltung doch nicht mehr als ein
      psychosozialer Unsinn.

      wie gesagt es geht un Probleme die er seit 10-15 Jahren hat
      und es ist nicht einfach das mal schlechte Laune haben. Er schreckt bis jetzt
      davor zurück weil er Angst hat davor.(Vermutlich Angst davor
      das Dinge über ihn selbst zur Sprache kommen die er negativ
      bewertet)
      Soviel läßt sich ganz sicher sagen: bis auf wenige Ausreißer
      (auf die dann aber auch nicht die Bezeichnung "Psychotherapie"
      zutrifft) arbeiten Psychotherapien nicht mit
      Inquisitionsmethoden.
      siehe weiter oben
      Ich weiß sehr genau das eine Therapie nur dann Sinn macht wenn
      derjenige Selbst will. Ob er selbst möchte, ist MIT davon
      abhängig wie er sich den Ablauf einer Therapie vorstellt.
      Das ist schon klar, aber jede Therapie hat einen "Verlauf",
      der
      eben für sie charakteristisch ist. Dies gilt aber nur für ihre
      therapietheoretische Grundstruktur. Es sind spezifische Formen
      der Gesprächsführung. Der Gesprächsverlauf hängt auch vom
      Klienten ab... und natürlich von der zu bearbeitenden
      Thematik.
      Es ist immer eine Art der Zusammenarbeit von Klient/Patient
      und
      Therapeut. Und diese wird nicht nur von der Methode abhängig
      sein, sondern unter anderem auch von der individuellen
      Fähigkeit des Therapeuten.
      sicher
      Von einem Therapeuten den ich als gut bezeichnen würde
      erwarte ich ein Mindestmaß an
      a.) Einfühlungsvermögen
      b.) Fähigkeiten den Klienten vor einem allzutiefen Absturz
      zu bewahren. Wenn man superschlech drauf ist kann man keine
      Probeme lösen. Deswegen ist es wichtig dem Klienten
      Zugang zu seinen Ressourcen zu verschaffen Wenn es beschrieben würde als "da wird JAHRELANG in den
      schrecklichen Kindheitserlebnissen gewühlt in der Hoffnung das
      durch das nochmal durchleben eine "Reinigung" eintritt"
      Das mit der "Reinigung" könnte jemandem im Esoterik-Forum
      einfallen. Es ist kein in Psychotherapien gebräuchlicher (und
      überhaupt kein sinnvoller) Begriff. Und "in schrecklichen
      Kindheitserlebnissen wühlen" tut nicht einmal die
      Psychoanalyse (auf die sich das ja wohl allein beziehen
      könnte). Aber es könnte sein, daß manche seit der Kindheit
      unausgesprochen gebliebene (und DESHALB - ohne daß es dem
      Klienten bewußt wäre - quälende) Erinnerungen bzw. Ereignisse
      sehnsüchtig auf eine Aussprache warten... und (natürlich nur
      FALLS soetwas überhaupt anliegt) dafür gibt es
      psychotherapeutische Verfahren. OB das anliegt und zu
      empfehlen ist, kann nur das Resultat einer vorherigen Beratung
      mit einem Therapeuten sein. (Siehe meine Bemerkungen im
      folgenden thread) Wenn es weitgehend positiv und
      trotzdem realistisch dargestellt wird , kann man denjenigen
      vielleicht sogar richtig LUst darauf machen.
      Wieso "trotzdem"?? Eine angemessene Darstellung einer
      sorgfältig
      in fachkundigen Vorgesprächen überlegten Therapie, die auf die
      spezielle Problematik des speziellen Klienten zugeschnitten
      ist,
      IST "positiv".

      Sofern eine Entlastung von einem Leidensdruck lustvoll genannt
      werden kann, kann jemand durchaus Lust darauf gewinnen, ja.
      Aber
      warum Lust "machen"? (siehe Camembert) Wer kennt ein Buch oder etwas ähnliches in der das was in
      einer Therapie abläuft d.h.:
      geschützt sein, keine Bewertungen, neue Ideen finden wie man
      mit problematischen Situationen umgehen kann, aufgefangen
      werden wenn man droht zu tief Abzustützen usw.....
      Wozu Bücher wälzen, wenn DAS bereits alles wesentliche ist,
      was man ALLGEMEIN sagen kann, worum es in (Psycho-)Therapien
      geht? OHNE das das Wort Psychotherapie oder ähnliche Worte darin
      vorkommen?
      Warum sollte jemand dazu motiviert werden, etwas zu tun, was
      selbst feige seinen Namen kaschiert? Du würdest damit nur ein
      ggf. vorhandenes Vorurteil BESTÄTIGEN: "Psychotherapie - oh
      je, ein böses Wort" !!?? Vermeidest du - analog - auch den
      Begriff "Ehe", weil Ehen manchmal (insbesondere bei
      ungeeigneter Partnerwahl) schief gehen können, bzw. die Hölle
      sein können?
      "Psychotherapie" ist DER Begriff für bewährte
      Gesprächsverfahren, die von Leidensdruck entlasten können.

      Es geht darum eine Art Metahper zu erzählen
      damit er vollkommen unvoreingenommen wahrnimmt welches
      Geschehen dort abläuft. Deshalb "incognito" Auch eine DIREKTE postiv-realistische Darstellung wäre
      vieleicht hilfreich.

      Grüße
      M.Gies
      viele Grüße
      Stefan Ludwig

      • Antwort von nach 3 Tagen 5 hilfreich
        genau gelesen

        hm - es scheint, daß du dich irgendwie angegriffen gefühlt hast?
        wodurch? warum? hast du denn irgendwas geschrieben, woraufhin
        sich jemand die Mühe machen sollte, dir eine länger Antwort zu
        verfassen, bloß um dich anzugreifen??

        Nun bin ich einigermaßen fit darin, zunächst einmal GENAU das zu
        lesen, was GESCHRIEBEN wurde (mit dem Zwischen-den-Zeilen-Lesen
        bzw. mit dem Einfühlungsvermögen sollte ja niemand um sich
        schmeißen, wenn es nicht ausdrücklich erwünscht wurde, oder
        sonstwie notwendig ist). Und LESEN tu ich, daß es dir um jemand
        anderen geht, und zwar darum, ihm etwas schmackhaft zu machen,
        was DU für ihn für gut erachtest. Wenn du aber etwas für gut
        erachtest, dann hast du doch sicher Gründe dafür und Erfahrungen
        (welcher Art auch immer) damit. Dann stellt sich aber die Frage,
        warum du deinem Bekannten nicht schlicht genau DEINE positiven
        Gründe vermittelst. Denn DIE wären glaubhaft für ihn. Wenn dir
        jemand anderes solche Gründe liefert (und das auch noch blind,
        denn niemand weiß ja, was eigentlich bei ihm anliegt), die du
        ihm dann zitierst, wie sollten die ihm denn dann glaubhaft sein? im Prinzip ja aber der KLIENT hat angst davor Dinge über sich
        selbst zu erkennen die der KLIENT negativ bewertet
        Das ist das was Du wahrscheinlich mißverstanden hast (siehe
        weiter unten)
        Warum schreibst du "Klient" in Großbuchstaben?
        Nein, das hab ich schon verstanden: daß da jemand Angst hat,
        Dinge über sich zu erkennen (die er aber noch nicht kennt), die
        er DANN (!) negativ bewerten KÖNNTE. Oder daß er fürchtet,
        genötigt zu werden, über Dinge zu reden, die er schon WEISS, die
        er aber nicht zur Sprache bringen möchte.

        Letzteres kannst du wohl kaum gemeint haben, denn da du
        Psychotherapie mit guten Gründen empfehlen möchtest, wirst du
        WISSEN, daß es dabei eine solche Nötigung nicht gibt.Niemand wird gezwungen, über etwas zu sprechen, das er nicht möchte (obwohl es einen nicht ganz unbekannten Therapeuten gibt, bei dem ich das nicht ganz ausschließen möchte).

        Wenn du aber ersteres meinst, dann wird (bei den meisten
        psychotherapeutischen Verfahren) genau diese negative
        Selbstbewertung der folgende Gesprächsgegenstand sein, und DARIN
        wird auch jedenfalls eine Erleichterung der Belastung liegen,
        denn das ist ja der Zweck (die Erleichterung), weshalb man
        solche Therapien empfehlen kann. Dafür sind sie ja gerade
        entwickelt worden. Aber auch DAS wirst du wissen, da du sie ja
        empfehlen möchtest.... mit Verlaub: ich möchte hier eben gerade NICHT ausbreiten
        was die Probleme sind um ihn zu schützen
        Mit Verlaub: das hat doch auch um Himmels willen niemand von dir
        erwartet? ich kann Dir aber versichern das das Problem eine Größe hat
        das Psychotherapie sinnvoll ist
        Mit Verlaub, das hattest du nicht geschrieben. Ich wollte
        lediglich Vorsicht vorschlagen, PsyTh nicht als modischen Trend
        zu mißverstehen, und in dieser Hinsicht war deine Anfrage
        tatsächlich mißverständlich. wie gesagt es geht un Probleme die er seit 10-15 Jahren hat
        Klar jetzt, aber jetzt erst. und es ist nicht einfach das mal schlechte Laune haben.
        Das hab ich auch nicht einfach vorausgesetzt, aber es gibt
        Leute, die laufen nach einwöchigem Liebeskummer gleich die
        nächste Therapie an... das war immerhin nicht auszuschließen... davor zurück weil er Angst hat davor.(Vermutlich Angst davor
        das Dinge über ihn selbst zur Sprache kommen die er negativ
        bewertet)
        Siehe oben Von einem Therapeuten den ich als gut bezeichnen würde
        erwarte ich ein Mindestmaß an
        a.) Einfühlungsvermögen
        b.) Fähigkeiten den Klienten vor einem allzutiefen Absturz
        zu bewahren.
        Darauf sind Therapeuten in der Regel geschult. Es sollte (!?) also jeder diese Qualitäten haben.
        zu a.) allerdings ist "Einfühlung" (einer der am heftigsten
        diskutierten Begriffe in fast allen empfehlenswerten Therapien)
        nicht immer und jederzeit therapeutisch sinnvoll, manchmal sogar
        kontraindiziert. Aber "können" sollte es jeder Therapeut.
        zu b.) sollte es Therapien geben, die einen "Absturz"
        provozieren??? Vielmehr ist die Absturzgefahr doch der Anlaß,
        eine Therapie zu BEGINNEN, bzw. zu empfehlen!! Wenn man superschlech drauf ist kann man keine
        Probeme lösen.
        Vielmehr NUR dann. Es gibt meines Wissens keine therapeutische
        Methode, die voraussetzt, daß der Patient während der
        Therapiestunde gut drauf ist. Es wäre umgekehrt dann viel
        schwieriger. Deswegen ist es wichtig dem Klienten
        Zugang zu seinen Ressourcen zu verschaffen
        Das ist zwar ein spezieller Terminus aus "systemischen"
        Therapieverfahren, ist aber generell das, was jede Therapie tut.
        Ob es auch zum Tragen kommt, hängt natürlich von den Fähigkeiten
        des Therapeuten ab, aber, wie ich schon sagte, auch von der
        Verträglichkeit BEIDER Beteiligten. Und ob diese Bedingung
        erfüllt ist, das sollte sich in den Vorgesprächen erkennen
        lassen. Es geht darum eine Art Metahper zu erzählen
        damit er vollkommen unvoreingenommen wahrnimmt welches
        Geschehen dort abläuft. Deshalb "incognito"
        Eine Metapher?
        Und dann hört er hinterher, daß das ganze DOCH "Psychotherapie"
        genannt wird??? Würde er sich dann nicht von dir vera**t fühlen
        müssen??

        Es gibt kein allgemeines "Geschehen" da zu beschreiben, weil es
        viele Therapiemethoden gibt und jede anders verläuft. Wieviele
        Therapien willst du denn metaphorisch unvoreingenommen
        beschreiben? Und wenn ein Vorgespräch abklärt, welche Th.
        überhaupt in Frage kommt, dann werden deinem Bekannten sicher
        auch deren Grundzüge erläutert.

        Und falls er tatsächlich generell voreingenommen sein sollte,
        daß man "verrückt" sei, wenn man zum Therapeuten gehe (was ich
        mir kaum vorstellen kann, da er ja dich als Empfehlenden hat),
        dann hat Rainer Dick Dir dazu ja schon etwas Vorzügliches
        geschrieben... Diese Befürchtung könntest du also sicher
        beschwichtigen.

        So, nun sag nicht, daß man sich keine Mühe macht, dir
        mißverständnisfrei zu antworten :-)

        Liebe Grüße (und viel Erfolg)
        Metapher

  3. Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
    Re: Therapie-Inhalte 'incognito' darstellen?

    hi,
    sprich doch direkt mit ihm ...
    leider hat psychotherapie bei vielen immer noch den beigeschmack von "verrücktsein" ... ich hab etwas ähnliches mal bei einer bekannten probiert, indem ich ihr von meinen (positiven) therapie-erfahrungen erzählt habe .. meiner meinung nach nützt auch ein "schmackhaftes" rüberbringen nichts ... denke, es ist immer noch so, dass der leidensdruck groß genug sein muss, damit der/die betroffene selbst die inititative ergreift und einsieht, dass er der hilfe bedarf und sie sich eben einfach holt ... letztlich ist es eine dienstleistung für der der therapeut geld bekommt ... wichtig ist das bewusstsein, dass es nicht schwäche ist, wenn man hilfe sucht, sondern die stärke, seine probleme endlich direkt anzugehen ...
    viel erfolg! [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  4. Antwort von nach 4 Tagen 1 hilfreich
    Re: Therapie-Inhalte 'incognito' darstellen?

    Hallo Stefan
    Wenn mein Auto einen Platten hat, gehe ich in die Werkstatt.
    Wenn ich Bauchschmerzen habe, gehe ich zum Arzt.
    Wenn ich phsychiche (Lebens-) Probleme habe, gehe ich zum Therapeuten. So einfach kann man es erklären. Es gibt Therapieformen, die nur 10 oder 20 Stunden dauern; quasi Erste Hilfe.
    Aus meiner Erfahrung mit einem guten Therapeuten kann ich nur erzählen, dass der niergens rumgewühlt hat. Der hat mich quatschen lassen, bis ich selber drauf gekommen bin, wo der Hase im Pfeffer liegt. Er hattte nur zwei Fragen: Wo ist Ihr Problemm? Wie können Sie es lösen?
    Ich habe alles selbst gemacht! Das sagte er mir auch in einem Vorbereitungsgespräch ("Ich bin nur ein Begleiter auf Ihrem Weg.").
    Gute(!) Therapeuten brauchen ihre Kunden, deshalb werden sie keinen vergraulen, indem sie sie quälen.
    MfG
    Gertfried

  5. Antwort von nach 7 Tagen 1 hilfreich
    Re: Therapie-Inhalte 'incognito' darstellen?

    Hallo,

    wenn der Bekannte auf Spielfilme anspricht, kann ich "Good Will Hunting" nur empfehlen. Er ist zwar nicht ganz realistisch und etwas übertrieben, aber wirklich sehr gut. Im Film kommt zwar die Sache mit der Therapie vor, aber immerhin nicht im Titel. Es soll Leute geben, denen dieser Film echt schon zu einem Entschluß geholfen hat. Vielleicht kann ich ja auch mal jemandem helfen mit diesem Tipp!

    Gruß
    Michael Minke

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!