Ursachen von Vermeidungsverhalten

Von: , Frage gestellt am Di, 3. Feb 2009

Hallo zusammen,

mich würde interessieren, wie jemand zum "Vermeider" wird.

Ich weiß nicht, ob der Begriff "Vermeidungshaltung" ein offziell verwendeter und etablierter Begriff ist.

Ich meine damit folgende exemplarisch aufgezählte Verhaltensmuster:

Jemand hat Hemmungen, Frauen anzusprechen, weil er Angst vor einem Korb hat, oder jemand geht Prüfungen aus dem Weg, weil er Angst hat, durchzufallen und zu Versagen, jemand vermeidet öffentliche Vorträge, weil er denkt, man würde ihn auslachen, jemand ist immer freundlich und zuvorkommend, obwohl er innerlich eigentlich kocht, weil er Angst vor Streit und Konfrontation hat, etc, etc

Ist Vermeidungsverhalten ein Charakterzug oder wird dieses Verhalten erlernt, d.h. verfestigt sich dieses Muster, wenn man damit immer wieder scheinbar gute Erfahrungen gemacht hat?

Ist Vermeidungsverhalten gleichzusetzen mit Feigheit?

Wie kann man ein solches Verhaltensmuster therapieren?

Vielen Dank für Eure Hinweise!

LG Rolo

17 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Ursachen von Vermeidungsverhalten

    Hi Rolo! Jemand hat Hemmungen, Frauen anzusprechen, weil er Angst vor
    einem Korb hat, oder jemand geht Prüfungen aus dem Weg, weil
    er Angst hat, durchzufallen und zu Versagen, jemand vermeidet
    öffentliche Vorträge, weil er denkt, man würde ihn auslachen,
    jemand ist immer freundlich und zuvorkommend, obwohl er
    innerlich eigentlich kocht, weil er Angst vor Streit und
    Konfrontation hat, etc, etc
    Alls diese Erlebnisse werden ja als unangenehm bis schmerzhaft empfunden: Zurückgewiesen zu werden, in Prüfungen versagen, ausgelacht zu werden oder Streit zu haben.
    Je nachdem, wie unangenehm oder verletzend das ist und wie hoch die individuelle Toleranzschwelle für diese Reize ist, versucht man dies beim nächsten Mal zu vermeiden. Das funktioniert bei manchen Menschen wie eine klassische Konditionierung. Ist Vermeidungsverhalten ein Charakterzug oder wird dieses
    Verhalten erlernt, d.h. verfestigt sich dieses Muster, wenn
    man damit immer wieder scheinbar gute Erfahrungen gemacht hat?
    Das glaube ich schon. Guck doch auch mal bei dir selbst: Gibt es sowas nicht auch in deinen Verhaltensmustern? Du hast etwas Verdorbenes gegessen, von dem dir tierisch schlecht wurde - würdest du das beim nächsten Mal noch mit Appetit essen? Ist Vermeidungsverhalten gleichzusetzen mit Feigheit?
    Definiere Feigheit!
    Ich finde, dass dieser Ausdruck sehr viel negative Wertung enthält. Vermeidungsverhalten ist zunächst mal neutral. Willst du es denn bewerten? Wie kann man ein solches Verhaltensmuster therapieren?
    Therapieren hört sich an, als ob dieses Verhaltensmuster krankhaft ist. Würde ich auch nicht gleich bei allem so sehen.

    Verändern kann man das auf jeden Fall, wenn derjenige das möchte!
    Prüfungsangst (mal stark verkürzt) indem analysiert wird, wovor genau diese Angst besteht, indem eine strukturierte Vorbereitung erfolgt und Entspannungstechniken erlernt werden und Unsicherheitsfaktoren wie unbekannter Raum, unbekannter Prüfer, unbekannte Fragestellung bekannt gemacht wird.
    Vorträge halten kann mit kurzen Vorträgen vor kleinen Gruppen geübt werden, bis ein Gewöhngseffekt eintritt.
    usw., usf. Vielen Dank für Eure Hinweise!
    Ich hoffe, sie waren nützlich.

    LiebeGrüßeChrisTine

    • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Ursachen von Vermeidungsverhalten

      Hi, ChrisTine,

      danke erstmal. Ja, war auf alle Fälle schon mal sehr nützlich :-)
      Alls diese Erlebnisse werden ja als unangenehm bis schmerzhaft
      empfunden: Zurückgewiesen zu werden, in Prüfungen versagen,
      ausgelacht zu werden oder Streit zu haben.
      Je nachdem, wie unangenehm oder verletzend das ist und wie
      hoch die individuelle Toleranzschwelle für diese Reize ist,
      versucht man dies beim nächsten Mal zu vermeiden. Das
      funktioniert bei manchen Menschen wie eine klassische
      Konditionierung.
      Dann ist Vermeidungsverhalten letztlich eine ganz normale Schutzreaktion der Psyche? Fragt sich dann nur, warum manche auf unangenehme Erlebnisse mit Rückzug reagieren und andere sich der Sache stellen.
      Womöglich, weil jeder ein Erlebnis anders interpretiert. Dann ist die nächste Frage, warum gibt es verschiedene Interpretationen? Wahrscheinlich, weil verschiedene Leute, verschiedene Erfahrungen gemacht haben. Erfahrungen sind aber wiederum interpretierte Erlebnisse. Dann sind wir wieder am Anfang. Was war zuerst? Die Henne oder das Ei? Irgendwann hat doch jeder mal seine erste Erfahrung gemacht. Woher wußte der, wie er diese Erfahrung interpretieren soll, wenn er nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen kann? Ist Vermeidungsverhalten gleichzusetzen mit Feigheit?
      Definiere Feigheit!
      Ich finde, dass dieser Ausdruck sehr viel negative Wertung
      enthält. Vermeidungsverhalten ist zunächst mal neutral. Willst
      du es denn bewerten?
      Ehrlich gesagt: Ich tendiere unbewußt tatsächlich zu einer Bewertung, obwohl ich eigentlich gar nicht bewerten wollte. "Vermeidung" hat für mich so einen Beigeschmack von Schwäche. Man vermeidet offenbar Dinge, die einen überfordern und wovor man Angst hat. Eine andere Möglichkeit wäre doch, sich diesen Ängsten zu stellen, oder? Wäre das nicht die "gesündere" Reaktion? Wie kann man ein solches Verhaltensmuster therapieren?
      Therapieren hört sich an, als ob dieses Verhaltensmuster
      krankhaft ist. Würde ich auch nicht gleich bei allem so sehen.
      Vielleicht nicht krankhaft, aber störend doch allemal. Wenn man eigentlich Lust auf etwas hätte, es sich aber nicht traut, dann ist das ne echt belastende Sache. Daraus entsteht Frust und Unzufriedenheit, evtl. Aggressionen gegen sich selbst, weil man sich selbt nicht verzeiht und letztlich ggf. auch Depressionen. Vorträge halten kann mit kurzen Vorträgen vor kleinen Gruppen
      geübt werden, bis ein Gewöhngseffekt eintritt.
      Der Begriff "Gewöhnungseffekt" in diesem Zusammenhang bedeutet wahrscheinlich, sich selbst empirisch zu beweisen, dass die Angst vor einer bestimmten Situation unbegründet ist und letztlich nur auf unzutreffenden Annahmen, bzw. Fehlinterpretationen der Realität beruht hat?

      Sehr interessant jedenfalls...

      LG Rolo

      • Antwort von nach 4 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: Ursachen von Vermeidungsverhalten

        Hallo, nochmal, Rolo! danke erstmal. Ja, war auf alle Fälle schon mal sehr nützlich -)
        Na, das freut mich! Dann ist Vermeidungsverhalten letztlich eine ganz normale
        Schutzreaktion der Psyche? Fragt sich dann nur, warum manche
        auf unangenehme Erlebnisse mit Rückzug reagieren und andere
        sich der Sache stellen.
        Weil Menschen einfach verschieden sind. Guck dir mal kleine Kinder an, wie die sich schon in ihren Charaktereigenschaften unterscheiden. Ehrlich gesagt: Ich tendiere unbewußt tatsächlich zu einer
        Bewertung, obwohl ich eigentlich gar nicht bewerten wollte.
        "Vermeidung" hat für mich so einen Beigeschmack von Schwäche.
        Man vermeidet offenbar Dinge, die einen überfordern und wovor
        man Angst hat. Eine andere Möglichkeit wäre doch, sich diesen
        Ängsten zu stellen, oder? Wäre das nicht die "gesündere"
        Reaktion?
        Das mag für dich die gesündere Reaktion zu sein. Das muss nicht auf jeden so zutreffen. Hat wohl mit deinen Erfahrungen zu tun? Vielleicht nicht krankhaft, aber störend doch allemal. Wenn
        man eigentlich Lust auf etwas hätte, es sich aber nicht traut,
        dann ist das ne echt belastende Sache.
        Naja: Wer hat denn wirklich Lust auf ne Prüfung oder auf Streit? Daraus entsteht Frust
        und Unzufriedenheit, evtl. Aggressionen gegen sich selbst,
        weil man sich selbt nicht verzeiht und letztlich ggf. auch
        Depressionen.
        Aber nicht bei jedem! Ich bin z.B. ein recht streitlustiger Mensch. Das hat sich auch nicht immer als vorteilhaft erwiesen und auch das hab ich mir nicht immer verziehen. Mancher lebt doch ein sehr schön ruhiges Leben, weil er sich nicht dauernd belastenden Reizen aussetzt. Vorträge halten kann mit kurzen Vorträgen vor kleinen Gruppen
        geübt werden, bis ein Gewöhngseffekt eintritt.
        Der Begriff "Gewöhnungseffekt" in diesem Zusammenhang bedeutet
        wahrscheinlich, sich selbst empirisch zu beweisen, dass die
        Angst vor einer bestimmten Situation unbegründet ist und
        letztlich nur auf unzutreffenden Annahmen, bzw.
        Fehlinterpretationen der Realität beruht hat?
        Also, dass sich blamieren kann, wenn man vor einer Gruppe spricht, ist ja nicht automatisch eine unzutreffende Annahme. Aber man kann die Angst davor abbauen, wenn man sich vom Urteil anderer unabhängig macht. Das ist dann nur ein Gewöhnungseffekt an einen starken Reiz und nicht die Beseitigung einer Fehlannahme oder -interpretation. Sehr interessant jedenfalls...
        Das find ich allerdings auch! : D LG Rolo
        LGC

      • Antwort von nach 21 Stunden 3 hilfreich
        Re^3: Ursachen von Vermeidungsverhalten

        Hallo Rolo,
        an der Basis steht für mich auch zunächst mal der Cocktail aus genetischer Disposition und frühkindlichen Erfahrungen,sprich:das Selbstvertrauen das man schon von den Eltern mitbekommen hat.
        Dann gehts munter weiter mit all den Erfahrungen von Erfolg und Niederlage,die man im Leben so angesammelt hat.Wobei alle diese Erfahrungen ja auch schon wieder von deinem "Starter-Kit" mit beeinflusst werden.Nun kann man aber auch nicht einfach die Plus-und die Minusseite aufsummieren und daraus ableiten wie ein Mensch sich verhält.Denn es gibt ja auch Leute,die kriegen ewig auf den Deckel und geben trotzdem nicht auf.Es wird also äußerst kompliziert.
        Deshalb halte ich die Frage nach den Ursachen letztlich für unzureichend.
        Es ist gut,wenn man die Ursachen für sich selber feststellt,aber entscheidend ist,wie gehe ich mit meinen Ängsten um. ist die nächste Frage, warum gibt es verschiedene
        Interpretationen? Wahrscheinlich, weil verschiedene Leute,
        verschiedene Erfahrungen gemacht haben. Erfahrungen sind aber
        wiederum interpretierte Erlebnisse.
        Das ist vermutlich der Punkt,an dem man steuernd eingreifen kann.
        Man hat also verschiedene Interpretationsmöglichkeiten.
        z.B.:wenn man Ängste und Unsicherheiten anderer in ihrem Verhalten einbezieht,kann man eigene soziale Ängste verringern und reagiert weniger verletzt.
        Konfrontation ist zwar gut,aber manchmal ist der Feind so übermächtig,dass man ihn von hinten angreifen muß.Man sollte sich im Leben öfter mal kleinere Herausforderungen stellen,die das Selbstvertrauen fördern.Dann schafft man plötzlich auch die Aufgaben,an denen man immer zu scheitern geglaubt hat.
        Selbstvorwürfe sind absolut sinnlos,sie untergraben das Selbstvertrauen und blockieren das Handlungsspektrum. Dann ist Vermeidungsverhalten letztlich eine ganz normale
        Schutzreaktion der Psyche?
        Ja natürlich.Es ist Basisbestandteil unserer Überlebensstrategie.
        Der Erdball wäre von allen Lebewesen leergefegt,wenn wir das nicht hätten.
        Ich habe mich kürzlich auch in einer etwas komplexeren Lebenssituation für Sicherheit entschieden,obwohl ich früher mein Leben oft risikofreudiger verändert habe.Man ändert sich also auch im Laufe des Lebens.Das Sicherheitsbedürfnis wächst.
        Ansonsten fällt mir nur noch eine nette Geschichte aus einem Buch von Harriet Lerner ein:ein Ängstlicher fragt einen,der aus der Achterbahn kommt,wie er denn seine Angst überwinde.worauf der antwortet:man überwindet die Angst nicht,man kauft sich eine Karte!:-)

        grüsse
        Heidi

        • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Ursachen von Vermeidungsverhalten

          Hallo, Tumiart,

          die Frage nach den Ursachen ist ebenso interessant, wie vielleicht unwichtig.

          Da gibt es in der Psychotherapie - wenn ich es recht verstanden habe -verschiedene Ansätze.
          Manche halten die Ursachenforschung für die Problemlösung unerläßlich, andere meinen, dass die Suche nach den Ursachen in der Vergangenheit Zeitverschwendung sei und konzentrieren sich auf das Problem im Hier und Jetzt, weil sie der Auffassung sind, dass es einem Betroffenen nicht nutzt, wenn er weiß, WARUM er z. B. schüchtern oder ängstlich geworden ist.

          MICH persönlich interessieren die Ursachen sehr, weil ich der Meinung bin, dass man sich selbst erst einmal besser kennenlernen und verstehen muss, bevor man sich ändern kann. Aber das ist nur meine persönliche und gänzlich unwissenschaftliche Annahme.

          Mit der Angst ist es eine seltsame Sache. Ob man bei einem Vortrag ausgelacht worden wäre oder ob einem eine Frau tatsächlich einen Korb verpaßt hätte, ist gar nicht wichtig. Allein die Annahme, dass es hätte sein können, reicht bereits aus, dass man es sein läßt. Und was ist, wenn man sich getäuscht hat und umsonst vorsichtig war??? Man wird es nie erfahren.

          Insofern ist Vermeidung auch eine Strategie der SELBSTBESCHRÄNKUNG, weil man ja nicht nur in begründeten Fällen Angst hat, sondern in ALLEN gleichgelagerten Fällen.
          Denn es ist ja sehr unwahrscheinlich, dass man z. B. von JEDER Frau nen Korb bekommen würde. Man weiß halt leider nicht, von welcher schon und von welcher nicht, also spricht man vorsichtshalber KEINE an.

          LG Rolo

          • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
            Re^5: Ursachen von Vermeidungsverhalten

            Hallo Rolo, MICH persönlich interessieren die Ursachen sehr, weil ich der
            Meinung bin, dass man sich selbst erst einmal besser
            kennenlernen und verstehen muss, bevor man sich ändern kann.
            Aber das ist nur meine persönliche und gänzlich
            unwissenschaftliche Annahme.
            Meine Annahmen dazu sind auch gänzlich unwissenschaftlich.Und ich bin absolut deiner Meinung,dass Kenntnis der Ursachen hilfreich ist.
            In der Psychotherapie haben bestimmt sowohl die Psychoanalyse,als auch die Positive Psychologie ihre Existenzberechtigung.
            Man sollte sich aus allen verfügbaren Strömungen das Beste herauspicken.
            Allerdings sollte man auch berücksichtigen,dass wir hier von alltäglichen Lebensproblemen,und nicht von schweren psychischen Störungen sprechen.Z.B.muß ich ständig (beruflich) Entscheidungen treffen,von denen ich keine Ahnung habe,wo sie hin führen.
            Dabei wünschte ich mir nichts sehnlicher,als dass ich am Anfang eines Weges bereits an dessen Ende das Schild "Erfolg" sehen könnte.Das wär so schön einfach.So ist es aber nie.Das ist der alltägliche Horror.
            Wenn ich mich hier mit reiner Ursachenforschung aufhalte,würde ich buchstäblich verhungern;-) Manchmal muß man einfach machen. Allein die Annahme, dass es hätte sein können, reicht bereits
            aus, dass man es sein läßt. Und was ist, wenn man sich
            getäuscht hat und umsonst vorsichtig war??? Man wird es nie
            erfahren.
            und das ist doch noch grausamer,oder?
            Sowas passiert jedem.Aber eine nächste Chance gibt es immer. Insofern ist Vermeidung auch eine Strategie der
            SELBSTBESCHRÄNKUNG, weil man ja nicht nur in begründeten
            Fällen Angst hat, sondern in ALLEN gleichgelagerten Fällen.
            Das stimmt.Aber so funktioniert unser Gehirn nun mal.
            Es greift auf bekannte Schutzmechanismen zurück.Es fährt immer die gleichen neuronalen Bahnen.Deshalb halte ich es für wichtig,dass man neuartige Situationen schafft,Lebensumstände verändert,neue Dinge tut,um "andersgelagerte Fälle"zu schaffen,in denen das Gehirn sich umorientiert. Denn es ist ja sehr unwahrscheinlich, dass man z. B. von JEDER
            Frau nen Korb bekommen würde. Man weiß halt leider nicht, von
            welcher schon und von welcher nicht, also spricht man
            vorsichtshalber KEINE an.
            Man kann sich ja auch von einer Frau ansprechen lassen.Ihr Männer müsst heutzutage die ganze Arbeit nicht mehr alleine machen!

            grüsse
            Heidi

  2. Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
    Jenseits von Bewertung

    Hallo Rolo Ist Vermeidungsverhalten ein Charakterzug oder wird dieses
    Verhalten erlernt, d.h. verfestigt sich dieses Muster, wenn
    man damit immer wieder scheinbar gute Erfahrungen gemacht hat?
    Es it oft schwierig, zwischen seh früh erlerntem und angeborenenem Verhalten genau zu unterscheiden. Aber vielleicht ist das gar nicht so wichtig.
    Wchtiger erscheint mir, das Vermeidungsverhalten einem bestimmten Reaktionstypus zuzurechnen, ohne es gleich zu bewerten.
    Psychoanalytisch unterschieden wir grob
    1)schizoider
    2) narzisstischer
    3) depressiver
    4) zwanghafter
    5) phobischer
    6) hysterischer
    Typus und seine entspreched dazugehörige Reaktionsweise.
    Das von dir beschriebene Reaktionsmuster würde ich am eesten dem
    p h o b i s c h e n Typ zuordnen wollen. Der hobiker m e i d e t vieles, was ihm bedrohlich oder schwierig erscheint.
    Das ist aber deshalb noch lange nicht schlechter oer schlimmer ls die anderen Reaktonsweisen.
    Gruß,
    Branden Ist Vermeidungsverhalten gleichzusetzen mit Feigheit?

    Wie kann man ein solches Verhaltensmuster therapieren?

    Vielen Dank für Eure Hinweise!

    LG Rolo

    • Antwort von nach einem Tag 2 hilfreich
      Re: Jenseits von Bewertung

      Hallo,
      so allgemein wie die Fragestellung war, ist jegliches Meidverhalten
      IMHO doch aber erstmal nur ganz normale Anpassung an die Umwelt
      und somit eine evolutionär entwickelte Strategie um möglichst gut
      zu überleben. Ich sehe in den Beipielen noch gar nicht viel
      krankhaftes oder außer den Norm liegendes Verhalten, oder?
      Gruß Uwi Ist Vermeidungsverhalten ein Charakterzug oder wird dieses
      Verhalten erlernt, d.h. verfestigt sich dieses Muster, wenn
      man damit immer wieder scheinbar gute Erfahrungen gemacht hat?
      Es it oft schwierig, zwischen seh früh erlerntem und
      angeborenenem Verhalten genau zu unterscheiden. Aber
      vielleicht ist das gar nicht so wichtig.
      Wchtiger erscheint mir, das Vermeidungsverhalten einem
      bestimmten Reaktionstypus zuzurechnen, ohne es gleich zu
      bewerten.
      Psychoanalytisch unterschieden wir grob
      1)schizoider
      2) narzisstischer
      3) depressiver
      4) zwanghafter
      5) phobischer
      6) hysterischer
      Typus und seine entspreched dazugehörige Reaktionsweise.
      Das von dir beschriebene Reaktionsmuster würde ich am eesten
      dem
      p h o b i s c h e n Typ zuordnen wollen. Der hobiker m e i
      d e t vieles, was ihm bedrohlich oder schwierig erscheint.
      Das ist aber deshalb noch lange nicht schlechter oer schlimmer
      ls die anderen Reaktonsweisen.
      Gruß,
      Branden Ist Vermeidungsverhalten gleichzusetzen mit Feigheit?

      Wie kann man ein solches Verhaltensmuster therapieren?

      Vielen Dank für Eure Hinweise!

      LG Rolo

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^2: Jenseits von Bewertung

        Hi Uwi so allgemein wie die Fragestellung war, ist jegliches
        Meidverhalten
        IMHO doch aber erstmal nur ganz normale Anpassung an die
        Umwelt
        und somit eine evolutionär entwickelte Strategie um möglichst
        gut
        zu überleben.
        GR7ndsätzlich ja, aber im Detail sieht man ja auch, wie unterschiedlich die Menschen mit versch. Situationen umgehen. Manche sind regelrecht phobisch allemMglichen gegenüber und geraten dann in ihrer Biografie natürlich auf andere "Stellplätze" als die, welche mit deutlichem "adgredi" auf die "Objekte" zugehen.
        Hier ist dann ja auch schon ein elementarer Zugang zu psychotherapeutischem Arbeiten. Ich sehe in den Beipielen noch gar nicht viel
        krankhaftes oder außer den Norm liegendes Verhalten, oder?
        Wiegesagt: Da die Verhaltensweisen bezüglich des "Herangehens" ans Objekt sehr unterschiedlich sind, ist hier ein sinnvolles Feld, um tätig zu werden. ;-)
        Gruß,
        Branden



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