Verfolgungswahn?

Hi,

ich habe nie geglaubt, dass ein psychologisches Problem mal in
meiner Familie auftauchen würde. Jetzt ist es,glaube ich, aber doch so weit.
Eine kurze Beschreibung der Tatsachen:
Es geht um meine ältere Schwester,30 Jahre, die seit zweieinhalb Jahren verheiratet ist. Man kann sicherlich nicht sagen, daß die beiden eine glückliche Ehe führen, die Ehe ist aber grundsolide
und die beiden kommen gut miteinander aus.
Meine Schwester, Bettina, ist Diplomingenieur, Fachrichtung Innenarchitektur, und hat schon in drei verschiedenen Büros gearbeitet, im vorletzten ist sie ausgeschieden, da dauerhaftes Mobbing, nicht unbedingt gegen ihre Person, an der Tagesordnung war, in ihrem letzten Job, war sie, was das menschliche betrifft, recht zufrieden. Leider waren die Gehaltszahlungen dort sehr unregelmässig, zum Schluss stellte sich heraus, nachdem Mahnungen der Architektenversorgung eingetroffen waren,dass über den ganzen Zeitraum ihrer letzten Tätigekit keine Sozialversicherungsabgaben gezahlt wurden. Seitdem ist sie arbeitslos ( ca 2 Monate ). Sie ist in ihrem Job als fachlich sehr versierte Kraft zu bezeichnen, Diplom Note : sehr gut.
Leider ist es in diesem Berufszweig auch für gute Fachkräfte schwierig, anspruchsvolle neue Tätigkeiten zu bekommen.
Man kann Bettina als sensiblen, sehr feinfühligen Menschen mit sehr wenig Selbstvertrauen bezeichnen. Sie ist hübsch und gesund.
Leider hat sie keine guten Freundinnen und hat ansonsten auch sehr wenig Kontakt zur Aussenwelt, abgesehen von meiner Mutter, meiner anderen Schwester und mir.
Bis vor ca. einem halben Jahr, waren meine Schwester und ihr Mann regelmässig zum Tanzen in einer Tanzschule im Ort.
Sie hat sich dort in ihren Tanzlehrer verguckt, der leider schwul ist. Ihrem Mann hat sie dies natürlich nie erzählt, nur meiner Familie.
Meine Schwester wohnt mit ihren Vermietern zusammen in einem Haus. Die Vermieter sind ein älteres Ehepaar, ca 80 Jahre alt.
Seit Beginn ihrer Arbeitlosigkeit fühlt sie sich von den Vermietern beobachtet und ausspioniert, nach Ihrer Meinung reden die Vermieter auch sehr schlecht über sie, Sie meint weiterhin Gespräche der beiden Vermieter gehört zu haben, in denen schlecht über sie geredet wurde, sie wohnt in einem Altbau mit sehr dicken Mauern, es ist nahezu unmöglich, irgendwelche Geraüsche geschweigedenn Gespräche hören zu können.
Seit Anfang dieser Woche, also seit ca. sechs Tagen, hat sie nun kaum noch geschlafen und nichts zu sich genommen.
Bei Spaziergängen mit Ihrem Mann im heimischen Park, ist sie der Meinung, daß selbst die Passanten, natürlich wildfremde Menschen, schlecht über sie reden, und über ihr angebliches Verhältnis mit dem ehemaligen Tanzlehrer tratschen, auch ihre Nachbarn wissen das natürlich alle, ich kann an dieser Stelle versichern, daß nie ein Verhältnis zwischen den beiden bestanden hat.
Aus ihrer Wohnung ist sie nun auch ausgezogen, weil sie es dort nicht mehr aushält, und bei mir und meiner Mutter eingezogen.
Meine Mutter und ich versuchen natürlich auf sie einzugehen, sie lässt uns aber ncht an sich ran, sie sitzt uns apathish gegenüber und antwortet, wenn sie es denn tut, nur mit ja oder nein.
Zum Essen können wir sie, wie gesagt auch nicht bewegen, wir sind schon froh, wenn sie ein Glas Cola trinkt.
Sie wiegt bei einer Grösse von 1,81 Metern vielleicht noch 52 kg.
Sicherlich wäre eine psychologische Behandlung angebracht, dazu ist sie mit Sicherheit nicht zu bewegen.
Vielleicht könnt Ihr mir an dieser Stelle ein paar Tips geben, wie wir uns verhalten müssen um an sie ranzukommen, bzw sie zu einem Gang zum Psychater zu bewegen.
Jetzt schon mal vielen Dank für eure Mühe.

Liebe Grüsse
Axel

D

Hi, schlimme Sache, in dem Zustand sind solche Leute unbeeinflußbar, meistens treibt es so hinaus, daß sie irgendwo ganz ausflippen und dann zwangsweise eingeliefert werden, Daher ist es unerl´äßlich, sie zum Facharzt zu bringen egal, wie ihr sie dort hinschleppt, je eher , desto besser und umso mehr kann hier irgendwann die Zwangseinwsg. umgangen werden, so traurig es im Moment auch sein mag.
Grützi

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Hi, schlimme Sache, in dem Zustand sind solche Leute
unbeeinflußbar, meistens treibt es so hinaus, daß sie irgendwo
ganz ausflippen und dann zwangsweise eingeliefert werden,
Daher ist es unerl´äßlich, sie zum Facharzt zu bringen egal,
wie ihr sie dort hinschleppt, je eher , desto besser und umso
mehr kann hier irgendwann die Zwangseinwsg. umgangen werden,
so traurig es im Moment auch sein mag.
Grützi

hallo.

zwangseinweisung bringt m.e. gar nix, also sie „egal wie“ zu nem facharzt zu schleppen, hat wenig sinn, solange sie nicht selbst sagt „warum bild ich mir eigentlich immer ein, die anderen reden schlecht über mich?“. wenn sie diese einsicht nicht hat, kommt ein psychodoktor gar net an sie ran (du sagst ja selbst, in dem zustand sind die leute UNbeeinflußbar).

man kann natürlich auf sie einreden, sie soll doch zu nem psychologen gehen (nen geeigneten zu finden, is aber gar net so leicht!). mehr als zweimal sollte man das aber net tun. sonst sträubt sie sich noch mehr dagegen.
aber wenn man’s mal anbringt, und ihr zu verstehen gibt, daß ihr so jemand helfen kann, und daß es überhaupt net schlimm is, wenn sie solche hilfe in anspruch nimmt, wird sie ganz sicher drüber nachdenken. auch wenn sie nur „ja“ oder „nein“ sagt.

andere idee bzw. zusatz:
erstmal muß sie einen neuen job wollen. ihr könnt ihr ja stellenangebote raussuchen, wenn sie das net selbst macht.
oder ihr betreut sie mit kleinen, einigermaßen anspruchsvollen innenarchitektonischen aufgaben. vielleicht is sowieso grad ne neue wohnzimmereinrichtung geplant… oder halt irgendwas, das ihr ein bißchen das gefühl gibt „ich werd gebraucht“.
und dabei nicht sagen „ich möchte, daß du das machst.“,
sondern „ich brauch dich für das und dies und jenes…“,
„du kennst dich doch mit dem und dem aus… wie mach ich denn das und das am besten…?“ usw.

evtl. ehemalige mitarbeiter fragen, wie sie denn so war. und wenn die positives berichten, könnt ihr das ja an sie weitergeben. „der und der hat gemeint, du wärst immer so freundlich gewesen…“ etc. etc.

irgendwann wird ihr dann schon bewußt, wie sie früher war und wie sie jetz drauf is, und daß es ihr früher tausendmal besser ging und sie niemandem kopfzerbrechen bereitet hat.
und dann wird sie auch den willen aufbringen, was zu ändern an ihrer situation.

gruß

michael

Hallo!

ich habe nie geglaubt, dass ein psychologisches Problem mal in
meiner Familie auftauchen würde. Jetzt ist es,glaube ich, aber
doch so weit.

Du hast sehr offen und ausführlich die Situation beschrieben. Obwohl eine Ferndiagnose immer unsicher ist, handelt es sich wahrscheinlich um Schizophrenie. Unter diesem Stichwort kannst Du im Archiv zwei Beiträge von mir finden, die ich im Februar und Juli 2000 schrieb. Aber auch im Lexikon und in ärztlichen Broschüren (falls es der Arzt nicht gibt, gezielt darum bitten) solltet Ihr nachlesen.

Die Psychose bricht meist im Alter um die 30 aus (das kann anfangs unbemerkt bleiben), besonders bei starkem Streß (Scheidung, Angst vor Arbeitsplatzverlust, Tod naher Angehöriger etc.) Es ist eine vergleichsweise schwere Krankheit, die unbedingt behandelt werden muß. Sie ist nicht damit zu bewältigen, auf Bettina einzureden; rationale Einsicht über die Logik ihrer Vermutungen und Ängste ist nicht erreichbar, das ist gerade ein Kriterium der Krankheit. Um „an sie ranzukommen“ solltet Ihr daher Vertrauen schaffen, ihre Vorstellungen akzeptieren, (für sie selbst sind sie real) und Zweifel oder Streit vermeiden.

Wenn sie nicht bereit ist, einen Psychologen oder Psychiater aufzusuchen, müßt Ihr das tun. Sicher kann ein Hausbesuch bestellt werden. Große Kliniken haben meist eine psychiatrische Abteilung, aber auch der erstbeste " P"sychologe im Telefonbuch kann weiterhelfen - am besten gleich heute, sonst besteht die Gefahr, daß die Krankheit schlimmer wird.

Ihr selbst müßt Euch wahrscheinlich mit dem Gedanken vertraut machen, daß die Krankheit relativ lange dauert, das können mehrere Monate sein, wobei Bettinas Wahnvorstellungen rascher überstanden sind. Psychische Krankheiten sind in der Gesellschaft mit Vorurteilen belegt, anders als z.B. ein Beinbruch. Legt Euch zurecht, was Ihr bei Fragen von antworten wollt.

Alles Gute, tschuess, Sven.

Es geht um meine ältere Schwester,30 Jahre … Man kann sicherlich nicht
sagen, daß die beiden eine glückliche Ehe führen, die Ehe ist
aber grundsolide und die beiden kommen gut miteinander aus.

gearbeitet, im vorletzten ist sie ausgeschieden, da dauerhaftes Mobbing,
nicht unbedingt gegen ihre Person, an der Tagesordnung war,

Man kann Bettina als sensiblen, sehr feinfühligen Menschen mit
sehr wenig Selbstvertrauen bezeichnen.

Leider hat sie keine guten Freundinnen und hat ansonsten auch
sehr wenig Kontakt zur Aussenwelt, abgesehen von meiner
Mutter, meiner anderen Schwester und mir.

Seit Beginn ihrer Arbeitlosigkeit fühlt sie sich von den
Vermietern beobachtet und ausspioniert, … Sie meint
weiterhin Gespräche der beiden Vermieter gehört zu haben, in
denen schlecht über sie geredet wurde

Bei Spaziergängen mit Ihrem Mann im heimischen Park, ist sie
der Meinung, daß selbst die Passanten, natürlich wildfremde
Menschen, schlecht über sie reden

Aus ihrer Wohnung ist sie nun auch ausgezogen, weil sie es
dort nicht mehr aushält, und bei mir und meiner Mutter
eingezogen.
Meine Mutter und ich versuchen natürlich auf sie einzugehen,
sie lässt uns aber ncht an sich ran, sie sitzt uns apathish
gegenüber und antwortet, wenn sie es denn tut, nur mit ja oder
nein.
Zum Essen können wir sie, wie gesagt auch nicht bewegen, wir
sind schon froh, wenn sie ein Glas Cola trinkt.

Hallo Axel,
ich denke, genau wie du, dass deine Schwester dringend professioneller Hilfe bedarf. Und das so schnell wie möglich. Wenn sie über einen längeren Zeitraum Schlafentzug hat und zudem nur ab und an Cola trinkt, ist ein Zusammenbruch vorprogrammiert. Da sie wenig zugänglich scheint, wäre meine unmittelbare Massnahme, Kontakt zum Hausarzt oder dem Arzt des Vertrauens aufzunehmen und einen Hausbesuch zu veranlassen. Deine Schwester muss zumindest wieder schlafen können, dieser Zustand kann sonst sehr leicht in eine unerwünschte richtung kippen. Vielleicht ist dieser Arzt auch Gesprächspartner für sie, weitergehende HIlfe anzunehmen.
Viel Erfolg
Mechthild

Ich danke Euch allen für Eure umfangreiche Hilfe,
mittlerweile sind nun ja wieder ein paar Tage vergangen, ihr geht es natürlich noch immer nicht gut, ihr Zustand hat sich aber gebessert. Sie isst wieder regelmässiger, schlafen kann sie auch wieder besser, auch wenn am Anfang meine Mutter mit Schlafmitteln aushelfen musste. Mit Schlaf und etwas im Magen geht es ihr natürlich gleich wieder besser.
Da sie nun auch wieder mit uns redet, natürlich noch immer nicht so befreit wie vorher, kommen wir jetzt auch wieder an sie ran, und versuche ihr einen Besuch bei einem Psychologen „schmackhaft zu machen“. Noch ist sie abgeneigt, aber wir glauben, dass wir sie doch über zeugen können. Da sie meiner Mutter, meiner Schwester und mir nicht über das Gerede der Passanten und Nachbarn berichtet hat, sondern nur ihrem Mann, können wir nicht ganz beurteilen inwieweit sich das wieder gelegt hat, wir gehen aber davon aus, dass sie es uns aber auch berichtet hätte, würde sie selbst fest dran glauben.
Wie umsorgen sie jetzt natürlich auch besonders fürsorglich und geben ihr das Gefühl für uns sehr wichtig zu sein, was ihr auch sehr gut tut.
Wie gesagt Danke noch einmal für Eure Hilfe
Axel

höre mir jetzt genau zu!

niemand auf dieser welt kann der frau helfen außer ihr! ihre Familie!

fangt sofort an Fernreiki zu machen!!!
alle 3!
Täglich!
eines tages werdet ihr verstehen wer wirklich schuld ist!
das wird aber nur halb so schlimm sein wenn die frau lebt!
last euch reiki erklären!sofort!

Bugleba

hi, gib nicht sone Ratschläge , durch sowas kann die sich noch tiefer reinreiten, du scheinst keine Ahnung zu haben.
GHruß

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falsch!

weiter rein reiten tun sie leute die WOLLEN das es dir gut geht!
sie nehmen die gesundheit!

schau! die familie will das sie rausgeht----sie geht weniger raus
die familie will das es ihr gut geht---- ihr geht es schlechter

schau genau hin! sih doch den zusammenhang!
was ist aber dazwischen???

genau das habe ich gefunden, genau wie tausende andere.
schau in 14 tage auf meine Homepage www.Bugleba.de

[email protected]

wiviel ahnung hast du eigentlich von Liebe,Reiki und vom Leben?

Nicht viel scheint mir! auf dem planeten von dem du kommst gibts sowas wohl nicht! Hä?

bugleba