Psychische Vergewaltigung- wie abschließen?
Von: , Frage gestellt am Fr, 3. Apr 2009
Hallo liebe WWW Gemeinde!
Ich habe hier ein Thema was mich sehr schwer bedrückt und was mir sehr auf dem Herzen liegt: Ich habe mich am 27 Dezember mit meiner wunderbaren Freundin Olga (wird 21) verlobt. (Ich selbst bin 19 is aber unwichtig^^). Nun ist es so, dass sie sehr lange von ihrer Mutter naja „psychisch vergewaltigt“ wurde. Schon als Säugling wurde sie ab und zu geschlagen bzw der Mund zugedrückt wenn sie z.B. geschrieen hat. Sie hat sich als kleines Kind oft bei ihrer Oma versteckt weil ihre Mutter mit ihr absolut keine Geduld hatte z.B. bei Hausaufgaben. Es ist so, dass ihre Mutter sie sehr lange unterdrückt hat und auch psychisch immer gelenkt hat. Ich meine ist es normal wenn man ein 20 jähriges Mädchen zwingen will um 13 Uhr heim zu kommen und unter der woche nicht wegzugehen bzw sogar das Internet auf 3 stunden begrenzt? Mittlerweile ist es so, dass sie seit dem ca 22 februar ausgezogen ist und bei mir und meiner Familie wohnt. Ich habe vieles mit ihr aufarbeiten können. Die alten Denkmuster, die sie eingebläut bekommen hat sind beinahe fast komplett verschwunden. Sie bekam als Kind schon eingehämmert, dass es schlecht ist, dass wenn man au die Eltern sauer ist etc. Am Tag unserer Verlobung beziechnete sie Olga’s Ring als „scheißdreck“. Ihre mutter ist bei weitem keine asoziale Frau sondern eigentlich ganz normal. Nur im Bereich der Erziehung nicht… Sie hat ihrer eigenen Tochter hintergeschnüffelt, ICQ (Chatprogramm^^) Gespräche zwischen uns gelesen, Geschenke die im Schrank lagen (die Olga Freundinnen zum Geburtstag schenken wollte)aufgerissen etc. Ihren echten Vater hat sie mit 1 Jahr verloren und hat seitdem einen Stiefvater, der alles nur noch schlimmer machte, denn dieser schob immer ihr die Schuld zu, wenn vieles falsch lief. Es ist so, dass Olga’s Mutter ihr drohte uns auseinander zu bekommen, wenn sie nicht weiterhin auf sie höre. Ihr müsst wissen, dass Olga aufgrund ihrer Erziehung sehr eingeschüchtert und ruhig ist. Ich habe ihr schon viel Selbstbewusstsein gegeben. Sie erzählte mir, dass immer wenn es ihr gut ging oder sie stolz war, ihre Mutter ihr das zerstörte und ihren Willen brach. Am Tag des Auszuges traf ich ihren Stiefvater, der wohlgemerkt mit mir streitanfing und, dass „ich dahergelaufener seine Tochter nicht mitnehme und, dass ich sie manipuliere“. (Es war ihr Wunsch und ihre Entscheidung zu gehen sie hatte nur keinen Platz zum Hingehen ich half ihr dabei nur). Ich entgegnete ihm, dass ich sie nicht psychisch vergewaltigt habe. Sonntags darauf hatte Olga ein Gespräch mit ihrer Mutter, die mich seitdem dämonisiert. Ich bin der Schlechte, der die Tochter wegnimmt, sie hat keine Wünsche von daheim wegzugehen etc. Eine andere Situation war als wir bei ihr fürs Abi lernen wollten ^^Wir wollten uns zuerst 2 stunden hinlegen weil wir sehr müde waren. Olga wollte in die Küche und was zu trinken holen. Ihre Mutter fragte in normalem Ton was wir machen. Sie erzählte es ihr. Und ihre Mutter ist ausgerastet (ihr hättet sie mal schreien hören). Am ende hat sie mich des Hauses verwiesen aber ich nahm olga mit ^^aber im ernst : Bei s o einer Art hätte ich als Kind auch Angst empfunden.
Nach dieser langen Vorgeschichte nun endlich die Frage (Es tut einfach sehr gut, sich all das von der Seele zu schreiben.-verzeiht mir wenn es solange gedauert hat^^):
Ich habe sie schon seelisch sehr gut aufgebaut obwohl ich kein Psychologe bin (aber es liegt mir).
Sie is gerade dabei die Distanz zu ihrer Mutter aufzubauen, dass sie sagen kann „das war sehr schlimm von ihr“ etc.
Ich möchte sie nun auch in den letzten Phasen unterstützen und wollte ich fragen was ihr mir ratet? Immerhin ist sie fast 20 Jahre unterdrückt und manipuliert worden und war sehr oft verängstigt. Der Wille wurde oftmals gebrochen und sie wurde kleingehalten. Mir ist durchaus bewusst, dass „so ein Mensch“ diesen weg nicht alleine gehen kann. Deshalb will ich wissen wie ich ihr in Zukunft helfen kann.
Wisst ihr meine Vergangenheit war schulisch sehr schwer und ich habe endlich den Menschen gefunden, der Treue und Ehrlichkeit so groß schreibt wie ich. Ich möchte sie nicht verlieren. Es tut mir weh sie mit dem Schmerz alleinlassen zu müssen und es tut mir weh von ihr zu hören, dass nur ich sie am Leben halte und, dass sie ansonsten nichts hat. So sehr mich ihre Liebe schmeichelt tut es mir auch weh.
Ich bin euch von ganzem Herzen dankbar.
Mein aufrichtigster Dank
Andreas
