Psychologen in Berlin

Von: , Frage gestellt am Sa, 25. Apr 2009

Hallo,

ich habe mir glaube ich vor 5 Jahren das erste Mal vorgenommen, zum Psychologen zu gehen, und dann doch nie gemacht. Jetzt möchte ich diesen Schritt wagen, weil ich mir nicht mehr zu helfen weiß.

Meine Frage ist, wie kommt man zu einem Psychologen? Muss man vorher zum Hausarzt gehen und dem seine Probleme erzählen, damit der dann einschätzen kann, ob es gerechtfertigt ist? Wie kann ich das umgehen? Ich habe kein Geld um eine Therapie selbst zu bezahlen, sehe aber inzwischen ein, dass ich dringend Hilfe brauche.

Und ein weiteres Problem ist, dass ich eigentlich mit niemandem drüber reden möchte und am allerwenigsten mit meinem Hausarzt, weil ich immer das Gefühl habe, dass der denkt ich simuliere und ich mich nicht erklären möchte. Ich bin oft krank (mit Kleinigkeiten), kann mir aber auch vorstellen, dass das psychische Hintergünde hat (Das ist nicht der Grund weshalb ich zu einem Psychologen möchte, sondern nur meine Erklärung dafür, dass ich von meiner Ärztin als Simulantin bezeichnet werde und nicht ernst genommen werde). Jedenfalls möchte ich nur ungern zu meiner Hausärztin gehen müssen.
Und ein anderer Hausarzt? Der kennt mich wiederum nicht gut genug, oder was sagt ihr?
Ich weiß nicht, wie ich das anpacken soll, und wenn ich darüber nachdenke verlier ich fast den Mut...

16 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 16 Stunden 1 hilfreich
    Re: Psychologen in Berlin

    Hallo,

    wenn Du einen Facharzt benötigst, ist das kein "Psychologe" sondern ein Facharzt für Psychiatrie und/oder Neurologie. Zu diesem Arzt kannst Du auch ohne Überweisung durch Deine HA gehen, wenn er eine Kassenzulassung hat.
    Ärzte suchen kannst Du hier:
    http://www.kvberlin.de/60arztsuche/index.html
    Für das Erstgespräch solltest Du Dir vorab Notizen über Deine Probleme machen, da die meisten Menschen in so einer Situation die Hälfte vergessen. Das erleichtert dem Arzt auch die Diagnose.

    &Tschüß
    Wolfgang

      • Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
        Re: was soll das denn?

        Hallo,

        was soll Dein Gemaule ? Hast Du Deine Links selber gelesen ?
        Wenn es der Posterin um eine ärztliche Behandlung geht, dann ist das nun mal in erster Linie der Facharzt für Psychiatrie und/oder Neurologie.
        Wenn der FA eine entsprechende Diagnose stellt, folgt ggfs eine therapeutische Behandlung, z. B. bei einem psychologischen Psychotherapeuten

        &Tschüß
        Wolfgang

        • Antwort von nach 23 Stunden 1 hilfreich
          Re^2: was soll das denn?

          die fragestellerin fragte nach einem psychologen nicht nach psychiatern oder neurologen. der unterschied zwischen den 3 berufsgruppen ist bedeutend.

          ist das so schwer zu verstehen?

          bye

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^3: was soll das denn?

            Hallo,

            ich habe in meinem ersten Posting ganz klar das Wort "wenn" benutzt. Aus dem Zusammenhang ist es für mich relativ wahrscheinlich, daß die Posterin zwar "Psychologe" sagt, aber Facharzt meint. Das kommt sehr oft vor, da die Begrifflichkeit vielen nicht klar ist.

            Im Übrigen könnte frau auch bei Meinungsunterschieden gewisse Mindestumgangsformen wahren, bin ich eigentlich auch von Dir gewöhnt.

            &Tschüß

            Wolfgang

            • Antwort von nach einem Tag 2 hilfreich
              Kurze Ergänzung zu Ann und Antwort an UPosterin

              N'Abend Wolfgang, Das kommt sehr oft vor, da die Begrifflichkeit
              vielen nicht klar ist.
              Naja, es kommt vermutlich aber auch ebenso oft vor, dass Menschen das meinen, was sie sagen.

              Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, ich war NIE bei einem Facharzt, wenn ich der Meinung war, ich benötige die Hilfe eines Phsychotherapeuten.

              DEN habe ich mir selbst gesucht und bin dann zu einem Vorgespräch zu ihm gegangen. Auch hat DER die Diagnose gestellt und verschiedene Therapieformen vorgeschlagen und mit mir die passende gemeinsam heraus gesucht.

              Es ist völlig Wurst, zumindest hier in Berlin, ob ich mit 'ner Überweisung (die ich von meiner Hausärztin bekomme, wenn ich das möchte) oder mit meiner Chipkarte und 10,00 Euro zu diesem Psychotherapeuten gehe.

              Er regelt dann auch alle Dinge mit der Krankenkasse. Beantragt die Therapiestunden, ggf. Verlängerungen etc.

              Gruß
              Demenzia

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re: Kurze Ergänzung zu Ann und Antwort an UPosteri

              Vielen Dank für eure Antworten. Meine fragen sind geklärt und jetzt liegt es wohl an mir diesen Schritt auch wirklich zu gehen.

              Kleine Anregung für einige von euch: Vielleicht solltet ihr in so einem Thema einen etwas sentimentaleren Umgangston pflegen. Denn es ist schon erschreckend, wenn man sich überwunden hat, sowas zu schreiben, dann so rauhe kommentare zu lesen. Aber vielen dank trotzdem an die, die mir wirklich geholfen haben!

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Einverstanden!

              Hi Schneechen Kleine Anregung für einige von euch: Vielleicht solltet ihr in
              so einem Thema einen etwas sentimentaleren Umgangston pflegen.
              "Sentimental" gefällt mir in diesem Zusammenhang! Ist ja im Grunde auch viel spannender als als das ewige "sensibel".
              Gruß,
              Branden

        • Antwort von nach einem Tag 2 hilfreich
          Lesen, dann antworten!

          Hallo Wolfgang,

          ich glaube Du hast die Frage nicht richtig gelesen und verstanden - die Fragestellerin möchte einen Psychologen aufsuchen und fragt ob sie dazu vorher zum Arzt muss (wegen Überweisung und Kostenübernahme).

          Sie hat nicht geschrieben dass sie einen Psychiater aufsuchen möchte.

          Und zur Frage selbst, obwohl das bereits durch andere beantwortet wurde: Du kannst direkt einen Psychologen aufsuchen. Du kannst 5 Probestunden nehmen, beim gleichen oder verschiedene. Wenn Du Dich entschieden hast wird der Psychologe (psychologische Psychotherapeut wenn man es ganz genau nimmt) sich mit der Krankenkasse in Verbindung setzen um die Therapiekosten zu übernehmen. Es ist möglich, dass der Psychologe hierfür eine Überweisung vom Arzt braucht - die lässt Du Dir dann einfach von der Sprechstundenhilfe geben - dafür brauchst Du nicht mit dem Arzt zu sprechen und schon gar nicht darüber reden warum Du diese Überweisung brauchst. Das ist das Normalste der Welt.

          Eine Liste von Therapeuten bekommst Du von der Ärztekammer oder von Deiner Krankenkasse.

          Viele Grüße



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