Ehrlichkeit/Rücksichtnahme
Von: , Frage gestellt am Mi, 24. Jan 2001
Guten Morgen allerseits!
That's my problem:
Ich hatte meinen Mann gebeten, eine etwas riskante Unternehmung (im Bereich Sport) nicht zu tun und er hat mir auch sofort verspochen, es nicht zu machen, weil er - O-Ton - "dieses Erlebnis nicht wirklich braucht". Meine Bitte entsprang ausschließlich meiner Sorge um seine Wohlergehen.
Nun hat er es doch getan - und es ist ihm auch nichts dabei passiert. Ausschlaggebend dafür war aber nicht unbedingt sein eigener Wunsch, diese Herausforderung zu bestehen, sondern seine Begleitung, die ihn mehr oder weniger dazu überredet hat. Und er hatte dann das dringende Bedürfnis, es mir s o f o r t zu erzählen - weil er mir nichts verschweigen wollte - und schließlich ist ihm ja auch nichts passiert.
Ich habe mich ganz furchtbar darüber aufgeregt - nicht so sehr über die Tatsache, dass er es gemacht hat, sondern mehr darüber, dass er sich trotz meiner Bitte und seines "Versprechens" hat überreden lassen und am allermeisten darüber, dass er es mir erzählen musste.
Was sagt ihr Experten dazu? Ist Ehrlichkeit wichtiger als Rücksichtnahme? Was steckt evt. dahinter, dass er das Bedürfnis hatte, es mir sofort zu erzählen? Und durfte ich mich darüber aufregen, dass er es mir erzählt hat?
Danke im Voraus,
Morgan
