Re: Suche Psychologischen Motivationstrick
Die Person kümmert sich allerdings nur ab und an um die
(wichtige) Sache, lässt sich immer wieder von anderen Dingen
ablenken, schiebt es vor sich her und "vergisst" manchmal
sogar einen Tag lang das da ja noch was zu erledigen ist und
man nicht unbegrenzt Zeit hat.
Ihr kennt nun sicher das Gefühl "Feuer und Flamme" für etwas
zu sein.
Nähmen wir mal an, du müsstest von heut auf übermorgen einen 30-seitigen Aufsatz über das Thema "Miederknöpfe des 18. Jahrhunderts" schreiben (stell das langweiligste auf Erden vor!^^).
Wie gehst du jetzt an das Thema heran? Suchst du nach den erstbesten Büchern, die du bekommst? Beginnst du vorerst mit dem Einleitungssatz und überlegst dir später was dazu?
1. Interpretation des Ziels:
Ich denke, es ist auf jeden Fall wichtig, dass du die Aufgabe nicht als Pflicht siehst, sondern als... supergeniale Gelegenheit, dein Hirn auf Trapp zu halten und später in einem Gespräch über das Thema reden zu können, falls dir nichts anderes mehr einfällt! Wer wollte nicht schon immer mal etwas über Miederknöpfe wissen?! Sieh es mal so, du bist dann einer unter wenigen hundert Experten auf der ganzen Welt, die etwas über Miederknöpfe wissen!!!
2. Zielsetzung und Planung:
Generell ist es hilfreich, sich eine intrinsisch-motivierte Handlungsweise anzugewöhnen, glaube ich. Also, lernen und handeln um des Stoffes willen, nicht um eine gute Note zu bekommen etc.
Wenn du die verbleibende Zeit einplanst, mache lieber kleine Schritte! Manche fangen an, indem sie gleich an das Ende denken, aber je länger sie schreiben, desto mehr merken sie, wie weit das Ende doch entfernt ist... Denk dir: "Zuerst fange ich mal mit der Einleitung an. Dann kann ich ja mal gucken, ob es vielleicht eine nette Anekdote zum Thema gibt. Danach beginne ich mit Abschnitt 1, vielleicht erst mal so 1 Seite....". Kleine Schritte, die man schnell hinter sich bringen kann. Die Ziele sollten vor allem realisitisch sein, Größenwahn ist danicht förderlich... (spricht aus eigener Erfahrung...^^'')
3. Beginn der Arbeit:
Vielleicht hilft es, das ganze etwas kreativer anzugehen. Wie wäre es mit einer Mind-Map zu Begriffen, die dir spontan einfallen? Falls du eine Tafel oder Pinnwand im Zimmer hast, umso leichter. Dann kannst du dir auch einen Kalender "anbringen". Ich schreibe immer die Aufgabe an die Tafel und darunter pro Zeile die Wochentage, die übrigbleiben. Jeden Tag wird dann ein vergangener Tag weggewischt und so sehe ich dann wie... wenig Zeit mir noch bleibt...
Falls dir keine Einleitung einfällt, mache erstmal eine Pause und schreibe dir vielleicht ein paar Stichpunkte auf: "Ich schreibe einen Aufsatz über Miederknöpfe. Das Thema ist wichtig, weil... Man hat es mir also aufgetragen, weil... Damit beschäftigten sich schon Leute aus... Das Thema ist sehr groß, aber hier spreche ich nur über...". Manchmal beginnen die Gedanken dann zu fließen...
4. Dranbleben:
Wichtig!!! Wenn du weißt, was dich ablenkt (z.B. Fernseher, Musik, kleine Geschwister, ...) --> weg damit!!! Iss was, sei ausgeschlafen, beweg dich ein bisschen, lüfte das Zimmer, habe genug Licht, sitz auf einem ordentlichen (!) Stuhl etc.!!! Mich lenken immer Süßigkeiten ab... bis ich sie alle aufgegessen habe. :)
Wenn du an einem Themenbereich arbeitest, solltest du auf jeden Fall wissen, wie viel du wissen willst! Zu viel lesen kostet Zeit, kann zu zuvielen Wörtern führen und man verliert vielleicht sogar den Überblick. Zu wenig lesen kann manchmal etwas zu häufig dazu führen, dass man am Ende nur aus einem Buch abschreibt und eigentlich nix über das thema weiß!
Achte auf deinen Körper (z.B. durch Meditation)! Wenn er mit dir spricht, dann hör auch zu! Wenn deine Augen zufallen oder du permanent irgendwo hinstarren musst, nur nicht auf dein Blatt, dann heißt das was... :) Oft sind es Monotonie oder keine Pausen, die einen die Konzentration schwer machen. Ganz ehrlich, wer schreibt schon tagelang ausschließlich über Miederknöpfe und das sogar über die Mittagszeit?! Mittags und ab 22 Uhr ist der Körper generell etwas träger.
Thema spannend machen: Stell dir doch mal Fragen zum Thema! Zum Bleistift: "Warum Knöpfe? Hätte es nicht auch etwas anderes sein können? Was wäre pssiert, wenn die Knöpfe nicht erfunden worden wären? Kann man in Zukunft auch noch mit Miederknöpfen rechnen? Steckt vielleicht eine geheime Botschaft hinter den Knöpfen des 18. Jahrhunderts? Wer ist Knopfmeister???". Alles klar? Meist sind auch Diskussionen auf Wikis sehr hilfreich oder irgendwelche Nerd-Foren... über... halt Knöpfe. :) Btw.: Was-wäre-wenn-Fragen sind der Schlüssel zum tiefgründigen Verständnis und könne zur intrinischen Motivation führen (dieses Feuer und Flamme-Ding)!
5. Lächeln!!! :D