Re: Gleichzeitig zu hohes und zu niedriges Selbstb
Hi Nico,
ein paar Gedankenfetzen meinerseits dazu.
In unterschiedlichen Bereichen über- oder auch unterchätzen sich Menschen ebenso wie sie sich in einzelnen Bereichen mal über- und etwas später bzw. beim nächsten Mal unterschätzen können.
Bei mehr oder minder gesunden Menschen hängt das von der Tagesform ab. Manchmal will einfach nichts gelingen und an anderen flutscht es nur wieder so. Und das hat mit dem Menschen als Gesamtes zu tun, vornewg mit Ressourcen wie Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Diese steuern mit das Denken, Fühlen und Verhalten.
Doch manche Menschen schwanken auch bei gleichen Bereichen zwischen beispielsweise Selbstüberschätzung (Größenwahn / Megalomanie, übersteigerter Geltungssucht, Profilneurose, Selbsterhöhung) und Selbstzweifeln sowie Minderwertigkeitsgefühlen- und komplexen hin- und her. Einmal wollen sie Macht haben bishin die Welt beherrschen und dann wieder fühlen sie sich wieder als Totalversager, gleich was sie davon nach außen zeigen und zugeben mögen.
Je abhängiger sich ein Mensch von der Zuwendung anderer macht, desto mehr setzt er sich mit einem labilen Selbstwertgefühl Schwankungen aus.
Erziehung und Charakter eines Menschen spielt hierbei auch eine wesentliche Rolle. Wieviel von dem was einen Menschen ausmacht durfte er entwickeln? Und will er beispielsweise sein Machtstreben nutzen, um damit Menschen materiell auszunutzen oder sie "nur" von sich abhängig zu machen, damit sie ihm stete Bewunderung zollen...
Ein labiles Selbstwertgefühl mag zwar ein zentrales Thema bei Narzisschen sein, doch es kommt auch bei anderen mehr oder weniger gesunden und kranken Menschen vor.
Ciao,
Romana