Antwort von
nach 2 Tagen
hilfreich
Antwort auf Res: Homosexualitaet - im Leben
Danke Euch fuer Eure Antworten, Ihr habt jedoch eine wichtige Angabe ueberlesen, ich sprach NICHT von Freunden, da hatte ich schon vor 35 Jahren kein Problem, denn bei Freunden ist bloss meine eigene Meinung /Verhalten wichtig, bei Familienangehoerigen ist es anders. (Ich wollte nichts naeher beschreiben, weil ich nicht weiss wie das an seinem Arbeitsplatz ist) und ich hatte auch nicht erwaehnt, dass ich in einem VOELLIG anderen Kulturkreis lebe, aber ich wollte ja die Meinung von Europaern lesen, ich lebe seit 25 ahren hier und glaubt mir, ich kenne die Unterschiede.
Bevor Ihr aufjault, will ich auch noch sagen, warum ich glaube, dass es bei einem Familienverhaeltnis anders ist (zumindest hier und vor Jahren auch drueben) : es wurde jahrelang geheimgehalten, offensichtlich taten sich Geschwister und Eltern schwer, es zu akzeptieren oder zumindest so tun als ob.
Nun weiss ich aus eigener Erfahrung, dass man mit einer Frage , Themenwahl, Kommentar in einer Familienrunde jedoch eine vorhandene Diskrepanz aufruehren, verschaerfen kann und das will ich also vermeiden. Zugegebenermassen ist jede Familie und jeder Kulturkreis anders, aber ich koennte mir vorstellen, dass ein Homosexueller oder dessen Familienmitglieder , wo sich das ganze vielleicht schon vor einigen Jahren abspielte, sagen koennen, was sie sich in so einem Fall gewuenscht haetten, wenn sie jemand gefragt haette. Da diese Paare ANDERS sind, ein anderes Leben fuehren, haben sie auch andere Werte und Gefuehle in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen, ich versuche auch sonst auf meine Gespraechspaare Ruecksicht zu nehmen, ein banales Beispiel: ist ein Para in der Runde, das sich sehnlichst Kindersegen wuenscht und es nicht klappt, so werde ICH nicht gerade dieses Thema anschneiden. Der Unterschied , weil ich gefragt wurde, wie ich mich gegenueber einem heterosexuellen Para verhalte liegt einfach darin, dass ich in den meisten Faellen deren Gefuehle zueinander und ihrer Umwelt gegenueber nachempfinden kann, bei Homosexuellen kann ich das nicht.
Ein paar Beispiele, die mir so durch den Kopf gehen und wo ich eben Meinungen anderer wuesste, mir jedoch voll bewusst bin, dass dies verschieden ist von Fall zu Fall, ich stelle keine Studie an, sondern das Thema beschaeftigt mich einfach. Ist der Kontakt mit der Familie auch dann fuer das Paar wichtig, wenn jedes Treffen mit einer fuehlbaren Spannung geladen ist? (keine finanzielle Abhaengigkeit mehr) Wenn auch schon vorher kein Kontakt gewuenscht wurde, dann ist die Frage natuerlich hinfaellig, es gibt auch het. Paare und Junggesellen , die den Kontakt mit der Familie praktisch abbrechen.
Wie ‘funkt’ ein Paar, dass alles ok ist, dass sie sich wohl fuehlen, so wie es ist bzw. Wenn das Gegenteil der Fall ist? Wenn sich einer der Partner finanziell, zeit- u. gefuehlsmaessig bzw. In einer gemeinsamen Wohnung fuer einen juengeren Verwandten engagiert und zwar langfristig (Studienzeit), so stelle ich mir vor, dass dies fuer den Partner eine Belastung ist, wie es auch bei einem anderen Paar waere Ist also – im Regelfall – das Verhaeltnis zueinander auch so wie bei anderen Paaren, dass einer von den beiden Entscheidungen trifft und der andere fuegt sich?
Oder: Weiss jemand von einem schon aelteren homosexuellen Paar? Fragen sich junge ob sie wohl auch im Alter beisammen sein werden oder ist das meist gar nicht ihr Bestreben?
Nun noch kurz zu der Antwort von dr. Ellmauthaler (ich bitte dringendst mit Du angesprochen zu werden, bloss hab ich keinen Vornamen von Dir). Ja, Schweigebarrieren werden aufgebaut, aber NICHT NUR aus dem von Dir angegebenen Grund, obwohl ich natuerlich auch darueber nachdachte. Zwei voellig verschiedene Beispiele, die vielleicht Dir erklaeren koennen, warum ich diese Frage ueberhaupt stellte:
1) Eine befreundete Kanadierin, die ich kennenlernte, als sie einige Jahre in Mexico lebte, erzaehlte mir, dass sie gleich nach ihrer Ankunft die Leute ‘nach ihrer Telefonnummer’ fragte und erst nach einiger Zeit draufkam, dass sie zuerst fragen sollte, ob sie ueberhaupt einen Anschluss haben, um nicht als praepotent zu erscheinen. Obwohl ihr nie jemand diesen Vorwurf gemacht hat, meinte sie mir gegenueber, da glaubt ich, so viel von diesem Land zu wissen und dann unterlaeuft mir ein solcher Ausrutscher.
2) Die Mutter und der inzwischen 28 jaheriger Sohn (Syndrome Down) erzaehlten mir, dass sie es als beleidigend empfanden, wenn die Leute auf der Strasse wegschauen und es haette lange gedauert bis sie akzeptieren konnten, dass die meisten glauben, dieses Verhalten sei besonders taktvoll.
Ich erwaehne diese Beispiele, damit Du siehst, damit Du siehst, dass meine Gedanken nicht unbedingt auf Andersartigkeit in Bezug auf Sex kreisen. Dass bei Homosexuellen aufgrund ihrer sexuellen Veranlagung das Leben anders ist, ist fuer mich schlichtweg eine Tatsache, ich versuche nur herauszufinden, in welchen anderen Bereichen ist es so ganz anders als ich mir das vielleicht vorstelle. Mit lieben Gruessen bis zum naechsten Gedankenaustausch Angelika