Streitkultur

Hallo alle zusammen,

kennt jemand von Euch gute Bücher zu Thema „Richtig streiten“ aus eigener Erfahrung? Meine Mitbewohnerin und ich geraten in letzter Zeit ständig wegen Kleinigkeiten aneinander. Wir verstehen uns sonst wunderbar, machen auch viel zusammen, aber an manchen Tagen ist ein vernünftiges Gespräch einfach nicht möglich, ob es da nun um Politik oder Knoblauch am Essen geht. Wir hätten gern ein paar Tips, wie man das vermeidet.

Vielen Dank
Sylvia

Hi Sylivia,

ganz spontan und in Eile: Das Harvard Konzept, Campus Verlag
ist eine recht feine Sache, nicht nur in Sachen Verhandlung, sondern auch Konfliktmanagement.

Grüße

Niki

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Hi Sylvia,

mir gefällt von Thomas Gordon ganz gut das Buch „Die Managerkonferenz“, welches es auch als „Die Familienkonferenz“ gibt. Kernpunkte sind *Aktives Zuhören, *Ich-Botschaften senden und *Konfliktlösung ohne Niederlage. Erschienen als Heyne-Sachbuch ISBN 3-453-03382-5 Buch anschauen zum Preis von 16,90 DM

tolles buch
das habe ich vor kurzem gelesen. hat mir gut gefallen.
gruß
grilla

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Hallo!

Na klar, das ist auch mir zuerst in den Sinn gekommen. Eins meiner wichtigsten Bücher zum Thema „Miteinander“, das mich ziemlich geprägt hat.

Ich vermute, Sylvia, daß hinter Euren Streits persönliche Konflikte stecken, nicht die Frage, ob mehr oder weniger Knoblauch irgendwo ran gehört.
D.h. Ihr solltet, wenn Ihr wieder bemerkt, daß Ihr Euch verrennt, drüber nachdenken oder sprechen, was im Hintergrund dieser Auseinandersetzung liegt. Manchmal ist das z.B. eine Art Konkurrenzdenken, wer denn nun bestimmen soll.

Ich mußte erst mehrere Phasen durchlaufen.

  1. Buch lesen.
  2. Inhalt nicht wieder vergessen.
  3. Ausprobieren und üben (für andre wirkt das dann gekünstelt, hölzern).
  4. Einsehen, daß ich den Inhalt nicht zur Manipulation mißbrauchen darf, weils dann schiefgeht.
  5. Irgendwann das Prinzip (z.B. Ich-Botschaften) verinnerlichen

Dann aber habe ich gute Erfahrungen gemacht, die mich bestätigten.

Toi,toi.
Tschuess, Sven.

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Grüß dich nochmals Sylvia,

grundsätzlich kann es hilfreich sein, wenn ihr euch
eure Kommunikationsmuster „einmal vornehmt“ und schaut, wo da vielleicht der Hase begraben liegt. Recht hilfreich zum Einstieg ist hier - neben den tollen Büchern von Th.Gordon - Friedemann Schultz von Thun, Miteinander reden Teile 1 - 3. Gibt es derzeit bei amazon.de in einer sehr günstigen Sonderedition.

Viele Grüße

Niki

Hallo Sven,

daß es nicht um den Knoblauch geht, ist mir schon klar. Ich weiß, daß wir eigentlich keinen Grund haben, uns zu streiten. Wir verstehen uns ja wie gesagt eigentlich sehr gut, machen viel zusammen und können auch gute Diskussionen führen, bei denen wir uns nicht an die Gurgel gehen. Bei bestimmten Themen, bei denen wir gemerkt haben, daß wir nicht unter einen Hut kommen (Religion z.B.) haben wir uns auch geeinigt, daß wir sie nicht mehr anschneiden, weil ausreichend geklärt ist, daß wir vollkommen unterschiedliche Standpunkte haben. Klappt auch gut!

Es sind wirklich eher die Kleinigkeiten, wie gesagt der Knoblauch, und letztens haben wir uns in die Wolle gekriegt wegen der Frage, ob man darauf vertrauen kann, daß Freilandeier aus dem Supermarkt wirklich Freilandeier sind. Also wie gesagt nichts weltbewegendes. Uns ist klar, daß das kindisch ist, und ich suche jetzt eben Anregungen, wie man im Moment des „Heißlaufens“ die Bremse ziehen kann.

Ich nehme auch an, daß im Moment alles ein bißchen zu viel für uns beide ist, weil wir sowieso einiges durchmachen (meine Mitbewohnerin hat im Winter ihr Examen verhauen und muß das jetzt nochmal ein Jahr lang mitmachen, und ich hab an der Tatsache zu kauen, daß mein Verlobter am anderen Ende der Welt ist). Also es steht garantiert auch anderes dahinter! Aber auch wenn wir diese tieferliegenden Probleme nicht lösen können, müssen wir doch vernünftig miteinander reden können.

Ich vermute, Sylvia, daß hinter Euren Streits persönliche
Konflikte stecken, nicht die Frage, ob mehr oder weniger
Knoblauch irgendwo ran gehört.
D.h. Ihr solltet, wenn Ihr wieder bemerkt, daß Ihr Euch
verrennt, drüber nachdenken oder sprechen, was im Hintergrund
dieser Auseinandersetzung liegt. Manchmal ist das z.B. eine
Art Konkurrenzdenken, wer denn nun bestimmen soll.

  1. Irgendwann das Prinzip (z.B. Ich-Botschaften)
    verinnerlichen

Das mit den Ich-Botschaften finde ich recht gut, das wenden wir auch schon an (funktioniert erstaunlicherweise, obwohl wir beide wissen, wie es geht…).

Vielen Dank für Deine Antwort.
Sylvia

Hallo nochmal,

vielen Dank für Eure Buchtips, ich habe beide Bücher bestellt und bin nun ganz gespannt darauf.

Sylvia