Mutter-Tochter-Konflikte

Hallöchen,

ich hab mal wieder ein Problem und hoffe, hier richtig zu sein.
Ich bin 20, seit einem halben Jahr mit meinem Freund zusammen und meine Mutter und ich kommen nicht so miteinander aus.
Ich würde sagen, dass es verständlich ist, dass ich meine freie Zeit am liebsten mit Freunden und meinem Freund verbringe. Daraus folgt, dass ich natürlich auch nicht besonders viel Zeit daheim verbringe.
Ich bin um 17 Uhr vom arbeiten daheim, bin dann so bis 20 Uhr daheim, geh dann wieder weg und übernachte öfter bei meinem Freund, weil ich keine Lust habe, nachts irgendwann noch die 20 km nach Hause zu fahren.
Und genau das ist das Problem. Meine Mutter sagt, ich würde nur noch zum Essen, Schlafen, Duschen heimkommen und ansonsten wär ich faul, würde dies und das nicht machen…usw.
Auf der einen Seite hat sie natürlich recht. Ich KÖNNTE öfter daheim bleiben und mich in meinem Zimmer verkriechen, aber wozu? Ich bin jung, ich will mich frei bewegen dürfen.
Wenn ich sie dann abends anrufe, um ihr wenigstens zu sagen, dass ich nicht heimkomme (damit sie sie keine Sorgen machen braucht, wg. Autounfall usw.), ist sie am Telefon total abweisend.
Frag ich sie nach ihrem Tag, ist sie genauso abweisend.
Im Großen und Ganzen haben wir ein recht gutes Verhältnis zueinander, „nur“ dieser Punkt ist ein enormes Problem.
Kann es sein, dass sie nicht akzeptieren kann, dass ich solangsam aber sicher mein ganz eigenes Leben führen will, dass ich nicht mehr so abhängig bin?
Außerdem hab ich noch zwei jüngere Brüder. Mit dem Großen (18) versteh ich mich blendend, aber der Kleine (11)…ich komm einfach nicht klar mit ihm. Dann kann ich mir natürlich anhören, dass ich doch ruhig sein sollte, weil er ja immerhin 10 Jahre jünger ist, aber zu sagen, dass er mich vielleicht mal in Ruhe lassen sollte, weil ich 10 Jahre älter bin…
Gut, er ist der jüngste und kleinste, aber muss ich mir von ihm auf dem Kopf herumtrampeln lassen?
Man muss vielleicht noch dazu sagen, dass meine Mutter nur ein Jahr älter war, als ich jetzt und mich schon zur Welt gebracht hat?
Aber ich hab schon oft von Problemen zwischen Mutter und Tochter gehört, und die haben sich dann in Luft aufgelöst, sobald die Tochter ausgezogen war und sie waren die besten Freundinnen…wenn das tatsächlich so ist: WARUM?

Oh mann, es sind noch so viel Sachen, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Ich kann ja immer noch auf eure Postings antworten, falls mir noch was wichtiges einfällt.

Was haltet ihr davon? Was würdet ihr mir raten?

Bis dann
anke :wink:

Hi Anke,

du hast die Lösung schon genannt.
Das Problem ist das Los-lassen-Können der Mütter. Sie haben sich seit der Geburt ihrer Kinder um deren kleine und großen Probleme gekümmert. Dadurch sind feste Schemata entstanden, in denen sich die Beziehung und die Behandlung von familiären Problemen abspielen.
Wenn die Kinder dann älter und selbständiger werden, schaffen die Mütter (Väter auch) es nicht, ihre Kinder in die Freiheit zu entlassen. Sie denken, es geht wohl immer so weiter wie bisher.

Die Erfahrung zeigt, dass dieses Problem wirklich nur dadurch zu lösen ist, dass es zu einem Knall kommt, der das geübte Schema ausser Kraft setzt und eine Neuorientierung notwendig macht.
Und dieser Knall ist, wie so viele Töchter die Erfahrung machen, der Auszug aus der elterlichen Wohnung.
Manchmal reicht sogar nur der zeitweise Auszug. So 3 bis 4 Wochen weg mit der Absichtserklärung, nicht mehr zurück zu kommen, wirken oft Wunder. Der Mutter wird mit einem Schlag klar, dass die Tochter erwachsen und selbständig geworden ist.
Das Verhältnis ändert sich.
Aber wie alles, was man für die Zukunft erhofft und bewirken will, kann das Ergebnis auch anders ausgehen… Das ist dann das Risiko. Aber ich glaube, es hilft.

Gruß,
Francesco

für mütter ist es schwer " mein kind" loszulassen.
frag sie was sie genau von dier erwartet und sage ihr dann was du bereit bist zu geben.
mein Vater erwartete von mit das ich die firma übernehme.
da gab es nichts zu rütteln. meine ablehnung „hörte“ er garnicht.
er wollte es einfach nicht. das ging solange bis ich ihm klipp und klar das gesagt habe. dann hat er es kapiert.
Allerdings hat er aus … auch kein geld mehr für mich.
aber ich bin jetzt frei. und das war es wert.

nashino

wow!

Klasse! das ist gut geschrieben! und es ist auch noch die wahrheit!

oh mann das wird einigen sturköpfen hier garnicht gefallen.

oh! sturköpfe darf mann hier ja nicht sagen, ich meine natürlich Psychologen hi hi hi

nashino

Hey Francesco,

wirklich gut ausgedrückt.
Aber wenn die Mütter so empfinden, warum können sie das dem „kind“ nicht einfach sagen? Sagen, was sie empfinden? Stattdessen motzen sie nur rum, geben einem das Gefühl, ihnen nichts Recht machen zu können und machen aus einer winzigen Mücke einen Büffel…?!
Ich versteh das nicht. Und genau deshalb, hab ich auch ein bisschen Panik mit ihr zu reden, weil sie mir auch nicht sagen kann, was sie denkt. Vielleicht hört sie mir nicht zu, vielleicht denkt sie auch gar nicht so, wie ich dachte (von wegen Loslassen).
Mit meiner Oma kann ich darüber reden. Aber das ist ja auch meistens so…hab ich zumindest gehört. Aber das ist ein anderes Thema.
Ihr meint also, ich soll mit meiner Mutter reden? Auch wenn ich fest glaube, dass sie mich nicht versteht?
Oder soll ich solange gar nichts glauben/denken, bis ich mit ihr geredet hab, um unvoreingenommen zu bleiben…mein Gott - „Erwachsen“ werden ist wirklich net leicht…zumindest dieses ´Kapitel´ nicht.

Gruß
anke :wink:

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Hotel Mama?
Hallo Anke,

könnten eure Konflike nicht vielleicht auch daher rühren, dass du es einfach nur sehr bequem findest zu Hause? Es geht nicht direkt aus deinem Beitrag hervor, aber du schreibst:

_Meine Mutter sagt, ich würde

nur noch zum Essen, Schlafen, Duschen heimkommen und ansonsten
wär ich faul, würde dies und das nicht machen…usw.
Auf der einen Seite hat sie natürlich recht._

Für mich hört sich das so an, als ob du zwar „deine Rechte“ zu Hause haben willst, also essen, schlafen, Wäsche? usw…, aber „Pflichten“ möchtest du nicht übernehmen. Vielleicht erwartet deine Mutter auch ein wenig mehr Mithilfe und fühlt sich im Moment nur als die Betreiberin des „Hotels Mama“.

Ich habe selbst einen 16jährigen Sohn, mit dem ich auch täglich darum kämpfen muss, dass er wenigstens seine Sachen in Ordnung hält, also nicht einfach die leer gegessenen Joghurtbecher da stehen lässt, wo er gerade war oder dass er wenigstens seine Wäsche in den Wäschebehälter deponiert usw…

Das was Francesco geschrieben hat, spielt sicher auch eine Rolle. Wenn Kinder erwachsen werden, ist es für Eltern oft sehr schwierig, loszulassen. Da hilft manchmal wirklich nur auszuziehen und auf eigenen Füßen stehen.

Ich hoffe, ich bin dir mit meinen Gedanken dazu nicht all zu sehr auf die Füße getreten :smile:)

Gruß
Uschi

Hallo Anke, aus Deinem Schreiben entnehme ich, dass Deine Mutter dann sehr wortkarg ist/wird und Dir abweisend erscheint, wenn Du sie anrufst um mitzuteilen, dass Du über Nacht bei Deinem Freund bleibst. Neben der Theorie „Mütter und nicht los-lassen-können“ sehe ich durchaus ein zweites mögliches Motiv Deiner Mutter: Sie muss (sie empfindet das vermutlich als MUSS) zuhause (bei und/oder mit ihrem Mann > ) schlafen während Du Deine Jugend/Freiheit genießt, was sie vielleicht nie konnte?! Hälst Du es für möglich, dass sie in dem Punkt schlichtweg neidisch, ja fast eifersüchtig auf Dich ist?
Als zweiten Aspekt möchte ich auf die „Hausarbeit“ eingehen. Zwischen „Hotel-Mama“ und „Ödipussie“ gibt es viele Abstufungen, die der oder die je nach Gefühlslage vermutlich sehr unterschiedlich wahrnimmt. Auch hier könnte ein vernünftiges Gespräch unter folgender Zielsetzung Lösungsansätze bieten: "Mutter, was erwartest Du bei der Hausarbeit von mir?, Für welchen Teil soll ich verantwortlich sein?, Was fällt Dir sehr oder zu schwer, das ich machen kann? usw. Laß´ Dich allerdings nicht darauf ein, dass Du „ab und zu mal mithelfen“ kannst - dann legen andere das WANN und WIE fest, nicht Du und Du bist wieder in der Zwickmühle …

Hallo Uschi,

Für mich hört sich das so an, als ob du zwar „deine Rechte“ zu
Hause haben willst, also essen, schlafen, Wäsche? usw…, aber
„Pflichten“ möchtest du nicht übernehmen. Vielleicht erwartet
deine Mutter auch ein wenig mehr Mithilfe und fühlt sich im
Moment nur als die Betreiberin des „Hotels Mama“.

Als Hotel wäre das vielleicht übertrieben. Ich hab ja geschrieben, dass sie in manchen Punkten recht hat.
Aber mein Zimmer ist z.B. immer aufgeräumt, zumindest ist die Wäsche im Korb.
Waschen tu ich nicht, das macht sie. Aber wenn ich will, dann lässt sie mich nicht. Dann hat sie es zu eilig, mir zu zeigen, wie ich´s bitte gern machen soll.
Räum ich die Spülmaschine ein, meckert sie rum, weil ich´s nicht nach ihrem „System“ gemacht hab. Das sind so Sachen, da könnt ich mich auch drüber aufregen. Das mein ich auch mit dem „ich kann ihr nichts recht machen“.
Deswegen versuch ich´s vielleicht auch gar nicht mehr - keine Ahnung.

Das was Francesco geschrieben hat, spielt sicher auch eine
Rolle. Wenn Kinder erwachsen werden, ist es für Eltern oft
sehr schwierig, loszulassen. Da hilft manchmal wirklich nur
auszuziehen und auf eigenen Füßen stehen.

…wenn ich doch nur meine Ausbildung schon fertig hätte…

Ich hoffe, ich bin dir mit meinen Gedanken dazu nicht all zu
sehr auf die Füße getreten :smile:)

Nee, überhaupt nicht. Vor allem weißt du ja, wovon du redest…bist ja selbst Mutter. Hast ja auch nur deine Sicht dargelegt, soll ja auch so sein.

Gruß
Uschi

Auch gruß
anke :wink:

Hi Nashino,

darf ich dich mal was fragen, was hier eigentlich nicht hingehört?
Was ist GoKiDo?

Gruß,
Francesco

„Kampfkunst“ mit Psychologische Techniken um Krankheit zu erzeugen. Körperlich und Geistig!

nashino

Huhu Anke!

Wenn ich sie dann abends anrufe, um ihr wenigstens zu sagen,
dass ich nicht heimkomme (damit sie sie keine Sorgen machen
braucht, wg. Autounfall usw.), ist sie am Telefon total
abweisend.

Erstmal, ich find es prima, dass Du ihr trotzdem Bescheid gibst! :smile:)

Aber ich hab schon oft von Problemen zwischen Mutter und
Tochter gehört, und die haben sich dann in Luft aufgelöst,
sobald die Tochter ausgezogen war und sie waren die besten
Freundinnen…wenn das tatsächlich so ist: WARUM?

Oh, ganz einfach, die ganzen Konfliktpunkte lösen sich im Nichts auf…so war es jedenfalls bei mir. Seit ich ausgezogen bin (vor 11 Monaten, mit 19 Jahren), kann ich ja bei meinen Eltern nichts mehr liegen lassen, ich kann keine Hausarbeiten nicht erledigen…das geht mich alles nichts mehr an, und wies in meiner Wohnung aussieht, geht meine Eltern nichts an. Die sehen meine Wohnung allerdings nur alle paar Monate, weil wir 700km auseinander wohnen, und wenn sie kommen, ist natürlich Ordnung :wink:
Man hat einfach den nötigen Abstand, man kann sich bei Konflikten ins eigene Reich zurückziehen, man sieht sich nicht mehr so oft und redet evt. weniger miteinander, und man merkt, dass man sich eigentlich doch braucht.
Meine letzten beiden Jahre zu Hause kamen mir wie die Hölle vor, ich war nur froh, als das alles ein Ende hatte. Seitdem telefoniere ich fast jeden Tag mit meiner Mutter, es waren vielleicht zwei oder drei Streits, und ich würde gerne viel näher bei meinen Eltern wohnen und sie öfter sehen.
Vielleicht liegt das gelöste Verhältnis auch mit daran, dass die Mütter einen Teil ihrer Verantwortung praktisch mit ausziehen lassen und so distanzierter und ruhiger auf Probleme eingehen können. So läufts jedenfalls bei mir, ich erzähle meiner Mutter mittlerweile sehr viele auch schonungslose Sachen über unsere Beziehung zueinander, und es klappt! Früher wäre es in Vorwürfe ausgeufert, mittlerweile stehen wir uns eher wie zwei erwachsene Frauen gegenüber statt wie Mutter und Kind. Und das tut ziemlich gut.

Oh mann, es sind noch so viel Sachen, aber das würde den
Rahmen hier sprengen. Ich kann ja immer noch auf eure Postings
antworten, falls mir noch was wichtiges einfällt.

Kann ich gut verstehen, ich hatte auch sooo viele Probleme, und kein end ein Sicht.

Was haltet ihr davon? Was würdet ihr mir raten?

Ist ne schwere Frage, ich hab es nie geschafft, die Konflikte zu lösen, wir haben einfach nicht zueinander gefunden. Ich kann Dir nur die Hoffnung machen, dass mit dem Auszug irgendwann alle sbesser wird, und bis dahin geniesse die Zeit, in der sich jemand laufend um Dich sorgt, irgendwann wirds Dir zumindest ein wenig fehlen :wink:

Liebe Grüsse und Kopf hoch!
Bine :smile:

Hallo Uschi,

meiner Ansicht nach kommt Anke nicht weiter, wenn Du ihr die Sichtweise der Mutter noch einmal verdeutlichst.
Wenn ich es mir recht überlege, ist es mir nicht anders gegangen als ihr, und ebenso meiner Mutter wie ihrer Mutter. Sprich: Auf der einen Seite ist die erwachsene Anke, die außer zum Essen, Schlafen und Duschen keinen dringenden Grund hat Zuhause zu sein (mal ganz platt formuliert), und auf der anderen Seite ist die Mutter, die gerne ihre Tochter so wie früher mehr im Familienleben eingebunden sehen möchte (sie bekommt die emotionelle Kurve noch nicht) und sich zu recht ausgenützt fühlt. Doch muß denn Anke nicht fürchten, wenn sie sich regelmäßig an Haushaltstätigkeiten beteiligt, dass dies als Signal „nun mache ich doch wieder beim Familienleben mit“ mißverstanden wird?
Die gegenseitigen Vorwürfe lösen die neue Situation nicht.
Geschicktes Kommunizieren ist gefragt.

viele Grüße
Claudia

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taktisches Handeln könnte helfen
Hallo Anke,

damit meine ich, dass Du Deiner Mutter bestätigen solltest, dass Du sie nicht ausnutzen willst und ihre Sorge verstehst, sprich Dich an bestimmten Pflichten beteiligen willst. Eine Tochter in Deinem Alter kann einer Mutter sehr wertvolle Dienste erweisen, die Deine Brüder nicht können. Aber diese Dienste müssen, wie gesagt, klar festgelegt sein, sonst kommt der Frust auf beiden Seiten schnell wieder hoch.
Auf der anderen Seite möchtest Du aber als erwachsene Person respektiert werden. Da gibt es nichts mehr daran zu rütteln, jemand in Deinem Alter hält es einfach nicht mehr so zu Hause aus wie mit 16. Vielleicht bist Du so geschickt, und teilst in der Anfangszeit mit, wann Du wohin wielange hingehst. Damit meine ich, dass Du mit dieser Geste Deiner Mutter eine Vorstellungskraft darüber vermittelst wie Du Deine Freizeit verbringt. Das wird automatisch ein Selbstläufer, und Du wirst bald gar nichts mehr sagen müssen. Kündige es an: „ich glaube, Mama, ich muß nun nicht immer sagen wo ich gerade bin, oder?“
Auf jeden Fall muß einer von Euch Entschlossenheit und Zielstrebigkeit zeigen, damit der andere endlichen den gleichen Weg einschlagen kann. Und die gegenseitigen Vorwürfe müssen aufhören, weil sie nur die Atmosphäre in der Familie vergiften.
Aber ich schätze mal, dass es noch einige Monate dauern wird, bis wieder Frieden herrscht.
Ich hatte einfach mal einen Riesenstreit mit meinen Eltern, dem Gott-sei-Dank ein ganz vernünftiges Gespräch folgte. Wir haben ein paar Vereinbarungen unter einander getroffen, die prima funktioniert haben. Meine Eltern waren nämlich auf diese zermürbenden Dauerauseinandersetzungen auch nicht scharf gewesen. Sie haben sich nur immer Sorgen gemacht, das war alles.

viele Grüße
Claudia

Hallo Anke,

die Sache ist ja zweiseitig. Einerseits ist es manchmal recht bequem, wenn man die Füße einfach irgendwo unter den Tisch stecken kann. Andererseits möchte man aber auch seine Selbstständigkeit…

Aber ich nehme an, daß ist in Deinem Fall nicht das Hauptproblem. Deine Mutter will Dich nicht loslassen, sie klammert. Dahinter steckt meist zweierlei: Erstens will sie Dich schützen und zweitens will sie Dich nicht verlieren.
Und da kommt dann, bewußt oder unbewußt, das ganze Spiel mit den kleinen Erpressungen…

Versuche, einmal mit ihr vernünftig und in Ruhe darüber zu reden. Manche Mütter wollen einfach nicht sehen, daß ihre Kinder erwachsen sind. (Schließlich müßten sie ja dann auch zur Kenntnis nehmen, daß sie selbst älter werden. Stell Dir vor, Du trittst in Ihre Fußtaapfen. Dann ist Deine Mutter bald Oma und das mögen manche Fraaauen mit 40 noch gar nicht).
Da hilft mitunter nur ein freundlicher aber trotzdem spürbarer Rippenstoß, um sie daran zu erinnern, daß man eben kein kleines Kind mehr ist.

Gernot Geyer

Gernot Geyer

Hallo Anke!

Außerdem hab ich noch zwei jüngere Brüder. Mit dem Großen (18)
versteh ich mich blendend, aber der Kleine (11)…ich komm
einfach nicht klar mit ihm. Dann kann ich mir natürlich
anhören, dass ich doch ruhig sein sollte, weil er ja immerhin
10 Jahre jünger ist, aber zu sagen, dass er mich vielleicht
mal in Ruhe lassen sollte, weil ich 10 Jahre älter bin…
Gut, er ist der jüngste und kleinste, aber muss ich mir von
ihm auf dem Kopf herumtrampeln lassen?

du hast ja schon viele gute ratschläge wegen deiner Mutter bekommen, also möchte ich mal zu deinem kleinen Bruder mal was erläutern! da ich selber ein Nesthäckchen war (von sechs) kann ich dies sehr warscheinlich auch sehr gut! Ich glaube das du mit deinem Bruder sehr viel Gedult haben mußt, als jüngster versucht er sich nämlich nur sich mit dir gleich zustellen, was er ja auf grund des großen Alters unterschiet nicht schaft! Im Gunde genommen will der jüngste nur eins, als gleichwärtig behandelt zu werden und nicht mehr als den Kleinen bezeichnet zuwerden, dies kränkt unheimlich :smile:))! Ich würde in deinem Fall raten das du ihn als erstes nicht mehr als kleiner siehst und ihn auch nicht so ansprichst! Diskutiere mit ihm und gebe ihm auch mal recht, oder zuminderst teiweise, dann fühlt er sich von dir aktzeptiert und euer verhältnis bessert sich ungemein! Sei mit deinen ratschlägen sparsam, er wierd jeden gut gemeinden ratschlag als angrif auf seine Persönlichkeit werten! Wenn du einen guten Rat an ihm hast, must du ihn Diplomatisch an den jüngsten bringen, so das er nicht glaubt das du ihn bevormunden willst! Ich weiß es ist schwer! Aber dies sind mal Meine Erfahrungen als nesthäkchen!

liebe Grüße Alf

„Kampfkunst“ mit Psychologische Techniken um Krankheit zu
erzeugen. Körperlich und Geistig!

Hi Nashino!
Aber wieso?
Ist das nicht etwas langfristig für eine Kampfkunst?
Und warum heisst du jetzt Nashino?
Übrigens geht deine Homepage nicht.
Gruss
Krischan

Und warum heisst du jetzt Nashino?

Hi Krischan,
wer war denn das früher? ich komm und komm nicht auf den Namen…

Grüße
Susanne

Und warum heisst du jetzt Nashino?

Hi Krischan,
wer war denn das früher? ich komm und komm nicht auf den
Namen…

Hi Susanne,
Bugleba hiess er vor ein paar Monaten.
Gruss
Krischan

hallo anke,
du hast ja jetzt schon nen haufen tips, erklärungen und vorschläge für weiteres vorgehen gekriegt, dazu brauch ich nichts mehr zu schreiben.
vielleicht hab ich was überlesen, sorry, sollte ich jetzt was doppelt schreiben, was weiter unten schon steht. aber mir ist noch eine idee gekommen.
(ich les das was ich geschrieben hab grad nochmal nach… uups… ist doch ein wenig mehr geworden und ein bisschen durcheinander, aber seh es einfach mal als gedanken- und ideensammlung )

ich bin jetzt 35 jahre alt, bin seit 16 jahren daheim raus. aber ähnliche konflikte flammen immer wieder auf. natürlich nicht mehr in richtung ‚hotel mama‘, also dass ich es mir zu bequem mache etc… sondern andere… sozusagen artverwandte probleme.

ich hab eigentlich ein gutes verhältnis zu meinen eltern, aber über die jahre hinweg hab ich immer wieder erlebt, dass neue konfliktphasen immer dann aufflammen, wenn ich nen neuen freund habe. dann kommen auf einmal wieder vorwürfe von wegen: du rufst zu wenig an (stimmt nicht, aus angst vor konflikten sogar mehr als sonst), du besuchst uns nie (stimmt auch nicht), du lädtst uns nie ein (stimmt, hat aber andere gründe… hat jedenfalls nichts mit freunden zu tun) etc.
nachdem das jetzt grad wieder mal der fall war und ich es gründlich leid hatte, jedes mal durch die hölle zu gehen (es war dann schon so weit, dass ich mir neue freunde erst mal unter dem aspekt ‚was sagen meine eltern dazu‘ angesehen habe … DAS kann es ja nicht sein), hab ich mir das mal lange lange überlegt, WAS eigentlich dahinterstecken könnte. und eines der ergebnisse, zu dem ich gekommen bin könnte auch für deinen fall relevant sein:

sobald ein anderer mensch in dein leben tritt, merken sie, dass sie nicht mehr das wichtigste sind für dich. lange jahre waren sie das (logisch) und nun haben sie angst, dich zu verlieren. diese angst hat u.U. kein ende, wenn du ausziehst (ich bin ja wie gesagt schon 16 jahre draussen). meine mutter hat das in nem gespräch, das ich dann geführt habe bestätigt. bei meinen eltern war es halt so, dass sie versäumt hatten, parallel zu unserem (ich hab eine schwester mit 32 jahren) erwachsenwerden sich wieder eigene neue interessen zu entwickeln, neue perspektiven, nachdem die kinder sie nicht mehr 100 % brauchen. ihr leben ist leer geworden. für sie ist es undankbarkeit, dass heute für mich andere menschen nummer eins im leben sind.

ich kann dir nur eines raten: rede mit deiner mutter, versuche, dass die gespräche konstruktiv sind und nicht in gegenseitigen vorwürfen und beleidigtsein stecken bleiben. ein beispiel für konstruktive lösungen steht ja weiter unten (das mit den regelungen im haushalt, sage zum beispiel, dass du deine wäsche selber waschen möchtest, denn so erzwingt sie ja geradezu, dass du auf sie angewiesen bist). auch das, dass sie dich um deine jugend und freiheit beneiden könnte (steht auch weiter unten) kann ich bestätigen, auch DAS spielt eine rolle bei uns (als sie so alt war wie ich jetzt, war ich schon 9 jahre alt und ich bin kinderlos und reise durch die weltgeschichte in aller freiheit).
ich stelle immer wieder fest, dass solche alltagsvorwürfe (die kinder würden zu wenig tun im haushalt etc.) oftmals nur spiegel sind für viel tieferliegende dinge.

du siehst, der konflikt hat 1000 facetten… rede mit ihr! was wünscht sie sich, was erwartet sie… was wünschst du dir, was erwartest du dir von ihr? sie wird vermutlich nicht gewohnt sein, so zu reden… das geht nicht von heut auf morgen, vielleicht sind ihr solche gedankengänge auch gänzlich fremd oder sie lehnt sogar solchen ‚psychokram‘ ab. meine mutter musste es auch erst lernen, sich über eigene wünsche, erwartungen und bedürfnisse überhaupt mal gedanken zu machen. der prozess geht bei uns nun über jahre und es gibt immer wieder rückschläge auf beiden seiten (es gehören ja immer mindestens zwei zum spiel), aber es lohnt sich! denn gänzlich brechen wegen solcher konflikte will ja keine/r mit seinen eltern.

viel glück dabei!
muschel

Danke
…eure Ratschläge haben mir echt sehr weitergeholfen.
Vielleicht ringe ich mich auch noch dazu durch wirklich mit meiner Mutter zu reden. Aber wie schon gesagt: Sie ist es nicht gewohnt, über solche Dinge zu reden.
Außerdem ist es in der letzten Woche irgendwie noch schlimmer geworden…aber ich versuch das zu ignorieren und all ihre Vorwürfe mit nem kleinen Lächeln zu beantworten. Das hilft sogar ein bisschen, obwohl´s mir wirklich schwer fällt, ihr nicht zu widersprechen, sondern NUR freundlich zu sein. Vielleicht ist das auch falsch, aber im Moment wäre alles andere unmöglich. Muss mal warten, wie sich ihre (unsere) Launen weiter entwickeln. Vielleicht wird´s auch wieder, wie vor ein paar Monaten (da war´s wirklich sehr ok)!

DANKE für eure Hilfe, dass ihr euch so mit „meinem“ Thema beschäfigt und eure eigenen Erfahrungen aufgeschrieben habt.
Ihr habt mir wirklich sehr geholfen.

Ganz Liebe Grüße
anke :wink: