Angstzustände

Von: , Frage gestellt am Fr, 4. Mai 2001

Hallo,
Ich leide unter Angstzuständen.
Ich hab vor längerer Zeit Stundenweise ausgeholfen in einer Firma von meinen Freund. Alles ging gut. Später hat er mir angeboten bei ihm meine Ausbildung zu Einzelhandelsfrau zu machen. Kaum war ich paar Tage dort, ging das Theater los. Seine Mutter meinte sie müsste mich fertigmachen und mich anschreien, angeblich hatte ich die Rechnungen falsch geschrieben, weil sie nicht deutlich geschrieben hat, sie hatte zwei Zahlen übereinander geschrieben, statt es durchzustreichen. Sie kam von den Büro in den Laden gestürmt, war wütend und erregt und schrie mich an- warum ich die Rechnung falsch geschrieben und ausgedruckt hätte. Mir hatte fast die Sprache verschlagen, und sagte nichts. Mir fällt meistes später etwas ein wo es vorbei ist. Daheim kreige ich meine Heulanfälle wegen ihr, getraue mich auch nicht mehr in die Firma zugehen.
Einmal machte sie mich fertig und schrie mich an, ich sollte ihr eine Kunden im Computer suchen, ich durchsuchte paarmal die Kundenliste und meinte es sei niemand mit dem Namen dort eingetragen in dem Computer. Sie wollte es nicht wahrhaben und schrie mich fürchterlich an, mir langte es langsam mit ihrem Geschrei, ich schlug auf der Faust auf dem Computer drauf und meinte mit lauter Stimme: Verdammt noch mal es gibt keinen Kunden mit deren Namen. Seitdem dem Zeitpunkt gibt es bei mir Angstzustände. Habe auch Angst mich zuwehren gegen sie oder die anderen, oder die Meinung zusagen. Ich denke ich wurde einfach falsch erzogen, meine Mutter meinte, sei freundlich und lächle immer auch wenn es dir dreckig geht. Drum hat meine Mutter auch später Magengeschwöre bekommen, weil sie immer freundlich zu allem war auch wenn ihr scheiße ging. Ich will einfach nicht so sein, drum habe ich auch Angst. Ich fing in mehreren Firmen an Ausbildung zu machen, aber jedesmal wenn etwas schief ging konnte ich niemanden die Meinung sagen und sich währen, hab jedesmal abgebrochen. Jetzt bin ich über 30 Jahre und immer noch nicht fertig, mit irgendeiner Ausbildung. Dieser Kreislauf kommt immer wieder zurück. Ich weiß einfach nicht wie ich es bewältigen soll, ohne Psychologische Hilfe. Bitte helft mir, ich stecke in der Sachgasse.
Danke für jede Antwort.

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
    Re: Angstzustände

    Hallo

    Vielleicht solltest du einmal das Buch lesen:
    Sorge dich nicht-lebe. von Dale Carnegie.

    So wie ich dich anhand deiner Zeilen einschätze bist du immer
    von deinen Eltern diktiert worden. Hast keine eigene Persönlichkeit aufgebaut. Wovor hast du Angst ?? Zu Versagen ??
    Du wirst bestimmt nicht Versagen, wenn du deinem Gegenüber mal die Meinung sagst. Du hast es ja schon versucht, und deine Angst
    danach war der Schreck vor deinem innerem Ich. Versuche in der nächsten Situation das gleiche zu tun, nämlich auf deine innere Stimme zu Hören und nicht auf die anderer.
    Somit wirst du dein Selbstvertrauen aufbauen und zu einer stärkeren Persönlichkeit werden. Scheiß drauf (entschuldige), was andere Sagen. Ich glaube mit 30 Jahren ist das Alter erreicht wo andere auch mal auf dich hören sollten. Mir ging es genauso. Vielleicht nennt man das auch abnabeln, egal von wem.
    Man hat nichts zu verlieren, nur zu gewinnen.

    In diesem Sinne viel Glück wünscht dir

    meggy

  2. Antwort von nach 2 Stunden 3 hilfreich
    Aggressionen leben lernen

    Liebe Marina!

    Ich weiß ehrlich nicht, wo genau ich anfangen soll.... Erstmal ist es natürlich schrecklich für Dich, sich in einem solchen Zustand zu befinden. Ich leide unter Angstzuständen.
    ..schreibst Du. Weiter unten spezifizierst Du Deine Angst, in dem Du sagst: "Ich habe angst, so wie meine Mutter zu sein". Bei Deiner Mutter erlebst Du, daß diese Angst hat, sich zu wehren und auch Dich so erziehen wollte, oder erzog. Vor allem die Tatsache, daß Deine Mutter sich bei den ihr zugefügten Ungerechtigkeiten nicht gewehrt hat, macht Dich wütend (so habe ich das jedenfalls verstanden).

    Und bis jetzt hast Du ja auch (wie Du schriebst) anders reagiert als Deine Mutter: Du hast mit der Faust auf den PC geschlagen, als Du Dich von der Mutter Deines (Chef-)Freundes ungerecht behandelt gefühlt hast. Soweit hast Du "gesund" reagiert. (Und soweit ich das überhaupt aus der Ferne mit den wenigen Infos beurteilen kann...).

    Jetzt habe ich es so verstanden, daß Du Dich in einem Zustand befindest, in dem Du am liebsten "Angst" vermeiden möchtest. Du magst nicht mehr in die Firma gehen, da Dir die Ungerechtigkeiten absolut zuwider sind. Mit Recht!

    Und wäre Dein Selbstbewußtsein größer, würdest Du natürlich hingehen und so lange Krawall schlagen, bis "man" Dich in Ruhe Deine Arbeit machen läßt. Oder Du würdest hingehen und sagen: "Leute, SO nicht mehr mit mir!!" und kündigen. (Nebenbei: Du schreibst, die Mutter Deines Freundes "meinte" Dich "fertigmachen zu müssen"????? Aber: warum denn?? Kennst Du zufällig den Grund Ihrer Ablehnung?).

    Ferner schreibst Du, Du hättest Angst, Deine Meinung zu sagen und überhaupt seiest Du nicht in der Lage, Dich zu wehren. Dies ist ein Zustand absoluter Hilflosigkeit, ein Zustand der Ohnmacht (Du fühlst Dich Machtlos!) und deshalb fallen Dir auch keine Argumente mehr ein, wenn es zur Diskussion kommt. Auch Deine sog. "Heulanfälle" gehören zum Ausdruck Deiner Hilflosigkeit. DIESER Zustand ist nicht zu ertragen, da Du die ganze Wut der "anderen" bekommst und zusätzlich noch die Achtung vor Dir selber verlierst, da Du Dich nicht wehrst (besser: nicht wehren kannst!). Du grenzt Dich bei den Menschen also nicht ab, die Dich ihrerseits mit Aggressionen umso stärker kaputt machen können.

    Weiter teilst Du mit, Du denkst, das alles resultiere aus der "falschen Erziehung", die Du durch Deine Mutter mitbekommen hast und der Art, wie sie Dir Vorbild war: selber immer lieb und freundlich. Nämlich zu Freund UND "Feind". Außerdem hast Du Angst, daß Du (wie Deine Mutter) krank wirst und Magengeschwüre bekommst. Kann ich sehr gut verstehen!


    So, wie sich Deine Schilderungen lesen, befindest Du Dich schon mitten in einer Angststörung, bei der die Angst, bzw. deren Vermeidung das Leitsymptom darstellen. Sie äußert sich bei Dir als leichte bis mittelschwere Panik vor der Arbeit (WEIL: diese bedeutet ja Auseinandersetzung mit Mitmenschen, die NICHT ein so starkes Harmonie- und Gerechtigkeitsbedürfnis in sich tragen wie Du). Du bist NICHT faul. Du schreibst ja, Du hättest gejobbt und alles wäre gut gelaufen. Außerdem hast Du wohl immer wieder versucht, eine Lehrstelle zu finden und bist diese ja auch angetreten. Also (wichtig): Du bist NICHT arbeitssscheu!

    Aber leider nicht fähig, Dich als Person mit Deinen Meinungen zu präsentieren. Vielleicht hast Du ja auch Angst vor Deinen eigenen Aggressionen, wenn diese zum Vorschein kommen sollten in einer beginnenden Diskussion. Und da Du nie gelernt hast, diese zu leben (Mutter: Kind sei immer lieb, brav, freundlich...), weißt Du nicht, wie Du mit diesen umzugehen hättest und sagst lieber garnichts, um nicht zu explodieren und NOCH SCHLIMMERES anzurichten. Ist das wohlmöglich so?

    Langsam aber sicher manifestiert sich so ein Verhalten dann oft in einer sog. sozialen Phobie. Diese Art von "Phobie" (Angst) hat ihren Fokus in der Furcht, in einer Gruppe von Menschen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen und den prüfenden Blicken anderer ausgesetzt zu sein. Der Betroffene hat dabei das Gefühl, daß seine Ängste übertrieben und unvernünftig sind, OHNE etwas DAGEGEN TUN zu KÖNNEN. Soziale Phobien sind in der Regel mit einem geringen Selbstwertgefühl und einer übertriebenen Furcht vor Kritk verbunden. Das dadurch ausgelöste Vermeidungsverhalten kann zu zunehmender sozialer Isolierung führen.

    Liebe Marina, ich versuche einfach, sachlich zu schreiben. Was ich hier darlege ist naürlich KEINE Kritik an Deinem Zustand, ok? Ich versuche nur sachlich zu bleiben. Außerdem bitte ich Dich herzlich, das, was ich hier schreibe auch für Dich zu prüfen und es nicht als "gegeben" oder "nicht gegeben" abzutun. Dein Zustand ist nämlich Facettenreich und (Gott sei Dank)befindest Du Dich noch in der Lage, um Hilfe zu bitten.

    An dieser Stelle auch mein dringender Rat, zum Experten zu gehen. Egal ob Psychologe oder Psychiater. Laß Dir helfen; denn es kann Dir geholfen werden, ganz ganz sicher!

    Bevor Du "Angst vor der Angst" bekommst! Weiter unten im Brett habe ich an Pia auch folgendes (verkürzt) geschrieben: Angst als Signal vor einer drohenden Gefahr ist eine gesunde, in manchen Fällen lebensrettende Funktion. Aber der Dauerzustnd "Angst" macht tatsächlich krank ("Angst fressen Seele auf", schon mal gehört?).

    Du kannst jedoch in Deinem Alter (Du schreibst, Du seist jetzt 30 Jahre) NICHT mehr Deine Mutter für Deinen jetzigen Zustand verantwortlich machen. Du bist alt genug dazu (eigentlich) Deinen eigenen Weg zu gehen und hättest ja schon eine paar Jährchen Zeit dazu gehabt, DEINEN eigenen Weg zu gehen. Aber manchmal verpassen wir auch den Zeitpunkt der Ablösung und finden uns dann in irgendeiner "Un-welt" wieder: Nicht mehr am Nabel... aber auch noch nicht GANZ (also physisch, psychisch und geistig) auf eigenen Beinen. Das IST ein harter Weg (auch hier wieder: siehe im Thread "Depressionen" weiter unten dazu, was ich zur "Ablösung" von zu Hause geschrieben habe).

    Wie Du unten schon schriebst: Es ist ein Kreislauf, aus dem man irgendwann nicht mehr von alleine hinauskommt. Aber, auch Du bist nicht allein. Es gibt viele nette Menschen, Experten, die Dir helfen werden. Suche einen, der Dir zusagt. Du mußt nicht den ersten besten nehmen. Aber solltest auch nicht jedesmal, wenn es schwierig wird gleich zum nächsten Therapeuten "rennen". Der Weg der Entwicklung geht nur DURCH die Krise, nicht indem man die Krise VERMEIDET!

    Sei herzlichst gegrüßt und ich wünsche Dir alles erdenklich Gute für Deinen Weg!

    Bettina











    Ich hab vor längerer Zeit Stundenweise ausgeholfen in einer
    Firma von meinen Freund. Alles ging gut. Später hat er mir
    angeboten bei ihm meine Ausbildung zu Einzelhandelsfrau zu
    machen. Kaum war ich paar Tage dort, ging das Theater los.
    Seine Mutter meinte sie müsste mich fertigmachen und mich
    anschreien, angeblich hatte ich die Rechnungen falsch
    geschrieben, weil sie nicht deutlich geschrieben hat, sie
    hatte zwei Zahlen übereinander geschrieben, statt es
    durchzustreichen. Sie kam von den Büro in den Laden gestürmt,
    war wütend und erregt und schrie mich an- warum ich die
    Rechnung falsch geschrieben und ausgedruckt hätte. Mir hatte
    fast die Sprache verschlagen, und sagte nichts. Mir fällt
    meistes später etwas ein wo es vorbei ist. Daheim kreige ich
    meine Heulanfälle wegen ihr, getraue mich auch nicht mehr in
    die Firma zugehen.
    Einmal machte sie mich fertig und schrie mich an, ich sollte
    ihr eine Kunden im Computer suchen, ich durchsuchte paarmal
    die Kundenliste und meinte es sei niemand mit dem Namen dort
    eingetragen in dem Computer. Sie wollte es nicht wahrhaben und
    schrie mich fürchterlich an, mir langte es langsam mit ihrem
    Geschrei, ich schlug auf der Faust auf dem Computer drauf und
    meinte mit lauter Stimme: Verdammt noch mal es gibt keinen
    Kunden mit deren Namen. Seitdem dem Zeitpunkt gibt es bei mir
    Angstzustände. Habe auch Angst mich zuwehren gegen sie oder
    die anderen, oder die Meinung zusagen. Ich denke ich wurde
    einfach falsch erzogen, meine Mutter meinte, sei freundlich
    und lächle immer auch wenn es dir dreckig geht. Drum hat meine
    Mutter auch später Magengeschwöre bekommen, weil sie immer
    freundlich zu allem war auch wenn ihr scheiße ging. Ich will
    einfach nicht so sein, drum habe ich auch Angst. Ich fing in
    mehreren Firmen an Ausbildung zu machen, aber jedesmal wenn
    etwas schief ging konnte ich niemanden die Meinung sagen und
    sich währen, hab jedesmal abgebrochen. Jetzt bin ich über 30
    Jahre und immer noch nicht fertig, mit irgendeiner Ausbildung.
    Dieser Kreislauf kommt immer wieder zurück. Ich weiß einfach
    nicht wie ich es bewältigen soll, ohne Psychologische Hilfe.
    Bitte helft mir, ich stecke in der Sachgasse.
    Danke für jede Antwort.

  3. Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
    Re: Angstzustände


    Ist dir schon aufgefallen das:

    immer wenn ich mich wohlfühle, streiten oder verjagen mich die anderen?

    und:

    immer wenn die anderen mich "haben wollen" und sich wohl bei mir fühlen, will ich weg?

    sein Wohlsein = mein unwohlsein
    mein Wohlsein = sein unwohlsein


    Kannst du erkennen das es da bei dir einen zusamenhang gibt?

    Wenn nicht dann ist alles in ordnung und das problem löst sich schnell.

    nashino

  4. Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
    Re: Angstzustände

    Hallo, Bettina

    Danke erstmal für Ihre Antworten.
    Sie wollten wissen und schrieben , warum mich die Mutter von meinen Freund wieder loshaben will ....

    Ich kann mir nur vorstellen, dass mein Freund ihr alles von mir erzählt. Neulich Sonntagabend hatte ich Depressionen (das sagt mein Freund, das ich Depressionen habe). Mein Freund kam Montagfrüh vom seiner Firma nach Hause (so spät, weil er gerade umzieht mit der Firma). Er hat mir Vorwürfe gemacht gemacht, weil ich ihm Sonntagnachmittags bloßgestellt habe, vor seinen Freunden, und seiner Mutter. Ich schrie ihm an, er war ganz cool aber schon bishen gereizt.
    Eigentlich sah ich das gar nicht so schlimm, nur er sieht das, und seine Mutter wieder alles viel schlimmer als es ist.

    Montagmorgen um 8 Uhr früh rief seine Mutter bei uns an, und wollte wissen ob meine Depressionen wieder vorbei sind, er schaute mich nur kurz an und sagte seiner Mutter am Telefon: "Ja". Ich kann mir nicht vorstellen das es um eine andere Sache ging. Jedesmal wenn er meinte ich hätte meine Depressionen muß er wieder seiner Mutter alles erzählen wie schlecht es ihm geht, und wie schlimm und krank ich bin.

    Seinen Freund musste er auch erzählen das ich Depressionen habe. Sein Freund Bernd wollte nicht, dass ich das erfahre.
    Am Montagfrüh bei dem Streit sagte mein Freund, jemand hat gesagt, warum er eigentlich noch mit mit zusammenlebt? Ich kriegte erstmal kein Wort raus und rannte heulend raus aus dem Schlafzimmer.


    Wie ich langsam mitkriege kann mein Freund sich nicht Streiten. Seine Mutter hatte nie einen Mann, sie hatte ihm alleine erzogen, wahrscheinlich sagte sie ihm auch, sei lieb und Streite nie, das gehört sich nicht für einen braven Jungen.
    Er ist ein noch totales Mamakind, jedesmal wenn Sie anruft bei uns, und ihm vollquatscht, sagte er immer nur; JA, JA, JA, ich komme nicht so spät in die Firma. Sie manipuliert ihm richtig, und er hört immer auf sie. Das kann doch nicht normal sein? Oder?- Mein Freund ist 37 Jahre.



    Können Sie mir Bitte sagen, was eigentlich Depressionen sind?
    Und warum sich mein Freund nicht richtig Streiten kann?


    Eigentlich wollte ich schon immer mit jemanden darüber sprechen über das Thema, aber leider habe ich keinen.



    Ich danke für Ihre Antworten

    Marina [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 18 Stunden 3 hilfreich
      Was sind Depressionen

      Hi, Marina! Hallo, Bettina
      Danke erstmal für Ihre Antworten.
      Sie wollten wissen und schrieben , warum mich die Mutter von
      meinen Freund wieder loshaben will ....
      Wir Duzen uns, okay?... ;-))(Bin auch "erst" 34 J.) Ich kann mir nur vorstellen, dass mein Freund ihr alles von
      mir erzählt. Neulich Sonntagabend hatte ich Depressionen (das
      sagt mein Freund, das ich Depressionen habe). Mein Freund kam
      Montagfrüh vom seiner Firma nach Hause (so spät, weil er
      gerade umzieht mit der Firma). Er hat mir Vorwürfe gemacht
      gemacht, weil ich ihm Sonntagnachmittags bloßgestellt habe,
      vor seinen Freunden, und seiner Mutter. Ich schrie ihm an, er
      war ganz cool aber schon bishen gereizt.
      Eigentlich sah ich das gar nicht so schlimm, nur er sieht das,
      und seine Mutter wieder alles viel schlimmer als es ist.
      Also: Hast Du tatsächlich doch noch "Power", Marina: Du wehrst Dich, in dem Du Deinem Ärger Ausdruck verleihst. Das ist die "normale" Reaktion.

      Mich beschleicht so langsam das Gefühl, daß Dein Freund Dich bezüglich "Depressionen", die er immer bei Dir "sehen" würde, krank reden will. Wenn er Dir ständig einredet, daß Du Depressionen hast (er ist doch sicher kein Psychologe oder Arzt oder sonst irgendwie in der Lage, echte Depressionen zu diagnostizieren, gell? Woher auch!), dann ARBEITET ER DAMIT VON SICH WEG.

      Das heißt: er merkt, daß bei ihm selber der "Hase schief läuft", daß er voller Probleme steckt. Es ist ihm nur nich bewußt (nehme ich an!!), weil er sich SELBER sonst VERÄNDERN müsste.

      Du schreibst ja weiter unten, was mit ihm los ist: Mit 37 Jahren immer noch keine Ablösung von der Frau Mama vollzogen, Telefonate am laufenden Band mit Mama. Geheimnisse oder Intimitäten, die er mit Dir hat, bespricht er mit Frau Mama....Also bitte! (((Frage am Rande: Liebst Du ihn noch oder bist Du in einer abhängigen Position, einmal durch die Tatsache, daß Du bei ihm die Lehre absolvierst... und vielleicht, weil Du nich allein sein möchtest/kannst und bleibst deswegen bei ihm?).

      Der Herr, Dein Freund, steckt also selber voller Probleme und macht eine klassische Pojektion dieser auf Deine Gefühle, in dem er Dich pathologisiert (also Dir einredet, Du seist "krank" oder "nicht normal"). Jedesmal wenn er meinte ich hätte meine
      Depressionen muß er wieder seiner Mutter alles erzählen wie
      schlecht es ihm geht, und wie schlimm und krank ich bin.
      Das würde ich mir ABSOLUT VERBITTEN! Und wenn er das nicht unterläßt, solltest Du die Konsequenzen daraus ziehen! Seinen Freund musste er auch erzählen das ich Depressionen
      habe. Sein Freund Bernd wollte nicht, dass ich das erfahre.
      Am Montagfrüh bei dem Streit sagte mein Freund, jemand hat
      gesagt, warum er eigentlich noch mit mit zusammenlebt? Ich
      kriegte erstmal kein Wort raus und rannte heulend raus aus dem
      Schlafzimmer.
      Das spricht ja wohl eindeutig für sich! Das hast Du und NIEMAND sonst auf der Welt sich bieten zu lassen, Marina! Übrigens: Daß Du hier weinst ist völlig normal und hat nichts mit einer depressiven Situation an sich zu tun. Wie ich langsam mitkriege kann mein Freund sich nicht
      Streiten. Seine Mutter hatte nie einen Mann, sie hatte ihm
      alleine erzogen, wahrscheinlich sagte sie ihm auch, sei lieb
      und Streite nie, das gehört sich nicht für einen braven
      Jungen.
      Er ist ein noch totales Mamakind, jedesmal wenn Sie anruft bei
      uns, und ihm vollquatscht, sagte er immer nur; JA, JA, JA, ich
      komme nicht so spät in die Firma. Sie manipuliert ihm richtig,
      und er hört immer auf sie. Das kann doch nicht normal sein?
      Oder?- Mein Freund ist 37 Jahre.
      NEIN, ES IST AUCH NICHT NORMAL. Aber was Dein "Freund" hat, weiß ich auch nicht. Ich kann aus dem, was Du hier schreibst nur erkennen, daß er das Problem hat, welches er Dir ständig einreden möchte. Können Sie mir Bitte sagen, was eigentlich Depressionen sind?
      Lt. dem ICD-10 (Klassifikationssystem der WHO) ist die Depressionen eine affektive Störung, die sich in 5 Hauptformen mit 46 näher benannten Unterformen äußern kann. (Ich nenne sie nicht, das ist nämlich langweilig ;-)!)

      Depressive Erkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen, nicht nur in der Klinik und Praxis des Psychiaters, sondern auch - oft verkannt - der des Allgemeinmediziners und Internisten. (Ich habe vor kurzen einen Psychiatriebericht gelesen. Dort hieß es, in den nächsten 20 Jahren wird erwartet, daß die Depression die am häufigsten diagnostizierte Krankheit sein wird. Wie gesagt: nicht nur beim Psychiater. Und das weltweit!!!) <= Leider weiß ich die Quelle nicht mehr :-((.


      Fakt ist, daß jeder 3. Bürger einmal im Leben an einer depresiven Störung erkrankt. Frauen erkranken häufiger als Männer (7:3).

      Depressive Syndrome werden immer durch eine Vielzahl von Faktoren, die in der ANLAGE ( = genetisch, konsitutionell oder/und biochemisch) des Betroffenen Menschen und deren Umwelt ( = ÄUßERE EINFLÜSSE) zu suchen sind, verursacht.

      Ausgelöst werden kann eine Depression durch:

      a. den endogenen Faktor: (genetische und physiologische Prädispositionen)

      b. den somatischen Faktor: aktuelle oder chronische körperliche od. seelische Erkrankungen, depressionsauslösende Medikamente, chronische Schmerzen etc.

      c. Entwicklungsfaktor: ängstlicher überfürsorglicher Erziehungsstil, unzureichend verarbeitete Verlusterlebnisse, andere Seelische Erkrankungen ín der Familie, Persönlichkeitsstörungen, Störungen der kogniiven Entwicklung.

      d. reaktiver Faktor: aktuelle Verluste, starke Orientierung auf wenige Bezugspersonen, lebenszyklische Krisen, (chronische) Erkrankungen, ungelöste soziale Konflikte.

      Puh....Und das sind nur die "Oberbegriffe"...


      Wichtig: Depressive Syndrome sind keine "Geisteskrankheiten", sondern Ausdruck eines Gemütsleidens, welches in der Regel die Persönlichkeit nicht nachhaltig verändert (Persönlichkeit ist hier bitte nicht alltagspsychologisch zu verstehen, sondern empirisch (wissenschaftlich). Natürlich verändert eine Depression od. depressive Episode den Menschen während dieser Phase. Jedoch hat er dadurch in diesem Sinne keine "gestörte" Persönlichkeit.

      Eine Depression äußert sich durch ein übergreifendes Gefühl von Traurigkeit und Bedrücktheit, die über das normale Gefühl von Traurigkeit eines "gesunden" Menschen hinausgehen. Desweiteren durch Herabsetzung der Aktivität und Tatkraft, Freudlosigkeit, Antriebsverminderung und Interessenverlust.

      Angst, motorische Unruhe, Reizbarkeit, exessiver Alkoholgenuß, hysterisches Verhalten, phobische, zwanghafte und hypochondrische (sich Krankheiten einbildende) Symptome gehören ebenfalls zu dem Bild.

      Aber, wenn eine Depression diagnostiziert wird, müssen eben bestimmte Faktoren vorliegen, die ich hier nicht ausführe (geht einfach zu weit....*g*). Das obige sollte helfen, eine Depression etwas deutlicher Begreifen zu können im Sinne von "worum gehts da eigentlich erstmal".

      Vielleicht wäre noch folgendes wichtig. Eine Depression macht sich so "bemerkbar":

      Ein- und Durchschlafstörungen, Morgen- oder Abendtief, Gefühl der Fühllosigkeit, STimmungswechsel, SChuldthematik und Selbstanklage, Melancholie, scheinbares "Fehlen" von sichtbaren Auslösern, Wahn, neurotische Symptome (Ich-Schwäche, Angst) Konfliktfelder, biographische Auffälligkeiten. (Mix aus endogenen und psychogenen Depressionen!) Und warum sich mein Freund nicht richtig Streiten kann?
      Warum Dein Freund dazu nicht in der Lage ist, weiß ich nicht. Ich kann nur zweierlei vermuten: entweder bist Du es ihm nicht mehr Wert, daß er sich mit Dir auseinandersetzt (??!!!!) oder er hat es nicht gelernt, kann es einfach nicht (sollte das dann aber über sich wissen und sich seiner Unfähigkeit diesbezüglich bewußt werden). Eigentlich wollte ich schon immer mit jemanden darüber
      sprechen über das Thema, aber leider habe ich keinen.
      Das ist eine prima Idee: gehe zu einem Therapeuten (Psychiater od. Psychologen), suche, bis Du einen/eine richtig nette(n) gefunden hast. Die Krankenkasse zahlt. Das ist kein Problem! Und wenn Du Dich "schämen" solltest, daß Du einen Therapeuten brauchst: Jeder hat einen Therapeuten. Nur die einen Bezahlen eben dafür, die anderen nicht. :-) (Ehrlich, heute ist es eher unnormal, KEINEN Therapeuten zu haben. Du wärest sozusgen "in"). Ich danke für Ihre Antworten
      Marina
      Bitte gern geschehen. Alles Liebe und viel Kraft von mir für Dich!

      Bettina

  5. Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
    Re: Angstzustände

    Hallo,
    Ich leide unter Angstzuständen.
    Ich hab vor längerer Zeit Stundenweise ausgeholfen in einer
    Firma von meinen Freund. Alles ging gut. Später hat er mir
    angeboten bei ihm meine Ausbildung zu Einzelhandelsfrau zu
    machen. Kaum war ich paar Tage dort, ging das Theater los.
    Seine Mutter meinte sie müsste mich fertigmachen und mich
    anschreien, angeblich hatte ich die Rechnungen falsch
    geschrieben, weil sie nicht deutlich geschrieben hat, sie
    hatte zwei Zahlen übereinander geschrieben, statt es
    durchzustreichen. Sie kam von den Büro in den Laden gestürmt,
    war wütend und erregt und schrie mich an- warum ich die
    Rechnung falsch geschrieben und ausgedruckt hätte. Mir hatte
    fast die Sprache verschlagen, und sagte nichts. Mir fällt
    meistes später etwas ein wo es vorbei ist. Daheim kreige ich
    meine Heulanfälle wegen ihr, getraue mich auch nicht mehr in
    die Firma zugehen.
    Hallo Bettina,

    danke für deine Antworten.

    Sorry, ich hab leider noch etwas vergessen Einmal machte sie mich fertig und schrie mich an, ich sollte
    ihr eine Kunden im Computer suchen, ich durchsuchte paarmal
    die Kundenliste und meinte es sei niemand mit dem Namen dort
    eingetragen in dem Computer. Sie wollte es nicht wahrhaben und
    schrie mich fürchterlich an, mir langte es langsam mit ihrem
    Geschrei, ich schlug auf der Faust auf dem Computer drauf und
    meinte mit lauter Stimme: Verdammt noch mal es gibt keinen
    Kunden mit deren Namen.
    Wo mich seine Mutter mich fürchterlich angeschrien hat (siehe oberen Text), wollte mein Freund nicht wissen wer Schuld hat, sie oder ich und wie es dazu kam. Ich bin immer Schuld, seine Mutter hat nie die Schuld es waren immer nur meine Depressionen wie er immer sagt. Und entschuldigen konnte sie sich auch nicht bei mir, ist doch unverschämt, oder? Kannst Du dir vorstellen wie ich die alte hasse, (entschuldige dieses Wort, aber es ist wahr). Soll ich meinen Freund vielleicht noch mal darauf ansprechen, und wie es dazu kam?

    Viele Grüße
    Marina




    Seitdem dem Zeitpunkt gibt es bei mir Angstzustände. Habe auch Angst mich zuwehren gegen sie oder
    die anderen, oder die Meinung zusagen. Ich denke ich wurde
    einfach falsch erzogen, meine Mutter meinte, sei freundlich
    und lächle immer auch wenn es dir dreckig geht. Drum hat meine
    Mutter auch später Magengeschwöre bekommen, weil sie immer
    freundlich zu allem war auch wenn ihr scheiße ging. Ich will
    einfach nicht so sein, drum habe ich auch Angst. Ich fing in
    mehreren Firmen an Ausbildung zu machen, aber jedesmal wenn
    etwas schief ging konnte ich niemanden die Meinung sagen und
    sich währen, hab jedesmal abgebrochen. Jetzt bin ich über 30
    Jahre und immer noch nicht fertig, mit irgendeiner Ausbildung.
    Dieser Kreislauf kommt immer wieder zurück. Ich weiß einfach
    nicht wie ich es bewältigen soll, ohne Psychologische Hilfe.
    Bitte helft mir, ich stecke in der Sachgasse.
    Danke für jede Antwort.

    • Antwort von nach einem Tag 4 hilfreich
      Besinnung

      Hi Marina! Hallo Bettina,
      danke für deine Antworten.
      Sorry, ich hab leider noch etwas vergessen
      Wo mich seine Mutter mich fürchterlich angeschrien hat (siehe
      oberen Text), wollte mein Freund nicht wissen wer Schuld hat,
      sie oder ich und wie es dazu kam. Ich bin immer Schuld, seine
      Mutter hat nie die Schuld es waren immer nur meine
      Depressionen wie er immer sagt. Und entschuldigen konnte sie
      sich auch nicht bei mir, ist doch unverschämt, oder? Kannst Du
      dir vorstellen wie ich die alte hasse, (entschuldige dieses
      Wort, aber es ist wahr).
      Also, Deinem Freund ist es egal, wer von seinen beiden Lieblingsweibern nun den Krach angefangen hat....??????

      Marina, das alles ist eine Farce! Wenn ein Mann und eine Frau sich aufeinander einlassen, DANN SIND DIE ELTERN NUR NOCH SEKUNDÄR, bedeutet: Ihr haltet zusammen wie "Pech und Schwefel" und die Eltern werden weiterhin geachet aber nicht mehr als Hauptfiguren im Leben berachtet. Verstehst Du das?

      Ihr zwei tauscht die tiefsten Intimitäten aus, körperlich und geistig und somit es ist ein großer VertrauensMIßBRAUCH, wenn einer aus dem Nähkästchen plaudert.

      Höre, Marina. Ich darf Dir hier keinen Tipp geben! Aber ich darf schreiben, was ich tun würde. Das ist auch nicht das "Non-Plus-Ultra", sondern zum Nachdenken gedacht, okay?

      Setz Dich mal hin, suche die Stille, am Besten in der Natur. Am allerbesten auf einen Berg oder Hügel, damit das "Gefühl" von "den Überblick bekommen" in Dir wachsen kann.

      Dann überdenke mal alles Schöne, was Du mit Deinem Freund so gemeinsam hattest. Und extrahiere daraus wiederum nur die Dinge, wo Du Dich (obwohl Du Dich ihm zugehörig gefühlt hast) frei fühltest. Wo Du Dich als "Marina" selber gefühlt hast.

      Wo Du auch von ihm nichts wolltest, Dich einfach fallen lassen konntest und getragen fühltest von ihm. Ohne eine Gegenleistung dafür erbringen zu müssen oder die Verpflichtung dazu in Dir zu spüren.

      Und dann stellst Du Dir (um schön auszupolarisieren!) die negativen Begebenheiten mit Deinem Freund vor. Seine Gleichgültigkeit, sein Desintresse daran, daß es DIR auch gut geht in Eurer Freundschaft (nicht nur insofern, daß Du durch ihn einen Job hast...!) sondern vor allem daran, daß es der Frau "Marina" in Dir, mit ihrer sensiblen, nach echter Liebe suchenden Seele GUT GEHT.

      Und wenn Du alles bedacht hast (nehme Dir viel Zeit, Marina), dann kannst Du getrost entscheiden, was DU unterehmen willst. Und dann kannst Du auch auf Dein Urteil vertrauen. Du bist nämlich eine erwachsene Frau, die zu einem Urteil fähig ist. Und wenn Du Dich entscheidest, mit diesem Mann noch eines Stück Weges gehen zu wollen, dann tue Du das. Denn Du hast ja alles bedacht und weißt, was Dich erwartet.

      Und wenn Du Dich dazu entscheidest, diesen Mann zu Verlassen, dann ist das auch eine richtige Entscheidung. Dann Du hast ja alles bedacht.

      Wichtig ist vor allem, Marina, daß DU KONSEQUENT bleibst in Deiner Entscheidung. Es ist schwer, einen Menschen ernst zu nehmen, der nicht zu folgeschweren Entscheidungen steht. Und Du hast Dir Dein Urteil in der Stille ja auch hart abgerungen: Ein FÜR oder WIDER. Ganz egal.

      Um Dir diesen "Rucksack" mit schweren Entscheidungen wieder etwas zu erleichtern: irren ist übrigens menschlich *lach*.

      "Wer A sagt, muß nicht zwangsläufig B sagen" (Das hat jedenfalls mal A. Warhol od. J. Beuys gesagt, ist ja egal wer, aber das hat mich selber ziemlich beruhigt *g*).

      Trotzdem: Prüfe Dich und Eure Verbindung für Dich alleine. Und sei wahrhaftig Dir selber gegenüber. Das Du das schaffst, wünsche ich Dir von Herzen! Soll ich meinen Freund vielleicht
      noch mal darauf ansprechen, und wie es dazu kam?
      Ich glaube, das macht zur Zeit keinen Sinn, Marina. Du wirst Dich nur abstrampeln. Versuche doch, diese eine Sache sein zu lassen und widme Dich gedanklich den großen, existenziellen Dingen Eurer Beziehung.

      Viel Kraft für Dich Marina. (Denke dran, viele aus diesem Bett sind in positiven Gedanken bei Dir und senden Dir damit Kraft).

      Alles Liebe von

      Bettina

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