Asthma

Hi,

mir ist zu Ohren gekommen das Ashtma oft psychologisch heilbar ist bzw. psychologische Hintergründe hat…
Wißt ihr was davon?
Würdet Ihr mir raten es bei einen Psychiater zu versuchen?
vielen Dank
Wolfgang

ganzheitlich arbeitende mediziner erklären noch ganz andere krankheiten psychologisch.

ein gutes buch zum thema psychosomatik ist das von thorwald/detlevsen: krankheit als weg.

was das asthma betrifft: ich glaube, es kann psychisch begingt sein. nun würde ich nicht gleich zu einem therapeuten gehen. ein guter arzt, der ganzheitliche heilmethoden verwendet und sich mit psychosomatik auskennt, ein heilpraktiker oder homöopath - das wären die, zu denen ich erst einmal gehen würde.

grüße von nike

Danke für die info, beim heilpraktiker und homöopahten war ich schon, deshalb wollte ich es vielleicht mal auf diesen weg versuchen…

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Hi Wolfgang,

Zu psychologische Hintergründe:

Es gibt dazu viel psychoanlytisch geprägten Schmonsens, z.B. F.Alexander: Asthma rühre von einem unbewältigten Mutter-Kind Konfklikt - Angst vor der Trennung von der Mutter bei unterdrückter Feindseligkeit gegen dieselbe. Ausserdem seinen Asthmatiker ganz besonders neurotisch, aggressiv, perfektionistisch…

Es gibt nur leider keine empirischen Belege dafür, und die Untersuchungen, die gemacht
worden sind, haben die behaupteten Zusammenhänge nie gefunden - ich kenn’
wenigstens keine.

Der Detlevsen - nichts für ungut Nike - setzt allerdings noch einen drauf (Sofern ich das Buch jetzt nicht verwechsele: ein Autor, Thorwald ist der Vorname). Das steht nun wirklich mit Astrologie auf einer Stufe.

Der Stand der Verhaltensmedizin ist - meines Wissens nach - folgender: Psychlogische Faktoren spielen bei der Entwicklung von Asthma scheinbar keine Rolle (zumindest kennt man keine). Wohl aber für das konkrete Auftreten und den Verlauf einer einzelnen asthmatischen Attacke - hier wirken Angst und Streß begüngstigend.

Zu psychologischer Behandlung:
Milderung (keine Heilung) durch psychologische Therapie gibt es - allerdings ist der Effekt eher schmal. Entspannungstrainig allein war nicht so effektiv. Verschiedene Biofeedback-Methoden haben zu einer leichten Verbesserung geführt, mehr noch in Kombination mit anderen Verfahren, die Streß & Angst abbauen . Aber, wie gesagt, es hilft nicht so viel (und scheinbar eher Kindern als Erwachsenen).

Viele Grüße, Paul

Ach, und Psychiater ist die ganz falsche Adresse, aber an wen man sich da wendet,
weiss ich auch nicht.

Hallo Wolfgang
ich fürchte ein Psychiater kann Dir da nicht helfen. Beim allergischen (extrinsischen) Asthma wäre es sinnvoll, Hauttests oder Spezial-Untersuchungen (Radio-Allergo-Sorbent-Test) machen zu lassen, oft sind Pollen, Hausstaubmilben oder auch Tierhaare die Ursache, die muss man dann konsequent meiden, so gut es geht.
Infektbedingtes Asthma tritt nach einer Infektion durch Viren oder Bakterien auf.
Bei Kindern und Jugendlichen bildet sich Asthma oft spontan zurück, vielleicht kommt daher der Eindruck, es sei psychisch bedingt, bei Erwachsenen leider ganz selten.
Ohne Medikamente wird es wohl nicht gehen.
Gruss
Rainer

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Hallo Wolfgang,

Zu psychologische Hintergründe:
Es gibt dazu viel psychoanlytisch

geprägten Schmonsens, z.B. F.Alexander:
Asthma rühre von einem unbewältigten
Mutter-Kind Konfklikt - Angst vor der
Trennung von der Mutter bei unterdrückter
Feindseligkeit gegen dieselbe. Ausserdem
seinen Asthmatiker ganz besonders
neurotisch, aggressiv,
perfektionistisch…

Es gibt nur leider keine empirischen

Belege dafür, und die Untersuchungen, die
gemacht
worden sind, haben die behaupteten
Zusammenhänge nie gefunden - ich kenn’
wenigstens keine.

(…)

Viele Grüße, Paul
Ach, und Psychiater ist die ganz falsche
Adresse, aber an wen man sich da wendet,
weiss ich auch nicht.

Hallo Paul,
An dieser Stelle wär es doch interessant, einen Psychoanalytiker nach seinen „empirischen Belegen“ (z.B. erfolgreich therapierte Asthmatiker, falls es sowas gibt) zu befragen, oder o.g. „warum-auch-immer-geheilten“ Patienten (sicher, sicher, nur falls es ihn gibt…).

Weiterhin würden mich die Untersuchungen und die Art der Operationalisierung von unbewußten Konflikten interessieren, auf die Du Dich beziehst (die müssen ja von ungeheuer überzeugender Schlagkraft gewesen sein…).

Darüber hinaus: Es gibt auch *gute* Psychiater (sofern sie in Weiterbildung gehen…)

Gruß,Ann-Sophie