Hi zusammen,
ich wusste nicht, wie ich den Titel besser hätte formulieren können. Aber ich frage mich seit einem sehr bewegenden Beitrag im TV etwas, auf das ich keine Antwort finde. Es ging um jemanden, der eine Frau bei einem Raubüberfall erschossen hatte und nun in der Todeszelle sitzt (diese Diskussion mal völlig aussen vor gelassen). Das bewegende für mich war, dass mal aus Sicht des Mörders und mal aus Sicht der Mutter der Getöteten berichtet wurde. Die vielen Aussagen der beiden (im Original mit Untertiteln) erzeugten eine sehr seltsame Stimmung. Das allein war schon bedrückend. Aber am bedrückensten war das Gespräch, welches die Mutter mit dem Mörder führte und was sie danach sagte. Es muss ein ungeheuerlicher Stress für sie gewesen sein.
Ich frage mich deshalb, was einen Menschen dazu bringt sich so einem gealtigen psychischen Stress auszusetzen. Weiter unten habe ich ja gefragt wie ein Trauma definiert wird. Auch dazu habe ich mir Gedanken gemacht. Ist es (für mich paradoxerweise) sogar hilfreich zur Traumabewältigung sich dem Auslöser dieses Traumas auszusetzen? Ist es sinnvoll? Wird es zur Traumabehandlung eingesetzt? Was bewirkt es im Menschen? Fühlt man sich danach vielleicht „besser“ oder einen Schritt weiter auf dem Weg zur Bewältigung? Und unter welchem Aspekt sehen solche die Angehörigen die Strafe (in diesem Fall den Tod)? Was wäre, wenn es diese entgültige Strafe nicht geben würde?
Sorry für die vielen Fragezeichen, aber es ist eben einfach aus mir rausgesprudelt.
Freue mich auf die Antworten
S.