im freundeskreis - und sicher auch angeregt durch einschlägige reportagen in den verschiedensten medien - haben wir schon öfter mal darüber philosophiert oder nachgedacht, welchen reiz gewaltverbrecher auf frauen ausüben können oder besser ausüben. wir kommen in unserer erkenntnisfindung keinen schritt weiter.
also da wird im gefängnis geheiratet. sie heiratet einen mörder, einen sexualstraftäter , einen lebenslänglichen, einen todeskandidaten etc.pp.
auch die ausnehmend bezaubernden damen in unserer clique konnten uns mit ihren ausführungen da nicht so sehr weiterhelfen. finden wir jedenfalls.
was meint ihr. oder gibt es über solche verhaltenscodexe schon irgendwelche studien oder soetwas…?
ich hab ein Buch „Wenn Frauen Mörder lieben“ von Sheila Isenberg. Ist ein Taschenbuch, schon älter, und amazon.de führt es leider nicht mehr in Deutsch - in Englisch schon: ISBN:0595003990 Buch anschauen
Hallo Tom!
Das von Gitte zitierte Buch kenne ich, hab es aber nie gelesen. Aber allein von psychologischen Mechanismen dazu Folgendes:
Sehr viele Frauen haben von ihrer Sozialisiation (Erziehung, Lebensumfeld,…) her ein extrem negatives Bild von sich selber, auch wenn das meist unbewußt ist. Das kann zur Folge haben, dass sie unbewußt jemanden suchen, der „noch weniger wert ist als sie selber“ (das kann ein Straftäter sein, aber auch ein sogenannter „normaler“ Mann, der sie verprügel oder vergewaltigt).
Außerdem haben viele Frauen ein sogenanntes Helfersyndrom, das heißt, sie schöpfen ihren Eigenwert daraus, wie sehr sie sich für andere einsetzen können. Diese beiden Tatsachen treffen auch auf Frauen zu, die sich normale (*gg*) Männer anlachen.
Aber bei Frauen, die sich zu straffällig geworden Männern hingezogen fühlen, sind diese Eigenschaften meist extrem ausgeprägt und sehr oft lange Zeit nicht ausgelebt worden.
Als sozusagen dritte Variante gibt es da noch Frauen, die sich (unbewußt) nur an Männer binden, die sie niemals haben können, als Schutz vor richtiger Zweisamkeit (sehr oft in Zusammenhang mit nicht erkannten sexuellen Problemen) oder in Folge von Bindungsängsten. Diese Gruppe umfasst Teenies, für die nur ein bestimmter Star in Frage kommt (und sonst niemand), Frauen die „zufällig“ immer an verheiratete Männer geraten oder eben Frauen, die sich „zufällig“ in einen Todeskanditaten verlieben (mit dem sie sicher nie eine Partnerschaft haben werden).
Es gibt sicherlich noch mehrere Aspekte, aber ich hoffe, diese Ausführungen helfen Dir in Eurer Diskussion.
Liebe Grüße
BB