Wer kann mir helfen?

Hallo, bin neu hier u. bitte um Tipps, danke jetzt schon!

Mitte 20, seit 6 Jahren berufstätig, verheiratet, keine Kinder, allg. glücklich in Privatleben, oft u. gerade jetzt unglücklich in Berufsleben. Sonderproblem: Art von Paniksituationen beim Essen gehen mit anderen Menschen, die man nicht so gut kennt, dh. gewisse Eßstörung bzw. Angst-Panikreaktion. Einnahme von keinen Medikamenten.
Versuchte Therapien: Autogenes Training, Hypnotherapie, Syst. Familienaufstellung nach Bert Hellinger - 2,5 tägiges Seminar.

Mein Problem ist das, daß ich durch mein „Handicap“ speziell im Berufsleben „behindert“ bin, dh. Essen gehen mit dem Chef ist für mich ein rotes Tuch u. ich bin immer froh, wenn zB Weihnachtsfeiern, etc. vorbei sind. Liegt eben nicht nur :wink: an manchmal unguten Kollegen, die man hat, sondern hauptsächlich an meinen Symptomen, die ich bekomme, wenn solche Events anstehen:
In dem Moment wo ich davon erfahre, daß da u. da essen gegangen werden soll, durchzuckt es mich u. ich fühle mich schlagartig unwohl, grüble andauernd vor mich hin. Ich habe meist Angst, genau dann im Gasthaus, wenn alle anderen (was ja meist so ist), reinschaufeln (speziell wenn es gratis ist), das ich dann keinen Bissen runterkriege (habe ich mal erlebt, wo ich mit dem Schwiegervater Probleme hatte - jetzt bereinigt - daß ich vorher Hunger hatte u. Plötzlich ich fast den Bissen, den ich im Mund hatte, fast nicht mehr runterschlucken konnte. - Die Nerven. - Und als erster reagieren bei mir Magen u. Darm.

Bin jetzt bei einer Psychologin, die aber therapeutisch nicht wirklich an meine Erkenntnisse an der Syst. Familienaufstellung anschließen will (diese sagte mir sogar schon „sagen sie einfach ihren Kollegen, daß sie eßgestört sind“, sicher war es eine absichtlich provokante Aussage von ihr, aber wer von den Kollegen würde schon in angemessener Weise darauf reagieren. Das würde zerredet, Gerüchte aller Art würden entstehen, man würde als schwach angesehen werden u. der Wert als Arbeitnehmer wäre viel geringer, abgesehen davon, wie einem die anderen anschauen. Und ich kann es in gewisser Weise auch verstehen, wenn man das selber nicht erlebt hat, weiß man nicht, wie furchtbar das im Moment für einen sein kann.

Jetzt fange ich Anfang August auch noch in einer neuen Firma an u. bei ganz neuen ungewohnten Situationen vergeht mir der Appetit in der Betriebskantine auch schon.

Habt ihr einen Tipp für mich, welche Art von Hilfe mir am meisten helfen würde?
(P.S. Ich weiß, ich muß selbst daran arbeiten u. der Angst nicht so viel Raum lassen, etc., aber vielleicht fällt euch ja doch was ein?).

Hallo Miachela,

ich denke einfach mal, Deine Psyhologin hat recht.

Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, daß Dich eine tiefgehende Ursachenforschung irgendwo hinführt. Du weißt dann zwar, wo das problem herkommt, aber nicht, wie Du es wieder los wirst.

Da erscheint es sinnvoller, die Angstblockade einfach zu durchbrechen, denn etwas anders ist es nicht. Da wäre eine Offenheit Deinerseits schon einmal ein wichtiger Schritt.

Im Übrigen erscheint mir Deine Angst vor dem Outing unbegründet. Das Du probleme hast, läßt sich sowieso nicht auf dauer verbergen, da ist es besser gleich in die Offensive zu gehen, um anderen gerüchten vorzubeugen. Und meist ist die Einsicht der Kollegen und Chefs größer, als man glaubt.
Es gibt da ja auch ein paar arbeitsrechtliche Fußangeln, schließlich sind auch Essstörungen anerkannte Krankheiten, da kann Dich keiner so ohne Weiteres schikanieren. Im gegenteil, wenn Du Deinen Chef informierst, muß er darauf Rücksicht nehmen.

Ich weiß, daß es Dir schwerfällt, ich kenne das Problem. Ich selber bin Alkoholiker und weiß wirklich, wie schwer es ist, mit solchen Dingen an die öffentlichkeit zu gehen. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß mir meine Offenheit mehr Sympathien eingebracht hat, als ich je für möglich gehalten hätte. Es stimmt nämlich nicht mehr, daß da alle nur darüber lachen.

Und die, die wirklich schief gucken… an denen habe ich nicht viel verloren.

Also trau Dich einfach michaela und bekenne Dich zu deiner Krankheit. Es ist das beste, was Du tun kannst.

Gernot Geyer

Nur du selbst!

Hallo!!

Ich kann sehr gut nachvollziehen,was du durchstehst und mit was du kämpfst,denn ich habe auch Essstörungen.
Ich möchte versuchen,dir ein paar Tips zu geben!
Dein Posting klang beim lesen sehr hastig und so,als ob du wegrennen wolltest vor irgendetwas…Panik vor der Panik,die wiederum die Essstörungen hervorruft?

Helfen und deine Situation lösen kannst nur du selber,aber du kannst dir jemanden als Stütze suchen,der dir auch wirklich helfen möchte,dich wirklich stützt!

Ich mache seit einem Jahr eine alternative Therapie,die ziemlich erfolgreich verläuft.Natürlich kommen auch immerwieder Rückschläge,aber mit der Zeit erkennst du ,daß auch diese Rückschläge dich vorwärz bringen.

Eine Therapie verläuft meistens negativ,wenn sie nicht die richtige für dich ist,oder du sie ablehnst(unbewußt,oder bewußt spielt keine Rolle).

Du schreibst,das du Probleme mit deinem Stiefvater hattest,diese aber bereinigt sind.Bist du dir da sicher?
Hängen deine Panikattacken vielleicht mit einer anderen Person zusammen?
Suche in dir nach den Antworten auf deine Fragen und du wirst sie finden!Aber du mußt sie zulassen und keine Angst davor haben,was sehr schwer ist!
Wenn du alles zulassen kannst,und dich nicht dagegen wehrst,dann hast du einen großen Schritt geschafft!

Mich wundert die Reaktion deiner Therapeutin.Hast du das Gefühl,daß sie dir helfen kann?Wenn nicht,dann würde ich mir einen andere suchen.

Wenn du der Angst wenig Raum gibst,engst du sie ein,verdrängst sie praktisch.Aber genau das ist falsch oder zumindest nicht gut,denn wenn du etwas verdrängst,dann kommt es immerwieder.
Hingegen wenn du es zulässt,dann hast du die Möglichkeit es anzuschauen und eine Lösung zu finden.Praktisch die Wurzel ziehen!

Wenn du möchtest maile mich einfach an!

Alles liebe für dich!
sei stark!

Berlind

hmm…da bin ich anderer Meinung!:smile:
Hallo Gernot!

ich denke einfach mal, Deine Psyhologin hat recht.
Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, daß Dich eine
tiefgehende Ursachenforschung irgendwo hinführt. Du weißt dann
zwar, wo das problem herkommt, aber nicht, wie Du es wieder
los wirst.

Natürlich weißt du dann,wie du es los wirst!
Wenn du an die Wurzel gedrungen bist,dann schaust du dem Übel direkt ins Auge und löst es in dem Moment,wo du es anschaust!
Aber wenn du es verdrängst,dann sucht es dich immer wieder heim!

Da erscheint es sinnvoller, die Angstblockade einfach zu
durchbrechen, denn etwas anders ist es nicht. Da wäre eine
Offenheit Deinerseits schon einmal ein wichtiger Schritt.

Essstörungen haben meist tieferliegenden Ursachen als bloße Angsblockaden!
Die Angst ist nämlich nur eine Wirkung aber nicht die Ursache!

Im Übrigen erscheint mir Deine Angst vor dem Outing
unbegründet.

Das finde ich aber auch!

Das Du probleme hast, läßt sich sowieso nicht auf
dauer verbergen, da ist es besser gleich in die Offensive zu
gehen, um anderen gerüchten vorzubeugen. Und meist ist die
Einsicht der Kollegen und Chefs größer, als man glaubt.
Es gibt da ja auch ein paar arbeitsrechtliche Fußangeln,
schließlich sind auch Essstörungen anerkannte Krankheiten, da
kann Dich keiner so ohne Weiteres schikanieren. Im gegenteil,
wenn Du Deinen Chef informierst, muß er darauf Rücksicht
nehmen.

Eben!Trau dich einfach!genau,wie Gernot es geschrieben hat!

Berlind

Hallo Berlind,

klar ist die Angst nicht die Ursache.
Aber sie ist wichtig, weil solche Geschichten ja irgendwann eine Eigendynamlik bekommen. Man verkrampft innerlich erwartet regelrecht, daß etwas passiert.
Das bekommt man aber kaum in den Griff, wenn man versucht sich zu zwingen, weil es dann noch schlimmer wird.

Oft ist es dann wirklich so, daß die Störungen selbst dann noch wirken, wenn die ursporünglichen Auslöser länmgst verschwunden sind. Mit Logik ist da meist nicht viel zu gewinnen, weil man ja Gefühlen nicht logisch begegnen kann.

Sehr oft jedenfall hat die Geschichte mit dem eigenen Selbstbewußtsein zu tun. Man überlegt zu sehr, welchen Eindruck man bei Anderen hinterläßt und definiert sich darüber, was andere wohl denken mögen. (Funktioniert sowieso nicht, meist denken die etwas ganz anders, als man selber denkt, waas die denken.)
Da hilft es nur, sich so zu akzeptieeren, wie man selber ist. Ich bin ich, und wenn jemand damit ein Problem hat, mich so zu nehmen, wie ich bin, dann hat er Pech gehabt. Sein Problem und meins. Das klingt eventuell etwas überheblich unb schnoddrig, aber es ist so.
Jeder Mensch hat seine indivuduellen Eigenheiten und seinen Charakter und ich finde, dazu sollte er auch stehen. Denn gerade diese Individualität macht jeden Menschen auf seine eigene Art wertvoll und einzigartig. Wir müssen uns nicht verbiegen, um irgendwelchen Idealen zu entsprechen. Wer das macht, der wirkt nicht toll, der wirkt höchstens farblos. Schöne Verpackung ohne Inhalt, Muster ohne Wert sozusagen. Das mag ich nicht.

Gernot Geyer

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Hallo Gernot!

klar ist die Angst nicht die Ursache.
Aber sie ist wichtig, weil solche Geschichten ja irgendwann
eine Eigendynamlik bekommen. Man verkrampft innerlich erwartet
regelrecht, daß etwas passiert.
Das bekommt man aber kaum in den Griff, wenn man versucht sich
zu zwingen, weil es dann noch schlimmer wird.

Genauso ist es!

Oft ist es dann wirklich so, daß die Störungen selbst dann
noch wirken, wenn die ursporünglichen Auslöser länmgst
verschwunden sind. Mit Logik ist da meist nicht viel zu
gewinnen, weil man ja Gefühlen nicht logisch begegnen kann.

hmm…das ist nicht ganz richtig.In den meisten Fällen sind die Störungen auch dann verschwunden,wenn die Ursache gefunden worden ist,und man sie erfolgreich bearbeitet hat!

Sehr oft jedenfall hat die Geschichte mit dem eigenen
Selbstbewußtsein zu tun. Man überlegt zu sehr, welchen
Eindruck man bei Anderen hinterläßt und definiert sich
darüber, was andere wohl denken mögen. (Funktioniert sowieso
nicht, meist denken die etwas ganz anders, als man selber
denkt, waas die denken.)
Da hilft es nur, sich so zu akzeptieeren, wie man selber ist.

Ja!!Unbedingt!Aber für die meisten das aller schwerste,weil man ja von den anderen anerkannt werden möchte,und ganz viel Wert darauf legt,was die anderen von einem denken und halten.
DAS IST DOCH KÄSE!!!
Denn wenn man sich selber so akzeptiert,dann wirft man diese Ausstrahlung auch gleichzeitig nach außen .

Ich bin ich, und wenn jemand damit ein Problem hat, mich so zu
nehmen, wie ich bin, dann hat er Pech gehabt. Sein Problem und
meins. Das klingt eventuell etwas überheblich und schnoddrig,
aber es ist so.

Naja…also…soganz ist das antürlich auch nicht richtig,weil man sich schon ein wenig auf andere einstellen sollte.Wenn man immer von den anderen erwartet,das sie sich auf einen einstellen,dann läuft man ziemlich häufig gegen verschlossene Türen.Man muß flexibel sein.Das heißt allerdings nicht,das man sich anpasst!!

Jeder Mensch hat seine indivuduellen Eigenheiten und seinen
Charakter und ich finde, dazu sollte er auch stehen. Denn
gerade diese Individualität macht jeden Menschen auf seine
eigene Art wertvoll und einzigartig. Wir müssen uns nicht
verbiegen, um irgendwelchen Idealen zu entsprechen. Wer das
macht, der wirkt nicht toll, der wirkt höchstens farblos.
Schöne Verpackung ohne Inhalt, Muster ohne Wert sozusagen. Das
mag ich nicht.

Wunderbar ausgedrückt Gernot!Und genau das sollten sich soviele mal genauer zu herzen nehemn,weil es ihnen dann besser gehen würde!
Jeder Mensch ist einzigartig,wenn er sich selber als Individuum ansieht und anerkennen kann.
Recht herzlichen Dank für diese wunderbaren Worte Gernot!

Alles liebe

Berlind

Hallo Berlind u. Gernot!

Vielen Dank vorerst für eure Antworten, ich werde vorauss. heute Abend Antworten, möchte alles in Ruhe durchlesen!!!
Bis bald!
Michaela

Hallo Berlind!

Naja, hastig, der Grund dafür ist, daß ich ehrlich gesagt, schon an so vielen Stellen um Tipps gebeten habe, daß ich bereits versuche alles kurz u. bündig darzustellen, da es sehr umfassend u. schwierig ist, es zu erklären. Deshalb dieser Telegrammstil, aber nicht, weil ich vor mir selbst davonlaufe, sonst wäre ich ja nicht hier. Ich bin ja diejenige, die sich für sich selbst engangiert u. ich versuche immer wieder was neues, damit es mir besser geht, nur ganz habe ich es offenbar noch nicht geschafft …

Meine Stütze ist mein Mann, er versteht mich und gibt mir Rat u. hilft mir. Oft denke ich mir, wie er es mit mir aushält, aber wenn man sich liebt …

Mein SCHWIEGERvater ist ein schwieriger Mensch, aber im Moment sehr nett und es ist alles ok. Das war damals nur der Auslöser. Ich war nach dem Studium zum ersten mal in einem Job. Es ging mir gut, auch beim Essen in der Kantine u. dann kam der Tod meiner damals - noch nicht Schwiegermutter - der sehr überraschend war u. von meinem Schwiegervater mit Aggressionen überwunden wurde u. mit Alkohol. Und da hat mein Magen empfindlich reagiert u. da hatte ich dann diese Situationen, wo ich einfach nicht weiteressen konnte. Es war nicht Gastritis oder so, einfach ein Reizmagen.

Nein, daß die Panikattacken mit anderen Personen zusammenhängen kann ich mir nicht vorstellen, mein Arbeitsgebiet in der Firma hat sich andauernd geändert, genauso wie das Umfeld und die Chefs u. Kollegen.

Warum ich nochmals zu dieser Therapeutin gehen werde, ist der Grund, daß sie mich fordert u. Antworten von mir will, die ich mir nie gedacht hätte. Sie arbeitet auf jeden Fall anders als die anderen. Mal sehen. Aber die eine Aussage hat mir nicht gefallen mit dem outen. Entweder hat sie keine Ahnung, wie´s im Berufsleben zugeht, oder sie wollte mich eben herausfordern. Denn bei uns jedenfalls im Job habe ich letzten Freitag erst wieder herausgefunden, ist jeder gegen jeden, auch wenn es offensichtlich nicht so aussieht. Ich hasse das. Aber ich habe keine Ahnung, was ich sonst beruflich machen sollte. Und es ist SICHER nicht nur in dieser Firma so. Ich bin ein offener, ehrlicher u. extrovertierter Typ u. tue mir beruflich so sehr schwer. Denn ich finde, wenn ich mit jemandem nicht offen sprechen kann, ist jede andere Unterhaltung auch wertlos u. uninteressant u. die Energie nicht wert. SICHER tue ich mir da nicht leichter u. mache mir mein Leben nicht leichter, aber seine Einstellung/Grundeinstellung zu ändern, fällt sehr schwer u. ich kann mir auch nicht vorstellen, daß das mit meinem Problem total grundsätzlich was zu tun hat, verbessern tut es das sicher auch nicht, aber was soll man tun. Geld verdienen muß man eben auch. Ich meine, am liebsten würde ich 2 Kinder kriegen u. zu Hause bleiben od. dann irgendwo einen Halbtagsjob annehmen. Kinder lassen einem sicher viel vergessen, sicher, dafür hat man dann andere Probleme. UND ich will auch nicht, daß meine Kinder Lückenfüller sind für Dinge mit denen ich nicht zurande komme bzw. Ersatzhandlungen. Ich möchte sicher Kinder u. mache das alles dann auch (Halbtagsjob, …), nur im Moment versuche ich eben noch meine Situation zu verbessern.
Denn - da kommt schon wieder das Grübeln - irgendwann sind die Kinder groß u. dann muß ich mit deren Schwiegereltern zB essen gehen. Uaaaaaaah u. da will ich meine Kinder nicht blamieren. Seht ihr, es ist krank, abartig, meine Gedankengänge. Buhuuu.

Na, ich bin da anderer Meinung mit der Angst. Wenn ich mich jedesmal voll hineinfallen lasse u. das Gefühl lebe (was ich wirklich oft genug getan habe, schon zu oft!!!), dann wird sie nicht weniger. Sicher nicht. Wieso denn auch. Sie hat Platz, wird akzeptiert, ausgelebt. NEIN, ich will für sie keinen Platz mehr haben, sie soll verschwinden. Ich möchte über ihr stehen!

Hallo Gernot!

Ich habe schon viel Ursachenforschung unternommen u. ich glaube fast ich bin schon an der Grenze des nicht mehr herausfinden könnens (auch durch die Syst. Familienaufstellung nach Bert Hellinger), aber ich bin nicht müde noch zu forschen, wer weiß, was sie noch alles rauskriegt. Ich finde auch, daß ein nur das Symptome behandeln es in keiner Sparte der Medizin sein kann, man MUSS an die Wurzel gehen!

Nein, ich glaube an keine Einsicht der Chefs u. Kollegen. Es sind Hyänen. Wenn du einen angenehmen Job hast, dann gratuliere ich dir u. bitte freue dich darüber u. ich freue mich auch, daß du so ein schönes Umfeld hast, aber ich fürchte meines ist damit nicht vergleichbar. Intrigen, einer spielt den anderen aus, man kann niemand vertrauen. Meine Therapeutin meint zwar, daß das meine Sicht der Dinge ist u. andere Menschen, die eine andere Sicht hätten, wären glücklicher. Hahahaha, da gebe ich ihr nicht recht, denn ich erlebe ja die Reaktionen. Auch wenn ich positiv, optimistisch u. freundlich bin. Nein, DA u. gerade dann wird einem noch mehr angetan, weil das als Schwäche angesehen wird! Ein Wahnsinn diese Welt. Leider. Ansonsten bin ich ein extrem glücklicher Mensch (Zuhause).

Wenn ich mich dazu bekennen würde, wäre ich wahnsinnig u. ein Phantast u. vor allem Selbstmörder!

Aber da gebe ich die 100 %ig recht, die Auslöser sind eigentlich verschwunden (bis auf die Angst vor dem Erbrechen, die ist da, ich würde alles tun, um nicht erbrechen zu müssen. Wenn es dann mal der Fall ist, bin ich jedesmal überrascht „daß ich es überlebt habe“ u. fast erleichtert. Und wenn ich jemanden höre, dem schlecht ist, oder so, kriege ich alle Zustände, Schüttelfrost, alles zieht sich zusammen, Panik, ich würde fast ohne ganz angezogen zu sein, aus dem Nebenklo rennen u. selbst wenn ich in der Arbeit bin. Ich atme schwer, … u. brauche Zeit, bis ich mich wieder erhole.).

Ja u. überlegen, auf wen ich welchen Eindruck mache, tue ich oft, viel viel viel zu oft. Ich hasse es, logisch verstehe ich es, daß es ein Schwachsinn ist, aber praktisch kann ich es irgendwie nicht ändern.
Außerdem frage ich mich manchmal, ob manche das Selbstvertrauen mit dem Löffel gefressen haben, die strotzen förmlich davon, auch wenn kein Grund dazu besteht.

Aussehensmäßig, etc. bin ich mit mir zufrieden, auch sonst habe ich bis auf das Essensproblem keine Probleme. Ich kann mit Menschen reden, … Eigenartig, ganz eigenartig. Ich bin entweder sehr stark u. bestimmt oder weich u. verletzlich, daß es ärger nicht mehr geht. Ich finde irgendwie kein Mittelding. Auch in der Arbeit tue ich mir in der Hinsicht schwer, daß es mir vorkommt, als wäre ich entweder freundlich u. entgegenkommend (u. auch offen u. ehrlich) oder ich wirke unfreundlich, frustriert, geschlossen. Ich finde einfach keinen Mittelweg u. kann zB zw. Situation zu Hause u. der Arbeit nicht unterscheiden, es fällt mir total schwer zu sagen:" So, ich bin jetzt in der Arbeit u. hier muß ich aufpassen, ich bin NEUTRAL u. ein wenig distanziert u. lasse auch etwaige Verletzungen nicht gleich auf mich einströmen, sie tangieren mich nicht so, weil es mir nicht so wichtig ist, wie private Kontakte." Das geht nicht, ich bin immer ich, ich habe offenbar leider für die Arbeit keine Maske, wie andere sie von Haus aus haben u. dadurch geschützt sind.

Ich danke euch vielmals für eure Ratschläge u. Anmerkungen, vielleicht fällt euch ja noch was ein?!

Hallo Michaela!

Mein SCHWIEGERvater ist ein schwieriger Mensch, aber im Moment
sehr nett und es ist alles ok. Das war damals nur der
Auslöser. Ich war nach dem Studium zum ersten mal in einem
Job. Es ging mir gut, auch beim Essen in der Kantine u. dann
kam der Tod meiner damals - noch nicht Schwiegermutter - der
sehr überraschend war u. von meinem Schwiegervater mit
Aggressionen überwunden wurde u. mit Alkohol. Und da hat mein
Magen empfindlich reagiert u. da hatte ich dann diese
Situationen, wo ich einfach nicht weiteressen konnte. Es war
nicht Gastritis oder so, einfach ein Reizmagen.

Kenn ich,weil ich den auch habe!!

Nein, daß die Panikattacken mit anderen Personen
zusammenhängen kann ich mir nicht vorstellen, mein
Arbeitsgebiet in der Firma hat sich andauernd geändert,
genauso wie das Umfeld und die Chefs u. Kollegen.

Aber genau das kann die ursache dafür sein!
zB die Veränderungen könnten es sein,wenn es sich ins negative entwickelt hat.

Warum ich nochmals zu dieser Therapeutin gehen werde, ist der
Grund, daß sie mich fordert u. Antworten von mir will, die ich
mir nie gedacht hätte. Sie arbeitet auf jeden Fall anders als
die anderen. Mal sehen. Aber die eine Aussage hat mir nicht
gefallen mit dem outen. Entweder hat sie keine Ahnung, wie´s
im Berufsleben zugeht, oder sie wollte mich eben
herausfordern.

Ich denke eher letzteres!

Denn bei uns jedenfalls im Job habe ich letzten
Freitag erst wieder herausgefunden, ist jeder gegen jeden,
auch wenn es offensichtlich nicht so aussieht. Ich hasse das.

Voilà!Da ist schon was,was dir nicht passt und eventuell auch schon sauer aufstößt im Magen?!?!Verdirbt dir das vielleicht den Appetit?!

Aber ich habe keine Ahnung, was ich sonst beruflich machen
sollte. Und es ist SICHER nicht nur in dieser Firma so. Ich
bin ein offener, ehrlicher u. extrovertierter Typ u. tue mir
beruflich so sehr schwer. Denn ich finde, wenn ich mit
jemandem nicht offen sprechen kann, ist jede andere
Unterhaltung auch wertlos u. uninteressant u. die Energie
nicht wert. SICHER tue ich mir da nicht leichter u. mache mir
mein Leben nicht leichter, aber seine
Einstellung/Grundeinstellung zu ändern, fällt sehr schwer u.
ich kann mir auch nicht vorstellen, daß das mit meinem Problem
total grundsätzlich was zu tun hat, verbessern tut es das
sicher auch nicht, aber was soll man tun. Geld verdienen muß
man eben auch. Ich meine, am liebsten würde ich 2 Kinder
kriegen u. zu Hause bleiben od. dann irgendwo einen
Halbtagsjob annehmen. Kinder lassen einem sicher viel
vergessen, sicher, dafür hat man dann andere Probleme. UND ich
will auch nicht, daß meine Kinder Lückenfüller sind für Dinge
mit denen ich nicht zurande komme bzw. Ersatzhandlungen. Ich
möchte sicher Kinder u. mache das alles dann auch
(Halbtagsjob, …), nur im Moment versuche ich eben noch meine
Situation zu verbessern.
Denn - da kommt schon wieder das Grübeln - irgendwann sind die
Kinder groß u. dann muß ich mit deren Schwiegereltern zB essen
gehen. Uaaaaaaah u. da will ich meine Kinder nicht blamieren.
Seht ihr, es ist krank, abartig, meine Gedankengänge. Buhuuu.

Du kommst immerwieder zum essen,daß du ANGST vorm ESSEN hast!
Was ist so schlimm daran,wenig zu essen?
Setzt du dich uner Druck,das du essen mußt?Oder hast du einfach nur Angst davor,das du essen mußt?
Du mußt gar nichts!!!
Du KANNST!!!

Na, ich bin da anderer Meinung mit der Angst. Wenn ich mich
jedesmal voll hineinfallen lasse u. das Gefühl lebe (was ich
wirklich oft genug getan habe, schon zu oft!!!), dann
wird sie nicht weniger. Sicher nicht. Wieso denn auch. Sie hat
Platz, wird akzeptiert, ausgelebt. NEIN, ich will für sie
keinen Platz mehr haben, sie soll verschwinden. Ich möchte
über ihr stehen!

Das kannst du aber nur,indem du sie zulässt und nicht versuchst zu verdrängen!
Vielleicht lebst du sie falsch!
Du darfst keine Angst davor haben,sie zu leben!
Bis vor kurzem hatte ich genau daselbe Problem,wie du,ich wollte diese Angst nicht zulassen,weil ich gedacht habe,das,wenn ich sie zulasse,sie mich noch tiefer reinreißt.ABER DAS STIMMT NICHT!
Die Depressionen und die Angstattacken gehen schneller vorbei und werden auch weniger,wenn du sie zulässt!
Schau ihr ins Gesicht und zeige ihr,das du stärker bist,als sie!
Versuche auf keinen Fall dich verzweifelt gegen sie zu wehren,denn das kostet Kraft und Nerven!
Ich habe mich verzweifelt gegen sie gestellt und habe versucht sie nicht anschauen zu müssen,weil ich ANgst vor dieser Angst hatte!..jetzt lasse ich jede Attacke zu und lebe sie aus!Danach geht es dir erstmal einen Moment richtig scheiße,aber danach fühlst du dich richtig frei und stärker!
Negative Situationen,wie diese werfen dich nämlich nicht zurück,sondern bringen dich auch nach vorne,aber das zu erkennen dauert lange!
Ich wünsche dir viel glück und viel kraft!
Du wirst das schaffen!:smile:

Alles liebe!

berlind

Bin nicht einverstanden…
Hallo Pia,

daß man sich nur selbst helfen kann, ist eine Aussage, die man sehr oft hört, aber die nicht immer stimmt. Michaela scheint schwerwiegende Probleme zu haben, die meiner Meinung nach nur durch eine Therapie zu lösen sind!

Ich finde, wenn man schlimme Probleme hat, sollte man sich nicht scheue, Hilfe zu suchen. Man kann sich oft NICHT selber helfen.

Ciao
Camilla

1 „Gefällt mir“

hmmm…
Hallo Camilla!

daß man sich nur selbst helfen kann, ist eine Aussage, die man
sehr oft hört, aber die nicht immer stimmt. Michaela scheint
schwerwiegende Probleme zu haben, die meiner Meinung nach nur
durch eine Therapie zu lösen sind!

Das steht außer Frage!Wenn man solche Probleme versucht alleine zu lösen,dann ist man wahnsinnig!

Ich finde, wenn man schlimme Probleme hat, sollte man sich
nicht scheue, Hilfe zu suchen. Man kann sich oft NICHT selber
helfen.

Das habe ich auch nicht so gemeint,wie du es interpretiert hast!
Ich habe gemeint und auch geschrieben(wenn auch nicht in der Form,wie ich es jetzt schreibe)daß
eine Unterstützung(ALSO EIN/E THERAPEUTEN/IN!!!)auf jeden Fall notwendig ist.
Aber kämpfen und die Probleme lösen muß man hauptsächlich selber.Die Therapeuten sind dazu da,das sie dich stützen,dich begleiten und dir helfen,wenn du nicht mehr weiter weißt.
ABER sich voll und ganz nur auf die Anweisungen der Therapeuten zu verlassen ist meiner Meinung nach falsch!
Denn sie können dir das kämpfen nicht abnehmen!Das mußt du schon selber machen!(Ich schreibe aus ERFAHRUNG;o)…)

Gruß

Berlind

Hallo Michaela,

die Therapeutin ist besser, als ich dachte. Sie hat nämlich den springenden Punkt:
Du setzt Dich selber unter Erfolgsdruck.
Natürlich weiß ich, daß die Fragen und Anregungen von ihr auf Dich einfach paradox wirken. Es sind Gedankengänge, die Du so noch nicht gedacht hast. Du haast Dich ganz einfach zu sehr darauf orientiert, was andere von Dir erwarten und was man normalerweise tun sollte.

Das hat aber nicht hin auf die dauer, das macht es nie. kein mensch kann ständig unter Zwang leben oder darunter etwas zu tun, was seinem eigentlichen Willen wiederspricht. Also lerne, Du selber zu sein. Du mußt Dich nicht verstecken oder anpassen. Du denkst es zwar, aber es ist einfach nicht so.
Und Du mußt auch nicht essen, nur weil es andere von Dir erwarten. ALso finde den Mut und akzeptiereDeine Angst. Unterdrücken kannst Du sie sowieso nicht. Und wenn Du nicht essen willst, dann eben nicht. Das ist kein Problem.

Was denkst Du denn, wie viele Menschen täglich aus irgendeine m Grunde eine Aufforderung zum Essen ablehnen? Weil sie krnak sind, weil sie Diät leben müssen oder wollen oder einfach, weil sie keinen Hunger haben. Kein Mensch denkt sich da was dabei. Der einzige, der daraus ein Problem machen kann, bist Du selber.

Du hast eigentlich auch gar keine Wahl. Entweder Du stehst zu Deinem Problem, auch gegenüber anderen Menschen, oder es macht Dich kaputt. Michaela, Du kannst nicht Dein eigenes Gefühl überlisten. Ich habe es jahrelang versucht, das funktioniert nicht. Auch nicht mit irgendwelchen noch so fein gesponnenen Theorien haut das nicht hin.
Also hör auf, Dich zu verbiegen. Bau nicht an einer Fassade, die sowieso irgendwann einstürzt. Du brauchst deine Kraft nötiger für andere Dinge, ehrlich.

Gernot Geyer

Hallo Gernot!

:smiley:u setzt Dich selber unter Erfolgsdruck.“

Ja, das ganz sicher, aber muß man denn heute nicht erfolgreich sein??? - Um überleben zu können u. Geld zu verdienen. Das ist doch alles eine Scheinwelt. Da gibt es Leute, die haben ein super Auftreten u. wenig im Hirn. Wenn man sie sieht, denkt man sich aber sofort. Booohh, der muß gescheit sein. Und wenn eine Schwäche entdeckt wird, wird man verrissen oder diese wird von den anderen ausgenutzt.

1 Erlebnis:
Wie das damals mit dem Schwiegervater war, habe ich mich in meiner Verzweiflung (war vermutlich grade mal so ein 3/4 Jahr in der Firma) an eine scheinbar u. offensichtlich „nette“ Kollegin anvertraut. Ich: groß, schlank. Sie: groß, ziemlich mollig, aber nicht wirklich dick. Ich habe ihr das erzählt, daß ich Hunger habe, essen gehe u. dann mit 7 Kollegen am Tisch sitze u. plötzlich nach dem 3. Bissen (!!!) nicht mehr weiteressen kann.
SIE hat nicht den Mund gehalten, sondern hat es, ich weiß nicht ob es ausnutzen war oder einfach Dummheit. Aber da diese Frau an sich sehr gescheit war u. alles andere als Begriffsstutzig muß es fast Absicht gewesen sein, obwohl ich mir, wie gesagt nicht immer sicher war. Auf jeden Fall hat sie J E D E S M A L gesagt, wenn ich aufhörte zu essen u. die anderen es viell. eh nicht bemerkt hätten: „Na, Michaela, schmeckt´s dir nicht mehr. Was ist denn. Na, da wird das Wetter aber morgen nicht schön sein.“ Ich konnte nicht mehr. Das war schlichtweg PSYCHOTERROR PUR über mind. 1 1/2 Jahre, bis sie dann „endlich“ schwanger wurde. Es war echt, echt schlimm. Ich hätte jedesmal losheulen können. Anstatt daß sie sich zurückhält, wo ich ihr doch mein Leid geklagt habe. Ja u. sie war eine von diesen, die IMMER alles zusammengeputzt hat, bis auf die letzte Erbse.

Und wie du/ihr jetzt sicher schon bemerkt habt, ich bin groß (1.80 m) u. schlank (ich nehme nicht zu, egal wieviel ich esse). Dh. die Ausrede mit „ich bin auf Diät“ oder so würde, wenn ich es sage, eher auf Gelächter stoßen, u. so Bemerkungen wie „geh, du kannst es doch eh brauchen/dir leisten“.

Stellt euch selbst vor, ihr seid eingeladen zum Essen. Chef lädt ein. Arbeitskollegen sind dabei. Alle gieren auf das gratis Essen. Nur ich bin froh, wenn es vorbei ist. (Meist ist es dann so, daß wenn das Essen vorbei ist ich total erleichtert bin u. auch locker bin u. da könnte ich dann ewig sitzen bleiben).
U. dann stellt euch vor, daß eine Kollegin dabei ist, schlank, die einfach kaum was ißt. Es würde MIR SELBER komisch vorkommen u. ich würde mir denken „was hat die“. U. wenn das 2-3 x/Jahr ist, dann weiß ich nicht, was sich die Leute denken.
SICHER, ja, ich MUSS nichts essen u. was sich die anderen denken, ist egal, ABER ich denke, ich würde nur mehr ganz komisch angesehen werden.
Und ihr wißt ja sicher auch, abgesehen davon würde man womöglich den Eindruck erwecken, schwanger zu sein. Denn wenn einer Frau schwindelig ist, oder sie Bauch- od. Magenweh hat, das erste was speziell den Männern (aber auch Frauen) durch den Kopf geht, ist doch: „Die ist womöglich schwanger“!!!
Ok, auch egal, aber es ist einfach eine sehr sehr sehr unangenehme Situation.

Und so wie es Belina sagt, ich soll mich in die Angst hineinfallen lassen. Ok, was passiert dann im Ernstfall. Ich kriege 2-3 Std. od. knapp vor dem angesetzten Essen „Schüttelfrost“, klappere mit den Zähnen, mein Magen scheint ein Gummiringerl um die Speiseröhre geschlungen zu haben, wo man das Gefühl hat, daß nichts rein geht u. ich könnte wegrennen. Wenn ich jetzt alles zulasse u. mich nicht zB arbeitsmäßig ablenke, dann würde ich mich tatsächlich ins Auto setzen u. heimfahren u. meinem Chef u. Kollegen sagen „ich fahre nicht mit essen“. Da ist man so schnell ein Außenseiter.

"Also lerne, Du selber zu sein. Du mußt Dich nicht verstecken oder:anpassen. Du denkst es zwar, aber es ist einfach nicht so.

Und Du mußt auch nicht essen, nur weil es andere von Dir
erwarten. ALso finde den Mut und akzeptiereDeine Angst.
Unterdrücken kannst Du sie sowieso nicht. Und wenn Du nicht
essen willst, dann eben nicht. Das ist kein Problem."

Eben doch, siehe oben.

":Was denkst Du denn, wie viele Menschen täglich aus irgendeine

m Grunde eine Aufforderung zum Essen ablehnen? Weil sie krnak
sind, weil sie Diät leben müssen oder wollen oder einfach,
weil sie keinen Hunger haben. Kein Mensch denkt sich da was
dabei. Der einzige, der daraus ein Problem machen kann, bist
Du selber."

Siehe oben.

"Du hast eigentlich auch gar keine Wahl. Entweder Du stehst zu

Deinem Problem, auch gegenüber anderen Menschen, oder es macht
Dich kaputt."

Tja, ich fürchte, daß könnte passieren. Aber wißt ihr, daß ich Zuhause ganz normal esse u. oft so viel, daß ich dann ein kleines Nußschnäpschen brauche!? Da ist essen wunderschön u. selbst wenn ich nach so einem Firmenessen heimkomme, könnte ich schon essen, weil ich da einfach entspannt u. relaxt bin.
Ihr müßt euch denken, es ist ja nicht nur bei Firmenessen, auch ist es Kollegen schon eingefallen, diese kleinen ekligen Brote „Tramezzini“ ins Büro zu bestellen. Ich wollte von Anfang an nur EINES u. diese eine Kollegin war derartig lästig, daß ich mir zwei bestellen mußte. Alle mmmhh, ist das gut, stopf, stopf u. ICH habe das erste mit Müh u. Not runtergewürgt u. dann lag da noch das zweite. Von der Zeit her war kaum abzusehen, daß die anderen bald fertig werden mit dem Essen u. ewig dabei sitzen u. am Wein süffeln ist komisch. Jetzt habe ich dann einen Teil des 2. Brotes gegessen u. plötzlich war mir echt schlecht. Ich habe mir zu viel zugemutet. Ich ging ins andere Büro u. habe dort beschlossen nach Hause zu fahren, da mir echt schlecht war. Ich habe dann bei den Kollegen angerufen u. ihnen das gesagt. Die taten verständnisvoll. NUR, jetzt hat mich die Kollegin eingeladen und FÜNF Minuten, nachdem ich mit dem Essen fertig bin, fahre ich heim, weil mir schlecht ist. Na, die müssen sich was gedacht haben, sonst war nämlich niemandem schlecht.

" Michaela, Du kannst nicht Dein eigenes Gefühl

überlisten. Ich habe es jahrelang versucht, das funktioniert
nicht. Auch nicht mit irgendwelchen noch so fein gesponnenen
Theorien haut das nicht hin."

Ja, ich denke mir eh, selbst wenn ich eine Strategie habe, wie ich vorgehen kann, ich weiß nicht, ob ich das JEMALS gänzlich wegbringe.

U. die schlimmsten Situationen sind überhaupt Betriebsauflüge, wo man irgendwo mit dem Bus ist u. selbst ja gar nicht heimfahren kann. Das ist Horror pur. U. wenn man dann so engangierte Personalentwickler hat, die es ja für das Optimum halten, wenn möglichst alle auf den Betriebsausflug mitfahren … :frowning:((
Ich habe ja nicht mal die Ausrede, daß ich Kinder habe, um die ich mich - leider - :wink: kümmern müßte.

":Also hör auf, Dich zu verbiegen. Bau nicht an einer Fassade,

die sowieso irgendwann einstürzt. Du brauchst deine Kraft
nötiger für andere Dinge, ehrlich."

Danke, ja, du hast sicher Recht. Vielen Dank überhaupt, für eure Mühe, tut mir sehr gut.

Halo Michaela,

eigentlich scheinen Deine ganzen Probleme mit Deiner Arbeitsstelle zusammenzuhängen. Zumindest kommt das immer mehr hervor. Das ist öse, weil Du da nr schlecht rauskommst. Die einzige Möglichkeit wäre wirklich, dort irgendwo mal „Nein“ zu sagen, egal was für Konsequenzen das hat.

Michaela, ich dabe den Quatsch mit dem erfolgreich sein auch mal geglaubt. Ich habe sogar geglaubt, das macht mir Spaß. Es hat mich letztendlich in den Alkoholismus getrieben, weil der Druck zu groß war und um Haaresbreite wäre ich daran gestorben. Ich habe mich kange gewehrt gegen diese Einsicht, auch noch während der Therapie, als ich total auf der Schnauze lag. Aber ich habe den Ausstieg geschafft.
Es kommt nicht darauf an, unbedingt vorwärts zu kommen im Leben. Viel wichtiger ist es, mit sich und seinem Leben zufrieden zu sein. Und das Geld… so gewaltig viel brauche ich nicht. Ich bin, zugegeben gezwungenermaßen, ausgestiegen aus der Tretmühle. Und es geht mir besser als je zuvor, einfach weil ich zufriedenener bin und endlich auch echte Freunde gefunden habe. Keine, die nur dananch urteilen, was einer ist und was er hat.

Klar ist es ein Schritt ins Ungewisse und es ist nicht einfach, das wweiß ich am Besten. Aber manchmal ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende.
Also sag Deinen Kollegen einfach, daß Du nicht mehr mitspielst. Eventuell gewinnst Du gerade dadurch. Wenn sie nicht mehr mit Dir machen können, was sie wollen, werden sie das eventuell akzeptieren. Und wenn nicht, irgendwie findest Du auch was Anderes. Aber laß Dich nicht kaputtspielen. Denn die Gefahr besteht.
Es täte mir leid drum. Schließlich ist jeder Mensch wertvoll mit all seinenSchwächen und Eigenaarten, auch Du.

Gernot Geyer

auf jeden fall hast du keine eßstörung.
das ist nur ein symptom, nicht die ursache.
die gründe liegen in deinem selbstbewußtsein und evtl. klingt dein standpunkt auch neurotisch.(sozial bedingte fehlhaltung)
das müssen aber fachleute feststellen.
du solltest dir überlegen, ob in deinem falle eine verhaltenstherapie angebracht wäre.
bei angststörungen bietet die christoph-dornier-stiftung hilfe an.

strubbel
nicht die dinge sind es, welche uns beunruhigen, sondern die sicht, die wir auf sie haben.(zitat von nem ollen griechen oder so)

Danke Strubbel!

Die Hypnosetherapeutin nannte es Sozialphobie. Und du hast sicher recht.

Gibt´s diese Stiftung auch in Österreich/Raum Wien?

":nicht die dinge sind es, welche uns beunruhigen, sondern die

sicht, die wir auf sie haben.(zitat von nem ollen griechen
oder so)"

Das gefällt mir sehr gut, sollte man sich einrahmen!
M.

ne, aber kuck mal
http://www.christoph-dornier-stiftung.de/

Die Christoph-Dornier-Stiftung für Klinische Psychologie hat Ambulanzen an ihren Instituten in Berlin, an den Universitäten Braunschweig, Köln, Marburg, Tübingen, Siegen und in Münster.

die betreuen auch ausländer, da kommen sogar leute aus england angereist.
ansonsten im austria brett posten!

strubbel
(nanu, das gibts ja noch gar nicht?)

Hallo Michaela!

Habe mir die Postings der vergangenen Tage durchgelesen und bin mir sicher, daß Dein Problem nicht das Geringste mit einer „Eßstörung“ im üblichen Sinne zu tun hat.
Du bist auf dem Weg, Deinen Platz unter den Menschen zu finden und sorgst Dich, Deinen und den vermeintlichen Ansprüchen der Anderen nicht gerecht zu werden. Das ist ganz natürlich, hat bei Dir lediglich eine ungewöhnliche Form angenommen.

Ich könnte mir vorstellen, daß Du Schwierigkeiten damit hast, einem halb fremden Menschen Deine Meinung zu sagen, besonders, wenn sie für diesen unangenehm ist. Leider gibt es gerade Kollegen, die dieses Ungeübtsein der Selbstbehauptung untrüglich erspüren und sich nicht scheuen, es rigoros für ihre Karriere oder Machtspielchen auszunutzen. Und manchmal steht man deshalb so hilflos davor, weil man nicht akzeptieren kann, daß Menschen so gemein sein können. Oh doch, sie können! Weil ihnen das die einzige Möglichkeit zu sein scheint, sich aus ihrer eigenen Unsicherheit zu retten.
Was Du hier im Forum begonnen hast, solltest Du in real life fortsetzen und tatkräftig ausbauen. Es hilft nur, sich der Situation zu stellen. Du bist ebensowenig perfekt wie alle anderen auch, und daher solltest Du aussprechen, was Du nicht magst. Fang bei Deinen Freunden damit an, und sag es peu à peu immer fremderen Menschen. Erwarte nicht, daß sie alles toll finden, was Du sagst, aber bleibe trotzdem geduldig mit ihnen und vor allem mit Dir selbst.

Zuerst hat man Vorstellungen, wie etwas sein sollte, dann nimmt man hin, wie etwas ist. Und wenn man mutig ist, versucht man etwas dran zu ändern. Aber erstmal muß man sich darin schulen anzuerkennen was ist. Das geht nicht theoretisch in irgendwelchen Hellinger Spielchen, das geht nur, indem man sich den „gefährlichen“ Situationen aussetzt. Du hast es in der Hand, anfangs die Dosierung zu wählen, und sich später schwierigeren Situationen auszusetzen.
Nur darfst Du eines nicht tun: resignieren. Es kann eine Pause geben, aber innerlich braucht es den Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Dieser Wille wird gestärkt, wenn Du Deine Problem mit Deinen Freunden besprichst.
Dann brauchst Du auch keine Thearpie. Sich zu äußern, wie hier im Forum, ist der Weg. Wenn Du Dich offenbarst, zeigst Du Deine Verletzlichkeit und gewährst Vorschußvertrauen. Manche werden es ausnutzen, die meisten nicht. Dabei wirst Du lernen. Das ist alles vorauf es ankommt.

Lieben Gruß
Hans

Paniksituationen beim Essen gehen mit anderen Menschen, die
man nicht so gut kennt, dh. gewisse Eßstörung bzw.
Angst-Panikreaktion.

klingt nicht nach einer eßstörung, sondern nach einer bestimmten form der sozialphobie, d.h. sich vor anderen in bestimmten situationen zu blamieren. das problem mit dem essen in gesellschaft ist gar nicht so selten!

Einnahme von keinen Medikamenten.

sehr gut! am besten dabei bleiben!

Versuchte Therapien: Autogenes Training, Hypnotherapie, Syst.
Familienaufstellung nach Bert Hellinger - 2,5 tägiges Seminar.

ist gezielt für diese störung nicht das beste!

Habt ihr einen Tipp für mich, welche Art von Hilfe mir am
meisten helfen würde?

mein tipp: (ich habe die anderen nicht gelesen, vielleicht kommt daher etwas doppelt) gezielt zuerst diese form der phobie behandeln und dann auf das thema selbstunsicherheit zugehen.
beste erfolge bei der behandlung von angststörungen hat die verhaltenstherapie, ist hier die beste lösung!
alles gute
andrea

Sonderproblem: Art von

Paniksituationen beim Essen gehen mit anderen Menschen, die
man nicht so gut kennt, dh. gewisse Eßstörung bzw.
Angst-Panikreaktion.

das ist keine esstörung (dazu gehören: anorexie, bulimie, binge-eating disorder, adipositas)sondern eine form der sozialphobie, d.h. die angst vor bestimmten situationen, in denen man sich vor anderen blamieren könnte

Versuchte Therapien: Autogenes Training, Hypnotherapie, Syst.
Familienaufstellung nach Bert Hellinger - 2,5 tägiges Seminar.

ist speziell bei dieser störung nicht so günstig

Habt ihr einen Tipp für mich, welche Art von Hilfe mir am
meisten helfen würde?

ja: am erfolgreichsten ist hier verhaltenstherpie, da es sich höchtswahrscheinlich um eine angststörung handelt.
die angst, beim essen in gesellschaft unangenehm aufzufallen, ist gar nicht so selten, hatte selbst schon klienten in meiner eigenen praxis mit diesem problem. ich würde zuerst mit einer verhaltenstherapeutin ganz gezielt dieses problem mit dem essen angehen, das dauert gar nicht mal so lange, erfolgschancen sind ausgezeichnet; und dann das thema selbstunsicherheit angehen. auch hier punktet die verhaltenstherapie ganz ausgezeichnet.
das halte ich für dauerhafte erfolge für wichtig.

(P.S. Ich weiß, ich muß selbst daran arbeiten u. der Angst
nicht so viel Raum lassen

es funktioniert eher umgekehrt - sich der angst stellen und sie mit hilfe von verschiedenen, individuell zugeschnittenen techniken schrittweise abbauen.
alles gute
andrea