Hallo Berlind!
Naja, hastig, der Grund dafür ist, daß ich ehrlich gesagt, schon an so vielen Stellen um Tipps gebeten habe, daß ich bereits versuche alles kurz u. bündig darzustellen, da es sehr umfassend u. schwierig ist, es zu erklären. Deshalb dieser Telegrammstil, aber nicht, weil ich vor mir selbst davonlaufe, sonst wäre ich ja nicht hier. Ich bin ja diejenige, die sich für sich selbst engangiert u. ich versuche immer wieder was neues, damit es mir besser geht, nur ganz habe ich es offenbar noch nicht geschafft …
Meine Stütze ist mein Mann, er versteht mich und gibt mir Rat u. hilft mir. Oft denke ich mir, wie er es mit mir aushält, aber wenn man sich liebt …
Mein SCHWIEGERvater ist ein schwieriger Mensch, aber im Moment sehr nett und es ist alles ok. Das war damals nur der Auslöser. Ich war nach dem Studium zum ersten mal in einem Job. Es ging mir gut, auch beim Essen in der Kantine u. dann kam der Tod meiner damals - noch nicht Schwiegermutter - der sehr überraschend war u. von meinem Schwiegervater mit Aggressionen überwunden wurde u. mit Alkohol. Und da hat mein Magen empfindlich reagiert u. da hatte ich dann diese Situationen, wo ich einfach nicht weiteressen konnte. Es war nicht Gastritis oder so, einfach ein Reizmagen.
Nein, daß die Panikattacken mit anderen Personen zusammenhängen kann ich mir nicht vorstellen, mein Arbeitsgebiet in der Firma hat sich andauernd geändert, genauso wie das Umfeld und die Chefs u. Kollegen.
Warum ich nochmals zu dieser Therapeutin gehen werde, ist der Grund, daß sie mich fordert u. Antworten von mir will, die ich mir nie gedacht hätte. Sie arbeitet auf jeden Fall anders als die anderen. Mal sehen. Aber die eine Aussage hat mir nicht gefallen mit dem outen. Entweder hat sie keine Ahnung, wie´s im Berufsleben zugeht, oder sie wollte mich eben herausfordern. Denn bei uns jedenfalls im Job habe ich letzten Freitag erst wieder herausgefunden, ist jeder gegen jeden, auch wenn es offensichtlich nicht so aussieht. Ich hasse das. Aber ich habe keine Ahnung, was ich sonst beruflich machen sollte. Und es ist SICHER nicht nur in dieser Firma so. Ich bin ein offener, ehrlicher u. extrovertierter Typ u. tue mir beruflich so sehr schwer. Denn ich finde, wenn ich mit jemandem nicht offen sprechen kann, ist jede andere Unterhaltung auch wertlos u. uninteressant u. die Energie nicht wert. SICHER tue ich mir da nicht leichter u. mache mir mein Leben nicht leichter, aber seine Einstellung/Grundeinstellung zu ändern, fällt sehr schwer u. ich kann mir auch nicht vorstellen, daß das mit meinem Problem total grundsätzlich was zu tun hat, verbessern tut es das sicher auch nicht, aber was soll man tun. Geld verdienen muß man eben auch. Ich meine, am liebsten würde ich 2 Kinder kriegen u. zu Hause bleiben od. dann irgendwo einen Halbtagsjob annehmen. Kinder lassen einem sicher viel vergessen, sicher, dafür hat man dann andere Probleme. UND ich will auch nicht, daß meine Kinder Lückenfüller sind für Dinge mit denen ich nicht zurande komme bzw. Ersatzhandlungen. Ich möchte sicher Kinder u. mache das alles dann auch (Halbtagsjob, …), nur im Moment versuche ich eben noch meine Situation zu verbessern.
Denn - da kommt schon wieder das Grübeln - irgendwann sind die Kinder groß u. dann muß ich mit deren Schwiegereltern zB essen gehen. Uaaaaaaah u. da will ich meine Kinder nicht blamieren. Seht ihr, es ist krank, abartig, meine Gedankengänge. Buhuuu.
Na, ich bin da anderer Meinung mit der Angst. Wenn ich mich jedesmal voll hineinfallen lasse u. das Gefühl lebe (was ich wirklich oft genug getan habe, schon zu oft!!!), dann wird sie nicht weniger. Sicher nicht. Wieso denn auch. Sie hat Platz, wird akzeptiert, ausgelebt. NEIN, ich will für sie keinen Platz mehr haben, sie soll verschwinden. Ich möchte über ihr stehen!
Hallo Gernot!
Ich habe schon viel Ursachenforschung unternommen u. ich glaube fast ich bin schon an der Grenze des nicht mehr herausfinden könnens (auch durch die Syst. Familienaufstellung nach Bert Hellinger), aber ich bin nicht müde noch zu forschen, wer weiß, was sie noch alles rauskriegt. Ich finde auch, daß ein nur das Symptome behandeln es in keiner Sparte der Medizin sein kann, man MUSS an die Wurzel gehen!
Nein, ich glaube an keine Einsicht der Chefs u. Kollegen. Es sind Hyänen. Wenn du einen angenehmen Job hast, dann gratuliere ich dir u. bitte freue dich darüber u. ich freue mich auch, daß du so ein schönes Umfeld hast, aber ich fürchte meines ist damit nicht vergleichbar. Intrigen, einer spielt den anderen aus, man kann niemand vertrauen. Meine Therapeutin meint zwar, daß das meine Sicht der Dinge ist u. andere Menschen, die eine andere Sicht hätten, wären glücklicher. Hahahaha, da gebe ich ihr nicht recht, denn ich erlebe ja die Reaktionen. Auch wenn ich positiv, optimistisch u. freundlich bin. Nein, DA u. gerade dann wird einem noch mehr angetan, weil das als Schwäche angesehen wird! Ein Wahnsinn diese Welt. Leider. Ansonsten bin ich ein extrem glücklicher Mensch (Zuhause).
Wenn ich mich dazu bekennen würde, wäre ich wahnsinnig u. ein Phantast u. vor allem Selbstmörder!
Aber da gebe ich die 100 %ig recht, die Auslöser sind eigentlich verschwunden (bis auf die Angst vor dem Erbrechen, die ist da, ich würde alles tun, um nicht erbrechen zu müssen. Wenn es dann mal der Fall ist, bin ich jedesmal überrascht „daß ich es überlebt habe“ u. fast erleichtert. Und wenn ich jemanden höre, dem schlecht ist, oder so, kriege ich alle Zustände, Schüttelfrost, alles zieht sich zusammen, Panik, ich würde fast ohne ganz angezogen zu sein, aus dem Nebenklo rennen u. selbst wenn ich in der Arbeit bin. Ich atme schwer, … u. brauche Zeit, bis ich mich wieder erhole.).
Ja u. überlegen, auf wen ich welchen Eindruck mache, tue ich oft, viel viel viel zu oft. Ich hasse es, logisch verstehe ich es, daß es ein Schwachsinn ist, aber praktisch kann ich es irgendwie nicht ändern.
Außerdem frage ich mich manchmal, ob manche das Selbstvertrauen mit dem Löffel gefressen haben, die strotzen förmlich davon, auch wenn kein Grund dazu besteht.
Aussehensmäßig, etc. bin ich mit mir zufrieden, auch sonst habe ich bis auf das Essensproblem keine Probleme. Ich kann mit Menschen reden, … Eigenartig, ganz eigenartig. Ich bin entweder sehr stark u. bestimmt oder weich u. verletzlich, daß es ärger nicht mehr geht. Ich finde irgendwie kein Mittelding. Auch in der Arbeit tue ich mir in der Hinsicht schwer, daß es mir vorkommt, als wäre ich entweder freundlich u. entgegenkommend (u. auch offen u. ehrlich) oder ich wirke unfreundlich, frustriert, geschlossen. Ich finde einfach keinen Mittelweg u. kann zB zw. Situation zu Hause u. der Arbeit nicht unterscheiden, es fällt mir total schwer zu sagen:" So, ich bin jetzt in der Arbeit u. hier muß ich aufpassen, ich bin NEUTRAL u. ein wenig distanziert u. lasse auch etwaige Verletzungen nicht gleich auf mich einströmen, sie tangieren mich nicht so, weil es mir nicht so wichtig ist, wie private Kontakte." Das geht nicht, ich bin immer ich, ich habe offenbar leider für die Arbeit keine Maske, wie andere sie von Haus aus haben u. dadurch geschützt sind.
Ich danke euch vielmals für eure Ratschläge u. Anmerkungen, vielleicht fällt euch ja noch was ein?!