Hallo zusammen,
HELP!
Ich hab mal in einem Konflikt-Management-Seminar eine Übung mitgemacht
„Der Rote Faden“
Dabei ging es darum, dass an Hand von drei spontan genannten Beispielen (und folgenden Assoziationen dazu) mit Hilfe der Gruppe und des Trainers typische Konfliktsituationen, die sich durch das ganze Leben ziehen, gefunden werden sollen.
Aber ich bekomm den Übungsablauf nicht mehr ganz zusammen:
Es war ein „typisches“ Beispiel aus der Kinheit/frühen Jugend, ein aktuelles und ein…???
Kann mir da wer weiterhelfen!!
Viiiiiiel Danke und liebe Grüße#
Birgit
Hi Birgit
ich versteh noch nicht so recht, wonach du suchst:
brauch ein paar mehr infos…
suchst du nach der Bezeichnung für die Konfliktsituation, die ihr diskutiert hattet? oder nach einer neuen?
„Der Rote Faden“
ist das irgendeine Standardübung aus einem Kontext, den ich nicht kenne?
Dabei ging es darum, dass an Hand von drei spontan genannten
Beispielen (und folgenden Assoziationen dazu)
von WEM spontan genannt? von den Übungteilnehmern?
typische Konfliktsituationen, die sich durch das ganze Leben ziehen
Also weder ist ein Kindheitskonflikt, noch ein aktueller ein solcher, der sich durchs Leben hinzieht…
Und was ein Konflikt, „der sich durchs Leben hinzieht“ überhaupt ist, weiß ich auch nicht… ich kenne nur
- vergangene, also bewältigte
- aktuelle, also unbewältigte (welche auch schon sehr alt sein können)
und dann noch - mögliche Konflikte
Es war ein „typisches“ Beispiel aus der Kinheit/frühen Jugend,
ein aktuelles und ein…???
also suchst du doch nach dem, was ihr bei der Übung hattet?
und gehts dir nur um die Bezeichnung? (weißt du denn in diesem Fall noch was davon?)
also: beam noch mal was rüber
Gruß
Metapher
Hi Metapher,
suchst du nach der Bezeichnung für die Konfliktsituation, die
ihr diskutiert hattet? oder nach einer neuen?
Weder noch, sondern danach, dass an Hand der Beispiel eine typisches Konfliktmuster gesucht wird, der sich wie ein roter Faden durch das Leben des Probanden führt.
ist das irgendeine Standardübung aus einem Kontext, den ich
nicht kenne?
Keine Ahnung ob Standard oder nicht, ich nehm mal an nicht, weil ich unter dieser Bezeichnung in der gängigen Lit. nix gefunden habe. Der Kontext ist Konfliktmanagement.
von WEM spontan genannt? von den Übungteilnehmern?
Ja!
Also weder ist ein Kindheitskonflikt, noch ein aktueller ein
solcher, der sich durchs Leben hinzieht…
Nein, es soll auch nur nach dem Kernkonflikt gesucht werden, z.B. fühlt sich generell abgelehnt, oder so ähnlich
Und was ein Konflikt, „der sich durchs Leben hinzieht“
überhaupt ist, weiß ich auch nicht… ich kenne nur
- vergangene, also bewältigte
- aktuelle, also unbewältigte (welche auch schon sehr alt
sein können)
und dann noch- mögliche Konflikte
Es geht eben dabei nicht um die Lösung oder den Inhalt der Konflikte sondern um die Suche des Konfliktgrundmusters der betreffenden Person. Wenn das gefunden werden kann, hilft das oft als regelrechter Augenöffner, einen Lösungsansatz für aktuelle Konflikte zu finden.
also suchst du doch nach dem, was ihr bei der Übung hattet?
und gehts dir nur um die Bezeichnung? (weißt du denn in diesem
Fall noch was davon?)
Leider sonst nix *winsel*
also: beam noch mal was rüber
Hiermit getan
Liebe Grüße und vielen vielen Dank#
Birgit
Grundmuster
Also Birgit
bei der Suche nach dem, was du suchst bin ich immer noch nicht weiter, aber hier ein paar „Blindversuche“ 
In der Psychologie hat man folgende Konflikt-Grundmuster :
Appetenz-Appetenz-Konflikt (Urlaub am Meer oder in den Bergen)
Aversions-Aversions-Konflikt (Ärger mit dem Chef oder auf Job verzichten)
Appetenz-Aversions-Konflikt (Typisch bei Prüfungsängsten)
Nein, es soll auch nur nach dem Kernkonflikt gesucht werden,
z.B. fühlt sich generell abgelehnt, oder so ähnlich
Also der Begriff „Kernkonflikt“ kommt in meinem Konfliktmanagement nicht vor, auch nicht im Training (in dem es solche Art von Übungen auch nicht gibt). „abgelehnt fühlen“ ist kein Konflikt, aber eine konflikterzeugende Eigenschaft, also ein (latentes) Konflikt-Potential.
Suchst du trotzdem jedenfalls solche Eigenschaften eines Individuums wie „abgelehnt fühlen“? Dann wäre das z.b.
„Egozentrismus“
„Mißtrauen gegenüber Unbekanntem“
„Rechthaberei“
„Konkurrenzangst“
die „Unsicherheit/Arroganz“-Ambivalenz
„Minderwertigkeitsgefühle“ und viele andere…
Es geht eben dabei nicht um die Lösung oder den Inhalt der
Konflikte sondern um die Suche des Konfliktgrundmusters der
betreffenden Person.
Also Konfliktgrundmuster stehen oben… das sind aber keine individuellen. Beispiele ferner:
- der Geschwisterkonflikt (Freude über das Geschwister, aber Einbußen an Zuwendung durch die Eltern)
- double-bind-Botschaften („sei endlich mal autonom“, „tu ws du willst“, „sei mal spontan“)
- die bekannte Bordeline-Paradoxie („ich liebe dich - laß mich in Ruhe“, „ich hasse dich - verlaß mich nicht“)
Wenn das gefunden werden kann, hilft das oft als regelrechter Augenöffner, einen Lösungsansatz für aktuelle Konflikte zu finden.
Klar, die abstrakte Struktur des Konflikts zu finden, ist der erste Weg…
Was ich noch nicht verstanden hab:
- ob du dich zu erinnern versuchst, was ihr da gemacht habt, oder
- ob du neue Beispiele suchst…
Wenns sehr dringend ist, ruf mal an, oder meld dich im ICQ
Gruß
Metapher
Hi,
Ich kenne ein paar rote Fäden, die auf einem alten , nicht wahrgenommenen Konflikt beruhen.
Zum Beispiel eine Frau, die jedesmal, wenn ihr jemand etwas beibringen will, mit Abwehr und Bockigkeit reagiert.
als Kind Lehrer zum Wahnsinn trieb, in der Ausbildung dauernd an ihrem Ausbilder herummäkelt, und in der Berufschule prompt eine lehrerin entdeckt hat, die ganz „doof“ ist. Das gemeinsame Muster ist ein „Autoritätsproblem“. Erst wenn sie sich als autonom und stark erlebt, kann sie Autorität akzeptieren. Das wird wohl noch dauern. Der Konflikt Herd sind ungelöste Familien Konflikte.
anderes Beispiel:
Eine Frau trifft nur auf schreckliche Frauen. Ihre Chefin- furchtbar, Ärztinnen -grauenhaft- Freundinenn- um Gottes willen. Wenn eine Frau auftaucht , wird sie ersteinmal abgelehnt. Das war dieser Frau nicht bewusst. Bis jemand sie darauf aufmerksam gemacht hat. Dann hat sie darauf geachtet und festgestellt - es stimmt. Nach langem Nachdenken, kam sie der Sache auf den Grund. Sie war von einer Frau in ihrer Kindheit schrecklich misshandelt worden. Und übertrug nun fleißig die alte Angst, die Wut und den Zorn auf die „unschuldigen“ Gegenüber. Heute noch kann sie mit Frauen nicht gut umegehn, aber sie weiß, dass das ihr Ding ist. Das ist ihr eine Hilfe.
Hilft das?
Grüße Leska