Hallo Thomas,
Es ist wohltuend, hier immer wieder auch Kommentare von
Männern zu lesen, die ihr maskulines Potential,analytisch und
rational zu denken nicht zur Abwehr benutzen, sondern im
konstruktiven Sinne.
Da kann Frau nur staunen.Und das sollte nicht heissen, daß
Frauen nicht rational denken können, aber feminines Potential
ist schon eher intuitiver Art,so daß es ganz schön
aufzupassen gilt,wenn dann-meist Männer-Leute ankommen,die
Erklärungen auf der anderen Ebene wollen.Man weiß irgendwie,
aber oft nicht wie und läuft dann Gefahr,Falschaussagen zu
machen,ärgerlich…
Oh je,das kann man wirklich missverstehen,ich habe es etwas komplexer gemeint,will versuchen,das zu erörtern weiter unten.
Die Differenzierung zwischen männlichem und weiblichen
Potential mit der Dichotomie rational/intuitiv gleichzusetzen,
halte ich nicht nur für falsch, sondern sogar für gefährlich!
Auf jeden Fall aber ist diese Einteilung hinderlich - für die
Männer, weil sie sich genüsslich zurücklehnen könnten und
träge werden; für die Frauen, weil sich sich frustriert
verkriechen könnten, „weil es ja doch keinen Sinn macht“.
Darum rede ich auch von maskulinem Potential und nicht männlich,bzw feminin statt weiblich.
Es ist nicht was ich meine,daß Frauen fühlen und NMänner denken und Schluss der Weisheit.
Nein,aber das maskuline Prinzip,das in Männern überwiegt,während sie auch feminine Anteile besitzen ist für mich geknüpft an rationales Denken,unter vielem anderen.Man könnte es auch Yang-Prinzip nennen,aber erstens wird man dann gleich wieder in die Esoterikecke geschoben und zweitens leben wir ja nun in Europa.
Das feminine oder Ying-Prinzip überwiegt im „Normalfall“ in den Frauen während sie natürlich auch maskuline Selbstanteile haben.Diese maskulinen Teile in den Frauen nannte Jung übrigens animus,die femininen in den Männern anima.Diese femininen Anteile sind in der Tat eher rezeptiv und intuitiv.
Durch dieses Modell kann man die Welt sehen,wie durch viele andere auch,ich finde es mitunter recht aufschlussreich und es fühlt sich für mich richtig an.
Als kleine Anmerkung aus der Biologie lässt sich noch hinzufügen,daß wir auf genetischer Ebene, im Chromosomensatz und auf hormoneller Ebene alle beides in uns haben,männlich und weiblich.
Das männliche gen im Manne ist nur dominant,und die androgenen Geschlechtshormone überwiegen quantitativ.
Das ist kein Beweis, nur eine Analogie.
Daraus ergibt sich keinesfalls, daß Frau sich zurückziehen kann,hat keinen Zweck und so,denn sie hat ja auch den animus,der vielleicht lernen will.Dieser Teil von mir hat danke gesagt zu Dir,der andere weibliche Teil findet es allerdings in der Tat manchmal ganz toll, daß Männer Autos reparieren, viel besser als dieser Teil in mir rational denken können und noch vieles mehr.Denn dieser Teil findet naturwissenschaftliches Denken recht stressig,da die Intuition eh den richtigen Weg findet,den muss ich dann gar nicht verstehen.
So,und auf der anderen Seite,die Männer,viele unterdrücken ja komplett ihre anima und sind dann „kopflastig“,haben Probleme über ihre Gefühle zu reden,sie zu fühlen,Intuition auch schwach ausgebildet.Im Schlimmstfall führt das zur Abwehr alles Weiblichen in verschiedenen Formen.Und Herzkrankheiten…nur meine ganz private Meinung…
Also Zurücklehnen ist nicht,denn auch Potentiale muss man ausbilden und im Training bleiben und die Arbeit für Männer in unserer Zeit ist es meiner Meinung nach,ihre femininenPotentiale ein wenig mehr zuzulassen.
Und aus der Spannung zwischen diesen Gegensätzen intern in Männern und Frauen und extern zwischen Männern und Frauen,ja da wird es doch erst „befruchtend“, in diesem Kontext vor allem auf geistiger Ebene.Denn geht es nicht darum,ganz zu werden?
DAs ist wieder nur mein persönliches Ziel.
Ich kenne ebensoviele Frauen wie Männer, die rational denken
(können). Die Frauen, an die ich denke, sind sogar manchmal
noch etwas stärker rational, weil sie die Rationalität mit
ihrer ganzen Person verkörpern.
Meiner Meinung nach weil wir immer noch in einem Patriarchat leben(bin keine Emanze!) und sie überkompensieren.Oder weil sie einfach einen sterk ausgebildeten animus haben.
Da ist (vielleicht?) eine
geschlechtsspezifische Unterscheidung sinnvoll, weil Männer
oft zwischen ihrem Denken und ihrem Handeln differenzieren und
keine Einheit herstellen, was den Frauen auf der anderen Seite
häufig gelingt.
Was aber ist das „Geheimnis“ der Rationalität? Ich verrate es:
Es gibt keines! Die Methode der Rationalität besteht
eigentlich nur in der Prüfung von Aussagen auf ihre
Richtigkeit bzw. Schlüssigkeit oder Tragweite. Mehr steckt
nicht dahinter.
Ja.
Von Deiner Denkweise konnte ich was lernen,danke!
Das freut mich. Ich gebe aber zu bedenken, dass - wenn du
diese Denkweise übernimmst - deine Profession (Ich habe
gelesen, dass du homöopathisch arbeitest) ins wanken geraten
könnte.
Damit habe ich kein Problem,ergibt sich eigentlich aus meiner obigen Erklärung,da ich ja beide Prinzipien in mir habe,die miteinander auch in Kommunikation stehen kann ich Ambivalenzen auf der Ebene aushalten.
Daß Homöopathie auf rationaler Ebene keinen Boden findet,ist mir klar,obwohl ich da gar nicht mehr sicher bin,aber das ist ein anderes Thema,aber muss ja auch gar nicht,meine Intuition und EWrfahrung überzeugen mich mehr als ausreichend.
Es ist eben nichts so einfach und eindeutig,zu jedem Gedanken gibt es irgendwo das gegenpolige Passtück.Lassen sich nie miteinander vereinbaren,aber gerade das ist doch das Leben…meiner Meinung nach…
Jetzt bietet sich für mich die Gelegenheit, auf mein Motto (in
Kurzfassung auf der Visitenkarte) hinzuweisen.
a) „Sapere aude! (Denke selbst!) Habe Mut, dich deines eigenen
Verstandes zu bedienen!“ (Immanuel Kant, 1724-1804)
Natürlich, und wo lerne ich zu denken…indem ich erstmal gucke,wie es andere tun ,es prüfe und integriere oder nicht,das sagt mein animus.
und
b) „Wir stehen auf den Schultern von Riesen. Deshalb können
wir weiter sehen als sie.“ (Alanus ab Insulis, 1128-1202)
Habe ich nur halb verstanden,wer sind die Riesen?
Auch Dir herzliche Grüße,Mina