Woher kommt Pessimismus, was kann ich tun?

Hallo,

Ich bin mit meiner Freundin seit einem Jahr zusammen und wir leben in einer Wochenendbeziehung.
Wir haben viele gemeinsame Interessen und ziehen uns auch körperlich an.
Seit einiger Zeit beginnt unsere Beziehung allerdings zu bröckeln. Bei jeder Möglichkeit nimmt Sie den schlechtesten aller denkbaren Verläufe an - Sie ist pesimistisch.
Ich versuche dabei ihr die positiven Seiten zu zeigen.
Bei dem Versuch sie aufzubauen, reiben wir uns oft auf, was in einem handfesten Streit endet.

Meine Frage: woher kommt so ein ausgeprägter Pesimismus?
Muß ich damit leben oder kann ich ihr dabei helfen?
Mache ich etwas falsch?

Ich bin dankbar für jeden Rat.

Eigentlich eine tolle Frage, die mich sofort elektrisiert hat, aber in Deinem Fall bezweifle ich fast, daß Pessimismus das Problem ist.
Wenn Deine Freundin nicht schon immer einen Hang zum Schwarzsehen hatte, spielt dieser Zug hier kaum eine Rolle. Scheint eher eine Beziehungskiste als ein individuelles Problem zu sein.
Deine Freundin will Schluß machen, sagt es nicht frei heraus und Du willst die Beziehung weiterführen. Vielleicht ist sie realistisch und Du ein Träumer?

Am üblichsten ist in solchen Fällen, daß man nicht wirklich miteinander redet. Man stellt Behauptungen über den Anderen auf, hört eigentlich nicht zu und hat nur noch wenig Sinn für Zwischentöne.
Ehrlich sein, seine Wünsche und Bedürfnisse zugeben und es gut mit dem Anderen meinen, ist das einzige was hilft. Wenn man nicht das Gefühl hat, daß der Partner eine gemeinsame Zukunft sieht, dann kann man nicht mehr reden. Dann ist Ende der Fahnenstange.

Also. Erstmal weiterreden, immer in Kontakt bleiben.

Tschüß
Hans

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Hallo,
also mal im Ernst: wenn eine Frau das Gefühl hat, dass Sie demnächst abgeschossen wird, dann muss das doch nicht aus dem Gefühl heraus entstehen, dass sie selbst keine Lust mehr auf die Beziehung hat!

Negative Vorgeschichten beeinflussen die Gefühle eines jeden Menschen; Männer können das wohl nur besser verbergen!

Mir selbst geht es auch immer so: sobald mein Partner auch nur die geringste Unzufriedenheit aufweist (und sei es, weil beispielsweise der Arbeitstag schlecht gelaufen ist), dann denke ich immer SOFORT, dass er wegen mir unzufrieden ist. Dass seine schlechte Laune an mir liegt. Und dass er es eh nicht mehr lange mit mir aushalten wird.

Kommt daher, dass ich zwei wirklich sehr negative Erlebnisse hinter mir habe und der Männerwelt einfach nicht mehr leichtfertig vertrauen kann. Ausserdem fängt man an, an sich selbst zu zweifeln, wenn mal etwas schief gelaufen ist.

Das ist schon schwierig genug für sie. Wenn sie meint, Schluss machen zu müssen, wird sie das auch tun. Wenn Du jetzt diese Beziehung beendest, wird es sie nur bestätigen und der Nachfolger wird es doppelt so schwer haben. Du kannst nichts weiter tun, als ihr immer neue Liebesbeweise zu bringen und warten, dass die Zeit alte Wunden heilt.

Ach ja: würde mich mal interessieren, wie ihr Männer euch in diesen Situationen fühlt und warum ihr immer gleich Schluß machen wollt, sobald es etwas Einfühlungsvermögen und Zeit braucht.

Gruss,
Reggi

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Hallo,
interessant wäre doch auch, ob Deine Freundin von Anfang eine Pessimistin war, oder ob sie es erst scheint, seit eure Beziehung „bröckelt“.
Jana