Hi Romana,
- Anruf bei der Krankenkasse: Koordinationsstelle für
Psychotherapie - Du erhältst eine Liste der Therapeuten in
Deiner Gegend, geordnet z.B. Verhaltenstherapeuten,
Psychoanalytiker… Hier solltet Ihr im Vorfeld wissen, welche
Art von Therapie Ihr machen wollt.
Ja, hab schon gemerkt die Seite mit der Therapeutensuche ist zwar gut, aber da meine Schwester im Moment bei ihrem Freund im Umland Berlin’s wohnt ist es garnicht so einfach was zu finden…Naja wenn’s garnicht anders geht muß sie halt hier bei uns in Berlin was suchen, sie ist ja eh oft hier…
- Je nachdem wo Du wohnst, ob mehr ländlich oder in einer
Klein- bzw. Großstadt, gibt es Institute die in einem
Vorgespräch klären welche Art von Therapie für Deine Schwester
in Frage kommen kann.
Ich hab hier in Berlin oft schon was von „Sozial-psychologischer Dienst“ gelesen, ich nehme an das ist so eine Beratungsstelle, ich glaube langsam es wird wohl auch das beste und auch einfachste sein erstmal dahin zu gehen, damit man weiß was für eine Therapie ratsam wäre und bestimmt haben die auch alle übrigen Info’s (z.b auch Adressen von Therapeuten) die man dann benötigt, wäre jedenfalls ziemlich traurig wenn eine Beratungsstelle das nicht hat *g*
- Es stellt sich auch die Frage, ist es Deiner Schwester auch
möglich Therapie aus eigener Tasche zu bezahlen? Ich habe in
meinem Umfeld die Erfahrung gemacht, daß hier sich Menschen
oft geheilter fühlen. Sicherlich ist dies meine subjektive
Wahrnehmung.
Nein, kann sie leider nicht…
-
Scheinbar ist dieser Bereich Neuland für Euch. Das heißt,
ich empfehle Euch bzw. Deiner Schwester sich im Vorfeld
mehrere Therapeuten aufzusuchen. Bei der Kasse hat man fünf
Stunden und dann wird entschieden, ob eine Therapie auf Kasse
genehmigt wird. Das heißt, sie könnte theoretisch 5
Therapeuten aufsuchen.
-
Es ist sicherlich im Vorfeld auch wichtig für sich zu
klären, was sie selbst möchte, welche Ziele sie hat. Und es
ist nicht minder wichtig meines Erachtens zu klären, was sie
sich von ihrem Therapeuten bzw. ihrer Therapeutin wünscht,
damit sie sich öffnen kann und Vertrauen haben kann.
Da kann ich leider garnichts weiter zu sagen, sie blockt da auch ein wenig ab wenn ich oder meine Mutter z.b mit ihr darüber reden wollen, naja ist ihr sicherlich auch nicht gerade angenehm.
Ich kann nur hoffen das es ihr wirklich Ernst ist, im Moment scheint es so, aber könnte auch sein das sie das jetzt nur sagt weil sie gerade die letzten Monate mal wieder richtig „Mist“ gebaut hat, sie erzählt komischerweise auch fast immer Lügen bei denen ganz klar ist das sie eh irgendwann zu 100% rauskommen, jetzt letztens z.b hat sie meiner Mutter erzählt sie hätte ein Kind bekommen und wohnt jetzt in Frankreich…Kurz davor erzählte sie jedem das meine andere Schwester angeblich schwanger sei…Einmal erzählte sie sogar einen ihrer Freunde ihr Vater sei tot, gab denjenigen aber ihre Telefonnummer und es war klar das es rauskommt, da sie da bei meinem Vater wohnte, und er halt ans Telefon geht wenn’s klingelt, also wie schon erwähnt ziemlich makaber teilweise.
Langsam finden wir es alle fast nur noch zum lachen, obwohl es das nicht ist aber was anderes fällt einem da manchmal echt schon nicht mehr ein…
Wenn man sie dann fragt warum sie das alles tut, sagt sie nur „ich weiß es nicht“ ich glaube ihr das auch, sie weiß es glaub ich wirklich nicht, zumindest nicht bewußt… Sie hat übrigens eigentlich einen sehr guten Kontakt zu meinen Eltern, ich weiß darum auch nicht warum die Lügen ziemlich oft was mit unseren Eltern zu tun haben…Sie wurde nicht schlechter oder besser als wir anderen behandelt , aber irgendwie scheint es trotzdem so als ob ihre „Spinnerein“ was mit unseren Eltern zu tun haben… Naja mir bleibt es unerklärlich warum sie so ist, aber ich hoffe mal das sie in einer Therapie vielleicht Hilfe findet auch ohne ihre Lügen auszukommen…Also die Ursachen zu finden…
Wichtig ist offen Dinge aussprechen zu lernen. In der Therapie
kommt es früher oder später wahrscheinlich auch zu
Übertragungen. Beispiel: Ein Mensch fühlt sich von anderen
immer ausgelacht. Auf einmal fühlt er sich auch vom
Therapeuten ausgelacht, der ihn anfangs doch so empathisch und
akzeptierend angenommen hatte. Man fühlt sich wieder
bestätigt, z.B. in seinen Minderwertigkeitsgefühlen. Die
Wahrnehmung trübt hier, vielleicht hat der Therapeut gar nicht
gelacht, vielleicht hat er den Therapeuten zum Lachen
provoziert. Der Therapeut hat nicht über den Klienten /
Patienten gelacht sondern über die Sache. Und hier ist es das
Wichtigste sich nicht zurückzuziehen, innerlich oder
äußerlich, sondern die Dinge klar ansprechen!
Meine größten Bedenken bei ihr sind eigentlich das sie vielleicht auch den Therapeuten irgendwann wieder nur anlügt bzw irgendwelche Geschichten erfindet.Vorallem ist so eine Therapie sicherlich auch ziemlich langfristig weil im Grunde geht es ja garnicht um die Lügen/Geschichten selbst, sondern darum „warum“ sie das tut. Ich nehme mal an, erst wenn sie das weiß wird sie sich auch ändern können.Da sie schon als Kind immer die merkwürdigsten Geschichten erzählt hat, ist dort wahrscheinlich auch irgendwo die Ursache zu finden.Mit dem sich Zurückziehen kann ich mir bei ihr kaum vorstellen, da sie ein ziemlich offener Mensch ist, der gerne und viiiel quatschen tut
Aber dabei auch nur bei der Wahrheit zu bleiben…das fällt ihr offenbar nicht so einfach. Naja man wird sehen… 
Auch Dir jedenfalls ein Danke für die Infò’s 
Gruß
Claudia