Lernen: wie behält man am Besten?

Von: , Frage gestellt am Do, 6. Sep 2001

Hallo,

ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Lernmethodik. Es geht darum, wie ich neuen Wissensstoff am besten behalten kann. Bisher ist mir das Buch von Leitner in die Hände gefallen, er meint grob gesagt, daß man den Stoff frühestens 24h später nochmal wiederholen solle, alles andere sei eher schädlich als nützlich. Leider ist das Buch ansonsten schon ziemlich veraltet und zumindestens didaktisch nicht mehr auf dem neusten Stand. Wer kennt andere, ansprechende Literatur und kann auch sagen, was ihm an dieser Literatur gefallen hat?

Gruß
Jörg

15 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden 2 hilfreich
    Re: Lernen: wie behält man am Besten?

    Hallo Jörg,

    ungeachtet des Buches, gibt es PRINZIPIEN des Lernens.
    Die ERSTE Rolle spielt Dein Interesse. Was Dich interessiert, brauchst Du eigentlich nicht zu lernen, sondern nur ein mal zu hören oder lesen, und schon ist es von Dir VERSTANDEN.
    Das ist Lernen aus dem SELBST.
    Wenn das Interesse nicht da ist, mußt Du lernen aus dem Kopf (sprich Hirn).
    Das Hirn unterliegt auch wieder gewissen Prinzipien.
    Kurzzeitgedächtnis, Mittelfristig und Langfristiges Gedächtnis.
    Sprich - was Du im HIRN verankern willst, mußt Du BÜFFELN.
    Wenn eine Information innerhalb von ein paar Sekunden widerholt wird, geht sie vom kurzzeitgedächtnis ins mittelfristige Gedächtnis über.
    Das macht sich die Werbung zu Nutzen, in dem sie kurz hintereinander nochmals den Selben Spot bringt.
    Um ins Langzeitgedächtnis zu kommen, ist VERINNERUNG notwendig, sprich - Du mußt die Sache VERSTEHEN.
    Denn was Du verstehst, brauchst Du Dir nicht mer zu merken.

    Vor dem Verstehen, ist jede neue Information im HIRN. Wenn es verstanden ist, ist diese Information im SELBST - In DIR.

    MfG

    Demetrius [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
      Sehr gute Antwort - dafür ein Sternchen! o.w.T.


      • Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
        Re: Sehr gute Antwort - dafür ein Sternchen! o.w.T

        Danke Thomas,
        dann verstehen wir uns ja hier. Ist doch schon mal was. :- )))

        Sich auf jeder Ebene zu versthen, dürfte wohl auch ein Ding der Unmöglichkeit sein, denn dann müßten wir ja GLEICH sein.

        Zudem wäre das Leben dann ziemlich langweilig.

        MfG,

        Demetrius

        P.S. Dieses Selbst und dieses Hirn meinte ich in meinem Beitrag: Wer denkt??? Wurde dort nicht verstanden??? Aber wahrscheinlich habe ich mich zu "geschwollen" ausgedrückt. :- )))

        • Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
          Re^2: Sehr gute Antwort - dafür ein Sternchen! o.w

          Hallo Demetrius, Dieses Selbst und dieses Hirn meinte ich in meinem
          Beitrag: Wer denkt??? Wurde dort nicht verstanden??? Aber
          wahrscheinlich habe ich mich zu "geschwollen" ausgedrückt. :-
          )))
          solange du nicht behauptest, dass das tatsächliche Instanzen sind, bin ich einverstanden. Auf didaktischer Ebene darf man sich auch ungezwungen metaphorisch ausdrücken.

          Herzliche Grüße

          Thomas Miller :-)

          • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
            Re^3: Sehr gute Antwort - dafür ein Sternchen! o.w

            Hallo Thomas,

            ja, ich sehe da schon tatsächliche Instanzen. :- )))
            War es nicht der Freud (Jung??), der von einem ICH, ES und ÜBERICH sprach???
            Sind das nicht auch Instanen???

            Ich sehe das genau so. Das ICH bezeichnet das Ichbewußtsein der PERSON. Das ES bezeichnet das Selbst - auch Seele oder göttlicher Geistfunke genannt, und das ÜBERICH bezeichnet den kühlen und logischen Verstand.

            ES = Intuition (Emotion - Gefühl), ICH = Person (Ego - Verlangen, Begehren), ÜBERICH = Logik (Denken, Verstand, Erknntnis).

            Wie siehst Du das denn???

            MfG,

            Demetrius [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach 19 Stunden 0 hilfreich
              Instanzen

              Hallo Demetrius, War es nicht der Freud (Jung??), der von einem ICH, ES und
              ÜBERICH sprach??? Sind das nicht auch Instanen???
              diese drei Begriffe stammen tatsächlich von Freud, aber es sind eigentlich nicht Instanzen im existierenden Sinne, sondern Vorgänge oder Komplexe (wie Jung es später nennt). Ich sehe das genau so. Das ICH bezeichnet das Ichbewußtsein
              der PERSON. Das ES bezeichnet das Selbst - auch Seele oder
              göttlicher Geistfunke genannt, und das ÜBERICH bezeichnet den
              kühlen und logischen Verstand.
              Nein, das (und auch der zweite Teil) ist wieder viel zu einfach und trifft weder die Terminologie Freuds noch diejenige Jungs. Wie siehst Du das denn???
              Das im Einzelnen jetzt auszuführen, ist wirklich ein bisschen viel verlangt, aber ich kann dir Literatur empfehlen (leider nur noch antiquarisch, aber sehr wertvoll, um wenigstens die tiefenpsychologische Terminologie auf die Reihe zu bekommen). Ich hoffe, du nimmst mir das nicht allzu übel, aber lesen gehört eben dazu. Du verwechselst einfach zu viel, bringst zu viel durcheinander.

              Pongratz, Ludwig J. Hauptströmungen der Tiefenpsychologie. (=Kröner Taschenausgabe 467). Alfred Kröner Vlg., Stuttgart 1983. Kl.-8°. 449 S. http://www.zvab.de (-> pongratz tiefenpsychologie)
              (200 Seiten Freud, 100 Seiten Adler, 100 Seiten Jung, und den Adler kannst du ja erst einmal weglassen.)

              Herzliche Grüße

              Thomas Miller

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re: Instanzen

              Hallo Thomas,

              ICH, ES und ÜBERICH sprach??? Sind das nicht auch Instanen???
              diese drei Begriffe stammen tatsächlich von Freud, aber es
              sind eigentlich nicht Instanzen im existierenden Sinne,
              sondern Vorgänge oder Komplexe (wie Jung es später nennt).
              Ja schau, wenn man so will .. WAS ist denn überhaupt existent??? :- )))
              Diese 3 "Instanzen" handeln UNABHÄNGIG voneinander, bzw. werden unterchiedlich beeinflußt.
              Aber als Gesamtsumme bilden sie das Bewußtsein des Menschen. Gleich den 3 Grundfarben, die als (je nach) Mischung eine spezielle Farbe ergeben. Ich sehe das genau so. Das ICH bezeichnet das Ichbewußtsein
              der PERSON
              (ist das EGO) .
              Das ES bezeichnet das Selbst - auch Seele oder göttlicher Geistfunke genannt
              (ist das, was wir mitbringen, unsere ART aus macht),
              und das ÜBERICH bezeichnet den kühlen und logischen Verstand.
              Nein, das (und auch der zweite Teil) ist wieder viel zu
              einfach und trifft weder die Terminologie Freuds noch
              diejenige Jungs.
              Habe da gerade mal in meinem schlauen Lexikon nachgesehen, und mit ICH (Ego, Bedürfnisse, Befridigungen) und ES (ursprüngliches System der Persönlichkeit) Beim Überich wird Erziehung, sprich Beeinflussung angesprochen (also doch das Grundmuster des Verstandes - PRÄGUNG der ersten 3 Jahre).
              So falsch lag ich da garnicht. :- ))) Wie siehst Du das denn???
              Das im Einzelnen jetzt auszuführen, ist wirklich ein bisschen
              viel verlangt, aber ich kann dir Literatur empfehlen (leider
              nur noch antiquarisch, aber sehr wertvoll, um wenigstens die
              tiefenpsychologische Terminologie auf die Reihe zu bekommen).
              Ich hoffe, du nimmst mir das nicht allzu übel, aber lesen
              gehört eben dazu. Du verwechselst einfach zu viel, bringst zu
              viel durcheinander.

              Pongratz, Ludwig J. Hauptströmungen der Tiefenpsychologie.
              (=Kröner Taschenausgabe 467). Alfred Kröner Vlg., Stuttgart
              1983. Kl.-8°. 449 S. http://www.zvab.de (-> pongratz
              tiefenpsychologie)
              (200 Seiten Freud, 100 Seiten Adler, 100 Seiten Jung, und den
              Adler kannst du ja erst einmal weglassen.)
              Danke für den Vorschlag.
              Unsere Diskepanz liegt großteils nur an WORTEN, und den Bedeutungen, die wir diesen Worten beimessen. Wir müßte bei jedem Satz eine Begriffserklärung dazu setzen. :- ))))
              Das liegt daran, daß Du mit geschulten Worten sprichst, und ich mit eigenen Worten - Du hast es gelernt, ich habe es aus mir Selbst (meinem wahren Selbst) erkannt.

              OHNE Freud oder Jung zu lesen, bin ich aus EIGENER Erfahrung zum selben Ergebnis gekommen. Auch wenn ich mich (selbstverständlich) anders ausdrücke. Eben meiner Art entsprechend.

              Ihr Studierten, drückt Euch GLEICH aus, und darum Versteht ihr Euch. Was aber nur daran liegt, daß Ihr annähernd die gleichen Büche gelesen habt. :- ))))

              Da ich diese Bücher nicht gelesen habe, kann ich mich auch nicht so ausdrücken (darum werde ich nicht verstanden) obwohl ich das Gleiche aus mir SELBST erkannt habe.

              So sehe ich das. Wie das Beamtendeutsch auch nur von Beamten verstanden wird *g*.

              MfG,

              Demetrius







              Herzliche Grüße

              Thomas Miller

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^2: Instanzen

              Hallo Demetrius,

              schön, dass du mir den Hinweis nicht übel nimmst. Diese 3 "Instanzen" handeln UNABHÄNGIG voneinander, bzw.
              werden unterchiedlich beeinflußt.
              nein, eben nicht. So falsch lag ich da garnicht. :- )))
              Das Problem ist eigentlich nicht die Bestimmung der Begriffe, sondern der daraus entstehende Mix. Danke für den Vorschlag.
              Gerngeschehen. Unsere Diskepanz liegt großteils nur an WORTEN, und den
              Bedeutungen, die wir diesen Worten beimessen. Wir müßte bei
              jedem Satz eine Begriffserklärung dazu setzen. :- ))))
              Das sehe ich freilich etwas anders. Da ich diese Bücher nicht gelesen habe, kann ich mich auch
              nicht so ausdrücken (darum werde ich nicht verstanden) obwohl
              ich das Gleiche aus mir SELBST erkannt habe.
              Du machst ein wenig aus der Not eine Tugend. Was würdest du sagen, wenn ich dich nicht "Demetrius", sondern "Degenius" oder "Fresenius" oder wie auch immer nennen würde? Man muss schon - jedenfalls einigermaßen - mit gleichem Vokabular reden, sonst versteht man sich nicht. Daher kommen dann immer die Missverständnisse. Ich erinnere mich, in der Schule eine Kurzgeschichte gelesen zu haben, die "Ein Tisch ist ein Tisch" hieß (oder so ähnlich, den Autor habe ich vergessen, vielleicht kennt die Geschichte ja jemand und kann den Autor beisteuern). Der Protagonist kommt eines Tages auf die Idee, alle Gegenstände seiner Umgebung umzubenennen, bis ihn am Ende niemand mehr versteht und er in Einsamkeit dahindämmert.

              Wie gesagt: Um mal etwas deutlich zu machen, ist es ganz gut, eine einfache Redeweise zu wählen, die auch nicht korrekt sein muss.

              Herzliche Grüße

              Thomas Miller

            • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
              Re^3: Instanzen

              Hallo Thomas,
              schön, dass du mir den Hinweis nicht übel nimmst.
              Ich sehe das nicht mehr so eng. :- )
              Unsere Diskepanz liegt großteils nur an WORTEN, und den
              Bedeutungen, die wir diesen Worten beimessen. Wir müßte bei
              jedem Satz eine Begriffserklärung dazu setzen. :- ))))
              Das sehe ich freilich etwas anders.
              WIE??? Da ich diese Bücher nicht gelesen habe, kann ich mich auch
              nicht so ausdrücken (darum werde ich nicht verstanden) obwohl
              ich das Gleiche aus mir SELBST erkannt habe.
              Du machst ein wenig aus der Not eine Tugend. Was würdest du
              sagen, wenn ich dich nicht "Demetrius", sondern "Degenius"
              oder "Fresenius" oder wie auch immer nennen würde? Man muss
              schon - jedenfalls einigermaßen - mit gleichem Vokabular
              reden, sonst versteht man sich nicht. Daher kommen dann immer
              die Missverständnisse. Ich erinnere mich, in der Schule eine
              Kurzgeschichte gelesen zu haben, die "Ein Tisch ist ein Tisch"
              hieß (oder so ähnlich, den Autor habe ich vergessen,
              vielleicht kennt die Geschichte ja jemand und kann den Autor
              beisteuern). Der Protagonist kommt eines Tages auf die Idee,
              alle Gegenstände seiner Umgebung umzubenennen, bis ihn am Ende
              niemand mehr versteht und er in Einsamkeit dahindämmert.
              Eigentlich müßtest gerade DU es wissen, daß fast jeder Philosoph - Psychloge, der etwas auf seine ERKENNTNIS hielt, NEUE Begriffe für die gleiche Sache heraus gebracht hat. :- ))))
              Du magst Recht haben mit deinem Beispiel (Tisch oder Namen) das aber ergreifbares und über die Sinne wahrnehmbares bezeichnet.
              Wie ist es denn (geistigen - nicht wahrnehmbaren Begriffen)alleine mit dem Begriff Bewußtsein, mit Geist, mit Seele ... gibt es da nicht zig Variante der Deutung???
              Ist nicht ICH - ES und ÜBERICH auch nur eine NEUE Bezeichnung für etwas, das LÄNGST erkannt wurde ... was ist mit dem Begriff Monaden von Leibnitz? Sagt er etwas NEUES??? Garantiert nicht. Er hat nur einen Neuen Begriff (Namen) gewählt, um SEINE Theorie hervorzuheben.
              Selbst in den Religionen werden NICHT die selben Bezeichnungen (Worte) für die Selbe Sache verwendet.
              In der Bhagavasd Gita gibt es eine individuelle Seele und eine Überseele. Was hier mit individueller Seele bezeichnet wird, wird in der Bibel mit hl. Geist bezeichnet.
              Bewußtsein ist im Buddhismus nur die ICH-Vorstellung (was bei Freud eben das EGO ist).
              Alleine mit dem Begriff GEIST, kann der göttliche Geist gemeint sein, aber auch der Verstand.
              Ein Nietzsche spricht vom Übermenschen - was ist das schon wieder?? :- ))))
              Gesamtbewußtsein, Überbewußtsein, Unterbewußtsein, Ichbewußtsein, Vorbewußtsein ... sage mir nicht daß diese Begriffe fest deffiniert sind.

              Sage mir also nicht, daß in der Philosophie, Religion oder Psychologie EINHEITLICHE Begriffserklärunge vorliegen würden. :- ))) Wie gesagt: Um mal etwas deutlich zu machen, ist es ganz gut,
              eine einfache Redeweise zu wählen, die auch nicht korrekt sein
              muss.
              Die größten Denker (sagen wir mal ein Lao-Tse) haben mit den EINFACHSTEN Worten die GRÖSSTEN Weisheiten verdeutlicht.
              Wenn dann diese Aussagen theoretisiert werden, werd sie kompliziert. :- )))

              Das höchste Wissen - ist ganz EINFACH.


              MfG,

              Demetrius



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!