Auswirkungen von Schlafentzug
Von: , Frage gestellt am Fr, 28. Sep 2001
Hallo Experten,
meine Frage bezieht sich auf die Auswirkungen von dauerhaften Schlafverkürzungen. Ich habe kürzlich über eine Studie gelesen, in der festgestellt wurde, dass eine Schlafreduktion auf 5.5 Stunden pro Nacht keine leistungsmindernden Auswirkungen hatte auf die Ergebnisse von Stimmungs-, Gesundheits- und Leistungstests. Lediglich leichte Defizite wurden bei einem Test zur akustischen Daueraufmerksamkeit festgestellt. Weiter stand geschrieben, dass Probanden, die eine ganze Nacht wach blieben keinerlei Einbußen bei einer Reihe Tests für abstraktes Denken, Raumorientierung und logisches Denken und Verständnis zeigten. Lediglich, wenn es sich um Tests handelte, die lange Perioden ungeteilter Aufmerksamkeit verlangten, wirkte sich der Schlafentzug negativ auf die Resultate aus.
Letztendlich zog der Autor das Fazit, dass 5.5 Stunden Schlaf pro Nacht eigentlich ausreichend seien, denn erstens könnten die meisten Menschen ohne Schwierigkeiten ihren Schlaf auf diese Dauer reduzieren und zweitens nähme die Qualität eines Nachtschlafes nach 5.5 Stunden drastisch ab(z.B. mehr REM-Schlaf).
Das Fazit fand ich eher erstaunlich, denn 5.5 Stunden Schlaf erscheinen mir persönlich eher nicht ausreichend und ich bin davon ausgegangen, dass es ein interindividuell unterschiedliches Schlafbedürfnis gibt.
Mich würde interessieren, ob es auch Studien mit gegensätzlichen Ergebnissen gibt. Denn viele Leute beklagen sich über schlechte Laune, mangelnde Konzentration, Kopfschmerzen etc. wenn sie zu wenig geschlafen haben.
Ich würde mich über eure Meinung, persönliche Erfahrungen und/oder weitere Informationen zu diesem Thema freuen.
Viele Grüße
Kirsten
