Wie werde ich ein positiv denkender Mensch?

Hi Experten,

bedingt durch Gründe, die zum Teil in meiner Kindheit liegen, und den persönlich gemachten Erfahrungen der letzten 10 Jahre (bin jetzt knapp 30) hab ich mich von einem doch noch halbwegs lebensbejaenden Menschen zu einem Einsiedlerkrebs entwickelt, der kaum mehr wo hingeht, der alles zwischenmenschliche Grundsätzlich mal pesimistisch sieht, der kaum noch wen zum quatschen hat.
Das hängt auch mit der stattlichen Anzahl an „Körben“ zusammen, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben.

Ich denke mehr oder weniger Häufig darüber nach, warum ich überhaupt auf dieser Erde bin, welche „Rolle“ mir in dieser Welt zugedacht ist und daß es für mich persönlich eigentlich keinen großen Sinn macht, weiterzuleben (für den letzten Schritt hab ich allerdings nicht den Mut dazu).
Ich ertappe mich bei Gedanken, daß ich Leute, die ohne große Schmerzen bei Unfällen ums Leben gekommen sind, „beneide“.

Diese Gedanken beginnen mich langsam zu stören, ich wüßte aber nicht, wie ich das abstellen kann. Ich seh kein Licht am Ende des Tunnels.

Wie komm ich da wieder raus? Wenn das noch ein paar Jahre so weitergeht, wird mir vielleicht eines Tages nicht der Mut fehlen.

Bitte nur erstgemeinte Antworten, ich meine es auch erst!

Tom

Hallo Tom,
ich kann dich nur zu gut verstehen: hinter allem wittert man böse Absichten, interpretiert in die Aussagen des Partners (der Partnerin) alles mögliche (so dass es für einen selbst immer so aussieht, als würde der andere nächste Woche die Beziehung beenden), anstatt sich lediglich auf die Aussage zu konzentrieren.

Ich bin auch ein solcher Mensch, der hinter allem immer nur Boshaftigkeit sieht und wenn ich mal Glück habe, erscheint mir das so unwahrscheinlich, dass ich mich gar nicht richtig darüber freuen kann.

Auch ich kenne diesen „Neid“, den Du beschreibst…

Mir hilft es oft, wenn ich mir sage, dass jedes Ereignis in meinem Leben für ein weiteres Ereignis da ist. Bedeutet: wenn ich verletzt werde, springe ich nicht vom nächsten Hochhaus, sondern finde das klasse, weil es mich stärker macht. Jedenfalls so ähnlich… Und wenn eine Beziehung auseinanderbricht, dann nur, weil ab einem bestimmten Zeitpunkt halt jemand anders für mich bestimmt ist.

Würde aber bedeuten, dass wir in unserem Leben so gut wie gar keine Kontrolle haben - das gefällt mir nun auch wieder nicht. Es ist wirklich ein Teufelskreis und meistens weiss auch ich nicht, wie ich da wieder rauskommen soll.

Ich wünsche Dir alles, alles Gute,
Reggi

Hallo Tom,

um es vorweg zu nehmen, ich habe kein Patentrezept. Von den momentan um sich greifenden Methoden halte ich nicht sonderlich viel, weil ich mir da keine große Hilfe verspreche. Denn auch wen ich mir dreimal am Tag selber sage, daß ich der Schönste, Beste und Größte bin… so richtig überzeugend ist das wahrlich nicht.

Die Frage nach dem sinn des Lebens… ich denke Tom, die Antwort muß jeder selber finden. Weißt Du, ich bin ja Alkoholiker und ich war mit 35 drauf und dran, mich selber unter unter die Erde zu bringen. Halb unfreiwillig aber auch halb freiwillig, weil ich auch keine rechte Antwort auf Deine Fragen hatte. Heute weiß ich, daß ich ertstens falsch gefragt und zweitens die Antwort an den falschenStellen gesucht habe.

Die erste fRage muß nämlich heißen: „Wer bin ich eigentlich und was erwarte ich selber vom Leben?“ Es mag blöd klingen aber es ist so. Man definiert sich ja oft über andere. Dabei ist das Blösinn. Ich bin ich und wenn einer damit ein Problem hat, dann ist es sein Problem. Zuallererst muß erst einmal ich selber mit mir zufrieden sein. Du mußt Dich nicht über das Lob der anderen definieren Tom. Das hast Du nicht nötig. Und Du mußt Dich auch nicht an anderen messen. Die Frage ist, was Du selber willt, und wie Du selber leben möchtest.

Der Sinn des Lebens… Ich werde nicht die Welt verändern Tom. Ich bin da bescheiden geworden. Eins aber weiß ich: Wenn ich denn schon lebe, dann habe ich das Recht und die Pflicht, meine Zeit auf erden auch zu nutzen. Und zwar auch dafür, mich zu freuen und das zu tun, was ir Spaß macht. Und ich muß mir da nicht vorschreiben lassen, was man tut und was man nicht tut. Ich gehe den Weg, den ich gehen will. Und wenn ich dabei jemanden treffe, dem ich helfen kann, dann helfe ich ihm. Und falls sich eine Möglichkeit ergibt, die Welt besser und schöner zu machen, dann nutze ich sie. Es sind nicht die großen Dinge im Leben, die wichtig sind. Da überhebt man sich nur dabei.

Letrne einfach, die Kleinigkeiten zu sehen. Heute scheint bei mir die Sonne. Das ist ein Grund, mich zu freuen und nicht um Angst zu haben, daß es morgen wieder regnen könnte. Denn erst mal regenet es noch nicht. Und wenn es morgen doch regnet, dann werde ich die Kraft und die Möglichkeit haben, auch darauf angemessen zu reagieren.

Weißt Du Tom, die Körbe der anderen… das ist ärgerlich, sicher. Anber davon stürzt die Welt nicht ein. Nun weißt Du wenigstens, bei wem Du es nicht mehr versuchen brauchst. Probier einfach weiter. Oder noch besser: Probier mal was neues.

Gernot Geyer

Lieber Tom,

ich hatte mal eine Phase, wo ich am liebsten nicht mehr leben wollte. Es hat geholfen, dass ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt habe. Dabei bin ich auf folgende Seiten im Netz gestoßen:

http://www.selbstmord.de/
http://www.uni-karlsruhe.de/~ueki/Startseite.htm
http://www.assoziations-blaster.de/a-blast.plx?begr=…

Liebe Grüße Johanna

Hallo Tom,

vorweg ich bin kein Experte in dem Sinne, aber habe und hatte schon mit vielen Menschen zu tun, die in verzweifelten Situationen waren.
Etwas platt gesagt, such Dir Hilfe, mögl. professionelle, nicht
diese „Tschakka-Profis“.
Nur dort kannst Du eine Art Ursachenforschung durchleben, auch wenn Du jetzt meinst, Du weist, woran es liegt. Es ist immer noch was dahinter, was nur wartet, ans Licht zu kommen und
in die richtige Lage gerückt zu werden.
Dann hast Du die große Chance, offener fürs Leben zu werden, Freunde neu kennenzulernen, Sachen, die schön sind, als solche auch zu erkennen und später sogar zu nutzen.
Du wirst es ganz sicher nicht bereuen.
Es ist ein Anfang.

PS. Hey und grad heute hab ich von einem mir sehr lieben Menschen eine Karte bekommen:
Anfang: Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.

Das passt ja…

LG
HD

bedingt durch Gründe, die zum Teil in meiner Kindheit liegen,
und den persönlich gemachten Erfahrungen der letzten 10 Jahre
(bin jetzt knapp 30) hab ich mich von einem doch noch halbwegs
lebensbejaenden Menschen zu einem Einsiedlerkrebs entwickelt,
der kaum mehr wo hingeht, der alles zwischenmenschliche
Grundsätzlich mal pesimistisch sieht, der kaum noch wen zum
quatschen hat.
Das hängt auch mit der stattlichen Anzahl an „Körben“
zusammen, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben.

Ich denke mehr oder weniger Häufig darüber nach, warum ich
überhaupt auf dieser Erde bin, welche „Rolle“ mir in dieser
Welt zugedacht ist und daß es für mich persönlich eigentlich
keinen großen Sinn macht, weiterzuleben (für den letzten
Schritt hab ich allerdings nicht den Mut dazu).
Ich ertappe mich bei Gedanken, daß ich Leute, die ohne große
Schmerzen bei Unfällen ums Leben gekommen sind, „beneide“.

Diese Gedanken beginnen mich langsam zu stören, ich wüßte aber
nicht, wie ich das abstellen kann. Ich seh kein Licht am Ende
des Tunnels.

Wie komm ich da wieder raus? Wenn das noch ein paar Jahre so
weitergeht, wird mir vielleicht eines Tages nicht der Mut
fehlen.

Bitte nur erstgemeinte Antworten, ich meine es auch erst!

Tom

Hallo Tom,

du sagst dass du ein lebensbejahender Mensch warst, wie war das? Weißt du aus welchen Grund du lebensbejahend warst? Und was ist dann passiert?

Der Anzahl der Körbe hängt auch wesentlich damit zusammen wie dein Verhältnis zu dir selbst aussieht.
Also wie bist du zu dir? Magst du dich? Kennst du dich gut? Achtest du auf dich? Pflegst du deinen Körper und deinen Geist? Tust du dir Gutes? Was magst du? Machst du das, was du magst? Treibst du Sport? Wann hast du zuletzt für deine Freunde gekocht?

Es kommt bei jeden von uns vor, das Leben, und das Sinn des Lebens zu hinterfragen. Manchmal gerät man ins grübeln…Meistens in dem Augenblick, wenn das Leben nichts verheißungsvolles zu bieten hat, oder wenn es grade nicht ganz so schön ist. Das entwickelt sich dann manchmal zu einer Spirale immer größer werdende Verzweiflung, aus der man schwerlich raus findet. Und dabei ist es gar nicht so schwer.

Ich habe am Anfang schon mal erwähnt dass du dich selber mögen musst. Fördere dich und sei lieb zu dir.
Das Leben ist schön und wenn man nicht das große Glück hat, hat man tausender von kleinen Momenten, die einen glücklich machen können. Soll heißen wenn man auf das große Ganze wartet, dann verpasst man all die kleinen schönen Momenten, die einem das Leben lebenswert machen.

Hast du dir Wolken angeguckt? Weißt du wie schön die Sonne aufgeht, grade jetzt im Herbst. Schau dir die Blätter an, mit den vielen Farben. Wenn du isst, dann denke nichts, sonder schmecke und rieche und genieße es. Wenn du durstig bist und Wasser trinkst, fühle die Frische und genieße das Gefühl.

Das Zauber des Augenblicks kannst du nur erleben, wenn du alle deine Sinne „arbeiten“ lässt“ und alles mit Achtsamkeit und offenen Herzen machst und auch auf dich wirken lässt. Schau dich um, wir haben das große Glück dass es uns sehr gut geht und es gibt unzähliges was einen glücklich machen kann.
Wenn du Menschen begegnest, dann lächle (kann man vorm Spiegel üben :smile: und wenn du zurück angelächelt wirst, dann freue dich.

Wenn du ständig danach suchst, dann findest du auch einiges, was dich glücklich macht. Und wenn du deine Vorlieben und deine Fähigkeiten entwickelst, dann wirst du auch Menschen finden, die ähnliches mögen und mit
denen du dich wohl fühlst…

Ich wünsche dir alles Gute und viel Glück, was immer du tust :smile:

Gruß,
Maja

Hallo Maja*,

ein grosses Kompliment an Deinen Artikel,
er bringt es garniert mit schönen Beispielen
genau auf den Punkt:

l(i)ebe den Moment und lerne das Glück im
Kleinen kennen, dann bist Du erst offen
für das so fern scheinende Glück im Grossen.

*dickes_Sternchen_geb*
-Andreas.

Wenn du Menschen begegnest, dann lächle (kann man vorm Spiegel
üben :smile:

Hallo Maja, Deinem Artikel kann ich im wesentlichen zustimmen, aber genau dem obengenannten Punkt nur schwer… Ich bin zur Zeit auch in einer Situation, in der mir das Leben wie eine Herausforderung erscheint. Wenn mir vieles nur schwer und kompliziert erscheint, wie soll ich dann laecheln…? Und vor allem, was nuetzt es, vor dem Spiegel ein kuenstliches Laecheln einzustudieren? Die Mitmenschen merken sowas doch auch, wenn ihnen jemand mit einem aufgesetzten Laecheln entgegentritt. Mir ist nichts mehr zuwider als aufgesetzte Emotionen. Wo doch gerade heutzutage es ueblich ist, „unecht“ zu laecheln…

Wie gesagt, ich finde, Du hast recht, dass man versuchen kann, das Glueck im Kleinen, im Augenblick, zu finden, und dass man sich damit das Glueck im Groesseren vorbereiten kann; aber mir scheint es eine komplizierte Gratwanderung zu sein, einerseits der eigene innere Zustand und andererseits die Wirkung, die man damit auf andere hat.

Ich moechte mich einfach nicht zu einem Laecheln „verpflichtet“ fuehlen, wenn mir nicht danach zumute ist.

Authentisch sein auf der einen Seite und positiv Denken auf der anderen Seite, diesen Konflikt habe ich noch nicht so recht bewaeltigt…

Jan

Lächeln :smile:
Hallo Jan,

das Lächeln einüben in dem Sinne dass man NICHT künstlich lächelt, sondern dass man wirklich lernt innerlich positiv zu sein und das nach aussen mit einem lächeln zu zeigen.

Wenn du lächelst, dann entkrampft sich das Gesicht. Wenn du häufiger lächelst, auch ohne Grund *gg dann wirst du das auch verinnerlichen, als Geisteshaltung sozusagen, nicht als künstlich einstudierte Grimasse :smile:.
Z.B. wenn du was schönes siehst dass du lächelst, wenn du nette Menschen siehst das du lächelst…und wenn du zurück angelächelt wirst, dann kommt doch auch was positives für dich zurück.

Ich habe das für mich rausgefunden und ich lächle oft ‚grundlos‘, manchmal nur mit Augen…So ist mein Tag viel schöner…

Natürlich sollte das nicht ins fratzenhaftes Grinsen ausarten *lach*, aber wenn du vorm Spiegel stehst und bist nicht so gut drauf und du dich dann anlächelst, was genau geht in dich vor? Fühlst du dich nicht wenigstens ein Deut besser?

Nehmen wir mal an du gehst einkaufen und hältst einem alten Mann die Tür auf, er geht vorbei, sagt dir *Danke* und lächelt dich an. Dir ist gar nicht nach Lächeln zumute, du lächelst aber garantiert zurück, oder? Und das ist auch nicht künstlich. Das ist aber nur der Anfang und das kann man *ausbauen* :smile:

Was ich damit auch sagen wollte ist das man durch achtsames Verhalten (positive) Emotionen dazu gewinnt, natürlich bringt dir das nichts gute Mine zum bösen Spiel zu zeigen.
Aber durch Aufmerksamkeit für das schöne im Leben wirst du auch wirklich was zum lächeln haben und wie gesagt, das kannst du lernen. Und wenn was nur ein Glanz in deinen Augen hervorruft, ist es auch was gewonnen :smile:

Verstehst du jetzt was ich meine?

Schönen Sonntag und Gru7ß,
Maja

1 „Gefällt mir“

Kein Witz!!
Es gibt da so ne hochgehandelte Unternehmensberaterin die sogar ab und zu mal im Fernsehn zu sehen ist (den Namen hab ich nicht parat). Die hat sogar mal behauptet, dass es zu empfehlen ist mehrmals täglich zu grinsen (möglichst intensiv und auch grundlos) nur damit der Muskel der da tätig ist irgendeine Hormonausschüttung bewirkt, die sich stark auf ein Positives Lebensgefühl (oder so ähnlich / weiß das nicht mehr im Detail)auswirken soll.
Die Frau ist hochintelligent, sehr lebenserfahren und als seriös anzusehen. Ich hab ihr das abgekauft.

Hallo Tom!
Als „Nicht-Experte“ fällt es mir ein bischen schwer hier zu schreiben, denn das Thema ist heikel und man möchte nichts falsches sagen und auch nicht als „Möchte-gern-Psychologe“ in der Luft zerrissen werden.
Wer deine Zeilen liest muss eigentlich berührt sein, denn wahrscheinlich macht jeder Mensch mindestens einmal (wenn auch mehr oder weniger intensiv) solche Phasen durch.

Gründe, die zum Teil in meiner Kindheit liegen,
Einsiedlerkrebs

Ich glaube dass der Mensch ein Gemeinschaftstier ist. Jeder Mensch braucht die Gemeinschaft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Einsiedler gibt, die wirklich glücklich sind.
In der Eisbergtheorie von Maslow ist die Anerkennung durch die Gesellschaft ein höherer Motivationsfaktor als Geld.
Die Erlebnisse in deiner Kindheit scheinen immernochnicht verarbeitet zu sein. Auch in diesen Dingen scheint dir noch nie jemand richtig zugehört zu haben.
Du solltest unbedingt daran arbeiten vom Einsiedlerkrebs-Dasein wegzukommen. Meiner Erfahrung nach neigen Menschen die viel alleine sind, dazu alles viel zu Ernst zu nehmen. Auch das ein Grund etwas gegen das Alleinsein zu tun.

  • Überlege mal was du in deiner Freizeit gern tust oder tun
    würdest. Du solltest dies dann mit anderen zusammen tun
    (sprich: du könntest in einen Verein oder ähnliches gehen)
  • Du solltest daran arbeiten deine Sinneswahrnehmung aufzu-
    peppeln. Dies hilft dir das Positive im Leben überhaupt erst
    wieder zu erkennen (wie es andere vor mir schon beschrieben
    haben: Die vielen kleinen Dinge im Leben, die das Leben
    auch lebenswert machen).
    Auch dies kann durch Vereinstätigkeit positiv beeinflusst
    werden. Am besten etwas das mit Angstüberwindung zu tun hat.
    Etwas mit einem gewissen „Kick“.

stattlichen Anzahl an „Körben“

Geschickt mit Emotionen umgehen zu können, also auch mit den negativen Erlebnissen, das kann man lernen (wenigstens ansatzweise)
Hierzu möchte ich dir das Buch „Emotionale Intelligenz“ von
Daniel Goleman empfehlen.

warum ich überhaupt auf dieser Erde bin, welche „Rolle“ mir
in dieser Welt zugedacht ist

Ich für mich sehe das so: Man ist auf der Erde um was zu tun.
Ich habe noch keinen glücklichen Menschen gesehen, der „nur“ gefaulenzt hat.
Und die Menschen die es fertig bringen das was sie tun auch noch
mit Leidenschaft zu tun, das sind die, die am Ende auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Wenn diese Menschen dann von ihrem Leben erzählen tun sie das mit einem glücklichen Gesichts-
ausdruck.

Wie komm ich da wieder raus?

Take it easy.
Don’t worry - be happy.

Mach’s gut.

Verstehst du jetzt was ich meine?

Ja, ich glaube ja, …

Was mir auch wichtig erscheint (und wo ich auch noch Lernbedarf habe), ist sowas wie Psychohygiene. Also das Sich-Vom-Leibe-Halten von negativen Gedanken, denn diese ziehen mich oft noch weiter runter. Einfach sagen: Jetzt ist es vorbei mit Truebsal blasen, jetzt ist wieder mal Zeit fuer etwas, was mir guttut.

Schönen Sonntag und Gru7ß,
Maja

Dir auch einen schoenen (Rest-)Sontag,

Jan

Und vor
allem, was nuetzt es, vor dem Spiegel ein kuenstliches
Laecheln einzustudieren? Die Mitmenschen merken sowas doch
auch, wenn ihnen jemand mit einem aufgesetzten Laecheln
entgegentritt. Mir ist nichts mehr zuwider als aufgesetzte
Emotionen.

Hallo Jan,
ich hab gerade die Posting gelesen und dazu ist mit folgendes eigefallen:Es gibt in der Psychologie einige Theoretiker, die behaupten, dass ein positiver Gesichtsausdruck (Lachen, Lächeln)auch die Gefühlslage positiv beeinflusst. Dieser Effekt ist zwar nur sehr klein und konnte auch nicht in allen Studien repliziert werden, aber einen Versuch ist es wert, oder?
Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass es dir gelingt wieder eine positive Einstellung zum Leben zu finden, sodass ein aufgesetztes Lachen überflüssig wird.
Ich wünsche dir, dass du dich bald wieder an den kleinen Dingen erfreuen kannst, die das Leben so lebenswert machen.
Alles Gute
Kirsten

Hi
Und ich dachte schon ich wär der einzigste auf dieser Welt.Ich glaube die Kunst glücklich zu sein besteht darin dumm zu sein.Nicht zu hinterfragen,sich demütigen zu lassen.Wenn ich nur daran denke wie einige meiner(ehemaligen) Freunde über mich gelästert haben.Na,ja, scheiss auf sie.

Hallo Tom,

viele mögliche Ansätze haben die anderen schon erwähnt.

Versuch die Dinge mal ganz anders anzugehen. Stell Dir vor jemand (z.B. ein Fremder mit absolut null Ahnung von nix) fragt Dich was genau er anzustellen habe, um Deine Gefühlslage und Lebenseinstellung haben zu können.

Was genau hat er wie zu denken, zu fühlen, zu tun?

Was muss er machen, um Deinen Zustand aktiv, d.h. durch eigenes Handeln re-produzieren zu können - wann immer er will?

Oder stell Dir vor, jemand bietet Dir eine ganz hübsche Summe dafür, dass Du ein Seminar darüber machst und den Teilnehmern haarklein und für jeden trainierbar beibringst, Deine Lebenseinstellung gefühlsmäßig (nicht nur mit dem Verstand) nachzuvollziehen.

Möglicherweise klingen diese Fragen absolut bescheuert.

Aber auch Du musst etwas TUN, um deinen Gefühlszustand und Deine Lebenseinstellung einnehmen zu können.

Sobald Du weisst, WIE Du es genau machst - was passiert, wenn du was anderes tust?

Gruß,

Guido Strunck

Die Frau, die Du vermutlich meinst, heißt Birkenbiehl.

Just for info…

Tim


Nur n kleiner Tip: http://www.hellinger.com
… ist die effektivste (und anstrengenste) Therapie, die ich kenne.

Viel Glück

Hi Tom,

habe Dein Posting und die dazu eingegangenen Antworten gelesen und finde, es gab viele gute Ansätze. Und nun wünsche ich, noch was ergänzen zu können.

Ob zurecht oder nicht, ich stolpere immer über Deine Fragestellung… Das hört sich nach viel Traurigkeit, Arbeit an, was es auch ist, doch es steckt auch Freude drin.

Hi Experten,

bedingt durch Gründe, die zum Teil in meiner Kindheit liegen,

Wenn etwas soweit zurück liegt, hast Du möglicherweise keinen bewußten Zugriff mehr darauf. Das heißt, es wäre möglicherweise hilfreich, Dir professionelle Hilfe zu suchen, derer Angebote es reichlich gibt. Es gilt halt auch herauszufinden, was Dir an Methode gegebenenfalls genehm wäre. Wie dem auch sei, scheint ein Punkt auch zu sein, der mir hier zu kurz kam, Trauerarbeit zu leisten. Ich denke, das Bild, daß man erst alten Müll und Ballast ausmisten muß um Platz für neue, gute, schöne und zeitgemäßge Dinge zu schaffen, ist verständlich. Trauerarbeit leisten ist etwas, was die Menschen ungern tun, was ich auch sehr gut verstehen kann. Bei mir war die Reaktion so, daß ich meinte, ich leide schon genug, und jetzt soll ich noch mehr leiden?!?!? Doch ich habe die Erfahrung gemacht, daß je mehr ich Trauerarbeit geleistet habe bzw. immer noch leiste, umso freier werde ich, was ich z.B. auch auf der körperlichen Ebene verspüre, bin weniger verspannt, fühle mich wesentlich ruhiger und gelassener. Auch hat sich auf der psychischen Ebene einiges verändert was hier aufzuführen zu viel wäre.

Trauerarbeit, sprich Enttäuschungen, Wut, Ärger, Zorn, Haßgefühle ausdrücken, Schmerzen der Zurückweisung… ist wichtig um umso offener für neue Dinge sein zu können. Ich konnte mein Leben lang nicht weinen, heute bin ich für jede Träne dankbar.

und den persönlich gemachten Erfahrungen der letzten 10 Jahre
(bin jetzt knapp 30)

Kann es sein, daß Deine halbwegs lebensbejahende Einstellung eben auch nur halbherzig war? Kann es sein, daß Du in jungen Jahren weniger frustriert und enttäuscht warst, weil Du eben noch diese Negativerfahrungen noch nicht so bewußt und so häufig erlebt hast? Kann es sein, daß Du früher noch viel mehr Kompromisse gemacht hast und heute erst mehr und mehr merkst, daß und wie sehr Du gegen Dich selbst lebst?

hab ich mich von einem doch noch halbwegs

lebensbejaenden Menschen zu einem Einsiedlerkrebs entwickelt,
der kaum mehr wo hingeht,

Dieser Vermeidungsreflex ist verständlich um weitere Verletzungen zu vermeiden, doch es hilft nichts. Es geht darum Deine Muster zu erkennen und aufzulösen. Außerdem wirst Du in Deiner Einsiedelei noch viel sensibler und verletzlicher, im Sinne von noch schutzloser fühlen, da auch einsamer.

der alles zwischenmenschliche

Grundsätzlich mal pesimistisch sieht, der kaum noch wen zum
quatschen hat.

Du hast doch schon mal einen ersten Schritt gewagt. Du hast hier Dich gezeigt und Du bekommst Resonanz. Du kannst Dir via Internet oder vorort Selbsthilfegruppen suchen bzw. ich würde eher einen Therapeuten empfehlen. Parallel: was interessiert Dich? Weißt Du es? Kannst Du Deine Interessen leben? Falls ja, schön, falls nicht, was hindert Dich daran und was würde es Dir ermöglichen, Deinen Interessen nachzugehen, z.B. Fotografieren, Musik-CD’s machen, Fischen gehen, … was auch immer Dein Ding sein mag. Wenn Du Kontaktschwierigkeiten hast und somit möglicherweise auch Angst vor Zurückweisung, was hältst Du davon, einen Kurs an einer Volkshochschule zu besuchen.

Wenn man so als Einsiedlerkrebs lebt, drehen sich die Gedanken früher oder später nur noch um einen selbst und seine Probleme und alles wird schwarz in schwarz, befürchte ich. Da gibt es nicht mal mehr Grautöne. :smile:

Fang’ wieder mit kleinen Schritten an, z.B. herauszufinden, wer Du bist, was Du willst, was Du gerne tust und kannst… lerne dabei möglicherweise auch neue Leute kennen, mit denen Du Deine Interessen, z.B. Schach spielen, auch gemeinsam genießen kannst.

Mach’ Dir mal eine Liste mit den Dingen die Du gerne tust bzw. gerne tun würdest, wenn… bzw. gerne können würdest… mach’ Dir einen Plan und setze ihn Schritt für Schritt auch mit Hilfe professioneller Hilfe um.

Das hängt auch mit der stattlichen Anzahl an „Körben“
zusammen, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben.

Da fällt mir eine blöde Begebenheit ein. Ein Mann hat sich beim Tanzen meistens Körbe bei den Frauen eingeholt und hat dann immer aus seinem Säckchen einen Pfennig geholt und diesen den Frauen gereicht mit der Bemerkung: „Körbe pflege ich zu bezahlen.“ :smile:

Auch wenn Körbe bzw. Zurückweisungen sehr verletzend sein können, so trägst Du ja selbst dazu bei, das immer wieder zu reproduzieren, und das hat nichts mit Deiner Person und Deiner Liebenswürdigkeit zu tun. Unbewußt laufen bei Dir Dinge offenbar ab, die dazu führen. Ist es nicht mal interessant für Dich herauszufinden, was Du selbst zu Deinen Zurückweisungen beiträgst? Jeder Mensch erfährt mal Körbe und Zurückweisungen, privat, beruflich… Doch Menschen sind auch Herdentiere und wenn jemand sich immer ausgeschlossen fühlt bzw. ausschließt, so ist doch mal interessant zu gucken, was an Dir so speziell anders sein soll?

Ich denke mehr oder weniger Häufig darüber nach, warum ich
überhaupt auf dieser Erde bin, welche „Rolle“ mir in dieser
Welt zugedacht ist und daß es für mich persönlich eigentlich
keinen großen Sinn macht, weiterzuleben (für den letzten
Schritt hab ich allerdings nicht den Mut dazu).

Du bist mutig, denn zum Sterben bedarf es viel weniger Mut als zum Leben. Und da Du keinen Suizid unternommen hast, hängt ein Teil, und wenn auch ganz verborgen, doch sehr am Leben. Ein Teil in Dir hofft und sehnt sich nach einem anderen, für ihn besseren Leben. Und Du hast das Recht und meines Erachtens sogar auch die Pflicht, diesen Teil in Dir kennen- und schätzen zu lernen. Du magst nicht Dich töten, sondern das Leben das Du führst. Und hier können Dir Therapeuten Hife zur Selbsthilfe geben.

Ich ertappe mich bei Gedanken, daß ich Leute, die ohne große
Schmerzen bei Unfällen ums Leben gekommen sind, „beneide“.

Es macht mich traurig, wenn ich das lese. Wieviel Schmerz muß in Dir stecken, wenn Du sowas denkst… Möglicherweise sage ich das an der falsche Stelle, doch ich habe die Erfahrung gemacht, daß bei Menschen die sehr viel Leid erfahren haben, einerseits die Gefahr abzustürzen, mit dem Leben nicht zurecht zu kommen sehr groß ist, sprich sie werden Alkoholiker, Fixer, Penner… doch ich weiß auch von einigen Menschen, die es geschafft haben, durch dieses Leid durchzugehen, daß sie zwar Narben davon getragen haben, teils auch etwas „schrullig“ für meine Begriffe sind, doch unheimlich viel Kraft haben, viel mehr als die meisten anderen Menschen. Wer so tief in der Scheiße steckt, braucht auch viel Energie um wieder heraus kommen zu können. Diese Kraft steckt auch in Dir, und ich wünsche Dir an diese Kraftquelle ranzukommen. Für mich macht letzendlich alles einen Sinn. Eine Bekannte von mir hatte in jungen Jahren Haus und Hof versoffen, und was sie nicht alles tat um an Alkohol zu kommen, auch Prostitution, und wo sie ihn überall versteckt hat… und heute leitet sie AA-Gruppen und begleitet andere alkkohlkranke Menschen. Ihr macht so schnell da niemand mehr was vor, denn sie weiß um die Ausreden und Spielchen die Alks teils so drauf haben um nicht clean werden zu müssen. Möglicherweise, nur möglicherweise, ist es auch ein Teil Deiner Lebensaufgabe, Deine Erfahrungen, Deine Kraft später einmal anderen Menschen zur Verfügung zu stellen und für andere eine Hilfe zu sein.

Diese Gedanken beginnen mich langsam zu stören, ich wüßte aber
nicht, wie ich das abstellen kann. Ich seh kein Licht am Ende
des Tunnels.

Es freut mich, daß sie Dich stören. Je mehr sie Dich stören umso besser, umso eher bist Du bereit etwas zu verändern. Und was Du nicht alleine oder mit Bekannten / Freunden / Arbeitskollegen… soweit vorhanden, schaffst, kannst Du mit einem Therapeuten machen. Wobei sicherlich auch bei der richtigen Therapeutenwahl einiges zu beachten ist. Laß’ Dir Zeit, überlege gegebenenfalls was Du willst, schau Dir verschiedene Leute an, spüre wo Du Vertrauen haben kannst und wenn Du Dich vom Therapeuten verletzt fühlst (was durch Übertragungen durchaus früher oder später der Fall sein dürfte), so spreche es aus.

Wie komm ich da wieder raus? Wenn das noch ein paar Jahre so
weitergeht, wird mir vielleicht eines Tages nicht der Mut
fehlen.

Jeder nicht gelebte Tag, ist ein verlorener Tag. Doch möglicherweise kannst Du daduch, was Du in den letzten 30 Jahren versäumt hast, ab jetzt beginnen viel intensiver zu genießen. Viele Menschen leben so dahin als ob sie ewig leben würden, Pläne werden oft auf später verschoben, bis sie dann zu alt und schwach dafür sind, ihre Träume zu realisieren.

Ich weiß nicht wie Du gerade drauf bist, doch was Du geschrieben hast, da glaube ich, ist mit Worten allein Dir nicht geholfen. Wenn man sich dem Tode näher als dem Leben fühlt, ist es verdammt schwer sich an einem Sonnenstrahl oder einem Vogelgewitscher zu erfreuen. Alles scheint einen in der Niedergestimmtheit, in der Depression, nicht mehr zu berühren, alles zieht an einem vorbei, vor allem das Leben. Doch ich weiß, wenn Du Dich auf Dich und Dein Leben (wieder) einläßt, wird es anfänglich sicher nicht einfach sein und auch sicherlich weh tun, doch es wird viel Freude und Selbsterfüllung parat haben, was Dir helfen kann, ein zufriedenes und glückliches Leben zu führen.

Alles Gute,
Romana

Bitte nur erstgemeinte Antworten, ich meine es auch erst!

Tom

Hallo Tom!
Es würde mich echt interessieren, ob dir die ganzen Antworten in irgendeiner Weise etwas gebracht haben.
Und haben dieser Antworten dein Leben irgendendwie beeinflusst oder hast du vielleicht sogar aufgrunddessen etwas geändert?

Gruß
Forrest