Hi Wolfgang,
Hallo Romana,
Dummes Zeug.
Was ich sage, ist also dummes Zeug.
Kind,
Was gibt es Dir, mich als Kind zu betitulieren? Alter ist kein Garant oder Ausdruck für Reife. Ich bin kein Kind mehr, ich bin eine erwachsene Frau.
wenn ich einen Satz von Dir zitiere und dazu "dummes
Zeug" sage, dann meine ich damit, daß dieser Satz respektive
seine Aussage dummes Zeug ist und nicht, daß jedes Deiner
Worte dummes Zeug sei.
Ich fand den Satz nicht dumm, für mich stimmte der Inhalt. Ich kritisiere an Dir, daß Du Menschen mit anderen Erfahrungen bzw. Andersdenkende aburteilst.
Außerdem hättest Du bitte die Güte, mein Schreiben erst ganz
kurz durchzulesen, und dann erst zitierend zu beantworten,
damit Du nicht Fragen wiederholst, die ich weiter unten im von
Dir zitierten Text bereits beantwortet habe.
Beispielsweise? Frage ich, so liegt es daran, weil eine Frage für mich nicht bzw. nicht hinreichend genug beantwortet worden ist.
Kannst Du bitte mal den Begriff „Irre“ definieren? Irre wird
Irre sind Irre, da ist überhaupt nichts abwertend. Es mag in
der betreffenden Klinik Nervenkranke geben, die keine Irren
sind. Auch gibt es einige, die zwar nicht irr sind, aber
geistig minderbemittelt, im Volksmund werden sie liebevoll
Depperln genannt.
Immerhin ein kleiner Fortschritt bei Dir, Du kehrst nicht mehr alle über einen Kamm als gemeingefährliche Irre, es gibt auch welche die nur „Depperln“ sind. Das ist doch, wenn auch ein kleiner, doch immerhin mal ein Fortschritt bei Dir. 
Ich habe mal gerade im Brockhaus nach der Definition von „Irre“ nachgesehen: irre (Adjektiv) mittelhochdeutsch, althochdeutsch iri = verirrt, verwirrt, ERZÜRNT, ursprünglich = sich schnell, heftig oder zeillos bewegend. 1a, geistesgeströt wirkend, verstört, ein irrer Blick. Ein irres Lächeln geht über ihr Gesicht. „Komm sofort herunter!“ schrie er, als noch immer keine Antwort kam, mit fast irrer Stimme (Zuckmayer, Magdalena 170) er redet irre
Schreibst Du davon zornig zu sein, sprichst Du also auch von Deinem eigenen Irresein?!
Interessanter fast finde ich fast noch…
IRRE an jemanden, etwas werden (in siner Auffassung unsicher werden und das Vertrauen zu jemanden, in etwas verlieren), durch das Gespräch mit ihm war ich allmählich irre geworden. Und mußte er nicht irre werden und verzweifeln an Vernunft und Gereechtigkeit
Das hast Du doch auch ausgedrückt in Deinen Postings, unsicher nicht vertrauen zu können, das heißt für mich, zu Deinen Vorwürfen des Irreseins betrifft ein Teil Dein eigenes Irresein.
(Thomas Mann, Herr 119) b, (selten) wahnsinnig, geistig gestört, geisteskrank: ein irrer Patient; jemanden für irre halten; man sagte uns, sie sei halb irre und müßte in eine anstalt gebracht werden; c, in seiner Erregung völlig durcheinandergebracht, wie von Sinnen: … eine Gottperson anch Deinem Bilde, die schreit nach Feindesleichen wie ein irrer Baalspriester (Reinig, Schiffe 77); sich wie irre gebärden; er war irre vor Angst, Schmerz; (subst.) wie ein Irrer (ugs.: sehr schnell, sehr viel) arbeiten. 2. (salopp) a, vom Üblichen abweichend und so ausgefallen, merkwürdig, wie man es nie erwarten konnte: Las Vegas war für sie eine irre Stadt…
Für mich hörst Du Dich an, als würdest Du alle Therapeuten
bzw. Menschen aus dem sozial-therapeutisch-medizinischen
Bereich über einen Kamm scheren und abwerten. Und das ist für
Naja, da hast Du durchaus recht. Abgesehen von den Forensikern
gibt es durchaus den sozialpädagogischen Typ, den ich nicht
mag. Zu seinen Kennzeichen gehört das Pathologisieren als
Diskussionsstrategie, wie Du das ja auch praktizierst.
Und ich mag Deine plattmachende Vorurteilsschiene nicht.
Wie kommst Du darauf, daß ein Freigänger gleichbedeutend einem
„gemeingefährlichen Irren“ ist? Kann es sein, Du solltest mal
selbst Deine Vorurteile überprüfen?!
Ein Freigänger ist ein Freigänger, weil er normalerweise
ist es wohl ein gemeingefährlicher Irrer.
Wer außer Dir definiert das so?
Was soll dieser unqualifizerte Einwand?
Wieso unqualifiziert?
War das mit
Unterbringungsbeschluß und Amtsgericht sachlich falsch, oder
sind Irre mit Fremdgefährdung Deiner Ansicht nach harmlos?
Deine Formulierung war für mich die ganze Zeit so, daß alle Insanssen Eurer psychiatrichen Klinik gemeingefährliche Irre seien und dagegen verwehre ich mich. Sicherlich sind geisteskranke Menschen mit Fremdgefährdung nicht harmlos, doch nicht alle Freigänger sind geimeingefährliche Irre.
Kannst Du eine konkrete Antwort geben? Was sollen Menschen,
die selbst zum Opfer geworden sind, die z.B. mit dem Leben,
Du kapierst einfach die Unterscheidung zwischen
gemeingefährlich und nicht gemeingefährlich nicht. Was ist
denn so schwer dabei?
Wenn Du in einer Kommunikation Deine Arrgoganz brauchst, bitte. Ansonsten denke ich, dient eine Kommunikation zum Austausch, ein Austauch wo jeder die Möglichkeit hat seinen Standpunkt zu hinterfragen, gegebenenfalls zu erweitern oder zu revidieren. Etwas nicht zu verstehen, kann ja auch daran liegen, daß ein Gegenüber nicht richtig erklärt oder es einfach auch nichts zu verstehen gibt.
Sicher doch. Wieso sollten potentiellen Opfer keine Chance
haben? Möglicherweise sind das die Menschen, die nie zum Opfer
werden bzw. mit solchen Situationen umgehen können. Wir alle
sind Täter und Opfer mehr oder minder gleichermaßen.
So eine menschenverachtende Scheibe!
Das sagt gerade der Richtige.
Wie wäre denn Dein Urteil für Menschen, die in der Psychiatrie
sind?
Differenziert und adäquat.
Hier wünschte ich mir eine konkrete und keine ausweichende Antwort.
Du unterstellst mir auch noch zu lügen, nicht nur das ich
dummes Zeug rede. 
Siehe oben.
Sehe ich immer noch so.
Meine Wahrnehmung ist eine andere, wie
(…)
- Du berichtest nicht von eigenen Erlebnissen, sondern nur
vom Hörensagen und Medienberichten.
- Hast Du mal ein Kind, das nicht schwimmen kann, im Wasser
untergehen sehen und weißt, wie das aussieht?
Nein, aber ich habe schon diverse Situationen miterlebt, wo Menschen keine Zivilcourage bewiesen haben und für einmal, ich war 20, schäme ich mich noch heute. Es war am Marienplatz als zwei Polizisten an einem Würstlstand im Zwischengeschoß zur U-Bahn einen langhaarigen Mann letztendlich provozierten. Er sollte den Ausweis zeigen, nun gut, das ist ja noch soweit okay, obwohl der Mann sich keineswegs irgendwie verdächtig gegeben hatte. Er stand nur da und aß seine Currywurst. Ich weiß nicht mehr, was die Polizisten alles zu ihm sagten, doch es war auch die Aussage, wie er denn schon dastünde… sie wollten ihn sichtlich provozieren. Er preßte defensiv die Arme an den Körper und meinte, er würde nicht verstehen, was die Herren wollten… Ich wünschte, ich hätte da den Mut gehabt hinzugehen und zu helfen. Denn was die beiden Polizisten betrieben haben, war Mißbrauch ihrer Amtsgewalt.
In der U-Bahn stand mal ein Mann an der Trennwand zu den Sitzen am Aus- bzw. Eingang gelehnt und machte etwas hektische Bewegungen. Ich grinste mir eins und habe mich selbst für meine blühende Phantasie gescholten. Doch die Phantasie war leider real, der Typ hat sich in der U-Bahn mitten unter den Fahrgästen einen runtergeholt. Ich war baff. Ich konnte nicht fassen, wie da alle wegschauen konnten, es schien niemanden aufzufallen. Ich war sprachlos. Ja, ich rief die Polizei… da er auch noch an der selben U-Bahn Haltestelle ausstieg wie ich. Ich finde jeder soll seine Sexualität so leben wie er möchte, doch nicht abends kurz nach 20 Uhr in der U-Bahn, wo teils auch noch Kinder drin sind. Bei der Gegenwart von Kindern habe ich jedes Verständnis für freies Ausleben von Sexualität verloren. Die Polizei fragte mich, wie ich hieße, wo ich wohne, meine Telefonnummer, was denn nun genau geschehen sei… das dauerte und mein ganzes immer wieder einlenken, der Mann würde hier nicht ewig warten und sie sollten doch endlich mal einen Wagen vorbeischicken, hat den Beamten leider nicht davon abbringen lassen, stur irgendeinen bürokratischen Kram erst abzufragen, bevor er einen Wagen schickte, der dann auch eine Dreiviertelstunde später kam. War wirklich hilfreich, sie wollten sich noch umsehen. Hahaha. Gut, ich hätte den Mann möglicherweise direkt in der U-Bahn ansprechen sollen, doch ich war in dem Moment so geplättet… Wenn irgendwelche besoffenen Typen abends teils Leute anpöbeln, ist es bei mir schon vorgekommen, daß ich dann unterstützend eingegriffen habe, wenn sich jemand sogar nicht zu helfen wußte. Sogesehen habe ich nie üble massive Gewalt erlebt, doch ich habe mich wenigstens im Kleinen engagiert.
- Daß man sich an Schlägereien beteiligen soll, um eventuell
daran beteiligte Ausländer zu schützen, ist eine ganz neue
Zeiterscheinung.
Was soll das konkret heißen?
- Ich hoffe, Du kannst über langjährige Auslandsaufenthalte
erzählen, um Deinen Vorwurf über mangelnden Gemeinsinn bei den
Deutschen glaubwürdiger zu machen.
Wie schon hier mal erwähnt, was der Sinn von Diskussionen für mich ist, sehe ich diesen bei Dir jedoch nicht. Weder lerne ich von Deinen Postings was, noch habe ich den Eindruck, Du magst / kannst von mir was annehmen. Fazit: lassen wir es doch besser, wenigstens für den Moment.
Alles Gute,
Romana
Gruß
Wolfgang Berger