Unterwürfigkeit

Von: , Frage gestellt am Mo, 15. Okt 2001

Hallo Zusammen!

Mich bedrückt schon lange ein bestimmtes Verhalten von mir selber im Zusammenhang mit der lieben Männerwelt, und vielleicht habt ihr mir einige Tipps, wie ich besser damit umgehen könnte, oder vielleicht kann mir sogar jemand erklären, was da genau in mir abläuft, wenn ich mich so verhalte (das hab ich nämlich noch nicht so ganz geschnallt).

Es geht dabei um das Verhalten, was ich an den Tag lege, sobald ich mich in jemanden verliebt habe. Sobald ich mit jemandem zusammen bin, ertappe ich mich immer wieder selber dabei, wie ich urplötzlich diese typische Weibchen-Rolle übernehme, mich ihm gegenüber plötzlich richtiggehen unterwürfig verhalte. Und er ist dann natürlich im ersten Moment ziemlich überrascht darüber, da er mich doch als selbstbewusst kennengelernt hat, was ich eigentlich auch bin. Ich selber nerve mich ohne Ende, wenn ich mich wieder so verhalten habe, aber ich weiss einfach nicht, was genau da in mir abläuft, es ist wie eine Art von Automatismus, es ist als könne ich nicht anders. Letztens habe ich mir selber die Umkehrfrage gestellt, was mir eigentlich dieses nervige Getue bringen könnte, dass ich nicht damit aufhören kann. Ich habe zwar keine Antwort darauf bekommen, aber ich bin dann auf etwas Interessantes gestossen. In mir kam irgendwie so ein trauriges Gefühl auf, wenn ich mir vorstellte, dass ich mich nicht mehr so unterwürfig in der Beziehung verhalten würde, so als hätte ich etwas verloren, so als würde dies der Beziehung eine Art von "besonderem Glanz" wegnehmen....

Könnt Ihr Euch einen Reim auf das machen? Welcher komische Automatismus könnte wohl hinter diesem Weibchen-Getue stecken?

Ich würde mich sehr über zahlreiche Tipps freuen!

Liebe Grüsse

Sitamun

19 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Stunden 1 hilfreich
    keine Erklärung

    Hallo Sitamun! Es geht dabei um das Verhalten, was ich an den Tag lege,
    sobald ich mich in jemanden verliebt habe. Sobald ich mit
    jemandem zusammen bin, ertappe ich mich immer wieder selber
    dabei, wie ich urplötzlich diese typische Weibchen-Rolle
    übernehme, mich ihm gegenüber plötzlich richtiggehen
    unterwürfig verhalte.
    Vielleicht übernimmst Du ja das Rollenbild deiner Mutter, so nach dem Motto:
    Mamas Ehe ist gut, und da bringt sie Papa auch die Hausschuhe, kocht abends was schönes und putzt alles, also muss ich das auch machen, damit die Beziehung genauso dauerhaft unf glücklich wird. Und er ist dann natürlich im ersten
    Moment ziemlich überrascht darüber, da er mich doch als
    selbstbewusst kennengelernt hat, was ich eigentlich auch bin.
    Manchmal ist bemuttert werden auch ganz schön, aber mich nervst auf die Dauer. Letztens habe ich mir selber die
    Umkehrfrage gestellt, was mir eigentlich dieses nervige Getue
    bringen könnte, dass ich nicht damit aufhören kann. Ich habe
    zwar keine Antwort darauf bekommen, aber ich bin dann auf
    etwas Interessantes gestossen. In mir kam irgendwie so ein
    trauriges Gefühl auf, wenn ich mir vorstellte, dass ich mich
    nicht mehr so unterwürfig in der Beziehung verhalten würde, so
    als hätte ich etwas verloren, so als würde dies der Beziehung
    eine Art von "besonderem Glanz" wegnehmen....
    Dies klingt nach Schuldgefühl(en). Steht vielleicht in Verbindung mit dem, was ich oben geschrieben habe, kann aber auch einen anderen Hintergrund haben.

    Tschuess Marco.

    • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
      Re: keine Erklärung

      Hallo Marco! Vielleicht übernimmst Du ja das Rollenbild deiner Mutter, so
      nach dem Motto:
      Mamas Ehe ist gut, und da bringt sie Papa auch die Hausschuhe,
      kocht abends was schönes und putzt alles, also muss ich das
      auch machen, damit die Beziehung genauso dauerhaft unf
      glücklich wird.
      Ja, da hast Du bestimmt recht, dass ich bis zu einem gewissen Punkt das Rollenbild meiner Mutter übernehme, auch wenn es sich nicht darin zeigt, dass ich ihm die Hausschuhe hinterhertrage...(wäre ja noch schöner....*gggg*) Manchmal ist bemuttert werden auch ganz schön, aber mich
      nervst auf die Dauer.
      Die Unterwürfigkeit zeigt sich bei mir nicht im Bemuttern, sondern eher darin, dass ich ihm z.B. in Gesprächen das letzte Wort lasse oder ihn anrufe, wenn er eigentlich dran wäre usw. Also bemuttern, nee danke, den Part soll mal schön seine Mammi übernehmen... In mir kam irgendwie so ein
      trauriges Gefühl auf, wenn ich mir vorstellte, dass ich mich
      nicht mehr so unterwürfig in der Beziehung verhalten würde, so
      als hätte ich etwas verloren, so als würde dies der Beziehung
      eine Art von "besonderem Glanz" wegnehmen....
      Dies klingt nach Schuldgefühl(en). Steht vielleicht in
      Verbindung mit dem, was ich oben geschrieben habe, kann aber
      auch einen anderen Hintergrund haben.
      Wie meinst Du das genau mit den Schuldgefühlen? Kannst Du da noch was genauer dazu sagen?

      Liebe Grüsse,

      Sitamun

      • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
        Re^2: keine Erklärung

        Hallo Sitamun! Vielleicht übernimmst Du ja das Rollenbild deiner Mutter, so
        nach dem Motto:
        Mamas Ehe ist gut, und da bringt sie Papa auch die Hausschuhe,
        kocht abends was schönes und putzt alles, also muss ich das
        auch machen, damit die Beziehung genauso dauerhaft unf
        glücklich wird.
        Ja, da hast Du bestimmt recht, dass ich bis zu einem gewissen
        Punkt das Rollenbild meiner Mutter übernehme, auch wenn es
        sich nicht darin zeigt, dass ich ihm die Hausschuhe
        hinterhertrage...(wäre ja noch schöner....*gggg*) Manchmal ist bemuttert werden auch ganz schön, aber mich
        nervst auf die Dauer.
        Die Unterwürfigkeit zeigt sich bei mir nicht im Bemuttern,
        sondern eher darin, dass ich ihm z.B. in Gesprächen das letzte
        Wort lasse oder ihn anrufe, wenn er eigentlich dran wäre usw.
        Damit hast Du ein Problem ? Das klingt einfach nach einem verträglichen Partner, der nichtrechthaberisch ist.
        Oder meinst Du mit 'ihm in Gesprächen das letzte
        Wort lassen', dass du in Gesprächen/Diskussionen immer deine Meinung aufgibst, wenn er lange genug bohrt? Also bemuttern, nee danke, den Part soll mal schön seine Mammi
        übernehmen...
        In mir kam irgendwie so ein
        trauriges Gefühl auf, wenn ich mir vorstellte, dass ich mich
        nicht mehr so unterwürfig in der Beziehung verhalten würde, so
        als hätte ich etwas verloren, so als würde dies der Beziehung
        eine Art von "besonderem Glanz" wegnehmen....
        Dies klingt nach Schuldgefühl(en). Steht vielleicht in
        Verbindung mit dem, was ich oben geschrieben habe, kann aber
        auch einen anderen Hintergrund haben.
        Wie meinst Du das genau mit den Schuldgefühlen? Kannst Du da
        noch was genauer dazu sagen?
        War ein Schuss ins Blaue. Vergiss es wieder. Liebe Grüsse,

        Sitamun

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^3: keine Erklärung

          Hallo Marco! Damit hast Du ein Problem ? Das klingt einfach nach einem
          verträglichen Partner, der nicht rechthaberisch ist.
          Natürlich würde ich mir niemals richtig rechthaberische Partner aussuchen. Mein Problem ist eigentlich, dass ich eigentlich sehr selbstbewusst bin, und mich auch nur selbstbewusste Partner aussuche. Jetzt stell Dir mal vor, wie das für meinen Partner ist, der eigentlich ebenfalls gerne starke Frauen hat, wenn die ihm dann plötzlich dauernd in Gesprächen das letzte Wort lässt und ihm hinterhertelefoniert... Weisst Du wie ich meine? Das ist schon ein Problem für mich... Oder meinst Du mit 'ihm in Gesprächen das letzte
          Wort lassen', dass du in Gesprächen/Diskussionen immer deine
          Meinung aufgibst, wenn er lange genug bohrt?
          Ja, so ungefähr...

          • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
            Re^4: keine Erklärung

            Huhu Sitamun,

            nachdem ich diese Postings gelesen habe drängt sich mir der Verdacht auf, daß Du einfach nicht damit zurechtkommst dass Du verliebt bist. Verliebt sein äussert sich häufig in devoter Haltung gegenüber dem/der Angebeteten und in völlig irrationalem Verhalten *g*.

            Guck nur mal verliebte Männer an. Die machen sich in der Öffentlichkeit und vor ihren Angebeteten völlig zum Dackel und keinen stört es. Ergo würde ich Dir empfehlen Deinen Gefühlen freien Lauf zu lassen und zu akzeptieren daß Du den Anderen jetzt halt einfach anrufen WILLST. Das hat dann doch nix mit Nachgeben oder Unterwerfung zu tun sondern einfach mit Deinem Gefühl. Stell Dir mal vor, er würde so denken wie Du. Ihr würdet Euch nur noch starr nach den Regeln anrufen und treffen. Beide würden sich ums letzte Wort streiten u.s.w. u.s.w.

            Nur mal so ein Gedanke

            Rolf

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^5: Läster, läster... :-)

              Hi Rolf, Huhu Sitamun,

              nachdem ich diese Postings gelesen habe drängt sich mir der
              Verdacht auf, daß Du einfach nicht damit zurechtkommst dass Du
              verliebt bist. Verliebt sein äussert sich häufig in
              devoter Haltung gegenüber dem/der Angebeteten und in völlig
              irrationalem Verhalten *g*.
              Demnach sind Männer wohl eher selten verliebt, oder wieviel Männer kennst Du die devot in einer Partnerschaft werden? :-)

              Nun, sicherlich gilt hier auch mal devot ansich zu klären. Da streiten sich ganze Völker teils und derweil sie nur die Worte unterschiedlich gebrauchen.

              Ja, mag sein, daß Ihr das Verliebtsein Angst macht und es macht Ihr scheinbar auch Angst (wieso schreibe ich Ihr groß? Schlafmangel), daß er ihre Gefühle nicht imselben Maße erwiedern könnte.

              In der Regel sind doch zumeist die Frauen es, die sich in Beziehungen aufopfern. Ich stehe zwar mit Emanzen auf Kriegsfuß, uns wehre mich auch derartige Literatur zu lesen, doch mir kam mal "zufällig" etwas von Harriet Goldhor Lerner unter und ich war baff, daß Frauen tatsächlich auf gut bezahlte Jobs verzichten, nur weil der Mann es nicht ertragen kann oder auch nur eventuell nicht ertragen könnte, daß seine Frau besser verdient als er selbst, daß Frauen auf Karriere dem Mann und der Kinder zuliebe ganz verzichten, eigene Leistungen oft unter den Scheffel stellen indes sich Männer teils gerne für ihre Erfolge feiern lassen, und vieles mehr. Aber das ist ein anderes Thema. Frauen haben meines Erachtens viel eher Probleme sich in ihren Wünschen und Bedürfnissen durchzusetzen als Männer es haben.
              Guck nur mal verliebte Männer an. Die machen sich in der
              Öffentlichkeit und vor ihren Angebeteten völlig zum Dackel und
              keinen stört es.
              Inwiefern?

              Ergo würde ich Dir empfehlen Deinen Gefühlen freien Lauf zu lassen
              immer guter Tipp :-)


              und zu akzeptieren daß Du den Anderen jetzt halt einfach anrufen WILLST. Das hat dann doch nix mit
              Nachgeben oder Unterwerfung zu tun sondern einfach mit Deinem
              Gefühl.
              Stimme Dir zu, wobei es davon abhängt, wie sie damit umgeht, was ihre Grundhaltung dabei ist. Dasselbe zu tun, kann aus unterschiedlichen Motivationen, ganz unterschiedliche Ergebnisse liefern.

              Stell Dir mal vor, er würde so denken wie Du. Ihr würdet Euch nur noch starr nach den Regeln anrufen und
              treffen. Beide würden sich ums letzte Wort streiten u.s.w.
              u.s.w.
              Spekulationen... ich erachte ein klärendes Gespräch mit ihm als wichtig. Das ist ja auch so ein Phänomen, daß Menschen gerne ihre Beziehungen mit Gott und der Welt besprechen, nur wesentlich weniger gern und oft mit den entsprechenden Partnern, Freunden oder Bekannten bzw. Arbeitskollegen... die es angeht.

              Ciao,
              Romana
              Nur mal so ein Gedanke

              Rolf

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^5: keine Erklärung

              Huhu Rölfchen, nachdem ich diese Postings gelesen habe drängt sich mir der
              Verdacht auf, daß Du einfach nicht damit zurechtkommst dass Du
              verliebt bist. Verliebt sein äussert sich häufig in
              devoter Haltung gegenüber dem/der Angebeteten und in völlig
              irrationalem Verhalten *g*.
              na ja, es hat wohl nichts damit zu tun, dass ich nicht damit klar komme, dass verliebt sein sich in völlig irrationalem Verhalten äussert. Nur wer auch rational ist, muss es ja nicht immer sein. Aber mit dem anderen könntest Du schon recht haben, so hart es für mich hier auch tönt. Vielleicht geht es auch einfach darum, dass ich nicht mit dem Verliebtsein an und für sich zurechtkomme, sondern dass ich mich in dem "Zustand" einfach sehr verletzend fühle, und es deshalb als unterwürfig empfinde. Gilt herauszufinden, wieso. Danke auch Dir.

              Lieben Gruss,

              Sitamun

  2. Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
    Re: Unterwürfigkeit

    hallo Sitamun,

    würde dich denn eine partnerschaft, in der deine unterwürfige rolle gelebt werden kann, befriedigen?
    da ich einige jahre erfahrungen mit sm-beziehungen habe, wundert mich dein standpunkt überhaupt nicht.ist mir sogar sehr vertraut.

    um seine devote rolle ausleben zu können, bedarf es allerdings ein gerüttelt maß an selbstvertrauen und stärke...

    cu

    strubbel

  3. Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
    Re: Unterwürfigkeit

    Liebe Sitamun,

    so eine devote Veranlagung braucht Dich nicht zu bedrücken. Das ist doch etwas schönes und gutes!

    Du hast ein selbstbewußtes Auftreten im Alltagsleben, nur in der Liebesbeziehung möchtest Du Dich unterordnen. Etliche Menschen sind so und sehr glücklich damit, weil sie in einer konfliktfreien Liebesbeziehung mit einem einfühlsamen dominanten Partner leben, der auch ihre Stärken anerkennt und fördert.

    Gruß

    Wolfgang Berger



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