Mord in Gedanken!

Tag,

ich hab ein etwas eigenartiges „Problem“… Ich dachte, ich frag einfach mal hier um Rat, wenn es mir auch etwas peinlich ist…

Seit ich denken kann, sehe ich immer eine gewisse Szene vor mir… Ich sehe mich mit einer Waffe in der Hand und drücke ab! In letzter Zeit wird es sogar noch konkreter, ich sehe jemand am Boden liegen, mich vor ihm stehen und abdrücken, aber es ist nie ein Gesicht zu erkennen! Ich bin mir sicher, dass ich das, was ich in meinen Gedanken tue, aus reiner Selbstverteidigung tue, weil ich mich von etwas bedroht fühle! - Aber von was???

Mehr nicht, immer nur diese eine Szene, jeden Tag das Gleiche, der Gedanke daran kommt von ganz alleine! Hatte das ja immer als normal abgestuft, keine Beachtung geschenkt, aber solangsam frage ich mich selbst, woher das kommt! Ich hab keine Angst in eine solche Situation zu kommen, das ist es nicht! Aber solche Gedanken können trotzdem nicht normal sein und ich würde der Sache gern auf die Spur gehen!

Meine Frage: Wie sehen Sie das? Wie würden Sie diese Bilder deuten?

DANKE!!!

Hallo Jens,
ich möchte Dir dazu eine kurze Anregung geben,vielleicht hilft es Dir weiter,mal in diese Richtung zu schauen:
Das Bild,das immer wieder in Dir aufsteigt halte ich,ebenso wie z.B. Träume für eine Botschaft Deines Unbewußten,die sich Dir immer wieder „aufdrängt“ um ins Bewußtsein integriert zu werden.
Nur dadurch kannst Du auch Einfluss nehmen,indem Du den Inhalt des Bildes anerkennst als Teil von Dir kann er sich wandeln.
Mit diesem Prozess hast Du ja auch schon begonnen,indem Du drüber nachdenkst und hier postest.

In der Traumdeutung gibt es die subjektstufige Herangehensweise,das bedeutet,daß jeder Teil eines Traumes oder in Deinem Falle Bildes ein Teil Deiner Selbst ist.
So wäre auf dieser Ebene jede Person im Bild ein Persönlichkeitsanteil von Dir.

Das würde bedeuten,daß ein möglicher Ansatz wäre,Dich zu fragen,welchen Teil Deines Selbst Du so dringend (Du schreibst das Bild käme Dir fast täglich) und gewaltsam abtöten musst.Und warum.Und durch dieses konkretisieren auch Raum zu schaffen,das Bild durch ein „gesünderes“,weniger dramatisches zu ersetzen.

Ich persönlich halte es in der Tat für sehr wichtig,sich mit solchen Bildern auseinanderzusetzen,denn sonst würde Deine Seele sich nicht „die Mühe machen“,es Dir regelmäßig wieder vorzusetzen,wenn darin nicht eine Botschaft enthalten wäre.
Für mich steckt dahinter der „Wunsch“ der Seele,heiler und ganzer zu werden,und einen Teil der Persönlichkeit zu integrieren,der sich sonst immer selbstständiger machen würde (Du schreibst ja auch davon,daß das Bild konkreter wird) und wenn er über lange Zeit nun gar nicht beachtet würde sich auch somatisieren könnte,also auf der körperlichen Ebene zeigen.Weil wir ,wenn wir krank werden meist geneigter sind,die Botschaften wahrzunehmen.

Um welchen Teil von Dir es sich handeln könnte,der so gewaltsam „abgemurkst“, zum Schweigen gebracht werden soll,das kannst Du nur in Dir selbst finden und wenn Du darin nicht geübt sein solltest könnte es auch sehr hilfreich sein,dazu einige Stunden bei einem guten Therapeuten zur Hilfe zu nehmen.
Es ist so etwas meiner Erfahrung nach ein Prozess,der einige Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt.Und der sich lohnt,weil er ganzer macht und heiler.

Du schreibst am Anfang,es sei Dir etwas peinlich.Ich persönlich finde,daß es Dir in überhaupt keiner Weise peinlich sein muss,den Schritt nach aussen zu wagen,im Gegenteil,ich halte sowas für mutig und bewundernswert,zu sich selbst zu stehen,in jeder Hinsicht und bei so wichtigen Fragen auch Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Vielleicht haben Dich meine Gedanken ein wenig anregen können,weiterzugehen in die Richtung,die Botschaft deiner Seele verstehen zu lernen.

Liebe Grüße,Anja

ich hab ein etwas eigenartiges „Problem“… Ich dachte, ich
frag einfach mal hier um Rat, wenn es mir auch etwas peinlich
ist…

Seit ich denken kann, sehe ich immer eine gewisse Szene vor
mir… Ich sehe mich mit einer Waffe in der Hand und drücke
ab! In letzter Zeit wird es sogar noch konkreter, ich sehe
jemand am Boden liegen, mich vor ihm stehen und abdrücken,
aber es ist nie ein Gesicht zu erkennen! Ich bin mir sicher,
dass ich das, was ich in meinen Gedanken tue, aus reiner
Selbstverteidigung tue, weil ich mich von
etwas bedroht fühle! - Aber von was???

Mehr nicht, immer nur diese eine Szene, jeden Tag das Gleiche,
der Gedanke daran kommt von ganz alleine! Hatte das ja immer
als normal abgestuft, keine Beachtung geschenkt, aber
solangsam frage ich mich selbst, woher das kommt! Ich hab
keine Angst in eine solche Situation zu kommen, das ist es
nicht! Aber solche Gedanken können trotzdem nicht normal sein
und ich würde der Sache gern auf die Spur gehen!

Meine Frage: Wie sehen Sie das? Wie würden Sie diese Bilder
deuten?

DANKE!!!

Psychologie ist keine Tütensuppe
Hi mina

Nur dadurch kannst Du auch Einfluss nehmen,indem Du den Inhalt des Bildes anerkennst als Teil von Dir kann er sich wandeln.

Damit drängst du den Poster in eine spezielle Richtung, die dir selbst naheliegen mag, von der du aber nicht wissen kannst, ob sie für ihn sinnvoll ist. Es geht aus keiner Andeutung seines Schreibens hervor, daß es hier um eine „Wandlung“ geht.

In der Traumdeutung gibt es die subjektstufige Herangehensweise,das bedeutet, daß jeder Teil eines Traumes oder in Deinem Falle Bildes ein Teil Deiner Selbst ist.

„subjektstufig“ - kurioser Ausdruck, der, woher du ihn auch immer hast, mit Psychologie wenig zu tun hat. Dieses „Herangehensweise“ ist übrigens nur dann verantwortbar, wenn zugleich auch andere Interpretationsgrundlagen zur Sprache kommen.

Du legst dem Poster aber nahe, ausschließlich innerhalb dieses speziellen Modells der Selbst-Repräsentanzen (das ist nämlich das, was du eigentlich meinst) eine ganz spezielles Deutungsmuster zu verwenden: das mit der „Abtötung“ von was auch immer. Es gibt aber in dem von ihm verfaßten Text vorerst noch gar keinen Hinweis, ob es überhaupt um eine „Tötung“ geht!! Wenn du es nochmal nachliest: er schreibt ausschließlich „abdrücken“ (und „Mord“ steht ausschließlich im Titel - ohne Andeutung, auf was es sich bezieht)

Mit deinem Posting drängst du ihn aber in eine Richtung, die diese Möglichkeit (also daß es um etwas anderes als „Tötung“ geht) blockiert und somit dem analytischen Prozeß unzugänglich macht.

…welchen Teil Deines Selbst Du so dringend (Du schreibst das Bild käme Dir fast täglich) und gewaltsam abtöten musst.

Woraus entnimmst du das „dringend“??? Du liest doch: „seit ich denken kann“…

… das Bild durch ein „gesünderes“,weniger dramatisches zu ersetzen.

Woraus entnimmst du, daß das Bild „ungesund“ sei? Woraus, daß es „dramatisch“ ist?

Das sind alles von außen an den Poster herangetragene Assoziationen, von denen niemand weiß, ob dies auch die seinigen sind. Wie ich im FAQ unten schrieb: Vorsicht mit Deutungsmustern, die von der eigenen"Traumarbeit" des Gesprächspartners abgekoppelt sind - das ist Esoterik, keine Psychologie. Verantwortliche Psychologie geht nicht quick & easy wie Tütensuppe! Du erinnerst dich vielleicht, daß ich interveniert habe, als das jemand einmal mit dir ansatzweise machte…?

Ich persönlich halte es in der Tat für sehr wichtig,sich mit solchen Bildern auseinanderzusetzen

Das ist nur dann wichtig, wenn es ihm selbst wichtig erscheint!

Für mich steckt dahinter der „Wunsch“ der Seele,heiler und ganzer zu werden,und einen Teil der Persönlichkeit zu integrieren,der sich sonst immer selbstständiger machen würde

„für dich“ - ganz richtig, das mag ja sein, wenn es dein Bild wäre! Aber was hat das mit dem Poster zu tun??

wenn er über lange Zeit nun gar nicht beachtet würde sich auch somatisieren könnte,also auf der körperlichen Ebene zeigen.Weil wir ,wenn wir krank werden meist geneigter sind,die Botschaften wahrzunehmen.

Alles Warnungen, Drohungen aus deinem persönlichen Vorstellungsreservoir (oder aus einer „esoterischen“ quick&easy-Liste?), die du dem Poster aufdrückst. Es ist empfehlenswert, sowas zu unterlassen, erst recht wenn man nicht weiß, ob der Poster genügend Selbtsicherheit hat, um sich solche Drohungen vom Leib zu halten…

Um welchen Teil von Dir es sich handeln könnte,der so gewaltsam „abgemurkst“, zum Schweigen gebracht werden soll

Wirklich! Das nimmt fast schon die Form von Psycho-Terror an :smile:

Du schreibst am Anfang,es sei Dir etwas peinlich.Ich persönlich finde,daß es Dir in überhaupt keiner Weise peinlich sein muss

Im Gegenteil, wenn es ihm"peinlich" erscheint, dann ist das therapeutisch zunächst einmal ernst zu nehmen, ganz unabhängig davon, ob es „objektiv“ peinlich ist oder nicht.

Grüße
Metapher

7 „Gefällt mir“

Hi Jens

ich kann deine Bilder nicht deuten, aber vielleicht du selbst:

Ich kann dir nur mit ein Verständnisrückfragen dienen:

Seit ich denken kann

Seit wann ist das also?

Ich sehe mich mit einer Waffe in der Hand

Was ist das genau für eine Waffe?
Kennst du diese Waffe tatsächlich „seit du denken kannst“?
Hat sie sich im Laufe der Jahre verändert?

Ich bin mir sicher, dass ich das, was ich in meinen Gedanken tue, aus reiner Selbstverteidigung tue, weil ich mich von etwas bedroht fühle! - Aber von was???

Warum schreibst du „Selbstverteidigung“ fett? Ist es dir besonders wichtig, das zu erwähnen?
Wenn du dir so sicher bist, warum schreibst du im Titel des Postings „Mord“?

Was genau geschieht beim „abdrücken“?
Welche Folgen hat das „abdrücken“?

Siehst du in deine folgenden Sätzen einen Widerspruch?

Hatte das ja immer als normal abgestuft, keine Beachtung geschenkt
Aber solche Gedanken können trotzdem nicht normal sein

Was gibt dir Anlaß zu der Vermutung, daß das „nicht normal sein kann“?

Also: wenn du wirklich Lust hast, „der Sache auf die Spur zu gehen“, dann können wir es gerne mal auf diesem Wege versuchen… natürlich nur soweit, wie du es hier im Forum machen möchtest. Wenn du Lust hast, dich auf die Fragen einzulassen, dann tu es bitte im Einzelnen, so, wie sie da stehen…

Grüße
Metapher

Hallo Metapher,

Nur dadurch kannst Du auch Einfluss nehmen,indem Du den Inhalt des Bildes anerkennst als Teil von Dir kann er sich wandeln.

„Nur“ ist nicht gemeint als „ausschließlich“,sondern als „aber“.

Damit drängst du den Poster in eine spezielle Richtung, die
dir selbst naheliegen mag, von der du aber nicht wissen
kannst, ob sie für ihn sinnvoll ist. Es geht aus keiner
Andeutung seines Schreibens hervor, daß es hier um eine
„Wandlung“ geht.

Das erübrigt sich damit.

In der Traumdeutung gibt es die subjektstufige Herangehensweise,das bedeutet, daß jeder Teil eines Traumes oder in Deinem Falle Bildes ein Teil Deiner Selbst ist.

„subjektstufig“ - kurioser Ausdruck, der, woher du ihn auch
immer hast, mit Psychologie wenig zu tun hat. Dieses
„Herangehensweise“ ist übrigens nur dann verantwortbar, wenn
zugleich auch andere Interpretationsgrundlagen zur
Sprache kommen.

Wenn Du ihn kurios findest,kannst Du ja.Ist aber in der Jung´schen Form ein gängiger Begriff.
Und hat mit Psychologie eine Menge zu tun.Es bedeutet,das Bild auf der Subjektstufe anzuschauen.KAnn wirklich nichts ungewähnliches daran finden.
Was meinst Du mirt dem zweiten Satz?
Finde es in keiner Weise unverantwortbar,eine von vielen Herangehensweisen anzubieten,wenn erwähnt wird,daß es eben nur eine (von mehreren) ist.Ich glaube das geht aus meinem posting hervor.

Du legst dem Poster aber nahe, ausschließlich innerhalb dieses
speziellen Modells der Selbst-Repräsentanzen (das ist
nämlich das, was du eigentlich meinst)

Nicht „eigentlich“,so nennst Du es in Deiner Sprache.Ich meine genau das,was ich hier "subjektstufig "nenne.

eine ganz spezielles

Deutungsmuster zu verwenden: das mit der „Abtötung“ von was
auch immer. Es gibt aber in dem von ihm verfaßten Text vorerst
noch gar keinen Hinweis, ob es überhaupt um eine „Tötung“
geht!! Wenn du es nochmal nachliest: er schreibt
ausschließlich „abdrücken“ (und „Mord“ steht ausschließlich im
Titel - ohne Andeutung, auf was es sich bezieht)

Ich lege es ihm nicht nahe,ich habe es mehr als einmal so formuliert,daß ich es ihm anbiete.Mehr nicht.
Erstens sagt er es im Titel,und der bezieht sich sehr wahrscheinlich doch auf das nachgeschilderte Bild und zweitens,wenn man in meinem modell bleibt,dann führt beides auf dasselbe Ziel hinaus,einem Persönlichkeitsanteil Gewalt anzutun mit dem Ziel,ihn zu überwältigen.

Mit deinem Posting drängst du ihn aber in eine Richtung, die
diese Möglichkeit (also daß es um etwas anderes als „Tötung“
geht) blockiert und somit dem analytischen Prozeß unzugänglich
macht.

Ich habe wie gesagt mehrfach gesagt,daß es eine Anregung sein soll die vielleicht helfen kann.Und bleibe dann bei „wenn“(man es in diesem Modell deutete)
Des weiteren kann ich natürlich meine Intuition anführen,aber die Ebene zählt bei euch Philosophen ja eher wenig…

…welchen Teil Deines Selbst Du so dringend (Du schreibst das Bild käme Dir fast täglich) und gewaltsam abtöten musst.

Woraus entnimmst du das „dringend“??? Du liest doch: „seit ich
denken kann“…

Eben,seit ich denken kann…wenn ein Bild so konsequent bleibt,dann halte ich das schon für dringend,und er sagt auch,daß es "in der letzten Zeit konkreter "wird.

… das Bild durch ein „gesünderes“,weniger dramatisches zu ersetzen.

Woraus entnimmst du, daß das Bild „ungesund“ sei? Woraus, daß
es „dramatisch“ ist?

Na,wenn es nicht dramatisch und ungesund ist,jemanden zu ermorden.
Aber diese Worte resultieren auch aus meiner wirklich langen Erfahrung mit dieser Deutungform auf der Subjektstufe ,bei mir und vielen anderen.Noch habe ich es erlebt,daß derartige Bilder denjenigen,der sie hatte entspannt und zufrieden gelassen hätten,wenn er sie denn emotional an sich ranlässt.

Das sind alles von außen an den Poster herangetragene
Assoziationen, von denen niemand weiß, ob dies auch die
seinigen sind. Wie ich im FAQ unten schrieb: Vorsicht mit
Deutungsmustern, die von der eigenen"Traumarbeit" des
Gesprächspartners abgekoppelt sind - das ist Esoterik, keine
Psychologie. Verantwortliche Psychologie geht nicht quick &
easy wie Tütensuppe! Du erinnerst dich vielleicht, daß ich
interveniert habe, als das jemand einmal mit dir ansatzweise
machte…?

Ja,aber derjenige hat mir unterstellt und daß etwas genauso ist,wie er es sieht und ist auch dabei geblieben.Ich habe hier ,denke ich deutlich gemacht,daß es sich um Vorschläge,Angebote handelt,die ich keine Sekunde wqeiterverfolgen würde,wenn Jens entweder nicht drauf reagiert,oder sagt,das kommt gar nicht hin.
Auch nicht gedanklich für mich.Dann hätte ich halt danebengelegen oder diese Form passt nicht im Moment.
Im übrigen habe ich deinen Thread zur Traumdeutung gelesen und stimme in einigen Punkten nicht mit Dir überein.

Ich persönlich halte es in der Tat für sehr wichtig,sich mit solchen Bildern auseinanderzusetzen

Das ist nur dann wichtig, wenn es ihm selbst wichtig
erscheint!

Und warum posted er sonst hier?
Ausserdem schreibe ich ja „ich persönlich“.

Für mich steckt dahinter der „Wunsch“ der Seele,heiler und ganzer zu werden,und einen Teil der Persönlichkeit zu integrieren,der sich sonst immer selbstständiger machen würde

„für dich“ - ganz richtig, das mag ja sein, wenn es
dein Bild wäre! Aber was hat das mit dem Poster zu
tun??

Mit dieser Form,Angebote zu machen habe ich schon wirklich gute Erfolge erzielt bei meinen Mitmenschen.Auch wenn ich weder Philosophie noch Psychologie studiert hat,so ganz unbedarft bin ich auf dieser ebene sicher nicht.
Mehr kann ich Dir da nicht antworten,aber ich denke,mir reicht das.

wenn er über lange Zeit nun gar nicht beachtet würde sich auch somatisieren könnte,also auf der körperlichen Ebene zeigen.Weil wir ,wenn wir krank werden meist geneigter sind,die Botschaften wahrzunehmen.

Alles Warnungen, Drohungen aus deinem persönlichen
Vorstellungsreservoir (oder aus einer „esoterischen“
quick&easy-Liste?), die du dem Poster aufdrückst. Es ist
empfehlenswert, sowas zu unterlassen, erst recht wenn man
nicht weiß, ob der Poster genügend Selbtsicherheit hat, um
sich solche Drohungen vom Leib zu halten…

Mit dem letzten Satz magst Du recht haben,vielleicht.
Und,nun,Deine abwertende Bemerkung nehm ich mal so hin,denn die könnte ja auch Deinem Vorstellungsreservoir entspringen…

Um welchen Teil von Dir es sich handeln könnte,der so gewaltsam „abgemurkst“, zum Schweigen gebracht werden soll

Wirklich! Das nimmt fast schon die Form von Psycho-Terror an

-)

Das Wort ist recht dramatisch,aber Psychoterror?Ich denke nicht,daß Du dich da angemessen ausdrückst.

Du schreibst am Anfang,es sei Dir etwas peinlich.Ich persönlich finde,daß es Dir in überhaupt keiner Weise peinlich sein muss

Im Gegenteil, wenn es ihm"peinlich" erscheint, dann
ist das therapeutisch zunächst einmal ernst zu nehmen, ganz
unabhängig davon, ob es „objektiv“ peinlich ist oder nicht.

Du hast eine deutlich andere Art,an die Menschen,die hier posten und an Deine Klienten heranzugehen,als ich.
Mehr drückt der letzte Satz eigentlich nicht aus,und das wusste ich schon,bevor ich hier geantwortet habe.

Ich habe die Aussage nicht nicht ernst genommen,ich habe ihm nur Feedback gegeben.
Und das darf ich wohl schon,wenn ich es als meine persönliche Meinung festhalte.

Du schreibst hier eine Menge fundierter Sachen,eigentlich so gut wie immer,und ich bin durchaus geneigt,Deine Kritik ernstzunehmen.Aber in diesem Fall kann ich wirklich überhaupt nichts damit anfangen,ich habe vielmehr dasGefühl,daß Du Deine persönliche Einstellung zur Grundlage zu machen versuchst,und habe nicht den eindruck,daß Du bereit bist, Formen und Denkweisen,die sich existentiell von Deinen unterscheiden zu tolerieren.

Auch lese ich zwischen den Zeilen eine gewisse gereiztheit,die ich,wenn ich daS richtig empfinde nicht verstehe.

Und,am wichtigsten,fragen wir doch Jens,wenn er mag,wie das posting auf ihn wirkt,und ob es ihn anregt oder stört.
wenn das der Fall sein sollte tut es mir leid,offensichtlich das Falsche gesagt zu haben.

Anja

2 „Gefällt mir“

Hallo, erst mal Danke für deine Hilfe, ich werd mal versuchen deine Fragen zu beantworten…

Seit ich denken kann

Seit wann ist das also?

Ich bin bescheide 17 1/2 Jahre… dieses Bild sehe ich seit ca. 10 Jahren vor mir…Aber das Bild war nicht immer das Gleiche… - sorry, war schlecht formuliert

Ich sehe mich mit einer Waffe in der Hand

Was ist das genau für eine Waffe?
Kennst du diese Waffe tatsächlich „seit du denken kannst“?
Hat sie sich im Laufe der Jahre verändert?

Ja, ich kenne diese Waffe und sie hat sich nicht verändert! Es ist eine schwarze Pistole!

Ich bin mir sicher, dass ich das, was ich in meinen Gedanken tue, aus reiner Selbstverteidigung tue, weil ich mich von etwas bedroht fühle! - Aber von was???

Warum schreibst du „Selbstverteidigung“ fett? Ist es dir
besonders wichtig, das zu erwähnen?
Wenn du dir so sicher bist, warum schreibst du im Titel des
Postings „Mord“?

Ja, es ist mir wichtig es zu erwähnen! Nicht allein, weil ich Angst habe, in meinen Gedanken wirklich einen Mord zu begehen, sondern weil das Gefühl, bedroht zu werden, für mich sehr reel erscheint und die Tat als dessen Folge begehe (so denke ich zumindest, kann es nicht 100% sagen - möchte einen Mord also nicht ausschließen, es erscheint mir nur unwahrscheinlich)!

Was genau geschieht beim „abdrücken“?
Welche Folgen hat das „abdrücken“?

Das ist ja das Problem… Ich sehe jemand am Boden liegen, er versucht aufzustehen, d.h. richtet seinen Oberkörper auf und ich drücke mit Entschlossenheit ab… Aber dann ist nichts mehr, ich weiß nicht wie die Folgen sind, ich weiß auch nicht wer das am Boden war, ich hab einfach kein Gesicht vor mir…

Siehst du in deine folgenden Sätzen einen Widerspruch?

Hatte das ja immer als normal abgestuft, keine Beachtung geschenkt
Aber solche Gedanken können trotzdem nicht normal sein

Was gibt dir Anlaß zu der Vermutung, daß das „nicht normal
sein kann“?

Ich dachte immer, dass solche Gedanken normal sind bei Kindern… dass sowas wieder verfliegt! Kann auch damit leben, dass ich diese Gedanken ab und zu hab, aber wie schon gesagt, wird das Bild immer konkreter und ich fühle mich durch irgendwas bedroht, kann aber beim besten Willen net sagen durch was - und das halte ich für „nicht normal“

Also: wenn du wirklich Lust hast, „der Sache auf die Spur zu
gehen“, dann können wir es gerne mal auf diesem Wege
versuchen… natürlich nur soweit, wie du es hier im Forum
machen möchtest. Wenn du Lust hast, dich auf die Fragen
einzulassen, dann tu es bitte im Einzelnen, so, wie sie da
stehen…

Ich hoffe das war ok so, ich hab versucht die Fragen ehrlich zu beantworten… Vielleicht kannst du mir ja helfen bzw. einen Rat geben!

Danke, JENS!

Und,am wichtigsten,fragen wir doch Jens,wenn er mag,wie das
posting auf ihn wirkt,und ob es ihn anregt oder stört.
wenn das der Fall sein sollte tut es mir leid,offensichtlich
das Falsche gesagt zu haben.

Nein, es stört mich nicht und das Falsche hast du, denk ich mal, auch nicht gesagt! Ich kann nicht beurteilen, ob es psychologisch richtig ist, was du geschrieben hast, aber ich hab darüber nachgedacht und außerdem gefällt mir deine Art, wie du schreibst und versuchst mir zu helfen!

Würde mich also freuen, wenn ich, neben Postings von Metapher, auch mit dir rechnen kann!

JENS

Nur ein Ansatz
Hallo Jens,

das Internet scheint mir in der Tat nicht der optimale Raum,sich tief und dauerhaft mit solchen wichtigen „Dingen“ zu beschäftigen.Schon gar nicht,wenn es in Richtung Beratung mit therapeutischem Anspruch geht.
Dafür braucht es meiner Ansicht nach auf jeden Fall einen Menschen,der einem gegenübersitzt und den man ganz wahrnehmen kann.Ob Freund,Therapeut,Lehrer,oder auch Fremder.
Was ich aber für möglich halte,ist feedback zu bekommen und auch Hinweise,Anregungen und vielleicht auch Ratschläge,die aber nie mehr als das sein können und vorraussetzen,daß der Andere,in diesem Falle Du, weiß,daß er selber die letzte Instanz ist.Das finde ich sehr wichtig.

Auf dieser Basis kann das,was im Internet möglich ist nur der Anfang,eine Orientierung sozusagen sein.

Ich habe bei Dir nicht den Eindruck,daß Du das alles nicht selber weißt,möchte aber dennoch nicht vergessen haben,das zu erwähnen,auch vor dem Hintergrund Metaphers`Kritik nicht.

Sollte ich irgendetwas ,was Du geschildert hast ,falsch verstanden haben,auch wenn Du nur das Gefühl hast,das stimmt so irgendwie nicht,wäre es schön.,wenn Du mir das gleich sagtest.

Du schreibst,daß Du Dich bedroht fühlst und aus Selbstverteidigung Du „mit Entschlossenheit abdrückst“.
Ich bleibe mal bei der Form der Subjektstufe.
Wenn der ,der Dich bedroht ein Teil Deines Selbst wäre,könnte es hilfreich sein,ihn oder sie Dir anzuschauen.
Nicht nur mit dem Kopf,auch mit dem Gefühl.
Wie sieht dein Gegenüber aus?
Was empfindest Du,was könnte Dich bedrohen?Alles,auch was Dir spontan einfällt und vielleicht auch unsinnig erscheint wäre da wichtig und beachtenswert.Weil es eben aus Dir kommt,und ich davon ausgehe,wenn Deine seele Dir wiederholt solche Bilder schickt und Du sie nicht ignorierst,Deine Seele Dir auch helfen wird,den Weg dann zu gehen.Zum Beispiel mit weiteren,genaueren Bildern.
Es gibt auch die Methode der aktiven Imagination,die Dir hier weiterhelfen könnte.
Dazu versucht man aktiv ins Unbewußte zu steigen indem man ,nachdem man sich vorher so weit es geht entspannt hat, die Gedanken versucht loszulassen,ähnlich wie in der Meditation,und um Bilder „bittet“,versucht zuzulassen,was da aufsteigt um dem dann zu begegnen.
Dieses ist sehr grob vereinfacht,um es ein wenig zu veranschaulichen,wenn Du sowas für Dich machen wolltest würde ich Dir raten, Dir vorher zumindest einen etwas ausführlicheren Einstieg in die Technik zu verschaffen.
Ein Buch,das ich sehr empfehlen kann,wenn Dich solche Techniken ansprechen,das auch nicht zu umständlich und kompliziert ist ist von Verena Kast „Imagination als Raum der Freiheit“.
Sie ist eine anerkannte Analytikerin des Jung-Instituts in Zürich
und sicher nicht der unseriösen Esoterikkiste zuzuordnen.

Was ich auch nicht unerwähnt lassen möchte ist,daß beim Arbeiten mit inneren Bildern ein wesentlicher Faktor die grundsätzliche Akzeptanz und „Begrüßung“ der einzelnen Figuren ist.
Selbst derjenige,der Dich bedroht ist auf dieser Ebene ein Teil von Dir und will gesehen werden.Ihn abzuwehren hätte zur Folge,daß er noch mehr ins Unbewußte verschoben wird und weniger erreichbar wird.
Ausserdem,wenn er nun da ist,ist er eben da,und dann kannst Du ihn Dir ja auch mal freundlich anschauen.
Du könntest ihn oder sie zum Beispiel fragen,was er möchte.Vielleicht ändert sich seine Bedrohlichkeit schon damit,daß er ernstgenommen wird.
Das gleiche gilt natürlich für Dich,der sich gegen ihn oder sie
wehrt in Deinem Bild.
Auch Dich selber könntest Du fragen,was Dich so bedroht und zunächst einmal die Not „dieser Person in Dir“ annehmen,akzeptieren und ernst nehmen.

Mit der Zeit könnte ein Dialog Deiner inneren Figuren entstehen der vielleicht dazu führt,daß neue Lösungen für innere Konflikte erscheinen,die solange Du noch mit dem Dich wehren beschäftigt warst keinen Raum fanden.

Mit der Zeit sage ich sehr bewußt,denn schnell geht sowas nicht,es ist ein Weg,der Schritt für Schritt gegangen werden will,im Vertrauen auf Deine seele,die ihren Weg finden wird,wenn Du ihr den Raum dafür gibst.

Es kann dieses alles,wie gesagt nur Anregung sein,zu schauen,ob Du in diese Richtung weitergehen magst.
Für Dich selber zuerst einmal,mit Hilfe geeigneter Literatur,vielleicht,wenn Du den Wunsch verspürst mit Gesprächen mit einem Therapeuten (Therapie ist nicht für „Gestörte“ sondern für Menschen,die Hilfe wollen,für eine Weile, ihren Weg zu finden),und im Austausch,Gespräch mit Freunden oder welche Wege auch sonst sich Dir öffnen.

Mir ganz persönlich kommt Dein Versuch,Dich mit dem Bild auseinanderzusetzen sehr kreativ vor,gibt es doch viele Menschen,die solche Konflikte lieber mit diversen Drogen,Oberflächlichkeit oder sonstigen Mechanismen zu verdrängen versuchen.

Solltest Du von mir noch was brauchen oder wollen,steh ich Dir gerne zur Verfügung.

Lieben Gruß,Anja

3 „Gefällt mir“

Hi Jens

schön, daß du geantwortet hast und zu deinem vorletzten Satz nehm ich mal was vorweg:

Ich hoffe das war ok so

ja, natürlich… prima!

ich hab versucht die Fragen ehrlich zu beantworten…

Indianerehrenwort - logo

Aber ich hab, was du dir vielleicht denken kannst, noch ein paar Fragen…

dieses Bild sehe ich seit ca. 10 Jahren vor mir

ok - dann warst du also ca 7 als es - nach deiner jetzigen Erinnerung - zum erstenmal auftauchte

Daß das Bild traumartigen Charakter hat, ist dir sicher längst aufgefallen, oder?
Kannst du ein wenig beschreiben, wie es dir im Tageslauf auftaucht? Also z.B. ist es unabhängig von dem, was du gerade tust? oder hast du spezielle Gelegenheiten (Situationen, Tätigkeiten, Personen usw.) bemerkt, bei denen es häufiger erscheint…
Und ist es wirklich so, daß du es täglich erlebst?
War das immer schon so häufig?

…Aber das Bild war nicht immer das Gleiche…

  • sorry, war schlecht formuliert

kein Problem - kannst du die Unterschiede näher beschreiben?

Ja, ich kenne diese Waffe und sie hat sich nicht verändert!

Was sonst hat sich also verändert?
Kanntest du auch als 7-Jähriger im realen Leben eine solche schwarze Pistole? Also: Hattest du oder jemand anderes z.B. soetwas als Spielzeug? Oder hatte jemand in deiner Umgebung eine richtige Waffe dieser Art? Oder ist dir soetwas aus einer damaligen Lektüre oder einem Film in Erinnerung?

Es ist eine schwarze Pistole!

Kannst du sicher sagen, ob es sich bei deinem Bild um eine ‚reale‘ (Waffen-)Pistole handelt? wäre es möglich, daß es etwas anderes ist?

… weil ich mich von etwas bedroht fühle! - Aber von was???

Da du bereits mehrmal betontest, daß du nicht weißt, „von was“, dann jedenfalls aöso nicht von dem ‚jemand‘, der auf dem Boden liegt? (denn dann wüßtest du zumindest die Quelle der Bedrohung)

…„Selbstverteidigung“

Ja, es ist mir wichtig es zu erwähnen! Nicht allein, weil ich Angst habe, in meinen Gedanken wirklich einen Mord zu begehen,

Was macht dir daran genau Angst? (da du ja bestimmt weißt, daß viele Menschen schon in ihren Träumen einen Mord begangen haben und daß das mit Sicherheit nichts mit realen Handlungen zu tun hat - geschweige denn, daß das entzifferte Traumerlebnis letztlich überhaupt tatsächlich solch einen Gedanken enthält)

… und die Tat als dessen Folge begehe (so denke ich zumindest…)

Jetzt möchte ich dir etwas sagen, was mir an deiner Beschreibung auffällt, und ich möchte dich bitten, dir das selbst auch nochmal genau und in Ruhe zu überlegen (bevor du die Frage bantwortest):

Du schreibst mehrmals, daß du in dem Bild „abdrückst“ -
Was genau ist das für eine Bewegung? Wie würdest du sie beschreiben?


Es fällt nämlich auf, daß du ausschließlich den Ausdruck „abdrücken“ verwendest, und nicht Ausdrücke wie z.B. „erschießen“ oder „töten“ …

Magst du dazu etwas sagen?

Denn deine Bemerkungen zu „Selbstverteidigung“ und „Mord“ erzählt du so, als seien es nachträgliche Überlegungen, oder auch Interpretationen… z.B. „so denke ich zumindest…“
oder auch der folgende Satz:

„… kann es nicht 100% sagen - möchte einen Mord also nicht ausschließen, es erscheint mir nur unwahrscheinlich)!“

Ich hab noch weitere Fragen:

ich weiß auch nicht wer das am Boden war, ich hab einfach kein Gesicht vor mir…

Da du so deutlich weißt, daß du kein Gesicht siehst, dann aber offenbar im Unterschied dazu etwas anderes an der Gestalt? Ich meine das so: du würdest sonst sagen „ich sehe keine Gestalt“ oder ich sehe überhaupt keine Formen" - aber du sagst nur „kein Gesicht“. Also könnte dir zu Folgendem vielleicht etwas einfallen: z.B.

Ist es ein Mann oder eine Frau?
Ist es jedenfalls eindeutig ein Mensch? Wenn ja, woran genau erkennst du das?
Ist die Gestalt bekleidet? Wenn (z.B.) eindeutig ja, dann „siehst“ du auch Bekleidung… ? Wie sieht das aus? Kannst du es mit irgendetwas vergleichen, das du kennst?

Und zuletzt noch zu dem Bild:
Hast du eine Idee, wie die Gestalt da auf den Boden kommt? bzw. warum sie dort liegt?

Ich dachte immer, dass solche Gedanken normal sind bei Kindern… dass sowas wieder verfliegt!

Aber natürlich, ist es auch, insbesondere in Träumen, und nicht nur bei Kindern… aber es muß nicht unbedingt täglich sein…

Was sagen dir folgende Fragen:
Was beunruhigt dich genau:

  • das Bild selbst? oder
  • die Tatsache, daß du es dir ausmalst bzw. daß es auftaucht? oder
  • daß es seit so langer Zeit immer wieder und so häufig auftaucht?

Und:
Daß es dich beunruhigt - ist das unangenehm? oder vielleicht ist auch etwas Angenehmes dabei? etwas Faszinierendes?

… aber wie schon gesagt, wird das Bild immer konkreter

ja, das sagtest du schon: was meinst du eigentlich mit „konkreter“?

Ich hoffe das war ok so

ja, natürlich… prima!

ich hab versucht die Fragen ehrlich zu beantworten…

Indianerehrenwort - logo

Vielleicht kannst du mir ja helfen bzw. einen Rat geben!

Kannst du sagen, wobei oder wofür genau du Hilfe bzw. Rat möchtest? (außer natürlich bei der Frage „was soll das ganze“, klar)

Liebe Grüße

Metapher

1 „Gefällt mir“

Hi Metapher,

danke für die schnelle Antwort, werd mal versuchen weiterhin die Fragen zu beantworten!

Kannst du ein wenig beschreiben, wie es dir im
Tageslauf auftaucht? Also z.B. ist es unabhängig von dem, was
du gerade tust? oder hast du spezielle Gelegenheiten
(Situationen, Tätigkeiten, Personen usw.) bemerkt, bei denen
es häufiger erscheint…
Und ist es wirklich so, daß du es täglich erlebst?
War das immer schon so häufig?

Darüber hab ich auch schon nachgedacht, wann es auftaucht… Meistens wenn ich allein bin oder auch mich allein fühle! Gestern Nacht bin ich durch die Stadt gegangen, vorbei an beleuchteten Hauptstraßen und durch dunkle Gassen… aufeinmal hatte ich das Bild wieder vor Augen, ganz plötzlich, ohne das ich durch irgendwas daran erinnert wurde!
Aber ich sehe es auch ab und zu daheim vor mir, jedoch bis jetzt immer wenn ich allein war, d.h. nicht umbedingt allein im Raum oder so, sondern wenn ich irgendwie allein mit meinen Gedanken war, wenn niemand mit mir redet oder ich durch nichts gestört werde! Was auch immer auftritt, ist das Gefühl von irgendwas bedroht zu sein!

…Aber das Bild war nicht immer das Gleiche… :

kein Problem - kannst du die Unterschiede näher beschreiben?

Anfangs sah ich mich laufen und hörte Schüsse…später sah ich mich immer deutlicher mit einer Waffe in der Hand…ich sah mich selbst schießen…in letzter Zeit sehe ich das beschriebene Bild, welches aber konkreter wird… (inwiefern beantworte ich unten)

Ja, ich kenne diese Waffe und sie hat sich nicht verändert!

Was sonst hat sich also verändert?

Die Situation in so fern, dass ich mich bei allen vorigen Bildern oder Gedanken noch bewegt hab (auch wenn die Situation die gleiche war - ich hab immer auf jemand bestimmtes geschossen, kann aber nicht sagen auf wen), beim jetzigen Bild aber stehe ich auf nur da und drücke ab!

Kanntest du auch als 7-Jähriger im realen Leben eine solche
schwarze Pistole? Also: Hattest du oder jemand anderes z.B.
soetwas als Spielzeug? Oder hatte jemand in deiner Umgebung
eine richtige Waffe dieser Art? Oder ist dir soetwas aus einer
damaligen Lektüre oder einem Film in Erinnerung?

Auch als 7-jähriger kannte ich eine solche Waffe, zum einen aus dem TV, zum anderen, weil ich mal eine 9mm-Polizeipistole in der Hand hielt!

Es ist eine schwarze Pistole!

Kannst du sicher sagen, ob es sich bei deinem Bild um eine
‚reale‘ (Waffen-)Pistole handelt? wäre es möglich, daß es
etwas anderes ist?

Kann ich mit absoluter Sicherheit sagen, weil ich die Waffe genau vor mir sehe!

… weil ich mich von etwas bedroht fühle! - Aber von was???

Da du bereits mehrmal betontest, daß du nicht weißt, „von
was“, dann jedenfalls aöso nicht von dem ‚jemand‘, der
auf dem Boden liegt? (denn dann wüßtest du zumindest die
Quelle der Bedrohung)

Nein, so war das nicht gemeint! Ich fühle mich nicht in diesem „Traum“ bedroht, sondern ich fühle mich bedroht und als Folge dessen sehe ich dieses Bild!

…„Selbstverteidigung“

Ja, es ist mir wichtig es zu erwähnen! Nicht allein, weil ich Angst habe, in meinen Gedanken wirklich einen Mord zu begehen,

Was macht dir daran genau Angst? (da du ja bestimmt weißt, daß
viele Menschen schon in ihren Träumen einen Mord begangen
haben und daß das mit Sicherheit nichts mit realen Handlungen
zu tun hat - geschweige denn, daß das entzifferte
Traumerlebnis letztlich überhaupt tatsächlich solch einen
Gedanken enthält)

Eigentlich macht es mir nur Angst offen auszusprechen, dass ich einen Mord begehen könnte, in Gedanken! Genau das, was du in den Klammern geschrieben hast, vermute ich zwar, aber 100% klar war es mir nicht!

Du schreibst mehrmals, daß du in dem Bild „abdrückst“ -
Was genau ist das für eine Bewegung? Wie würdest du sie
beschreiben?

Ich halte die Waffe leicht schräg, also mein Handgelenk um ein paar Grad nach innen gedreht. Mein Arm ist ausgstreckt und ich bewege den Zeigefinger, als wie wenn es Routine für mich wäre (also nicht zum ersten Mal eine Waffe benutze). Das schließe ich daraus, weil ich nicht zögere und nicht zittere!

Es fällt nämlich auf, daß du ausschließlich den Ausdruck
„abdrücken“ verwendest, und nicht Ausdrücke wie z.B.
„erschießen“ oder „töten“ …

Genau, ich hab absichtlich „abdrücken“ verwendet, weil ich die Folgen nicht genau kenne! Ich sehe, dass ich ihm in die Brust schieße, oder zumindest dahin ziele, bevor ich abdrücke, aber ich weiß nicht, wie die Folgen sind, nachdem ich auch abgedrückt hab, kann also nicht sagen, ob ich ihn wirklich „erschossen“ hab!

Denn deine Bemerkungen zu „Selbstverteidigung“ und „Mord“
erzählt du so, als seien es nachträgliche Überlegungen,
oder auch Interpretationen… z.B. „so denke ich zumindest…“
oder auch der folgende Satz:

„… kann es nicht 100% sagen - möchte einen Mord also nicht ausschließen, es erscheint mir nur unwahrscheinlich)!“

Stimmt! „Selbstverteidigung“ hab ich daraus geschlossen, weil ich doch vorher das Gefühl hab bedroht zu werden! „mord“ hab ich daraus geschlossen, dass ich, wie beschrieben, auf seine Brust ziele und einfach annehme ihn damit getötet zu haben!

Da du so deutlich weißt, daß du kein Gesicht siehst,
dann aber offenbar im Unterschied dazu etwas anderes an der
Gestalt? Ich meine das so: du würdest sonst sagen „ich sehe
keine Gestalt“ oder ich sehe überhaupt keine Formen" - aber du
sagst nur „kein Gesicht“. Also könnte dir zu Folgendem
vielleicht etwas einfallen: z.B.

Ist es ein Mann oder eine Frau?

Ein Mann, weil ich seinen Oberkörper sehe…

Ist es jedenfalls eindeutig ein Mensch? Wenn ja, woran genau
erkennst du das?

Ich sehe alles, nur nicht das Gesicht!

Ist die Gestalt bekleidet? Wenn (z.B.) eindeutig ja, dann
„siehst“ du auch Bekleidung… ? Wie sieht das aus? Kannst du
es mit irgendetwas vergleichen, das du kennst?

Ich hab mir das Bild immer wieder vor Augen gehalten um diese Frage zu beantworten, weiß nicht ob das gut war, auf jeden Fall konnte ich schon voher eine braune/beige Hose erkenne und bin nun auch der Meinung, dass „er“ ein weißes Hemd trägt - nur woher weiß ich, ob bei solchen Überlegungen nicht irgendwie Fantasie reingemischt wird?
Aber auf jeden Fall kann ich es mit nichts vergleichen, das ich kenne!

Und zuletzt noch zu dem Bild:
Hast du eine Idee, wie die Gestalt da auf den Boden kommt?
bzw. warum sie dort liegt?

Tut mir leid, leider nein!

Was beunruhigt dich genau:

  • das Bild selbst? oder
  • die Tatsache, daß du es dir ausmalst bzw. daß es auftaucht?
    oder
  • daß es seit so langer Zeit immer wieder und so häufig
    auftaucht?

Letzteres! Aber vorallem auch, dass Gefühl durch etwas bedroht zu sein, dass ich nicht kenne!

Daß es dich beunruhigt - ist das unangenehm? oder vielleicht
ist auch etwas Angenehmes dabei? etwas Faszinierendes?

Schwer zu sagen… trifft alles nicht genau das Gefühl, weiß aber nicht richtig wie ich es beschreiben könnte! Sorry!

… aber wie schon gesagt, wird das Bild immer konkreter

ja, das sagtest du schon: was meinst du eigentlich mit
„konkreter“?

Mit konkreter meine ich, abgesehen davon, dass sich das Bild im Laufe der Jahre verändert hatte, dass immer mehr Details dazu kommen! Ich sehe, wie schonmal erwähnt, dass „er“ versucht sich aufzurichten. Außerdem liegt er hinter ner Art Mauer oder eine Art Gartenzaun aus Stein! Sie ist braun angestrichen und nicht sehr hoch…keine Ahnung was das bedeuten könnte???

Kannst du sagen, wobei oder wofür genau du Hilfe bzw. Rat
möchtest?

Einfach meine Gedanken zu verstehen. Ich könnte damit leben sie zu haben, aber ich würde gern verstehen was sie bedeuten, also „mich selbst verstehen“!

Ok, hoffe meine Antworten helfen dir vielleicht etwas weiter aus meinen Gedanken schlau zu werden…?!

Grüße -JENS

Hi Anja,

danke für deine Tips! Klingt in der Tat net schlecht! In meiner Antwort an Metapher hab ich auf seine Fragen geantwortet. Dabei hab ich mich ja auch gezielt mit diesem Bild auseinander gesetzt, zwar nicht durch Meditation, aber immerhin… Wenn du möchstest, sieh es dir mal an, vielleicht hast du ja ein Kommentar dazu!

Über diese Meditationsmethode werde ich mich aber auch informieren!

Grüße - JENS

Hi Jens

danke für die schnelle Antwort

Nichts zu danken - ich schreibe dir gleich noch eine private Mail dazu und möchte dir dann vorschlagen, daß wir den Dialog nicht hier im Forum weiterführen - warum, schreibe ich Dir dann auch… unter anderem jedenfalls auch deshalb, weil er sich auf Inhalte beziehen würde/sollte/könnte, die gar nicht unmittelbar mit deinem Vorstellungsbild zu tun hätten…

Zu deinen Antworten also hier nur dies:

Stimmt! „Selbstverteidigung“ hab ich daraus geschlossen, weil …
„Mord“ hab ich daraus geschlossen, dass …
…und einfach annehme ihn damit getötet zu haben!

Das sind also jedenfalls bewußte Überlegungen, die du über dieses Bilderlebnis (also nachher) machst, nicht wahr?

nur woher weiß ich, ob bei solchen Überlegungen nicht irgendwie Fantasie reingemischt wird?

Du würdest also dieses Bilderlebnis von einer ‚Fantasie‘ deutlich unterscheiden, ja?

… keine Ahnung was das bedeuten könnte???

Das kann - aus bestimmten Gründen - ein Außenstehender dir nicht direkt sagen. Du hast ja gesehen, daß ich strikt dagegen bin, jemandem Deutungs-‚Muster‘, die sonst woher kommen, blind anzubieten und ihn dann mit der Verarbeitung allein zu lassen. Du kannst es aber im direkten Gespräch mit einer Person, die im Umgang mit solcher Art von Erlebnissen vertraut und geschult ist, gemeinsam ganz bestimmt herausfinden. Und …

Kannst du sagen, wobei oder wofür genau du Hilfe bzw. Rat möchtest?

Einfach meine Gedanken zu verstehen. Ich könnte damit leben sie zu haben, aber ich würde gern verstehen was sie bedeuten, also „mich selbst verstehen“!

… dazu schreib ich dir dann noch etwas separat - ok?

Liebe Grüße

Metapher

Hallo Jens,

ich bin kein Psychologe, habe mich aber lange mit diesen Themen
beschäftigt. Meiner Meinung nach fällt Dein Problem in den
Bereich der Zwänge, also Zwangsgedanken. Normalerweise behandelt
das ein Therapeut. Es gibt eine sehr gut, lange, ausführliche
Internetseite zu diesem Thema. Nimm Dir die Zeit, alles zu
lesen. Du wirst sehen, dass Du unzählige Symptome wiederfinden
wirst. Dann kannst Du entscheiden, ob Du fremde Hilfe anwenden
möchtest. Oder Dir selbst hilfst.

Eins ist klar, Du mußt Dich diesen Gedanken stellen, nicht davor
weglaufen. Bändigen kannst Du es, meiner Meinung nach, mit der
Methode, die am Ende der Internet-Page beschrieben wird
(Neu-Bennen, Neu-Bewerten etc.)

Viel Erfolg. Hier die Site:

http://members.aon.at/morschitzky/zwangsstoerungen/z…

Gruß Franz

Hallo Jens,
der Weg,den Metapher mit Dir eingeschlagen hat, dürfte auf dieser Ebene,in der es letztendlich darum geht,das Bild genauer anzuschauen ,in der Form wie er es Dir anbietet völlig ausreichen.
Darum möchte ich dazu nichts sagen.Schon gar nicht es analysieren.
Denn das halte ich,wie gesagt im Medium Internet ohne persönlichen Kontakt für umso bedenklicher,je individueller es wird.
Mehr als Anregungen geben und mögliche Ansätze aufzeigen kann nicht zu Deinem Guten sein.
Es gibt verschiedene Tiefen in denen man sich mit sich selber,mit Bildern,Träumen usw. auseinandersetzen kann.Ein ganzes Stück weit geht das in Form von „Selbstfindung“ ,aber irgendwo kann man dann auch an Punkte kommen,die viel auslösen können und dann halte ich es für notwendig einen ganzen Menschen ansprechen zu können.
Du wirst den für Dich richtigen Weg finden,solltest Du professionelle Hilfe wollen,und sei es nur aus großer Bereitschaft,Dich auseinanderzusetzen,ohne direkte Not ,dann kann ich Dir empfehlen,einen Therapeuten zu suchen,der eine solide Ausbildung vorweisen können sollte.
Solltest Du da Interesse haben,aber keine Ahnung,wie Du Dich im Therapiedschungel zurechtfinden sollst,es gibt hier im Brett eine Hilfe dazu.Ansonsten könntest Du ja auch noch mal fragen.

So,lange Rede,aber das halte ich für wichtig.
Mit meinen Antworten wollte ich Dich anregen,mal in die Richtung zu schauen,was Du ganz für Dich alleine tun kannst und Dir ausserdem sagen,daß ich es für sehr wichtig halte,solche und eigentlich alle Bilder und Traumbilder anzunehmen und mit Interesse anzuschauen.
Und daß Bilder meines Erachtens eine Botschaft der Seele sind und sich wandeln und entwickeln können,wenn wir es zulassen.
Und das zu unserem Guten geschieht,auch wenn Bilder manchmal unangenehm sind.
Die Bilder sind ein wunderbares Mittel,das Bild,das wir uns von uns selbst und der Welt machen kennenzulernen und daran zu arbeiten.
Natürlich kann man sie auch analysieren -ansatzweise habe ich das ja auch getan, aber ohne Dich persönlich zu kennen kann ich da gar nicht weitergehen.
Vor allem aber wirken Bilder meiner Erfahrung nach dadurch,daß sie lebendig wahrgenommen werden und wir uns von ihnen berühren lassen,sie „schmecken“ sozusagen.
Das ist wie gesagt ein langsamer Prozess,alles was es braucht ist Bereitschaft und Geduld,ja und Vertrauen natürlich in diesen Prozess.
Diesen Weg wollte ich Dir zeigen,daß es ihn gibt und ein wenig auch,wie er „schmeckt“,ich hoffe letzteres ist mir ein kleines bisschen gelungen.

Es gibt noch viele weitere Wege,es gibt auch den Weg,ein bisschen zu gucken,und dann das Bild wieder liegenzulassen.
Ich denke,Du wirst den für Dich richtigen finden.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

da fehlt noch was…
Und nun hab ich aus Versehen auf den „Abschickenknopf“ gedrückt und war noch nicht ganz fertig.Sorry.
Wollte Dir noch sagen,daß,wenn Du noch Fragen zu diesem Weg,den ich Dir hier aufgezeigt habe hast,dann will ich Dir da gerne zur Verfügung stehen.
Und hoffe,daß es mir gelungen ist verständlich zu machen ,warum ich inhaltlich nicht weiter auf Dein Bild weiter eingehen kann.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles Gute,daß Du Dein Bild so klären kannst,daß Du zufrieden damit bist.
Anja

Es kann nur einen geben…
Hi Metapher,

Um mal eine Metapher zu gebrauchen, oder ist es vielleicht gar keine?

Ich finde den Artikel und die Herangehensweise von Mina sehr interessant und hilfreich. Ich habe nicht den Eindruck, daß sie etwas exklusives oder ausschließendes geschrieben hat.

MfG Harald

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Herangehensweisen!
Hi Metapher,

Deine Art Fragen zustellen gefällt mir und dem Jens scheinbar auch. Doch bleibt der Eindruck bei mir bestehen: " nach mir die Sinnflut" und das kann es doch nicht sein.

Therapeutisches Tun hat doch den Zweck Möglichkeiten und Alternativen aufzuzeigen, oder?

MfG Harald

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Hi Harald

danke für das feedback!

Doch bleibt der Eindruck bei mir bestehen: " nach mir die Sinnflut" und das kann es doch nicht sein.

(„Sinnflut“ treffliches Wortspiel! Aber auch wenn unbeabsichtigt: wäre es ja ein wunderbar sinnhafter Verschreiber - schönes Bonbon!)

völlig richtig, aber es ist nur ein Eindruck. Ich finde es sehr mutig, daß (und womit) manche sich hier öffentlich äußern.

Um so mehr, denke ich, ist eine gewisse Verantwortung angebracht, ab wann der Dialog dann doch nicht öffentlich weitergeführt werden sollte (bzw. überhaupt in ein direkteres Gespräch übergehen sollte) … in dem unteren Posting habe ich deshalb auch geschrieben, daß ich ihm privatim maile… (was auch geschehen ist)

Grüße
Metapher

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Hi Harald

Um mal eine Metapher zu gebrauchen, oder ist es vielleicht gar keine?

*smile* Metapher ist aber ganz ehrlich noch keine 250 Jahre alt

Ich finde den Artikel und die Herangehensweise von Mina sehr interessant

klar - es ist ein interpretatorischer Ansatz und die Schulrichtung, aus der er kommt ist ja auch sichtbar.

Aber es ist ein wesentlicher Unterschied, ob man über eine Selbstäußerung eines anderen ein Gespräch mit Kollegen macht und Vermutungen anstellt, um was für ein Phänomen es sich handeln könnte, oder ob man mit der Person selbst im Gespräch ist:
Du weißt ja selbst, daß in allen ernstzunehmenden psychotherapeutischen Verfahren der Zeitpunkt, wo man dem Klienten Deutungsansätze oder Denkwege vorschlägt, extrem sensibel gewählt werden muß - und das auch nur innerhalb eines therapeutischen Prozesses und auf keinen Fall aber bereits während der notwendigen probatorischen Gespräche, in denen ja erst sondiert wird, welche Art von Problematik 'dahinter’liegen könnte. Und dies hier, was wir hier bestenfalls machen (können), hat bei Weitem nicht einmal die Qualität eines probatorischen Gesprächs.

Psychologisches Wissen und Wissen über therapeutische Verfahren allein genügt eben nicht, um Interventionen zu machen (und auch Vorschläge für Eigendeutungen und Umgangsweisen mit sich selbst sind hier Interventionen). Jahrelange Erfahrungen mit einem 2CV befähigen einen noch nicht, einen Lamborghini über die Kreuzung zu steuern, ohne Schaden anzurichten. Und das, wovon Jens berichtet, ist etwas anderes als eine Liebeskummerbewältigungsanfrage im L&L-Brett.

Deshalb sehe ich

und hilfreich

keineswegs - sondern ganz im Gegenteil (in diesem Fall besonders den Vorschlag für meditative Verfahren!)

Ich habe nicht den Eindruck, daß sie etwas exklusives oder ausschließendes geschrieben hat.

Das ist richtig. Aber - wie gesagt - auch ein überschneller Vorschlag eines Deutungsverfahrens, insbesondere ohne Vorwissen über weitere Lebensdaten und - umstände des anderen, kann wichtige ggf. zukünftige therapeutische Prozesse blockieren, oder, falls es blind und zufällig ein Volltreffer wäre, Ängste auslösen (diese Gefahr bestand hier zwar nicht, aber das konnte man vorher nicht wissen).

… und ich habe auf Minas verständlichen Protest nicht mehr geantwortet, um ihren eigenen Dialog mit Jens nicht zu stören.

Grüße
Metapher

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zugegebenermaßen amüsiert mich Euer Dialog…
hd *inerwartungaufmehr*

wobei, Harald, jetzt bist Du dran…: ich auch schon den Gedanken hatte, methapher ist der/das Größte, hi hi, aber dann
kommt irgendwo ein unscheinbares Thema und ups, er weis es.
wir sollten dies neidlos hinnehmen…:smile:))

LG