Selbstbestimmung

Wie weit ist der Mensch in unserem Kulturkreis in der Lage, verantwortungsbewusst zu handeln? Und wo sollte der Staat regulierend eingreifen?

Viele Bereiche des Zusammenlebens sind bereits gesetzlich geregelt. Aber bei genauerer Betrachtung findet sich, dass noch viel mehr Selbstverständliches von uns nicht als selbstverständlich gehandhabt wird.

Jeder von uns weiß, wie sich ungesunde Lebensweise auf den Körper auswirkt. Dennoch ist die breite Bevölkerung nicht dazu zu bewegen, auf zu fette, salzreiche, degenerierte Nahrungsmittel zu verzichten. Außerdem frönen wir dem Rauchen, dem excessiven Fernsehkonsum, dem Autofahren, dem permanenten Bewegungsverzicht,…

Bei Drogenmissbrauch kommen entsprechende Gesetze zur Anwendung, die vor einer Selbstschädigung schützen sollen.

Die Gurtenpflicht zwingt den Autofahrer zu vernünftigem Handeln.

Wer aber zwingt die Väter vom Stammtisch nach Hause, um mit ihren Kindern eine Runde „Mensch ärgere dich nicht“ zu spielen?

Warum sieht der Staat tatenlos zu, wie pausenlos Werbung für die ungesündesten Lebensmittel (manche verdienen diesen Titel gar nicht mehr) über den Bildschirm flimmert, wenn empirische Daten den Einfluss der Werbung auf das Kaufverhalten belegen?

Muss man uns zwangsweise in Sportvereine schicken, damit wir unserem Körper die notwendige Bewegung verschaffen?

Lässt man den Ruf nach mehr Reglementierung laut werden, kommt ein vielstimmiger Aufschrei aus den verschiedensten Lagern. Ich möchte hier nur einen zu Wort kommen lassen: „Ich weiß selber, was ich tu, ich will mir da nichts vorschreiben lassen!“.

Wir fordern unser Recht auf Selbstbestimmung, sind aber offenbar nicht in der Lage, all das Vernünftige, das wir wissen, auch in die Tat umzusetzen.

Warum handelt der Homo Sapiens Sapiens nicht vernünftig???

Wo wird unsere Gesellschaft enden?

Hanna

Hallo, Hanna!

Wie weit ist der Mensch in unserem
Kulturkreis in der Lage,
verantwortungsbewusst zu handeln? Und wo
sollte der Staat regulierend eingreifen?

Die Frage der Verantwortung ist eine sehr schwierige Frage. Denn Verantwortung ist kein Wert an sich. Verantwortung setzt sich vielmehr aus verschiedenen Werten zusammen. Und die unterschiedliche Gewichtung dieser Werte läßt auch unterschiedliche Ausprägungen von Verantwortung zu. Daher kann man nicht pauschal sagen, Rauchen sein nicht verantwortungsbewußt. Das sehen wir beiden als Nichtraucher (vermute ich) so, aber es läßt sich halt nicht generell sagen. Der Ruf nach dem Staat wird jedenfalls immer dann laut, wenn wir vor Problemen stehen, die wir scheinbar nicht selbst lösen können. Dabei ist die Errungenschaft nach dem Zeitalter der Aufklärung, doch ein Menschenbild, in dem es uns gestattet wird, weitestgehend frei zu entscheiden. Wie wir unsere Freiheit nutzen, liegt dabei an uns. Uns sind normativ nur da Schranken gesetzt, wo wir die Rechte anderer im weitesten Sinne beschneiden. Ob wir uns aber wirklich frei verhalten, hängt von unseren Bindungen zu anderen Menschen und unserer Persönlichkeit ab (es gibt ja tatsächlich Leute, die rauchen, weil das ihre Freunde auch tun).

Viele Bereiche des Zusammenlebens sind
bereits gesetzlich geregelt. Aber bei
genauerer Betrachtung findet sich, dass
noch viel mehr Selbstverständliches von
uns nicht als selbstverständlich
gehandhabt wird.

Jeder von uns weiß, wie sich ungesunde
Lebensweise auf den Körper auswirkt.
Dennoch ist die breite Bevölkerung nicht
dazu zu bewegen, auf zu fette,
salzreiche, degenerierte Nahrungsmittel
zu verzichten. Außerdem frönen wir dem
Rauchen, dem excessiven Fernsehkonsum,
dem Autofahren, dem permanenten
Bewegungsverzicht,…

Ich bin selber der Meinung, daß Breitensport Massenmord ist, das tut hier aber nichts zur Sache. Ich glaube selber entscheiden zu können, ob ich Sport treiben möchte oder nicht. Außerdem denke ich, daß Du das gerade am Beispiel Sport zu übertrieben siehst. Ich kenne nur wenige, die nicht wirklich regelmäßig Sport betreiben. Was die anderen Punkte angeht, so ist das sicherlich ein Problem. Aber auch hier glaube ich nicht, daß irgendein staatlicher Zwang nützt. Im Gegenteil, totalitäre Systeme bauen auf der Einlullung auf. Und wer sich in Zeiten der Demokratie einlullen läßt ist selber schuld. Man könnte allenfalls darüber nachdenken, solche Menschen als Demokratiefeinde zu diffamieren…

Bei Drogenmissbrauch kommen entsprechende
Gesetze zur Anwendung, die vor einer
Selbstschädigung schützen sollen.

Die Gurtenpflicht zwingt den Autofahrer
zu vernünftigem Handeln.

Nein, sie soll lediglich die Folgen i.d.R. unvernünftigen Handelns lindern. Das ist ein ganz gravierender Unterschied.

Wer aber zwingt die Väter vom Stammtisch
nach Hause, um mit ihren Kindern eine
Runde „Mensch ärgere dich nicht“ zu
spielen?

Warum sieht der Staat tatenlos zu, wie
pausenlos Werbung für die ungesündesten
Lebensmittel (manche verdienen diesen
Titel gar nicht mehr) über den Bildschirm
flimmert, wenn empirische Daten den
Einfluss der Werbung auf das
Kaufverhalten belegen?

Das ist die Folge von Freiheit: wir müssen selber kritisch gegenüber solchen Dingen werden. Nur so können wir das Sinnvolle vom Unsinnvollen trennen. Es gibt ja per se keine Definition von der Vernunft. Du solltest deswegen auch lernen, Deine Sichtweise nicht als allgemeingültig zu betrachten. Du haderst mit einer gesellschaftlichen Entwicklung, die aber durchaus nicht nur negativ ist. Sie erfordert nur neue Fähigkeiten von den Menschen, wenngleich es Dir natürlich freisteht, gerade die neuen Anforderungen zu bemängeln.

Muss man uns zwangsweise in Sportvereine
schicken, damit wir unserem Körper die
notwendige Bewegung verschaffen?

Lässt man den Ruf nach mehr
Reglementierung laut werden, kommt ein
vielstimmiger Aufschrei aus den
verschiedensten Lagern. Ich möchte hier
nur einen zu Wort kommen lassen: „Ich
weiß selber, was ich tu, ich will mir da
nichts vorschreiben lassen!“.

Wir fordern unser Recht auf
Selbstbestimmung, sind aber offenbar
nicht in der Lage, all das Vernünftige,
das wir wissen, auch in die Tat
umzusetzen.

Also das hat nun wirklich ganz triviale Gründe. Wir leben im Zeitalter der Unterhaltung, und da ist es jedem freigestellt, sich den Spaß da zu holen, wo er ihn findet. Und wo Du Deinen Glauben läßt, da sollst Du ihn auch suchen. Wll sagen: jeder darf sich amüsieren, wie er will (mit oben genannter Einschränkung durch Rechte Dritter). Du hast aber - ebenfalls dito- das Recht, manche Spaßfaktoren nicht zu verstehen.

Warum handelt der Homo Sapiens Sapiens
nicht vernünftig???

Wo wird unsere Gesellschaft enden?

Unsere Gesellschaft ist -wie jede Gesellschaft, behaupte ich mal- auf Zerstreuung ausgelegt. In der Geschichte sind Kulturen entstanden und untergegangen. Unsere Gesellschaft wird meiner Meinung nach dasselbe blühen, ob wir dies nun bedauern oder nicht.

Hanna

CU
SN

Ja wo sammer denn??
Was ist das denn f"ur eine Diktatoren-Mentalit"at? Sprichst Du den Menschen etwa den freien Willen ab? Glaubst Du wirklich, Du k"onntest beurteilen, was ‚‚vern"unftig‘‘ ist? Und wenn nicht Du, wer soll das entscheiden? Wer ist denn ‚‚der Staat‘‘? Soll also Gerhard Schr"oder in Zukunft die gesunde Ern"ahrung des deutschen Volkes "uberwachen?? Sowas gab’s schon mal, vor etwa sechzig Jahren, gesunde Ern"ahrung und zum Sport antreten, und ich hoffe nur, dass sich das NIE NIE NIE wiederholt!!!

Jeder von uns weiß, wie sich ungesunde
Lebensweise auf den Körper auswirkt.
Dennoch ist die breite Bevölkerung nicht
dazu zu bewegen, auf zu fette,
salzreiche, degenerierte Nahrungsmittel
zu verzichten. Außerdem frönen wir dem
Rauchen, dem excessiven Fernsehkonsum,
dem Autofahren, dem permanenten
Bewegungsverzicht,…

Jawoll, lasst uns die totale Spassfreiheit fordern!!

Wer aber zwingt die Väter vom Stammtisch
nach Hause, um mit ihren Kindern eine
Runde „Mensch ärgere dich nicht“ zu
spielen?

Genau, Ausgehverbot nach 19.00Uhr!! Spielzwang!!

Muss man uns zwangsweise in Sportvereine
schicken, damit wir unserem Körper die
notwendige Bewegung verschaffen?

Langt das nicht, dass man in der Schule zum Sport gezwungen wird? Ich habe jedenfalls in meiner Jugend sehr unter dem Schulsport gelitten, und empfinde Sport nach wie vor als Zumutung. Es macht mir keinen Spass, ich hasse Bewegung, und Du bzw. der von Dir geforderte "Uberwachungsstaat hat nicht "uber meine ohnehin sehr knappe Freizeit zu verf"ugen. Aber sollte es soweit kommen, dann fordere ich hiermit die t"aglich Besch"aftigung mit Physik, Mathematik und Astronomie, mindestens zwei Stunden lang. Das ist mein Beruf, macht mir Spass, und daher hat es allen anderen Menschen ebenso Spass zu machen. Und wenn sie sich nicht daf"ur interessieren, kommen sie ins Straflager und m"ussen t"aglich zw"olf Stunden am Tag mit Bleistift und Papier numerische Integrale berechnen.

„Ich
weiß selber, was ich tu, ich will mir da
nichts vorschreiben lassen!“.

Richtig. Und ich halte mich durchaus f"ur intelligent genug, die Konsequenzen meines Tuns zu erkennen und gegebenenfalls auch zu tragen. Ich finde es unglaublich anmassend, dass Du behauptest, Du w"usstest, was vern"unftig ist.

Wir fordern unser Recht auf
Selbstbestimmung, sind aber offenbar
nicht in der Lage, all das Vernünftige,
das wir wissen, auch in die Tat
umzusetzen.

Das k"onnte daran liegen, dass Vernunft nicht immer Spass macht?! Oder dass die Meinungen, was vern"unftig ist, etwas auseinander gehen k"onnten??

Wo wird unsere Gesellschaft enden?

Sp"atestens in 5 Millionen Jahren, wenn die Sonne zum Roten Riesen wird. Vermutlich aber fr"uher. Ist aber auch nicht so schlimm, das Weltall ist ziemlich gross, und es wird noch eine Weile halten. Woanders geht’s dann sicher von vorne los, und vielleicht entwickelt sich ja irgendwo eine Gesellschaft, die den ganzen Tag and"achtig Gr"unkernfrikadellen m"ummelt, Kr"autertee trinkt und dabei Mensch-"argere-dich-nicht spielt.

Ein Buchtip - George Orwell, 1984

Das ist die Frage!

Was ist das denn f"ur eine
Diktatoren-Mentalit"at? Sprichst Du den
Menschen etwa den freien Willen ab?

Die Gesetze sind teilweise ziemlich kurios. Gut, ich darf mich ernähren wie ich will, und vielleicht werde ich mich zu Tode essen. Das geht niemand was an. Das ist allein meine Sache. Aber warum bitte muss ich mich anschnallen? Warum darf ich nicht mit dem gleichen Risiko Auto fahren? Was geht denn das den Staat an???

Ich darf Säufer sein, aber wenn ich Drogen nur besitze, mache ich mich strafbar! Warum? Was geht das die Polizei an? Sie lässt die Alkoholiker in Ruhe, warum dann nicht auch mich???

Jawoll, lasst uns die totale
Spassfreiheit fordern!!

In Österreich dürfen in der Nähe (200m) von Schulen keine Kaugummiautomaten aufgestellt werden. Plakat-, Print- und Fernsehwerbung für Zigaretten ist verboten. Warum? Sind wir nicht reif genug, selbst zu entscheiden, was wir tun und was wir lassen sollen? Der Staat will uns vor gewissen „Übeln“ bewahren, indem er sie außer Sichtweite rückt. Nach welchen Kriterien werden diese Übel ausgewählt? Und: Warum diese Bevormundung?

Ich denke: Wenn der Staat uns Freiheiten einräumen will, dann soll er es ordentlich, und er soll die ganzen bevormundenden Gesetze abschaffen. Wenn er aber glaubt, wir seien zu blöd, um mit der Freiheit umzugehen, dann frage ich mich: Warum ist das eine verboten, das andere aber erlaubt?
Mir kommt die Gesetzgebung so schizophren vor.

Ich habe
jedenfalls in meiner Jugend sehr unter
dem Schulsport gelitten, und empfinde
Sport nach wie vor als Zumutung. Es macht
mir keinen Spass, ich hasse Bewegung,

Mir ging und geht es genauso.

Aber sollte es soweit kommen,
dann fordere ich hiermit die t"aglich
Besch"aftigung mit Physik, Mathematik und
Astronomie, mindestens zwei Stunden lang.

Das klingt mal interessant :wink: (Mag ich jedenfalls um Klassen lieber als Sport)

„Ich weiß selber, was ich tu,
ich will mir da
nichts vorschreiben lassen!“.

Richtig. Und ich halte mich durchaus f"ur
intelligent genug, die Konsequenzen
meines Tuns zu erkennen und
gegebenenfalls auch zu tragen.

Und Du fühlst Dich nicht beengt von den Gesetzen? Ich kenne da einen, der hat einen „Wandertrieb“. Er hätte sich nichts Schöneres vorstellen können, als mit einem umgebauten Bus quer durch Europa zu trampen. Aber er bekam Schwierigkeiten. Er muss irgendwo gemeldet sein, sonst kann er sein Auto nicht angemeldet lassen. Seine Kinder mussten der Schulpflicht nachkommen, und in D wurde nicht akzeptiert, dass er selbst seine Kinder unterrichtet. Schließlich jagten ihn eine Reihe von Behörden, bis er sich aus D abmeldete und seither einen festen Wohnsitz in einem anderen Land hat. Und ich frage Dich: Warum konnte die Gesetzgebung nicht so viel Freiheit gewähren, dass dieser Mensch sich seinen Lebenstraum erfüllen durfte? Warum werden wir so beengt?
Mit seinem Lebensstil hätte er niemandem, nicht einmal sich selbst(!), Schaden zugefügt!

Und das ist etwas, was mich aufregt: Dass die Gesetze anscheinend willkürlich beschlossen werden. Würfeln die eigentlich darum? (Sorry, MOD, für die Polemik)

Wir fordern unser Recht auf
Selbstbestimmung, sind aber offenbar
nicht in der Lage, all das Vernünftige,
das wir wissen, auch in die Tat
umzusetzen.

Das k"onnte daran liegen, dass Vernunft
nicht immer Spass macht?! Oder dass die
Meinungen, was vern"unftig ist, etwas
auseinander gehen k"onnten??

Gewiss, gewiss.

Ein Buchtip - George Orwell, 1984

Ja, danke! Ich zitiere jetzt etwas aus dem Mailwechsel mit diesem Mann:

Ich: Das ist ja eine grässliche Geschichte, die Du erlebt hast!!! :frowning:((

Er: Naja, alles in allem hat es mir nicht wirklich geschadet, aber eine gesunde Weltanschauung gebracht :wink:

Also, eines kann ich Dir sagen: Als ich DAS las, jagte es mir einen kalten Schauer über den Rücken, denn DA wurde ich an „1984“ erinnert!!!

Hanna

*diehalbheitenhasst*

Zunächst Danke für Deine Ausführungen! Sie haben mich sehr zum Nachdenken angeregt.

Der Ruf nach dem Staat wird
jedenfalls immer dann laut, wenn wir vor
Problemen stehen, die wir scheinbar nicht
selbst lösen können.

Warum bedarf es eines Gesetzes, damit sich Autofahrer nicht alkoholisiert ans Steuer setzen? Warum müssen abschreckende Strafen verhängt werden, wenn wir doch ach so vernünftig sind?

Uns sind
normativ nur da Schranken gesetzt, wo wir
die Rechte anderer im weitesten Sinne
beschneiden.

Gut. Wessen Recht wird beschnitten, wenn Tabakprodukte im Fernsehen, auf Plakaten und in Printmedien beworben werden? Wie logisch ist die Gesetzgebung?

Ob wir uns aber wirklich
frei verhalten, hängt von unseren
Bindungen zu anderen Menschen und unserer
Persönlichkeit ab (es gibt ja tatsächlich
Leute, die rauchen, weil das ihre Freunde
auch tun).

Ja, leider. Kann man noch von Entscheidungsfreiheit sprechen, wenn man unter gesellschaftlichem Druck steht?

Ich bin selber der Meinung, daß
Breitensport Massenmord ist, das tut hier
aber nichts zur Sache.

Auch ich hasse Sport, und das tut wirklich nichts zur Sache.

Ich glaube selber
entscheiden zu können, ob ich Sport
treiben möchte oder nicht.

Ist es vernünftig, ungesund zu leben, wenn man genau weiß, welche Folgen das haben wird?

Was die anderen Punkte
angeht, so ist das sicherlich ein
Problem. Aber auch hier glaube ich nicht,
daß irgendein staatlicher Zwang nützt.

Da hast Du wahrscheinlich recht.

Im
Gegenteil, totalitäre Systeme bauen auf
der Einlullung auf. Und wer sich in
Zeiten der Demokratie einlullen läßt ist
selber schuld.

Kannst Du mir das mit der Einlullung näher erklären?

Die Gurtenpflicht …

Nein, sie soll lediglich die Folgen
i.d.R. unvernünftigen Handelns lindern.
Das ist ein ganz gravierender
Unterschied.

Ein Unfall kann immer passieren, nicht nur bei Fahrlässigkeit!

Warum sieht der Staat tatenlos zu, wie
pausenlos Werbung für die ungesündesten
Lebensmittel […] über den Bildschirm
flimmert,…

Das ist die Folge von Freiheit: wir
müssen selber kritisch gegenüber solchen
Dingen werden. Nur so können wir das
Sinnvolle vom Unsinnvollen trennen.

Ist unsere Gesellschaft reif dazu?

Es
gibt ja per se keine Definition von der
Vernunft. Du solltest deswegen auch
lernen, Deine Sichtweise nicht als
allgemeingültig zu betrachten. Du haderst
mit einer gesellschaftlichen Entwicklung,
die aber durchaus nicht nur negativ ist.

Das Negative fällt mehr auf. (Zumindest bei mir ist das so)

Sie erfordert nur neue Fähigkeiten von
den Menschen, wenngleich es Dir natürlich
freisteht, gerade die neuen Anforderungen
zu bemängeln.

Die _Unfähigkeit_, mit den neuen Anforderungen umzugehen, ist ernüchternd.

Will sagen: jeder darf sich
amüsieren, wie er will (mit oben
genannter Einschränkung durch Rechte
Dritter).

Da setzte meine Kritik an: Vernachlässigte Kinder werden zu orientierungslosen Jugendlichen. Unsere Gesellschaft richtet systematisch ihre eigene Zukunft zugrunde. Wenn es doch nur um die Selbstschädigung ginge! Aber selbst die wiederum richtet volkswirtschaftlichen Schaden an. Machen wir uns überhaupt bewusst, was wir tun, wenn wir nach dem Lustprinzip leben?

Unsere Gesellschaft ist - wie jede
Gesellschaft, behaupte ich mal - auf
Zerstreuung ausgelegt.

Ja, Brot und Spiele.

In der Geschichte
sind Kulturen entstanden und
untergegangen. Unsere Gesellschaft wird
meiner Meinung nach dasselbe blühen, ob
wir dies nun bedauern oder nicht.

Ja, wird wohl so sein. :frowning:

Hanna

*dienochimmerimmeinungsbildungsprozessist*

Wo wird unsere Gesellschaft enden?

Hanna

Liebe Frau Hanna,

Wenn Sie einerseits fragen, warum der Homo sapiens sapiens nicht „vernünftig“ handelt und sich zugleich selbst als ein Mensch verstanden, geschätzt und geliebt finden möchten, so liegt darin der ganze Widerspruch Ihrer hübschen Argumentenkette.

Ich möchte Ihre letzte Frage herausgreifen: Unsere Gesellschaft wird dort enden, wo sie beginnt: bei jedem Einzelnen und seinen Fähigkeiten zu sozialen Kontakten.
Diese aber wurzeln dort, wo unsere Gesellschaft ungern hinguckt, nämlich in den sogenannten „primitiven“ Kulturen. Dort wird noch gelebt, was bei uns in Vergessenheit geraten kann: Begegnung, Auseinandersetzung, Familie. Gruppe.
Wer sich in solchen Kulturen aus dem Verband heraus nimmt (so wie Sie das mit Worten in Ihrem Artikel tun), wird glatt umkommen, denn jenes Leben fordert Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe. Allein ist der Homo sapiens sapiens nicht lebensfähig: weder psychisch noch physisch.

Das Ende unserer Kultur ist aber zugleich eine Chance, heute noch eine neue zu entwerfen, in der jede/r von uns sich eingebettet fühlen kann: Das natürlich erfordert Beteiligung, nicht Ausgrenzung oder gar Überheblichkeit (ein Herabblicken auf „jene“, die man „beschreibt“).

Ich habe das sogenannte „primitive“ Leben kurz studieren dürfen und bin aus dem STAUNEN über die Fertigkeiten dieser wunderbaren Menschen nicht heraus gekommen. Sie haben, mit einem zurückhaltenden Stauenen, erlebt, wie unbeholfen ich Europäer in ihrer Welt war. Sie haben mich wie ein Kind behandelt, sonst gäbe es mich vielleicht heute nicht mehr. Ich hatte ja einfach keine Ahnung.

Deshalb möchte ich heute nicht aus einer abgehobenen Position schreiben oder lesen.
An uns liegt es, ob „unsere“ Gesellschaft glückt oder nicht.

Liebe Grüße - und grüßen Sie Ihre Freunde weiter!
V.E.

Liebe/r Frau/Herr Ellmauthaler,

an der angesprochenen Problematik bin ich auch grundsätzlich interessiert. Es ist mir jedoch mit meinem primitiven Verstand leider nicht gelungen, einen Zusammenhang zwischen Fragestellung und Ihrer Antwort zu erkennen. Für eine weitere Erläuterung wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan

Dr. V. E., bitte weitere Erläuterung!
Danke, Stefan!

Ich bin immer noch am Rätseln, was die Antwort bedeuten soll, sonst hätte ich längst einen weiteren Kommentar abgegeben bzw. die Diskussion fortgeführt. Übrigens, Stefan, wenn Dein Verstand primitiv ist, was ist dann meiner? :wink:

Ich schließe mich hiermit Dir an:

Verehrter Herr Dr. Ellmauthaler,
für eine weitere Erläuterung wäre ich dankbar.

Liebe Grüße nach meinem geliebten Wien

Hanna

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Nun, liebe Anfragenden!
Die Antwort kann gern gegeben werden:
Die ursprüngliche Frage war so gestellt, daß die Fragende allein als die Wissende dastand und „die Gesellschaft“ bei ihrem Untergang nicht bloß fragend beobachtete, sondern auch noch die Untergehenden zum Bedauern aufrief. Eine größere Distanz und Überheblichkeit war nicht mehr formulierbar.
In meiner Antwort habe ich Ihnen ein Gegenbeispiel gebracht.

Tatsache ist: Wenn Sie sich jetzt verbünden, haben Sie schon ein wenig davon verstandfen. Bloß eines fehlt noch: Verbünduingen „gegen“ sind nur temporär nützlich. Eine gesunde Gesellschaft ermöglicht ein Verbünden „für“ und ein Gefühl von Gemeinsamkeit, ohne daß ein Gegner da sein müßte, der die anderen eint.

Eine Anregung?
Viel Spaß weiterhin.
V.E.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Solidarität
Sehr geehrter Dr. Ellmauthaler!

Vorweg: Sie hätten mir kaum eine größere Freude machen können, als Ihre Bereitschaft zur Diskussion zu signalisieren. Meine ziemlich provokant gestellte Frage hat ja erfreulicherweise Widerspruch herausgefordert, allerdings sind Sie der Einzige, der bis jetzt bereit war, den Gedankenaustausch fortzuführen.
An dieser Stelle: Meine Verehrung, Herr Doktor!

Seit Jahren reden sich berufene und sich berufen fühlende Gesundheitsapostel den Mund „fusselig“, um auf die Konsequenzen eines ungesunden Lebensstils hinzuweisen. Das Gesundheitsministerium wendet viel Geld auf, um das Bewusstsein für gesunde Lebensweise bei der Bevölkerung zu stärken. Aber - wie ich den anderen Antworten auf mein Posting entnehmen konnte, wollen wir (damit ich mich nicht wieder über die Gesellschaft erhebe!) sehenden, aber (Hauptsache!!!) vergnügten Auges in vermeidbare Zivilisationskrankheiten laufen . Wenn wir nun so denken, warum haben wir - trotz Demokratie - Gesetze, die uns das erschweren wollen (übrigens möchte ich hier - zum besseren Verständnis - auf meine Kommentare zu den anderen Antworten verweisen).
Sie sehen die Beseitigung des Grundübels darin, dass ich mich solidarisch mit der Gesellschaft erkläre. Dazu müsste ich meinen Widerstand gegen die Volksverdummung aufgeben und stupfsinnig mich vom Zeitgeist treiben lassen. Gestatten Sie mir eine Frage: Sind SIE selbst zu so einem Schritt bereit? Ich dachte immer, gerade die Bildungsschicht und insbesondere die Ärzte kämpften unermüdlich gegen den allseits verbreiteten Hang zur Selbstschädigung!

Eine gesunde Gesellschaft
ermöglicht ein Verbünden „für“ und ein
Gefühl von Gemeinsamkeit, ohne daß ein
Gegner da sein müßte, der die anderen
eint.

Aufruf an alle: Wer verbündet sich mit mir FÜR eine vernünftige Lebensweise?

Weitere Erklärungen erhoffend
verbleibe ich

Hanna

Die Gesetze sind teilweise ziemlich
kurios.

Die Gesetze sind recht einfach zu durchschauen - sie nutzen dem Staat (wer immer das sein mag), meistens (oder immer) in finanzieller Hinsicht.

Ich darf Säufer sein, aber wenn ich
Drogen nur besitze, mache ich mich
strafbar! Warum? Was geht das die Polizei
an? Sie lässt die Alkoholiker in Ruhe,
warum dann nicht auch mich???

Ganz einfach - der Staat erhebt in der Regel recht hohe Steuern auf legale Drogen wie Alkohol oder Zigaretten. Illegalen Drogenhandel kann er nicht kontrollieren, somit geht ihm jede Menge Geld durch die Lappen. Ausserdem schaden harte Drogen der Volkswirtschaft, da jemand, der LSD genommen hat, wohl unter erschwerten Bedingungen an einer Drechselmaschine arbeiten wird.

In Österreich

Na, "Osterreich zeichnet sich nat"urlich auch nicht gerade durch besonders liberale (im Wortsinne) Demokratie aus…

Und Du fühlst Dich nicht beengt von den
Gesetzen?

Nein. Nicht wirklich. Ich wurde hin und wieder mal geblitzt, weil ich zu schnell Auto fuhr. Ich "argere mich, dass ich hohe Steuern zahlen muss, f"ur Dinge von denen ich nichts habe. Da ich - wie meiner e-mail Adresse zu entnehmen ist - bei der Max-Planck Gesellschaft besch"aftigt bin, kann ich mich auch nur begrenzt "uber Geldknappheit in der Grundlagenforschung beklangen.

Ich kenne da einen, der hat

einen „Wandertrieb“. Er hätte sich nichts
Schöneres vorstellen können, als mit
einem umgebauten Bus quer durch Europa zu
trampen. Aber er bekam Schwierigkeiten.
Er muss irgendwo gemeldet sein, sonst
kann er sein Auto nicht angemeldet
lassen.

Klar, wo soll er denn auch sonst die KFZ-Steuern zahlen? Und wo ist das Problem? In einem solchen Fall meldet man sich als Untermieter bei irgendeinem Freund, meldet sein Auto in der entsprechenden Stadt an, und los geht’s?!

Seine Kinder mussten der

Schulpflicht nachkommen, und in D wurde
nicht akzeptiert, dass er selbst seine
Kinder unterrichtet.

Das soll wohl irgendwelchen Kinderfickern oder Sektenfuzzis vorbeugen, die ihre Kinder zu Psychokr"uppeln machen wollen. Wahrscheinlicher ist aber, dass das daran liegt, dass der Staat die Erziehung seiner zuk"unftigen W"ahler lenken oder zumindest "uberwachen m"ochte. Abgesehen davon sehe ich auch nicht ganz, wie ein Mensch alleine einen Lehrer ersetzen kann?! Du kannst mir nicht erz"ahlen, dass es noch so ein Universalgenie gibt, das in der Lage ist, einem Kind eine angemessene, zum Universit"atsstudium bef"ahigende Schulbildung zu geben.

Und das ist etwas, was mich aufregt: Dass
die Gesetze anscheinend willkürlich
beschlossen werden. Würfeln die
eigentlich darum?

Nein, aus der Sicht des Staates ist das alles sehr vern"unftig. Darauf m"ochte ich hinaus, es gibt keine ‚‚kategorische Vernunft‘‘. Vernunft ist etwas sehr relatives. Die Vernunft des Staates muss sich nicht mit meiner pers"onlichen Ansicht von Vernunft decken, aber noch weniger w"urde sie das in einer totalit"aren Diktatur, in der mir irgendwelche "Okos vorschreiben, wie ich mich zu ern"ahren habe.

Hanna

*diehalbheitenhasst*

Sicher, Demokratie ist eine Halbheit. Was willst Du denn - Kontrolle durch den Staat, oder Anarchie?

Distanz und Ueberheblichkeit
Eine größere Distanz

und Überheblichkeit war nicht mehr
formulierbar.
In meiner Antwort habe ich Ihnen ein
Gegenbeispiel gebracht.

Aber wohl kaum ein Gegenbeispiel für Überheblichkeit, oder?

Dr. Michael Niepel

Hallo,

Warum bedarf es eines Gesetzes, damit
sich Autofahrer nicht alkoholisiert ans
Steuer setzen? Warum müssen abschreckende
Strafen verhängt werden, wenn wir doch
ach so vernünftig sind?

Gesetze haben nicht den Grund, Vernunft zu verbreiten. Sie haben den Sinn, Angelegenheiten dort zu regeln, wo es das Zusammenleben vieler betrifft. Nun könnte man natürlich sagen, ob man sich anschnallt oder nicht ist das Problem jedes einzelnen. Aber gerade im Autoverkehr trifft dies nun nicht zu. Hier liegt offensichtlich eine Einschränkung unseres Grundrechtes auf Freiheit vor, die aber dadurch gerechtfertigt wird, daß höhere Ziele verwirklicht werden.

Gut. Wessen Recht wird beschnitten, wenn
Tabakprodukte im Fernsehen, auf Plakaten
und in Printmedien beworben werden? Wie
logisch ist die Gesetzgebung?

Zunächst werden dort keine Rechte beschnitten, zumindest nicht offensichtlich. Nun muß man sich aber auch mit der Wirkung, die Werbung erzielt, auseinandersetzen. Gerade die Hirnforschung kommt dabei zu immer erstaunlicheren Erkenntnissen über unser Kaufverhalten, daß sich durch emotionale Anstöße stimulieren läßt. Davor ist der Konsument, und hier sind vor allem junge Menschen, die ohnehin vielen „Außeneinflüssen“ ausgesetzt sind, zu nennen, zu schützen. Die Frage, ob er das nicht selber kann ist dabei müßig. Man fragt ja auch nicht, ob sich nicht jeder Bürger selber gegen Verbrecher schützen kann, sondern institutionalisiert eine Polizei.

Ja, leider. Kann man noch von
Entscheidungsfreiheit sprechen, wenn man
unter gesellschaftlichem Druck steht?

Das liegt in der Natur des Menschen begraben. Er ist halt ein Herdentier und wird dies ewig bleiben. Daß das keine gute Taktik ist, sieht man wohl aber schon daran, daß alle Größen und Persönlichkeiten, die es in der Geschichte gab und gibt, allesamt Leute mit einer eigenen Meinung waren und sind. Offensichtlich obliegt es also diesen Leuten, die Entwicklung voranzutreiben. Der Rest der Menschen folgt -mehr oder minder still- ohne aber einen Mangel an Freiheit zu verspüren.

Auch ich hasse Sport, und das tut
wirklich nichts zur Sache.

Wir verstehen uns…

Ist es vernünftig, ungesund zu leben,
wenn man genau weiß, welche Folgen das
haben wird?

Ist es vernünftig, überhaupt zu leben, wenn man weiß, daß man ohnehin stirbt? Alles, was Spaß macht, ist irgendwo mit Risiken verbunden. Die zu minimieren, ist vernünftig. Zu glauben, sie ausschließen zu können, ist absurd.

Kannst Du mir das mit der Einlullung
näher erklären?

Nichts ist schädlicher in einer Diktatur, als ein mündiger Bürger. Die Kunst besteht nun darin, das Volk derart zu unterdrücken bzw. zu bändigen, daß es ihm erscheint, als wolle es die Diktatur. Sehr interessant dazu sind Berichte über die Gleichschaltung der Medien im Dritten Reich. Wir leben aber heute in einer vermeintlichen Demokratie. Vermeintlich deswegen, weil sich trotz Zugang zu allen erdenklich Medien meiner Meinung nach die meisten Menschen einlullen lassen. Nur so ist es zu erklären, daß z.B. die Aussagen von Meinungsforschungen von einer Woche auf die andere total anders ausfallen können: weil sich die öffentliche Meinung scheinbar schneller ändert als sonst irgendwas. Und das ist wahrscheinlich ein Effekt dieser Einlullung - Soaps, belanglose Nachrichten, Affären, die wie aus dem Nichts auftauchen…

Ein Unfall kann immer passieren, nicht
nur bei Fahrlässigkeit!

Nein, jeder Unfall ist Folge eine Fahrlässigkeit. Gleich, an welcher Stelle diese Fahrlässigkeit begangen wird.

Da setzte meine Kritik an:
Vernachlässigte Kinder werden zu
orientierungslosen Jugendlichen. Unsere
Gesellschaft richtet systematisch ihre
eigene Zukunft zugrunde. Wenn es doch nur
um die Selbstschädigung ginge! Aber
selbst die wiederum richtet
volkswirtschaftlichen Schaden an. Machen
wir uns überhaupt bewusst, was wir tun,
wenn wir nach dem Lustprinzip leben?

Unsere Gesellschaft ist - wie jede
Gesellschaft, behaupte ich mal - auf
Zerstreuung ausgelegt.

Ja, Brot und Spiele.

In der Geschichte
sind Kulturen entstanden und
untergegangen. Unsere Gesellschaft wird
meiner Meinung nach dasselbe blühen, ob
wir dies nun bedauern oder nicht.

Ja, wird wohl so sein. :frowning:

Hanna

*dienochimmerimmeinungsbildungsprozessist*

Die Gesetze sind recht einfach zu
durchschauen - sie nutzen dem Staat (wer
immer das sein mag), meistens (oder
immer) in finanzieller Hinsicht.

Ich gebe Dir ein Beispiel: In Ö wird viel Geld von Seiten der Regierung aufgewendet, um die Bevölkerung zu einem gesünderen Lebensstil zu „erziehen“. Dann aber wird zugelassen, dass in einer großen Werbekampagne im TV Schweinefleisch beworben wird. Um den Schaden, den diese Werbung anrichtet, wieder gut zu machen, muss man noch mehr Geld aufwenden,…
Tabakwerbung wurde verboten. Ist da so ein gewaltiger Unterschied zwischen dem Lebensmittel und dem Genussmittel, dass man die Bewerbung des einen erlaubt und des anderen verbietet? Ist es nicht in jedem Fall die Menge, die das Gift macht?
Oder läuft die Argumentation da hinaus, dass dass man von Schweinefleisch nicht abhängig wird?

Ich darf Säufer sein, aber wenn ich
Drogen nur besitze, mache ich mich
strafbar! Warum? Was geht das die Polizei
an? Sie lässt die Alkoholiker in Ruhe,
warum dann nicht auch mich???

Ganz einfach - der Staat erhebt in der
Regel recht hohe Steuern auf legale
Drogen wie Alkohol oder Zigaretten.
Illegalen Drogenhandel kann er nicht
kontrollieren, somit geht ihm jede Menge
Geld durch die Lappen.

Würde man den Drogenhandel legalisieren, könnte man ihn doch genauso mit Steuern belegen, oder?

Ausserdem schaden
harte Drogen der Volkswirtschaft, da
jemand, der LSD genommen hat, wohl unter
erschwerten Bedingungen an einer
Drechselmaschine arbeiten wird.

Alkoholiker sind auch nur selten in der Lage, eine Drechselmaschine zu bedienen.

Und Du fühlst Dich nicht beengt von den
Gesetzen?

Nein. Nicht wirklich. Ich wurde hin und
wieder mal geblitzt, weil ich zu schnell
Auto fuhr. Ich "argere mich, dass ich
hohe Steuern zahlen muss, f"ur Dinge von
denen ich nichts habe.

Das muss Balsam auf so manches unverstandene Politikerherz sein! :smile:
Vielleicht müsste ich mich wirklich mehr mit den Beweggründen, die zum Beschluss mancher Gesetze geführt haben, auseinandersetzen. Mir ist einfach nicht alles durchschaubar.

Klar, wo soll er denn auch sonst die
KFZ-Steuern zahlen? Und wo ist das
Problem? In einem solchen Fall meldet man
sich als Untermieter bei irgendeinem
Freund, meldet sein Auto in der
entsprechenden Stadt an, und los geht’s?!

Ist ein Argument. Er hat auch selbst zugegeben, zum ersten nicht ausreichend über die gesetzlichen Möglichkeiten Bescheid gewusst zu haben und zum zweiten auch nicht kompromissbereit gewesen zu sein…

Du denkst also, dass man sich auch im gesetzlichen Rahmen frei bewegen und entfalten kann. Ist einer Überlegung wert.

Abgesehen
davon sehe ich auch nicht ganz, wie ein
Mensch alleine einen Lehrer ersetzen
kann?! Du kannst mir nicht erz"ahlen,
dass es noch so ein Universalgenie gibt,
das in der Lage ist, einem Kind eine
angemessene, zum Universit"atsstudium
bef"ahigende Schulbildung zu geben.

Davon rede ich doch gar nicht! Es ging um Grundschulausbildung! Und in etlichen europäischen Ländern wurde es geduldet, und anderswo wieder nicht! Die Kinder haben die jährlichen Prüfungen immer bestanden.

Und das ist etwas, was mich aufregt: Dass
die Gesetze anscheinend willkürlich
beschlossen werden. Würfeln die
eigentlich darum?

Nein, aus der Sicht des Staates ist das
alles sehr vern"unftig. Darauf m"ochte
ich hinaus, es gibt keine ‚‚kategorische
Vernunft‘‘. Vernunft ist etwas sehr
relatives.

Gewiss. Aber wo Studien belegen, dass gewisses Verhalten auffallelnd häufig nachteilige Folgen hat, kann man doch von Vernunft sprechen, wenn man auf eben dieses Verhalten verzichtet.

Jeder Betrieb muss viel Geld in Unfallverhütung investieren. Der Staat schreibt Dir vor, dass Du Dich anschnallst, um Deinen Körper vor Schaden zu bewahren. Aber dann gibt er Dir die Freiheit, Dich bewusst für den Herz- oder Lungenkrebstod zu entscheiden, obwohl Du mit Deinen Krankheiten einen großen volkswirtschaftlichen Schaden anrichtest. Mir ist das nicht durchschaubar.

Die Vernunft des Staates muss
sich nicht mit meiner pers"onlichen
Ansicht von Vernunft decken,

Ja, da magst Du recht haben.

aber noch
weniger w"urde sie das in einer
totalit"aren Diktatur, in der mir
irgendwelche "Okos vorschreiben, wie ich
mich zu ern"ahren habe.

Aber wenn dem Staat so viel an mir liegt, dass er mir verbietet, meinen Körper mit Drogen kaputt zu machen, warum ist dann nicht nur der Verkauf, sondern auch die Bewerbung von Alkohol noch immer legal?

Ich werde von zwei Seiten umworben. Vom Staat und von der Wirtschaft. Der Staat setzt bewusst nicht auf Verbote, weil er damit viel Empörung, Opposition und Rebellion verursachen würde. Also setzt er auf Überzeugungsarbeit. Und genau diese lässt er sich durch die Werbung wieder zunichte machen und muss Millionen „in den Rauchfang schreiben“. Wollen das die Politiker wirklich?

Sicher, Demokratie ist eine Halbheit. Was
willst Du denn - Kontrolle durch den
Staat, oder Anarchie?

Nun, Demokratie ist der goldene Mittelweg. Aber manchmal habe ich das Gefühl, sie fährt Schlangenlinien.

Liebe Grüße

Hanna

Hallo Hanna,

ich würde gerne meine Ansicht zu diesen Fragen darstellen.

Jeder Mensch „versucht“ so zu leben, daß er daß Beste aus seinem Leben rausholt.
Für den einen Menschen bedeutet die Abends mit der Chipspackung vor dem Fernseher zu hocken, weil es ihm mit minimalen Aufwand das meiste Vergnügen bringt.
Der andere schindet sich mit Sport und Diäten weil er möglichst lange Leben will.

Wie weit ist der Mensch in unserem

Jeder von uns weiß, wie sich ungesunde
Lebensweise auf den Körper auswirkt.
Dennoch ist die breite Bevölkerung nicht
dazu zu bewegen, auf zu fette,
salzreiche, degenerierte Nahrungsmittel
zu verzichten. Außerdem frönen wir dem
Rauchen, dem excessiven Fernsehkonsum,
dem Autofahren, dem permanenten
Bewegungsverzicht,…

Die unangenehme Wahrheit ist, daß wir einen geringeren Einfluß auf unsere Lebensspanne haben, als wir uns wünschen. Würde die gesamte Bevölkerung eine asketische „gesundheitsbewußte“ Lebensweise ausüben, würde sich die durchschnittliche Lebenserwartung vielleicht 2-3 Jahre heben.
(Der eine lebt 20 Jahre länger, der andere keine Minute)

Unangenehm ist diese Wahrheit deshalb, weil sie bedeutet, daß wir Krankheiten und Tod auch nicht mit einer supergesunden Lebensweise entkommen können.

Wir fordern unser Recht auf
Selbstbestimmung, sind aber offenbar
nicht in der Lage, all das Vernünftige,
das wir wissen, auch in die Tat
umzusetzen.

Warum handelt der Homo Sapiens Sapiens
nicht vernünftig???

Was vernünftig ist, hängt von den eigenen Werten ab.
Ist es in einer Leistungsgesellschaft vernünftig 10-12 Stunden zu arbeiten um entsprechend zu verdienen oder Karriere zu machen?
Ist es in einer Familie vernünftig, wenn eine Mutter zu Hause bleibt, damit die Kinder möglichst lange betreut wird und sie dabei eigene Interessen in den Hintergrund stellt?

Ist es vernünftig auf die Genüsse des Lebens (z.B. fette würzige Taco-Chips) zu verzichten wegen des Heilsversprechen eines längeren und gesünderen Lebens.

Wo wird unsere Gesellschaft enden?

Siehe dazu bitte im Forum Religion :wink:

Gruß
Carlos

Länger leben

ich würde gerne meine Ansicht zu diesen
Fragen darstellen.

Schön, ich bin für jeden Aspekt dankbar!

Jeder Mensch „versucht“ so zu leben, daß
er daß Beste aus seinem Leben rausholt.
Für den einen Menschen bedeutet die
Abends mit der Chipspackung vor dem
Fernseher zu hocken, weil es ihm mit
minimalen Aufwand das meiste Vergnügen
bringt.
Der andere schindet sich mit Sport und
Diäten weil er möglichst lange Leben
will.

Okay, das habe ich mittlerweile verstanden. Manche Leute wollen wider besseres Wissen ungesund leben, und diese persönliche Freiheit soll nicht eingeschränkt werden. Hab ichs jetzt kapiert? :wink:))

Würde die gesamte Bevölkerung eine
asketische „gesundheitsbewußte“
Lebensweise ausüben, würde sich die
durchschnittliche Lebenserwartung
vielleicht 2-3 Jahre heben.
(Der eine lebt 20 Jahre länger, der
andere keine Minute)

Aber in welcher Lebensqualität verbringen wir unsere Lebensjahre? Wir siechen in vermeidbaren Krankheiten dahin! Und schon mancher an Lungenkrebs Erkrankte wurde zum Gesunheitsapostel, der vor den Gefahren des Rauchens warnte, weil er selbst zu spät die tödliche Wirkung erkannte!

Unangenehm ist diese Wahrheit deshalb,
weil sie bedeutet, daß wir Krankheiten
und Tod auch nicht mit einer
supergesunden Lebensweise entkommen
können.

Krankheiten: s.o.
Tod: Da stimme ich Dir zu. Wir können ihm nicht entrinnen. Tod ist für mich persönlich aber nicht das Schlimmste. Gehört vielleicht auch eher ins Religionsbrett.

Warum handelt der Homo Sapiens Sapiens
nicht vernünftig???

Was vernünftig ist, hängt von den eigenen
Werten ab.
Ist es in einer Leistungsgesellschaft
vernünftig 10-12 Stunden zu arbeiten um
entsprechend zu verdienen oder Karriere
zu machen?
Ist es in einer Familie vernünftig, wenn
eine Mutter zu Hause bleibt, damit die
Kinder möglichst lange betreut wird und
sie dabei eigene Interessen in den
Hintergrund stellt?

Ich hatte, als ich die Anfrage stellte, eigentlich nur die physische Gesundheit bedacht. Aber der psychische Aspekt darf natürlich auch nicht ausgegrenzt werden. Ich muss mal darüber nachdenken.

Ist es vernünftig auf die Genüsse des
Lebens (z.B. fette würzige Taco-Chips) zu
verzichten wegen des Heilsversprechen
eines längeren und gesünderen Lebens.

Wenn Du Deinen zweiten Herzinfarkt hinter Dir hast und immer noch lebst, dann beantworte DU mir diese Frage! Ich denke, es ist sehr schwierig, einem gesunden Menschen den Wert von präventivem Verhalten nachvollziehbar zu machen.

Liebe Grüße

Hanna

Hallo Hanna

Ich gebe Dir ein Beispiel: In Ö wird viel
Geld von Seiten der Regierung
aufgewendet, um die Bevölkerung zu einem
gesünderen Lebensstil zu „erziehen“. Dann
aber wird zugelassen, dass in einer
großen Werbekampagne im TV
Schweinefleisch beworben wird. Um den
Schaden, den diese Werbung anrichtet,
wieder gut zu machen, muss man noch mehr
Geld aufwenden,…

Ist Schweinefleisch ungesund? Nein, sondern eine einseitige Ernährung mit zuviel Fleisch.

Tabakwerbung wurde verboten. Ist da so
ein gewaltiger Unterschied zwischen dem
Lebensmittel und dem Genussmittel, dass
man die Bewerbung des einen erlaubt und
des anderen verbietet? Ist es nicht in
jedem Fall die Menge, die das Gift macht?
Oder läuft die Argumentation da hinaus,
dass dass man von Schweinefleisch nicht
abhängig wird?

Der Grund ist recht einfach. Das Verbot von Tabak und Alkohol ist nicht durchsetzbar (siehe Prohibition 1914-1933 in USA). Der Politiker, der dies versucht, braucht erst gar nicht zur Wahl anzutreten.

Ein Werbeverbot für Tabak war in der EU gerade noch durchsetzbar.

Du denkst also, dass man sich auch im
gesetzlichen Rahmen frei bewegen und
entfalten kann. Ist einer Überlegung
wert.

Die meisten Menschen sind mit den vorhandenen Systemen in Europa relativ zufrieden (Testfage; Wie hoch ist das Potential für eine Revolte/Revolution in Deutschland oder Österreich?).

Gewiss. Aber wo Studien belegen, dass
gewisses Verhalten auffallelnd häufig
nachteilige Folgen hat, kann man doch von
Vernunft sprechen, wenn man auf eben
dieses Verhalten verzichtet.

Wer sich in der hiesigen Gesellschaft rein logisch verhält, wird für nahezu alle Menschen ein Spinner sein. Z.B. ist das Händeschütteln eine überflüssige Quelle für Infektionskrankheiten, deshalb gibt der vernünftige Mensch niemand die Hand, oder trägt wie Micheal Jackson einen rechten Handschuh.

Aber wenn dem Staat so viel an mir liegt,
dass er mir verbietet, meinen Körper mit
Drogen kaputt zu machen, warum ist dann
nicht nur der Verkauf, sondern auch die
Bewerbung von Alkohol noch immer legal?

Auch Alkohol ist nicht generell ungesund, sondern sein mißbrauch.

Gruß
Carlos

Hallo Hanna

Ist es vernünftig auf die Genüsse des
Lebens (z.B. fette würzige Taco-Chips) zu
verzichten wegen des Heilsversprechen
eines längeren und gesünderen Lebens.

Wenn Du Deinen zweiten Herzinfarkt hinter
Dir hast und immer noch lebst, dann
beantworte DU mir diese Frage! Ich denke,
es ist sehr schwierig, einem gesunden
Menschen den Wert von präventivem
Verhalten nachvollziehbar zu machen.

Was ist ein vernünftiges präventives Verhalten. Es gibt viele „Gurus“ die ein langes und gesundes Leben versprechen, wenn man die richtige Lebensweise hat.

Fakt ist, daß die richtige Lebensweise keine Garantie dafür ist keinen Herzinfarkt zu bekommen. Als Beispiel möchte ich den konkreten Fall eines 18jährigen Leistungssportler (Boxen)nennen, der mit Herzinfarkt in die Mainzer Uniklinik eingeliefert wurde.

Fakt ist, daß sich die Chance für einen Menschen ohne besondere Risikofaktoren (hoher LDL-Cholesterinspiegel) für einen Herzinfarkt auch beim regelmäßigen Genuß von Chips nicht verändert.

Worauf ich hinaus will, ist, daß es im Ernährungsbereich viel modernen wissentschaftlich verbrämten Aberglauben gibt.

Gruß
Carlos

P.S. Ich treibe regelmäßig Sport, rauche nicht, habe einen guten Blutdruck, esse ausreichend Obst und Gemüse und rechne damit TROTZDEM irgentwann einen Herzinfarkt erleiden (Genetik)

Gesetze haben nicht den Grund, Vernunft
zu verbreiten. Sie haben den Sinn,
Angelegenheiten dort zu regeln, wo es das
Zusammenleben vieler betrifft. Nun könnte
man natürlich sagen, ob man sich
anschnallt oder nicht ist das Problem
jedes einzelnen. Aber gerade im
Autoverkehr trifft dies nun nicht zu.
Hier liegt offensichtlich eine
Einschränkung unseres Grundrechtes auf
Freiheit vor, die aber dadurch
gerechtfertigt wird, daß höhere Ziele
verwirklicht werden.

Die höheren Ziele im Falle der Anschnallpflicht sind die ersparten Behandlungskosten, weil die Verletzungen Angeschnallter erfahrungsgemäß weniger schwer ausfallen. Warum verbietet man nicht mit dem gleichen Argument den Zigarettenkonsum oder schränkt ihn ein?

Warum hier lenkend eingreifen und dort nicht?

Nun muß man sich aber
auch mit der Wirkung, die Werbung
erzielt, auseinandersetzen. Gerade die
Hirnforschung kommt dabei zu immer
erstaunlicheren Erkenntnissen über unser
Kaufverhalten, daß sich durch emotionale
Anstöße stimulieren läßt. Davor ist der
Konsument, und hier sind vor allem junge
Menschen, die ohnehin vielen
„Außeneinflüssen“ ausgesetzt sind, zu
nennen, zu schützen.

Warum werden wir dann nicht auch vor anderen gesundheitsschädlichen Konsumgütern geschützt? Wie sind die Auswahlkriterien der Güter, vor denen wir geschützt werden müssen? Und gibst Du mir nicht gerade recht, indem Du sagst, dass unser Kaufverhalten durch künstlich herbeigeführte angenehme Emotionen so gesteuert wird, dass es sich dem bewussten Willen des Käufers entzieht?

Die Frage, ob er das
nicht selber kann ist dabei müßig. Man
fragt ja auch nicht, ob sich nicht jeder
Bürger selber gegen Verbrecher schützen
kann, sondern institutionalisiert eine
Polizei.

Wir können uns nicht vor Beeinflussung durch Werbung schützen. Durch Konsum und/oder Missbrauch der beworbenen Güter entsteht jährlich gewaltiger volkswirtschaftlicher Schaden. Und die Regierung schaut zu…

Kann man noch von
Entscheidungsfreiheit sprechen, wenn man
unter gesellschaftlichem Druck steht?

Das liegt in der Natur des Menschen
begraben. Er ist halt ein Herdentier und
wird dies ewig bleiben.

-(((

Ist es vernünftig, ungesund zu leben,
wenn man genau weiß, welche Folgen das
haben wird?

Ist es vernünftig, überhaupt zu leben,
wenn man weiß, daß man ohnehin stirbt?

Ist der ganze Sinn des Lebens, sich dieses so erträglich wie möglich zu gestalten?

Alles, was Spaß macht, ist irgendwo mit
Risiken verbunden. Die zu minimieren, ist
vernünftig. Zu glauben, sie ausschließen
zu können, ist absurd.

Zustimmung.
Aber z.B. excessiver Fernsehkonsum der Kinder ist nicht gerade minimiertes Risiko; besonders die psychische Gesundheit betreffend.

Ein Unfall kann immer passieren, nicht
nur bei Fahrlässigkeit!

Nein, jeder Unfall ist Folge eine
Fahrlässigkeit. Gleich, an welcher Stelle
diese Fahrlässigkeit begangen wird.

Da muss ich noch nachdenken, ob ich Dir nicht das Gegenteil beweisen kann. Ah! Höhere Gewalt! Ein Unfall ist ein plötzlich eintretendes Ereignis, das unabhängig vom Willen… Weißt Du vielleicht die Definition?

Hallo Carlos

Worauf ich hinaus will, ist, daß es im
Ernährungsbereich viel modernen
wissentschaftlich verbrämten Aberglauben
gibt.

Woran soll man sich denn dann noch orientieren können?

P.S. Ich treibe regelmäßig Sport, rauche
nicht, habe einen guten Blutdruck, esse
ausreichend Obst und Gemüse und rechne
damit TROTZDEM irgentwann einen
Herzinfarkt zu erleiden (Genetik)

Ist die vererbte Veranlagung zum Herzinfarkt medizinisch erwiesen oder Aberglaube? Und gibt es keine Möglichkeit zur Prävention (erwiesenermaßen)? Oder würde das - unzumutbare - jahrelange Einschränkung der Lebensqualität (Verzicht auf Chips etc.) bedeuten?

Liebe Grüße

Hanna