Hi Frank,
um Deine Augen zu schonen, habe ich Dir einen Link kopiert. 
hi romana,
hast Du auf der Seite auch mal gescrollt? 
soweit meine augen es zugelassen haben, ja.
Ja, die WebSite ist nicht so sehr augenfreundlich.
ansonsten konnte ich dort neben nutzerfeindlicher farbgebung
nur
die übliche verschwiemelung bekannter namen(wie c.g.jung) mit
esoterischem therapieverständniss finden.
was ist deiner ansicht nach dort (auf dieser site)
bemerkenswert???
Für mich werden viele Methoden kurz beschrieben, z.B. Begründer, wie läuft die Therapieform ab, Zielsetzungen, wo findet sie Anwendung, Linktipps, Buchtipps…
Möglicherweise sind die Beschreibungen nicht der Weisheit letzter Schluß, doch ich denke, man kann damit sich einen Über- bzw. Einblick verschaffen. Kennst Du eine „bessere“ Seite, die Methoden beschreibt?
Ciao,
Romana
gruß,
frank
Gestalttherapie
Die Gestalttherapie, welche vom Psychoanalytiker Fritz Perls (1893-1971) entwickelte wurde, wird der Humanistischen Psychologie zugeordnet .Die Humanistische Psychologie beschäftigt sich mit den Wirkungen von körperorientierten Therapien.
Unter dem Begriff „Gestalt“ wird der Mensch in seiner äußeren Erscheinung und seinem persönlichen Hintergrund erfaßt. Die Gestalt als solche ist mehr als die Summe ihrer Teile und bezeichnet jede Ganzheit, wie sie als Phänomen in der Natur stets vorhanden ist.
Das Ziel der Gestaltarbeit ist es, durch eine direkte Wahrnehmung der Situation des Klienten unter Einbeziehung seiner organischen Bedürfnisse ( Awareness Training) zu einer Bewußtwerdung und Auflösung von Blockierungen zu gelangen. Oft geht es um die Lösung eingefahrene Einstellungen, welche in der Vergangenheit für den Menschen wichtig waren, aktuell jedoch keinerlei Bedeutung mehr haben. Der Therapeut wendet „gestaltdramatische“ Verfahren an.
Das Hier und Jetzt einer Situation wird als Grundlage der Bearbeitung in der Gestalttherapie genutzt. Dabei werden neben den Methoden der rational-sprachlichen Ebene auch das Bild- Bewußtsein des Klienten angesprochen. Durch die konkrete Auseinandersetzung mit seinen inneren Bildern, die sich oftmals als innere „Tyrannen“ darstellen.
Mit Hilfe von Dialogen zwischen Therapeut und Klient soll dem Klient eine größere Lebendigkeit und Selbstverantwortung vermittelt werden. Es wird verdeutlicht, daß bestimmte Verhaltensmuster, die man im Laufe der Zeit erworben hat, für die heutige Situation keine Gültigkeit mehr haben, und demzufolge abgelegt werden können. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der gegenwärtigen Situation, der man anhand von Kunst, Tanz, moderner Psychotherapie, Traumdeutung, Phantasiereisen und Bioenergetik Ausdruck verleiht.
Analyse und Deutung wie sie in verschiedenen Psychotherapien üblich sind, werden in der Gestalttherapie vermieden. Gestalttherapie findet Anwendung bei der persönlichen Weiterentwicklung und wird in modifizierter Form bei psychischen Erkrankungen eingesetzt : z. B. Psychosen, Neurosen, zwangs-schizoider Neurosen, Depression, Hysterie, narzißtischer Störungen, Psychosomatik, Suchtabhängigkeiten.
In Einzel-, Paar- und Familientherapie findet Gestalttherapie ebenso Verbreitung wie im Bereich der Supervision. Der situationsorientierte Ansatz der Gestaltarbeit kann den Einfluß des gruppendynamischen Prozesses nutzen, um alle Teilnehmer zu einer lebendigen Auseinandersetzung ihrer inneren und äußeren Konflikte zu führen. Die Lösungen ergeben sich aus der jeweiligen Situation und Reaktion der Teilnehmer als Individuen und Gruppenmitglieder. Körperliche und psychische Dissonanzen können erfolgreich behoben werden.
Interessante Links zum Thema Gestalttherapie:
http://www.symbolon.org/
http://www.gestalt.de/
Literaturempfehlungen:
Perls, Fritz / Hefferline, Ralph F./ Goodman, Paul: Gestaltherapie Grundlagen. DTV, München
Perls, Fritz: Gestalttherapie Lebensfreude und Persönlichkeitsentfaltung. Klett- Cotta
Perls, Fritz: Gestalttherapie Wiederbelebung des Selbst. Klett- Cotta