500 S. in 14 Tagen
Hallo Tessa,
danke für Deine Antworten. Hab mich wieder schräg ausgedrückt: natürlich meinte ich nicht, dass Du Dein ganzes Leben mal eben hier ausbreiten sollst *grins* - sollten eher weitere Aspekte zu Ennos Aufzählung sein, die bei „ich krieg nix in meinen Kopf rein“ mit eine Rolle spielen.
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Also: Da Du jetzt nunmal diesen Haufen an Lernzeug vor Dir hast und die Deadline knapp ist. Und da Du jetzt ganz sicher nicht ratzfatz mal eben Dein Leben umstellen wirst (was Du auf lange Sicht auf jeden Fall solltest
Das würde ich tun, wenn ich nur zwei Wochen unter den angedeuteten ungünstigen Umstände zu Arbeit/persönlicher Verfassung hätte :
nur runtergehackt ohne besondere Ordnung, bin auch noch nicht so lange auf und der Kaffee fehlt noch zum Lernstoff:
Die 500 Seiten ganz konkret auf die verbleibende Zeit runterbrechen/aufteilen: Jetzt, im Vorfeld ganz realistische Häppchen machen, welche Themen Du jeweils in einem Rutsch durchmachen willst.
Ich empfehle Dir, die Themen so zusammenzufassen, dass sie kleine Einheiten bilden, thematisch aber natürlich sinnvoll zusammenbleiben.
Vorteil von dieser Aufteilung:
a) es sind nicht noch HUNDERTE VON SEITEN, sondern kleine „schluckbare“ Einheiten
b) Du hast, wenn Du kleine Bereiche hast, auch im Kopf eher die Kontrolle - und kannst vor allen Dingen auch mal zwischenrein eine klitzekleine Lernheit machen (im Gegensatz zu „das lohnt sich jetzt nicht, mit dem allen anzufangen“)
c) Du kannst einzelne Themen, die Du noch nicht raffst, gut nochmal kurz nachlesen und wiederfinden
Je nachdem, wie Dein Unterrichtsmaterial aussieht, eine sinnvolle Form wählen - weiß nicht, ob’s in einem Ordner ist, dann mach Trennblätter rein. Wenn es ein Buch ist, Haftzettel, Marker, was auch immer.
Bei mir hat sich bei so großen Projekten bewährt, mir ein A 4-Blatt zu machen, wo ich MEINE AUFTEILUNG aufschreibe und mir mein Pensum und auch meine Fortschritte sichtbar mache.
Beispiel:
Wenn ich ein Buch schreibe, dann kommt die Gliederung in eine Tabelle, rechts daneben hab ich dann vier Spalten: in eine kommt ein Hakerl, wenn ich einen Text im Entwurf fertig habe. Daneben kommen die Anschläge und Seitenzahlen. Und wenn der Text ganz fertig ist, darf ich die Fertig-Spalte abhakeln.
Dieses Sichtbarmachen hat sehr vielseitige Vorteile für mich: ich sehe, was zu tun ist, ich sehe was getan ist, ich „darf“ schon abhakeln, auch wenn ich nur im Entwurfsstadium bin. zu den Lernbedingungen:
Keine Ahnung, was Du für ein Lerntyp bist. Wurde ja schon gesagt, dass manche Leute in bestimmter Umgebung nicht so gut lernen.
Es gibt Leute, die müssen daheim im stillen Kämmerlein sitzen, andere können recht gut auch im Café mit Leuten um sich rum lernen.
Ich denke, Du kennst Dich soweit - also mach das, was gut für Dich ist.
KLAR muss sein: Lernzeit ist Lernzeit.
Also KEINE Störungen („kann ich mal kurz“/„ich mach das mal eben“), KEIN Abbrechen außer Du fühlst, dass Du jetzt gerade wirklichnichtaufnahmefähig bist (dann lieber RAUSgehen eine Runde oder in Frieden eine Tasse Kaffee trinken).
Ich kenn Dich ja nicht in echt, Tessa. Aber ich kann mir vorstellen, dass Du ständig auf 300 Hochzeiten tanzt. Das kannst Du die nächsten vierzehn Tage in dem Maß vergessen, wenn Du Dein PR-Zeug echt lernen willst.
Wie im nächsten Punkt noch kommt, kannst Du wohl kaum alles für vierzehn Tage niederlegen - abgesehen vom „können“ ist wohl auch das „wollen“ eine Frage. Wenn mir einer sagen würde, mach vierzehn Tage nichts in Deinem Geschäft, dann würd ich auch schräg gucken. Nicht weil ich vielleicht nicht könnte, sondern weil ich das gar nicht nicht wollte.
Zugeständnisse zu machen und DEIN LERNEN auch wirklich prioritätenmäßig nach vorne zu schieben ist wichtig.
Zur Lernzeit noch: Wenn Du die „Häppchen“ gemacht hast, wie oben vorgeschlagen, kannst Du verschiedene kleinere Einheiten auch verteilt machen und nicht einen großen Lern-Blob haben, den Du womöglich den ganzen Tag meidest wie der Teufel das Weihwasser.
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Wie Du lernst: Geschmackssache
Manche lesen lieber laut oder - wie auch schon genannt war - nehmen es auf Kassette auf, um nochmal zu hören. Andere schreiben lieber auf oder malen Bilder, wie auch schon gesagt. Musst Du rausfinden.
Eine WIEDERHOLUNG in irgendeiner Form ist sicherlich sehr geeignet. Auch ich fahre gut damit, wenn ich mir das Wichtigste aufschreibe - und zwar in einer Form, die bei der Wiederholung dazu geeignet ist, mein Hirn auf die Sprünge zu bringen.
Eventuell auch gut für Dich:
„Ein MindMap erstellen“ (gute Anleitung im folgenden Text)
http://www.zeitzuleben.de/inhalte/denken_lernen_krea…
zur Arbeit und dem ganz normalen Wahnsinn:
Meine Predigt hab ich da oben schon losgelassen, keine Sorge ;o)
Zusätzlich dazu:
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Schau mal, dass Du alles, was ECHT NICHT nötig ist, in diesen vierzehn Tagen lässt oder delegieren kannst. Wirst wahrscheinlich feststellen, dass es da eine ganze Menge gibt, wo Du DENKST Du müsstest sie jetzt sofort oder unbedingt selbst machen.
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Alle „Extras“ während dieser Zeit sollten auf jeden Fall flach fallen.
Ich nehme mal wer-weiss-was als Beispiel: Natürlich heißt das „flach fallen“ nicht, dass Du in dieser Zeit, nicht mehr spaßmäßig online gehen darfst (). Doch die EXTRAS sollten in dieser Zeit tabu sein.
Aktuelles Beispiel: Rat zum Arbeitszeugnis geben ist okay - Angebot, das Arbeitszeugnis umzuformulieren wäre nicht okay. eben nicht alles jetztgleichsofort machen, sondern wirklich sehr sorgsam überlegen und im Hinblick auf Deine Zeit/Energie in den nächsten vierzehn Tagen entscheiden.
zur „Person“:
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viel Wasser trinken - Betonung liegt auf Wasser
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ausruhen: Wie schon geraten … guck, dass Du ein Stündlein hochtrainierst schlafmäßig - ob Du damit „auskommst“ oder nicht, ist nicht die alleinige Frage. Der Körper macht erstaunlicherweise Einiges mit, das heißt aber nicht, dass es ihm/Dir gut geht.
Ausruhen muss nicht schlafen heißen. Dich auch tagsüber mal flach hinlegen, NICHTS tun, außer ruhig zu atmen. Lied einwerfen, das Dir gut gefällt (aber nicht Ronnie James Dio okay). Ruhe ist angesagt. Und wenn’s nur für drei Minuten ist.
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Luftzufuhr: Fenster aufreißen, tief einatmen, Runde um den Block.
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Bewegung
Du hast geschrieben, dass Du schon mal joggst. Sehr gut. Wenn’s nicht grad auf irgendeiner fetten Hauptstraße von Berlin ist .
Bewegen kann auch einfach mal langstrecken, Arme schwingen, paar Kniebeugen sein.