ich weiss nicht, ob das auch zu deiner seite passt, aber es gibt ganz neue therapiemoeglichkeiten. zum beispiel kann operativ ein kleiner teil des gehirns, welcher fuer depressionen verantwortlich gemacht wird, herausoperiert werden. dies ist allerdings nur bei schweren depressionen der fall.
meiner meinung nach hat der trick im winter mit der hoehensonne ehr einen subjektiv-placeboartigen-psychoeffekt, da es medizinisch nicht so eine grosse wirkung haben kann, wie vielfach behauptet wird - das ist meine meinung.
ansonsten sollten depressionen dringendst behandelt werden, ganz gleich in welchem stadium. vielen leuten ist es zu peinlich zum arzt zu gehen oder sind sich der gefahr von depressionen nicht bewusst (vielleicht solltest du dazu auch das suizid-board angucken). es kann wirklich bis zur suizidgefahr, wenn nicht sogar bis zum ausgeuebten suizid fuehren. darueber weisst du aber wahrscheinlich auch bescheid.
falls du irgendwelche fragen hast, stehe ich gerne zur verfuegung.
Bezogen auf den Fall, den ich hier im Brett voegestellt habe: Es geht bei meinem „Greis“ um eine sog. Winterdepression, die sehr viele Leute haben, wenn die Tage kurz und die Sonnenstunden selten sind. In diesem Fall hat eine spezielle Lichttherapie (das hat nichts mit Höhensonne oder dergleichen zu tun, sondern mit einer Lichquelle, die direkt in die Augen gerichtet wird) bei sehr vielen Patienten gute bis sehr gute Ergebnisse gezeigt (ob das nun „subjektiv-placeboartigen-psychoeffekte“ sind ist mir eigentlich ziemlich wurscht - Hauptsache der Mehrzahl der Leute kann geholfen werden). Ich hatte die Frage nach der Lichttherapie hier eigentlich nur gestellt, um zu erfahren, ob mir jemand genauere Auskünfte zu dieser speziellen Art der Therapie machen kann.
Nebenbei gesagt, lieber Johann, will ich hoffen, dass das mit der OP ein Scherz von dir war - Depressionen sind auf psychologischem und nicht auf pysiologischem Wege zu bahandeln.
Gruß, Frank
ich dachte eigentlich, daß Lobotomie (und Elektroschocks und ähnliche unmenschliche Behandlungsmethoden) der Vergangenheit angehören.
Depressionen sind m.V. in der Regel psychischer Natur und genau da sollte eine Therapie auch ansetzen. Wenn die Lichttherapie einen Placeboeffekt hat - wen stört es? Ein Placeboeffekt entsteht in der Psyche, also genau da, wo auch die Depressionen entstehen.
Mag sein, daß das jetzt platt klingt, aber mir selbst hilft das oft gegen depressive Einbrüche im Winter, wenn ich einfach mal ins Solarium gehe. Das ist nicht einmal eine professionelle Lichttherapie, gibt aber schon einen Auftrieb.
Bezogen auf den Fall, den ich hier im
Brett voegestellt habe: …mit einer Lichquelle, die
direkt in die Augen gerichtet wird) bei
sehr vielen Patienten gute bis sehr gute
Ergebnisse gezeigt (ob das nun
„subjektiv-placeboartigen-psychoeffekte“
sind ist mir eigentlich ziemlich wurscht…
Depressionen sind auf
psychologischem und nicht auf
pysiologischem Wege zu bahandeln.
Gruß, Frank
Zu der Lichttherapie: Dabei geht es, richtig!, nicht um ein Sonnenstudio. Es sind Leuchtstoffröhren, die ein Tageslicht-Spektrum imitieren. Man benötigt dafür rund 10.000 Lux Leuchtstärke, am besten 2 Stunden morgens, sonst kommt der Biorhythmus durcheinand’.
Der Effekt geht zum Großteil über die Augen, und zwar über die Netzhaut-Stimulation und Bildung von Cortico-Melanotropin. Zu einem geringeren Teil reagiert die Haut.
Einsatz bei der von Ihnen genannten Saisonalen Depression und bei Jet Lag Syndrom (Schlaflosigkeit und körperliche Beschwerden nach Zeitverschiebungen).
Ich hab es hier vor 10 Jahren mit Osram-Lampen versucht, dann haben’s mir die Klienten nachgebaut und ist für die Privatpraxis auch zu umständlich, weil zur nachtschlafenen Zeit ein Raum blockiert ist. Also ab an die Ambulanz. Jedes größere Krankenhaus, das was auf sich hält, hat Phototherapie im Programm.
Alles Gute.
V. Ellmauthaler aus Wien.
HMM wirklich ganz toll!!! (IRONIE)
Wo soll das denn hinführen? Man könnte auch herausfinden, dass es bestimmte Bereiche für Wut, Hass, Skepsis, zu starkes Nachdenken, Trauer … im Gehirn gibt und diese Bereiche einfach entfernen. Sicher, die Menschen währen dann glücklich, es gäb vielleicht keinen Krieg mehr, aber alle währen oberflächlich, naiv, dumm und irgendwie auch keine Menschen mehr. Ich finde schon, dass Menschen, die weniger über ihr Leben nachdenken sicherlich glücklicher sind. Und es ist ja auch der Effekt, weswegen viele Menschen zum Alkohol oder anderen Drogen greifen. Um bestimmte bestimmte Gehirnfunktionen (zeitweise) abzuschalten. Ich glaube daher das Wichtigste ist daher nicht: „Was ist medizinisch machbar?“ sondern „Wie weit, wenn überhaupt, darf man einen Menschen auf diese Weise manipulieren?“ Ich halte allerdings sehr viel von der Lichttherapie, egal wie groß ihre Wirkung auch sein mag, da es sich dabei um ein „relativ“ natürliches Verfahren handelt…
Die ethischen Probleme sind die Größten! Was, wenn es den gläsernen Menschen gibt? Was ist überhaupt ein Mensch? Wo soll das alles nur hinführen?
ich dachte eigentlich, daß Lobotomie (und
Elektroschocks und ähnliche unmenschliche
Behandlungsmethoden) der Vergangenheit
angehören.
Depressionen sind m.V. in der Regel
psychischer Natur und genau da sollte
eine Therapie auch ansetzen. Wenn die
Lichttherapie einen Placeboeffekt hat -
wen stört es? Ein Placeboeffekt entsteht
in der Psyche, also genau da, wo auch die
Depressionen entstehen.
Pardon, liebe Fabienne,
aber Ihr Beitrag „strotzt“ nur so von Vorurteilen: 1)ist Lobotomie (Durchtrennung der Verbindung zwischen den beiden Hirnhälften) wesentlich schwerwiegender als ein (mir allerdings auch nicht verständlicher) mikrochirurgischer Eingriff in eine (welche genau) umschriebene Hirnregion, wie er gelegentlich bei Anfallsleiden und natürlich bei vielen Hirntumorformen erforderlich. Die Lobotomie hat bei uns praktisch nur noch historische Bedeutung.
2)„Elektroschocks“, wahrscheinlich meinen Sie EKT (Elektrokrampftherapie) ist keineswegs grausam oder menschenverachtend, sondern wird heute in Vollnarkose unter Bedingungen angewandt, die keinerlei bleibende Schäden hinterlassen. Sie gehört nicht zu den Routinemethoden und somit in die Hand absoluter Spezialisten, ist aber bei einigen wenigen Erkrankungen die einzig lebensrettende Therapie. Es wäre also menschenverachtend, sie in solchen Fällen den Patienten vorzuenthalten. Es stimmt: Höhensonne oder Solarium sind „Placebos“; allerdings arbeitet die Lichttherapie nicht mit diesen Mitteln sodern mit sog. „white,bright light“, das nur von Speziallampen mit rein medizinischer Indikation erzeugt wird. Das im übrigen „die Psyche“ zwar mehr ist als eine Summe von Hirnstoffwechselfunktionen ist unbestreitbar. Daß sie aber ohne diese Funktionen gänzlich undenkbar wäre und somit vom „gesunden“ oder „krankhaften“ Funktonieren derselben abhängt, ist ebenso kar. Ich hoffe, die Zeit der diesbezüglich („biologisch“ oder „psychisch“) ideologisch einseitig vernagelten Psychiater ist zum Wohle der Patienten endgültig vorbei.
Mfg
Stephan
(ein pillenverschreibender Psychiater, der es wagt,
gleichzeitig noch mit großem Engagement tiefenpsychologische Psychotheraie zu betreiben)
Mag sein, daß das jetzt platt klingt,
aber mir selbst hilft das oft gegen
depressive Einbrüche im Winter, wenn ich
einfach mal ins Solarium gehe. Das ist
nicht einmal eine professionelle
Lichttherapie, gibt aber schon einen
Auftrieb.