Abendlicher Heißhunger :-(

Seit einiger Zeit habe ich abendliche Heißhungerattacken. Da ich aber zum einen ( aus gesundheitlichen Gründen ) abnehmen muß ( und möchte ) und ich Probleme mit der Verdauung habe … würde ich gerne was daran ändern.

Zur Information: ich bin 32 Jahre alt und seit ca. 6-7 Jahren wegen sex. Mißbrauch während der Kindheit in psychotherapeutischer Behandlung. Dort wurde jetzt festgestellt, daß die dissoziative Störung sogut wie weg ist ( FDS-Test ergab den Wert 5,9 … für diejenigen, die sich damit auskennen ). Vor 3 Monaten habe ich einen künstlichen Blasenausgang ( Urostoma ) bekommen, da beim Mißbrauch die Nerven im Beckenboden beschädigt wurden und ich meine Blase nicht mehr leeren konnte. Ich war happy, daß ich nach dieser schwere Operation abgenommen hatte … Nach 8 und nach 12 Wochen stellte sich zweimal ein Darmverschluß ein - der ziemlich weh tut, gefährlich ist, mich zweimal fast wieder auf den OP-Tisch gebracht hätte, dazu geführt hat das ich jetzt Diät halten muß ( keine Hülsenfrüchte, Kohlsorten, Zwiebelgemüse ) …

Hat jemand eine Idee, was dahintersteckt - und vor allem: was ich da tun kann? Ich bin’s ja gewohnt, an mir zu arbeiten …

MfG,

Aggie

Liebe Agnes;

ich hab leider überhaupt keine Ahnung…aber vielleicht ein Tipp: durch die Nahrungsumstellung solltest Du Dir vielleicht
mal den Blutzucker messen lassen. Und zwar rund um die Uhr; es könnte sein, daß er in den Abendstunden evtl. abfällt.

Ich weiß, daß Dir diese Worte jetzt nicht viel nützen, aber ich finde es einfach nur entsetzlich, was Menschen Menschen antun.
Ein schönes Weihnachtsfest (wie unglaublich blöde doch Worte wirken können)…aber dennoch

alles Gute

h.-d.

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BZ-Test? ok …

ich hab leider überhaupt keine Ahnung…aber vielleicht ein
Tipp: durch die Nahrungsumstellung solltest Du Dir vielleicht
mal den Blutzucker messen lassen. Und zwar rund um die Uhr; es
könnte sein, daß er in den Abendstunden evtl. abfällt.

ok. … werd’ ich mal versuchen ( ich hab’ zufällig ein eigenes Blutzucker-Messgerät … aus USA … ) - das kenne ich durchaus schon … das mal der BZ abfällt ( hab’ ich mal in USA festgestellt, als ich meine diabetis-kranke Freundin besucht habe ).

Ich weiß, daß Dir diese Worte jetzt nicht viel nützen, aber
ich finde es einfach nur entsetzlich, was Menschen Menschen
antun.

Ich hab’ mich auf jeden Fall gefreut, daß jemand so rasch geantwortet hat. Ich bin inzischen zu dem Standpunkt gekommen: ich kann nichts für meine Vergangenheit - aber ich kann was an der Gegenwart und Zukunkft tun!

Ein schönes Weihnachtsfest (wie unglaublich blöde doch Worte
wirken können)…aber dennoch

Ebenfals ein schönes Weihnachtsfest ( wenn man das ehrlich meint und nicht nur als Frase gebraucht finde ich das in Ordung ),

Aggie

Seit einiger Zeit habe ich abendliche Heißhungerattacken.

Hallo Agnes,

ich habe es für mich selbst lange nicht glauben wollen, aber zwei Dinge haben tatsächlich großen Einfluss darauf, wieviel und wie „zwanghaft“ ich abends essen muss:

  1. ob ich morgens gefrühstückt habe (…bin großer Frühstücksmuffel + nehme inzw. Gemüsesäfte,Instanthaferflocken in Osaft oder 1 Banane, wenn ich sonst nix runterkriege) und
  2. ob ich genügend und in regelmäßigen Abständen den Tag über getrunken habe (Wasserflaschen in Haus+ Büro sichtbar verteilen oder Strichliste machen, ums nicht zu vergessen)!

Du scheinst ja auch oder eher den Zusammenhang im psychischen Bereich zu sehen-dann wäre vielleicht Erlernen einer Entspannungstechnik (Übungsstunden auf abends legen), Spazierengehen oder Joggen, sobald die Gier kommt oder einfach bewusstes Ablenken hilfreich. (Z. B. Liste mit Hobbies machen, die „abgearbeitet werden muss“ ) Kennst Du genug Leute, die nicht so versessen auf Esssen sind? Vielleicht kann man gemeinsam Abendunternehmungen einplanen, die dann aber eben NICHT ins Restaurant gehen. Manchmal nutzt es auch, zu sagen: So, wenn ich einen Teller gesundes Gemüse/Obst gegessen habe, gönne ich mir mein Lieblingsessen/Schokolade. Meistens isst man dann jedenfalls weniger davon wie ohne Rohkost und hat zumindest nicht nur Ungesundes zu sich genommen.
Vielleicht ist ja ein kleiner Tipp für Dich dabei?
Ellen

bin auch ein Frühstücksmuffel

ich habe es für mich selbst lange nicht glauben wollen, aber
zwei Dinge haben tatsächlich großen Einfluss darauf, wieviel
und wie „zwanghaft“ ich abends essen muss:

  1. ob ich morgens gefrühstückt habe (…bin großer
    Frühstücksmuffel + nehme inzw. Gemüsesäfte,Instanthaferflocken
    in Osaft oder 1 Banane, wenn ich sonst nix runterkriege) und

Ich bin auch ein Frühstücksmuffel … meist gibt’s nur 'ne Tasse Kaffe ( mit Milchzucker … wg. der Verdauung ).

  1. ob ich genügend und in regelmäßigen Abständen den Tag über
    getrunken habe (Wasserflaschen in Haus+ Büro sichtbar
    verteilen oder Strichliste machen, ums nicht zu vergessen)!

Stimmt … wenn ich so nachdenke … Als ich vor 3 Monaten mein Urostoma bekommen habe hat man mir gesagt, daß ich viel trinken soll. Das hat auch in den ersten Wochen gut geklappt - und da hatte ich die Heißhungerattacken auch nicht so stark. Ich mach’s immer so, daß ich mind. 2 Literflaschen morgens fülle - die dann leer werden müssen.

Du scheinst ja auch oder eher den Zusammenhang im psychischen
Bereich zu sehen

Ich bin mir nicht sicher, ob sie seelisch sind oder „nur“ körperlich …

Danke, Aggie

hallo aggie,
inwieweit deine heisshungerattacken mit deinen erfahrungen zusammenhängen, kann ich nicht natürlich nicht sagen. ich möchte einfach mal was aus eigener erfahrung erzählen, als ein weiterer denkansatz.
immer wenn ich abnehmen will (ich SOLLTE ja auch … *hmpf*), dann bekomme ich heisshunger. ich kriege eine gier, die ich sonst nicht an mir kenne. ich kann mich den ganzen tag zusammenreissen, finde es auch nicht mal schlimm, bin stolz auf mich und alles … aber irgendwann bricht diese fassade zusammen, immer abends… den ganzen tag gegen MICH gearbeitet (bin ja nicht ICH, die abnehmen will, es sind die ärzte, die es raten und die modeindustrie, die mich dazu ‚zwingt‘), irgendwann ist schluss damit. und wenn ich dann müde werde, möglichst noch vor mich hin döse, der wille nicht mehr zu 100% aktiv ist, dann kommt er, der heisshunger! manchmal merke ich es noch nicht mal und esse einfach, wie aus einem reflex heraus. wenn ich normal esse, wonach mir ist, keinen gedanken daran verschwende, dann passiert das nie.
ich habe auch darüber nachgedacht, was das sein könnte. warum wehre ich mich offensichtlich innerlich so gegen das abnehmen?
meine gedanken bisher dazu: das ‚zuviel‘ an mir, das ist ein teil von mir, ist teil meines körpers. ich bekämpfe also mit dem abnehmen einen teil von mir. ich habe jahre gebraucht, mich zu mögen, denn ich habe auch erfahrungen mit sexuellen übergriffen als kind und jugendliche gemacht. offensichtlich lang nicht so schlimm wie du, aber das möchte ich jetzt nicht gegeneinander aufwiegen. folgen bei mir waren rein psychischer natur: ich habe den speck gebraucht. meine grenzen wurden nicht respektiert und ich habe zumindest die körperlichen grenzen sozusagen nach aussen verlegt . ‚es‘ war nicht mehr so nah bei mir. ob bewusstes unattraktiv-machen mit hintergrund war, kann ich nicht beurteilen. körperteile von mir, die gegen meinen willen berührt wurden, wurden sogar gefühllos, taub. sind es auch heute noch.
über die jahre, auch durch psychotherapie, habe ich gelernt, MICH zu mögen, mich - so wie ich bin. ich habe bereiche meines körpers wiedergefunden… und jetzt soll ich teile von mir loswerden, sie sind nicht gut? für mich ist das innerlich offensichtlich unlogisch.
das sind meine hintergründe zu den heisshungerattacken, jedenfalls meine interpretationen dazu, einem psychologen habe ich das noch nicht erzählt.
liebe grüsse, muschel

inwieweit deine heisshungerattacken mit deinen erfahrungen
zusammenhängen, kann ich nicht natürlich nicht sagen. ich
möchte einfach mal was aus eigener erfahrung erzählen, als ein
weiterer denkansatz.

Erfahrungen und Denkansätze von Anderen sind oft hilfreich … deshalb am schon mal Danke!

immer wenn ich abnehmen will (ich SOLLTE ja auch … *hmpf*),
dann bekomme ich heisshunger. ich kriege eine gier, die ich
sonst nicht an mir kenne. ich kann mich den ganzen tag
zusammenreissen, finde es auch nicht mal schlimm, bin stolz
auf mich und alles … aber irgendwann bricht diese fassade
zusammen, immer abends…

Tagsüber geht das bei mir auch ganz gut …

den ganzen tag gegen MICH gearbeitet (bin ja nicht ICH, die :abnehmen will, es sind die ärzte, die
es raten und die modeindustrie, die mich dazu ‚zwingt‘),

Ich möchte das auch ganz gern, nicht nur, damit ich nicht schon wieder neue Hosen kaufen muß …

und wenn ich dann müde werde,
möglichst noch vor mich hin döse, der wille nicht mehr zu 100%
aktiv ist, dann kommt er, der heisshunger! manchmal merke ich
es noch nicht mal und esse einfach, wie aus einem reflex
heraus. wenn ich normal esse, wonach mir ist, keinen gedanken
daran verschwende, dann passiert das nie.

Ich krieg das schon mit … nur ist die Gier dann doch so groß, daß ich es oft nicht schaffe, was anderes zu machen ( wie mir z.B. in den anderen Artikeln geraten wurde ) …

ich habe auch darüber nachgedacht, was das sein könnte. warum
wehre ich mich offensichtlich innerlich so gegen das abnehmen?
meine gedanken bisher dazu: das ‚zuviel‘ an mir, das ist ein
teil von mir, ist teil meines körpers. ich bekämpfe also mit
dem abnehmen einen teil von mir.

Das mit dem „Teil von mir“ hört sich logisch an … *grübel*

ich habe jahre gebraucht,
mich zu mögen, denn ich habe auch erfahrungen mit sexuellen
übergriffen als kind und jugendliche gemacht. offensichtlich
lang nicht so schlimm wie du, aber das möchte ich jetzt nicht
gegeneinander aufwiegen.

Ich finde, es gibt kein schlimmer oder weniger schlimmer. Auch jemand, der nicht so lange oder häufig mißbraucht wurde kann das als genauso schlimm empfinden, wie ich meine Vergangenheit empfunden habe …

folgen bei mir waren rein psychischer
natur: ich habe den speck gebraucht. meine grenzen wurden
nicht respektiert und ich habe zumindest die körperlichen
grenzen sozusagen nach aussen verlegt . ‚es‘ war nicht mehr so
nah bei mir. ob bewusstes unattraktiv-machen mit hintergrund
war, kann ich nicht beurteilen. körperteile von mir, die gegen
meinen willen berührt wurden, wurden sogar gefühllos, taub.
sind es auch heute noch.

Das hört sich sehr bekannt an …

über die jahre, auch durch psychotherapie, habe ich gelernt,
MICH zu mögen, mich - so wie ich bin. ich habe bereiche meines
körpers wiedergefunden… und jetzt soll ich teile von mir
loswerden, sie sind nicht gut? für mich ist das innerlich
offensichtlich unlogisch.

Stimmt …

das sind meine hintergründe zu den heisshungerattacken,
jedenfalls meine interpretationen dazu, einem psychologen habe
ich das noch nicht erzählt.

Danke für Deine Denkanstöße und Gedanken,

Aggie

Hallo Ihr,

die Tage schaute ich mal ausnahmsweise bei „Frauen und Feminismus“ rein. Dort wurde ein - wie ich finde - hilfreicher - Link empfohlen: http://members.aol.com/BigFriDa/Warumich.html. U.a. sind dort Krankenhäuser bzw. Kliniken mit ihren Schwerpunkten aufgeführt, z.B. auch sexueller Mißbrauch, Eßstörungen, psychosomatische Erkrankungen usw. Übrigens: ich erfuhr die Tage von meiner Krankenkasse, daß es ein Buch mit allen Kliniken, Krankenhäusern nebst dazu Beschreibungen gibt. Das wird zwar nicht verkauft oder gar verschenkt, doch man kann es sich ausleihen.

Ich meine zwar oft, bestimmte Seiten muß jeder kennen, stelle jedoch fest, mich immer wieder zu täuschen. Eine umfangreiche Seite zu dem Thema findet Ihr von einer selbst Betroffenen: http://www.gegenwehr.de

Essen:
Bei Heißhungerattacken verbinde ich Essen mehr mit einem Schlingen. Essen ist nicht nur ein notwendiges Übel, es ist auch eine schöne, sinnliche Erfahrung, die man genießen darf und kann. Hilfreich könnte auch ein bewußtes und auch gutes Durchkauen der Nahrung sein. Der Magen braucht eine Weile bis er weiß, daß Nachschub kommt. Je besser das Essen im Mund vorbereitet wird, z.B. insgesamt und besonders vor dem Essen viel trinken, desto weniger haben die Verdauungsorgane zu tun, umso weniger ermüdend wirkt sich die Verdauung aus.

Am häufigsten steht am Ende der vielen Diäten: ein Jojo-Effekt. Ich war sehr erstaunt als Frauen in einer Sendung davon sprachen, teils 30 - 70 kg mit sehr fragwürdigen Diäten abgenommen zu haben, z.B. nur Kuchen oder Fressen bis 12 Uhr. Am besten, leider auch am teuersten, fand ich die Sushi-Diät noch.

Ich persönlich bin gar nicht so davon überzeugt, daß man nur mit Gemüse, Obst und viel Bewegung abnimmt. Abnehmen beginnt im Kopf. In erster Linie geht es meines Erachtens schon auch darum, daß es einem schmeckt und daß man (wieder) lernt nur soviel zu essen wie man auch tatsächlich benötigt. In Berichten werden gerne dicke Menschen gezeigt, die sich eine Currywurst mit Pommes reinziehen oder Schweinebraten mit Knödel essen. Es gibt genug Leute die das auch tun und keine Gewichtsprobleme haben. An einer meiner bevorzugten Bushaltestellen ist ein McDonald’s nebenan und somit sitzen dort öfter Menschen ihr Junkfood verspeisend. Mit Übergewicht oder wenigstens besonderem Übergewicht fiel mir da noch nie jemand auf.

Übergewicht als Schutzmantel, z.B. um sich abzugrenzen, da Angst vor Übergriffen jedweder Art. Übergewicht als Schutzmantel, z.B. um sich als Frau „unattraktiv“ zu machen und um somit potentielle Mißbraucher auf Abstand zu halten. Übergewicht als Liebesersatz. Übergewicht als Protest weil man z.B. den von den Eltern oder der Gesellschaft auferlegten Normen nicht entspricht. Es gibt sicherlich mehrere Wege zu helfen oder geheilt zu werden. Ob man nun erst das Gewicht in ein Gleichgewicht bringt, sprich in ein Wohlfühlgewicht oder ob man an den Ursachen zu arbeiten beginnt, die als Symptom bzw. neuerliches Problem Übergewicht hervorbringen können, ist möglicherweise auch eine Frage der Sichtweise.

Weshalb kommt Euer Heißhunger abends? Habt Ihr dazu eine Idee oder wißt Ihr es sogar? Liegt es möglicherweise daran, daß der Mißbrauch auch abends stattgefunden hatte? Liegt es an Einsamkeitsgefühlen in der Nacht? Liegt es an der mit der Nacht einhergehenden Dunkelheit, in der man sich schutzloser fühlt?
Liegt es an der Angst vor dem Schlafen, weil man hier seine Kontrolle aufgeben muß?

Wenn diagnostiziert wurde, daß die dissoziative Störung so gut wie weg ist, wie ist Dein eigenes Empfinden hierzu? Wie geht es Dir jetzt? Kann es sein, daß die Diagnose die Angst ausgelöst hat, es könnte doch noch was da sein und aus Selbstschutzgründen Du nun über den Körper mauerst? Kann es sein, daß Du Angst vor der Zukunft hast, z.B. Dich nach „Heilung“ (soweit dies wirklich überhaupt möglich ist) Dich wieder auf Menschen und gerade auf einen Sexualpartner vertrauensvoll einzulassen?

Was bedeutet die Diagnose? Ist somit auch die Therapie am Ende? Hast Du möglicherweise Angst, dem Neuen im Leben eventuell nicht gewachsen sein zu können und suchst nun die Therapie zu verlängern?

Sicherlich muß nichts davon stimmen. Ich kann mir gut vorstellen, daß Du bzw. Ihr unter oben genannter Adresse bei Menschen mit ebensolchen Erfahrungen mehr Hilfe und Unterstütung bekommen könnt.

Ich wünsche Euch viel Hunger, Hunger auf’s Leben, kostet es aus.

Alles Gute,
Romana

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Hallo Agnes,

ich möchte Dir meine Vorgehensweise in Sachen abnehmen beschreiben.Ich bin davon ausgegangen, das gilt:
Gewichtsänderung=Energiezufuhr-Energieverbrauch.
Zuerst habe ich getestet, was ich an Essen effektiv brauche. Die Randbedingung war 3 Mahlzeiten am Tag (=mein Stil). Das Ergebnis bei mir:
2 Brotschnitten am Morgen (mit Süssem Zeug)
1 Standartmittagessen (Mensa)
2 Brotschnitten am Morgen
Dies ist mein Ergebnis, das kann bei Dir ganz anders aussehen, da es gute und schlechte Futterverwerter gibt.
Gegessen wird nur am Esstisch (v.a. in der ersten Zeit) und ganz gemütlich.
Damit halte ich meinen geregelten Tag ohne Zwischenmahlzeiten durch.
Falls der Magen mal brüllt, habe ich Apfel (am besten mittelgrosse) dabei bzw. daheim in Griffweite.

Zweiter Punkt: Vermeiden versteckter Zuckerquellen:
Schokolade kaufe ich mir nicht (mehr), da diese in meinem Haushalt nicht lange überlebt.
Auch Joghurt mixe ich mir selbst und ich trinke abends i.d.R. Tee. Ausnahme: In die Milch morgens kommt Kabazeug (und dies nicht zu knapp). Bei der Zubereitung des Joghurts und des Tees weiss ich, was ich an Honig reintue (=wird mir bewusst).

dritter Punkt: Ich habe meinen Energieverbrauch erhöht, d.h. Fahrradfahren auf den täglichen Wegen, Sauna, Tischtennis.

Es gibt jetzt noch eine gute und eine schlechte Nachricht:
die schlechte:
Bis ich Schritt 1 organisiert hatte, dauerte ews 6 Monate, weitere 6 Monate bis ich Schritt 2 komplett und vollständig durchgezogen hatte. Erst danach habe ich Schritt drei (gut Fahrradfahren schon etwas eher), in Angriff genommen.

die gute:
Ich habe innerhalb von 2 Jahren (vorher hab ich mich nicht gewogen) 9 Kilo abgenommen. Ohne wöchentliches wiegen, ohne Kalorien zählen, ohne Kuchen beim Geburtstag ablehnen (das kann ich nicht), auch meine Geburtstags- und Weihnachtspralinen (lecker Trüffel) esse ich selber.

Seit einiger Zeit habe ich abendliche Heißhungerattacken. Da
ich aber zum einen ( aus gesundheitlichen Gründen ) abnehmen
muß ( und möchte ) und ich Probleme mit der Verdauung habe …
würde ich gerne was daran ändern.

Hab Obst (z.B Äpfel) oder Gemüse (z.B. Möhren) zur Hand. Langsam essen und nix anderes dabei machen.

Ein frohes Fest
wuenscht Marco.

ich hab’ mal Blutzucker gemessen …

ich hab leider überhaupt keine Ahnung…aber vielleicht ein
Tipp: durch die Nahrungsumstellung solltest Du Dir vielleicht
mal den Blutzucker messen lassen. Und zwar rund um die Uhr; es
könnte sein, daß er in den Abendstunden evtl. abfällt.

Ich hab’ gestern abend mal gemessen … 56! Das war ziemlich niedrig … da brauch’ ich mich nicht zu wundern, wenn ich abends Hunger kriege … Ich werd’s die kommenden Abende mal beobachten.

Gruß, Aggie

Insulin?!
Hi Aggie,

Man kann dies medizinisch/ körperlich folgendermassen sehen:

Durch den Tag über kann man sich ohne groß was zu essen hinüber retten, da man beschäftigt ist und viel zu tun hat. Der Körper begnügt sich mit dem, was er bekommt.

Kommt der Körper abends zu Ruh verlangt er nach seinem Recht und schickt uns das Hungergefühl, begleitet durch einen Anstieg des Insulinpegels im Blut, was zur Folge hat, daß der Blutzucker verbrannt wird und somit fällt. Ein tiefer Blutzucker, 56 ist sehr tief, verursacht diese Hungerattaken mit Schwindel und allgemeinem Unwohlsein.

So oder so ähnlich ist das; kleine, kalorienarme Speisen über den ganzen Tag verteilt wirken dem entgegen.

MfG Harald