Eisschmelze am Nordpol

Von: , Frage gestellt am So, 16. Sep 2007

Hallo

In der Internetseite von der Tagesschau habe ich gelesen, dass:

1. im September immer am wenigsten Eis am Nordpol (und drumherum) sei;
2. dieses Jahr im September nur noch insgesamt 3 Mio qm Eis da seien;
3. in den Septembern der Jahre 2005 und 2006 1 Mio qm mehr Eis als dieses Jahr da gewesen seien.

Das bedeutet doch, dass dieses Jahr im September ein ganzes Viertel weniger Eisfläche da ist als in den beiden Jahren zuvor!

Ist das jetzt ein Druckfehler von der Tagesschau-Redaktion?

Oder muss man dann nicht damit rechnen, dass schon in drei oder vier Jahren da gar kein Eis mehr ist? Zumal die Kurve der Erwärmung da ja wohl nicht stetig ansteigt, sondern immer steiler wird (schon wegen der geringeren Sonnenreflektion durch die weiße Fläche).

Ich denk ja sowieso mittlerweile, dass der Klimabericht nicht die Menschheit warnen, sondern sie schon mal drauf einstimmen wollte, was sie erwartet, damit da keine Panik ausbricht. Rußland, Kanada und USA rechnen jedenfalls offensichtlich fest mit dem kompletten Abschmelzen der Eiskappen in absehbarer Zeit, da sie ja schon Ansprüche auf die Bodenschätze dort geltend machen, die dann abbaubar sind.

Viele Grüße
Simsy

47 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 22 Minuten 0 hilfreich
    Re: Eisschmelze am Nordpol

    Moien Das bedeutet doch, dass dieses Jahr im September ein ganzes
    Viertel weniger Eisfläche da ist als in den beiden Jahren
    zuvor!
    Ja, da stimmt so in etwa. Oder muss man dann nicht damit rechnen, dass schon in drei
    oder vier Jahren da gar kein Eis mehr ist?
    5-7 Jahre. Das was jetzt alles weggeschmolzen ist war relativ dünn. In der Mitte ist immernoch ein recht massiver Block. Ich denk ja sowieso mittlerweile, dass der Klimabericht nicht
    die Menschheit warnen, sondern sie schon mal drauf einstimmen
    wollte, was sie erwartet, damit da keine Panik ausbricht.
    Ja, die lange Version war ja deutlich genug formuliert. Dann haben die Politiker das Ding ein paar Wochen lang runtergrhandelt und eine entschräfte Version veröffentlich. Besorg dir mal das Orginal.

    cu

    • Antwort von nach 30 Minuten 0 hilfreich
      Re^2: Eisschmelze am Nordpol

      Hallo 5-7 Jahre.
      O.O Besorg dir mal das Orginal.
      Hast n Tip wo bzw. welches Stichwort?

      Mfg Simsy

    • Antwort von nach 3 Tagen 1 hilfreich
      Re^2: Eisschmelze am Nordpol

      Hallo, Das bedeutet doch, dass dieses Jahr im September ein ganzes
      Viertel weniger Eisfläche da ist als in den beiden Jahren
      zuvor!
      Ja, da stimmt so in etwa.
      Oder muss man dann nicht damit rechnen, dass schon in drei
      oder vier Jahren da gar kein Eis mehr ist?
      5-7 Jahre. Das was jetzt alles weggeschmolzen ist war relativ
      dünn. In der Mitte ist immernoch ein recht massiver Block.
      Es ist natürlich richtig, daß der massive Block in der Mitte
      deutlich mehr Energie und damit mehr Zeit zum Abschmelzen benötigt.

      Das schlimme ist nur, daß mit wenig Aufwand der dünne Rand
      abzuschmelzen ist, wodurch sich die Erwärmung progressiv
      steigert und damit nicht mehr einfach rückgängig zu machen
      ist, weil die Eis- und Schneefreien Flächen eine deutlich
      höhere Absorbtionsrate haben. In folge kippt das ganze System
      zwangsläufig recht schnell von einer Bilanz mit permaneten
      Packeis in Richtung einer eisfreien Zone.

      Das ist IMHO ein schönes Beispiel für ein sensibles Gleichgewicht,
      das bei einer recht kleinen Störung (wenige zehntel Grad Erwärmung)
      sehr heftig reagiert.

      Leute, die dann kommen und meinen daß "demnächst" alles wieder
      anderherum läuft, haben davon überhapt nix verstanden.

      Gruß Uwi

      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Eisschmelze am Nordpol

        Leute, die dann kommen und meinen daß "demnächst" alles wieder
        anderherum läuft, haben davon überhapt nix verstanden.

        Gruß Uwi
        Hallo Uwi,
        ich hab nix verstanden wie du so schön ausdrückst. Seit Bestehen der Erde gibt es den - jetzt zum Bösen erklärten - Klimawandel. In den letzten 50 Jahren, seit Beginn der Satelitenbeobachtung, war die erwähnte Passage nicht eisfrei. Ob dies zuvor auch schon der Fall war kann natürlich niemand wissen, denn flächendeckende Beobachtungen hat es ja nicht gegeben und die Größe des Gebietes ist für Forschungsreisende unüberschaubar. Jetzt frage ich dich: ist das Klima und die regionalen Gegebenheiten letzten 50 Jahre der Weltstandard oder die milliarden Jahre zuvor? Gibt es einen Standard oder ist alles dynamisch?
        Gruß Peter

        • Antwort von nach 4 Tagen 1 hilfreich
          Re^4: Eisschmelze am Nordpol

          Hallo,

          deine Fragestellung ist sehe ich als reine Retorik ohne
          jeglichen wissenschaftlichen Wert. Das Gleichsetzen von
          Klimaänderungen über Jahrtausende (welche auch schon
          zu großen Umbrüchen in der Evolution geführt haben) mit dem
          jetzigen akuten Wandel innerhalb von Jahrzehnten zeigt deutlich
          die Ignoranz gegenüber den Effekten.

          Fakt ist, daß die jetzige Entwicklung rasend schnell von statten
          geht (deutlich schneller als in Vergangenheit je nachweisbar).
          Daß man dies einfach aussitzen kann und man nach einem Umkippen
          der Klimaverhältnisse nur mal paar Jahre abwarten muß, bis es
          wieder wie früher wird, ist einfach sehr naiv.

          Mit den Folgen des Klimawechsels müssen wird dann also längere
          Zeit zurechtkommen und das Problem kann schon sehr bald anstehen.
          Dabei ist es mir ehrlich völlig egal, was vor einer Mio. Jahren
          oder auch vor 500J. los war. Diese Zeit ist vorbei.

          Allerdings ist es mir nicht egal, wenn in 20 oder 30 Jahren
          hunderte Mio. Menschen umsiedeln müssen. Von solchen globalen
          Problemen wird kein einziges Land ungeschoren davon kommen.
          Ich möchte als Rentner nicht erleben, daß der Kampf um Resourcen
          einzig mit militärischen Mitteln vonstatten geht.

          Gruß Uwi ich hab nix verstanden wie du so schön ausdrückst. Seit
          Bestehen der Erde gibt es den - jetzt zum Bösen erklärten -
          Klimawandel. In den letzten 50 Jahren, seit Beginn der
          Satelitenbeobachtung, war die erwähnte Passage nicht eisfrei.
          Ob dies zuvor auch schon der Fall war kann natürlich niemand
          wissen, denn flächendeckende Beobachtungen hat es ja nicht
          gegeben und die Größe des Gebietes ist für Forschungsreisende
          unüberschaubar. Jetzt frage ich dich: ist das Klima und die
          regionalen Gegebenheiten letzten 50 Jahre der Weltstandard
          oder die milliarden Jahre zuvor? Gibt es einen Standard oder
          ist alles dynamisch?

          • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Eisschmelze am Nordpol

            Hallo,

            deine Fragestellung ist sehe ich als reine Retorik ohne
            jeglichen wissenschaftlichen Wert.
            das sind die derzeitigen reportagen über den klimaschutz auch Das Gleichsetzen von
            Klimaänderungen über Jahrtausende (welche auch schon
            zu großen Umbrüchen in der Evolution geführt haben) mit dem
            jetzigen akuten Wandel innerhalb von Jahrzehnten zeigt
            deutlich
            die Ignoranz gegenüber den Effekten.

            Fakt ist, daß die jetzige Entwicklung rasend schnell von
            statten
            geht (deutlich schneller als in Vergangenheit je nachweisbar).
            genau hier liegt der affe begraben. das weiß überhaupt niemand, was hier steht. niemand weiß, wie schnell früher das wetter umgeschwungen ist. die behauptung, früher verlief der wandel langsamer, ist an den haaren herbeigezogen. und die behauptung, dass sich das klima jetzt rasend schnell ändert, ist genauso nicht korrekt, denn 2°C in 100 jahren kann man nicht als schnell sehen(sondern als normal) und das würde auch keiner, wenn nicht so ein trara gemacht werden würde. wir sind im moment gefangen im medienzeitalter, in dem man mit geld viele unbekanntheiten zur realität machen kann. man sollte mal darüber nachdenken, WENN der mensch für die erwärmung von 1.5mrd km^3 wasser um 0.6 kelvin verantwortlich ist und für 2 Kelvin der luft in mehreren jahrzehnten, dann sollte der gedanke nicht fern liegen, dass das eis bei 0.6 kelvin wassertemperatur weniger und bei 2 kelvin lufttemperatur weniger ebenso geschmolzen wäre...hätte vielleicht 10 jahre länger gedauert.
            der 9-live-zuschauer ist nicht in der lage, länger werdende polarsommer eventuell für die eisschmelze verantwortlich zu machen, weil er lieber den ersten link anklickt, den er im netz findet. er glaubt sogar, er könne den wandel anhalten. dass das wissenschaftler verbreiten, ist eigentlich blamabel für den heutigen stand der wissenschaft.
            genau wie früher. da stand die erde im zentrum, weil aus heutiger sicht dumme oder bestechliche, aber dafür wichtige wissenschaftler diese these untermauert haben.
            es hat sich nichts geändert.

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: Eisschmelze am Nordpol

              Hallo,

              das tolle an den meisten von euch selbsternannten Klimaskeptikern ist dass ihr euch dauernd selber widersprecht... in diesem Fall hast du das sogar innerhalb ein paar Zeilen geschafft: genau hier liegt der affe begraben. das weiß überhaupt
              niemand, was hier steht. niemand weiß, wie schnell früher das
              wetter umgeschwungen ist. die behauptung, früher verlief der
              wandel langsamer, ist an den haaren herbeigezogen.
              Ok, du glaubst also nicht dass die Paleoklimatologie brauchbare Ergebnisse liefert, fein (wobei ne kleine Begründung wär schon nicht schlecht...). und die
              behauptung, dass sich das klima jetzt rasend schnell ändert,
              ist genauso nicht korrekt, denn 2°C in 100 jahren kann man
              nicht als schnell sehen(sondern als normal)
              woher weißt du dann aber dass 2°C in 100 Jahren nicht schnell, sondern normal ist?

              ach ja, im ersten Abschnitt hast du übrigens noch Wetter und Klima verwechselt.

              Gruss, Goa

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Re^7: Eisschmelze am Nordpol

              huhu, Ok, du glaubst also nicht dass die Paleoklimatologie
              brauchbare Ergebnisse liefert, fein (wobei ne kleine
              Begründung wär schon nicht schlecht...).
              ich stelle das nicht in frage. ich stelle die art und weise der publizierung in frage, die daraus folgenden fehler, das breittreten der ungenauigkeiten, das hervorragende zusammenpassen aller werte in jeder hinsicht, den sahnigen verlauf der dax-kurve des vizepräsidenten...ich stelle in frage, dass das fernsehprogramm seit einem jahr von pro7, übe 9live bis rtl den IQ des menschen erhöhen möchte. ich stelle in frage, dass die derzeitige diskussion nichts damit zu tun hat, dass deutschland sich nach anderen möglichkeiten der energiegewinnung umschaut. ich hoffe, wir haben uns an den funden der arktis beteiligt. wenn nicht, wäre das natürlich ein gund mehr, für eine umstellung der energieerzeuger zu plädieren.



              und die
              behauptung, dass sich das klima jetzt rasend schnell ändert,
              ist genauso nicht korrekt, denn 2°C in 100 jahren kann man
              nicht als schnell sehen(sondern als normal)
              woher weißt du dann aber dass 2°C in 100 Jahren nicht schnell,
              sondern normal ist?
              das weiß ich nicht. ich weiß nur, dass 0 kelvin änderung über 100 jahre utopie ist.

            • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
              Re^8: Eisschmelze am Nordpol

              Hallo, Ok, du glaubst also nicht dass die Paleoklimatologie
              brauchbare Ergebnisse liefert, fein (wobei ne kleine
              Begründung wär schon nicht schlecht...).
              ich stelle das nicht in frage. ich stelle die art und weise
              der publizierung in frage,
              Das ist der ganze Hintergund der Gemecker!
              Weil dir der Überbringer der Botschaft nicht gefällt, ignorierst
              du Nachricht, auch wenn die überlebenswichtig sein kann?

              Eine wirklich bestechende Logik, zumal du ja gar nicht auch
              diesen Überbringer der Nachricht angewiesen bist.
              Du könntest dich auch an den originalen Quellen bedienen.
              Das ist allerdings etwas mühseliger. verlauf der dax-kurve des vizepräsidenten...ich stelle in
              frage, dass das fernsehprogramm seit einem jahr von pro7, übe
              9live bis rtl den IQ des menschen erhöhen möchte.
              Und was hat der Populusmus private Sendeanstalten mit
              Physik und Naturwissenschaft zu tun ??? ich stelle
              in frage, dass die derzeitige diskussion nichts damit zu tun
              hat, dass deutschland sich nach anderen möglichkeiten der
              energiegewinnung umschaut. ich hoffe, wir haben uns an den
              funden der arktis beteiligt. wenn nicht, wäre das natürlich
              ein gund mehr, für eine umstellung der energieerzeuger zu
              plädieren.
              und die
              behauptung, dass sich das klima jetzt rasend schnell ändert,
              ist genauso nicht korrekt, denn 2°C in 100 jahren kann man
              nicht als schnell sehen(sondern als normal)
              In WorstCase-Betrachtungen geht es aber um 5grd und mehr!

              Z.B. anhand der Analyse vom Polareis kann man einen Überblick
              über das Klima einiger zehntausend Jahre bekommen.
              Die Ringe von Bäumen zeigen die lokale Entwicklung des Wetters
              über Jahrtausende.
              Weiterhin Sedimente, Schichtungen in Korallenriffen uam.

              Klimaänderungen sind sonst auch schon recht schnell aufgetreten.
              Wenn das deutlich schneller geht als in Zeiträumen von
              ca. 10000Jahren, dann hat die Flora und Fauna ein arges Problem
              mit der Anpassung. In Folge sind viele Arten ausgestorben.

              Die Frage ist also, ob wir mit so einer heftigen Temperatur-
              erhöhung innerhalb einiger Jahrzehnte leben könne/wollen.

              Desweiteren steht die Frage, ob wir das nicht selbst verursachen,
              weil sonst keine vernüftige Erklärung für den radikalen
              Klimawechsel bekannt ist. woher weißt du dann aber dass 2°C in 100 Jahren nicht schnell,
              sondern normal ist?
              das weiß ich nicht. ich weiß nur, dass 0 kelvin änderung über
              100 jahre utopie ist.
              Wenn man jegliche Quantität einfach wegdiskutiert, geht auch
              jede Qualität flöten.
              Es geht eben nicht um natürliche Schwankungen von paar zehntel grd
              über Jahrhunderte sondern um edliche grd in wenigen Jahrzehnten.

              Gruß Uwi



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