Erkältung durch Kälte?

Hallihallo!
Wer kann eine plausible naturwissenschaftliche Erklärung für einen Zusammenhang zwischen Kälte und einer erhöhten Infektionsanfälligkeit geben? Sowohl die Immunologie-Professoren aus Göttingen wie auch Christoph Drösser in seiner Zeit-Kolumne bestreiten einen derartigen Zusammenhang.
Allerdings kommt der Wortstamm „Kälte“ in allen mir bekannten Sprachen im Begriff für die „Erkältung“ vor. Zufall?!!
Weiterhin kommen diverse persönliche Erfahrugnen hinzu.
Die Mikrobiologen kennen durchaus die erhöhte Anfälligkeit durch eine Austrocknung der Schleimhäute, welche vorallem in den Wintermonaten in überheizten Räumen vokommt. Wie stehts allerdings mit dem „Auskühlen“?
Ich danke Euch im Voraus für alle Anregungen!

Hi,

Wer kann eine plausible
naturwissenschaftliche Erklärung für
einen Zusammenhang zwischen Kälte und
einer erhöhten Infektionsanfälligkeit
geben?

Ich kann auch nur raten, hier also ein paar Vorschlaege:

Der Begriff Erkaeltung ist in allen Sprachen lange vor der Zentralheozung entstanden, daher sollte man wohl eher die damaligen Zustaende betrachten.
In kalten Jahreszeiten war die Versorgung mit Vitaminen ziemlich schlecht. Ausserdem sind bei Kaelte eher viele Menschen in engen Raeumen. Beides beguenstigt Ansteckungen.

Das scheint aber Erfahrungsgemaess nicht der einzige Grund zu sein. Noch eine Ueberlegung:
Der Stoffwechsel ist fuer eine Betriebstemperatur von 37° optimiert, so auch das Immunsystem. Wenn der Stoffwechsel nun durch Kuehlung gebremst wird haben Keime vielleicht eher eine Chance. Moeglicherweise haben die Keime das halbe Spiel gewonnen, wenn sie ueberhaupt erstmal in den Organismus eindringen und die Oberflaechen kuehlen ja zuerst aus. Die Mandeln haben z.B. eine Immunfunktion und da sie im Hals sitzen kuehlen sie bei Kaelte als erste aus. Vielleicht erklaert sich so die auch die hohe Wirksamkeit von Schals und Halstuechern.
Spekulationen ueber Spekulationen

Gruss

Thorsten … der sich wegen einer beschissenen Klimaanlage im Flieger gerade erkaeltet hat.

Hallo Thorsten!

Der Begriff Erkaeltung ist in allen
Sprachen lange vor der Zentralheozung
entstanden, daher sollte man wohl eher
die damaligen Zustaende betrachten.
In kalten Jahreszeiten war die Versorgung
mit Vitaminen ziemlich schlecht.
Ausserdem sind bei Kaelte eher viele
Menschen in engen Raeumen. Beides
beguenstigt Ansteckungen.

Da stimme ich Dir zu! :o)

Das scheint aber Erfahrungsgemaess nicht
der einzige Grund zu sein.

Eben!!! ;o)

Noch eine
Ueberlegung:
Der Stoffwechsel ist fuer eine
Betriebstemperatur von 37° optimiert, so
auch das Immunsystem. Wenn der
Stoffwechsel nun durch Kuehlung gebremst
wird haben Keime vielleicht eher eine
Chance. Moeglicherweise haben die Keime
das halbe Spiel gewonnen, wenn sie
ueberhaupt erstmal in den Organismus
eindringen und die Oberflaechen kuehlen
ja zuerst aus.

Daran habe ich eben auch gedacht. Man müßte nur wissen, wie durch ein Abkühlen der Schleimhäute das Eindringen von Keimen begünstigt wird. Ich bin sicher, daß es hier einen Zusammenhang gibt. So empfahl mal ein Mikrobiologie-Professor in einer Vorlesung nach Spaziergängen bei kaltem Wetter ein lauwarmes Glas Wasser zu trinken um den Mundraum und damit die Schleimhäute aufzuwärmen. Aber wie ist der Mechanismus?

Spekulationen ueber Spekulationen

Vielleicht gibt es ja noch mehr schlaue Antworten! Ich bin gespannt ob ich erstaunt bin!

Christian
*derüberzeugtistdaßwarmanziehenhilft*

Thorsten … der sich wegen einer
beschissenen Klimaanlage im Flieger
gerade erkaeltet hat.

Da wünsche ich Dir gute und baldige Besserung!!! :o( :o)

Hi,

Schleimhäute aufzuwärmen. Aber wie ist
der Mechanismus?

Naja, wie gesagt, alle Reaktionen im Koerper sind Temperaturabhaengig. Wenns kalt wird, laufen die Reaktionen langsamer - teilweise sehr viel Langsamer (schon bei geringer Abkuehlung). Bei Erwaehrmung laufen sie hingegen schneller (was der Sinn von Fieber ist). Tja und wenn das Immunsystem auf den Schleimhaeuten gebremst ist, dringen die Keime leichter ein, da nicht alle rechtzeitig gekillt werden. Man bedenke auch, dass wir fuer die Tropen gebaut wurden und bisher nur einige schnelle Ausbesserungen fuer das fiese Klima hier stattgefunden haben koennen.

Gruss

Thorsten

Hallihallo!
Wer kann eine plausible
naturwissenschaftliche Erklärung für
einen Zusammenhang zwischen Kälte und
einer erhöhten Infektionsanfälligkeit
geben

Hallo, Leute!

Es ist einfach so, daß das Immunsystem durch Kälte geschwächt wird, und so haben es Infektionen leichter. Welche Mechanismen da jetzt genau ablaufen, weiß ich auch nicht.

Gruß,

Darius

Hallo Christian!

Man müßte nur wissen, wie durch ein
Abkühlen der Schleimhäute das Eindringen
von Keimen begünstigt wird. Ich bin sicher,
daß es hier einen Zusammenhang gibt.

Hmmm, ich bin mir da weniger sicher, daß es da einen direkten Zusammenhang gibt - obwohl ich hier eher als Laie spreche.
Ich glaube, daß Keime temperaturunabhängig in den Organismus eindringen können, nur ist der Körper bei tieferen Temperaturen empfindlicher (wie es schon erörtert wurde), so können sie nicht mehr ausreichend abgewehrt werden und die Erkältung bricht aus.

Nur so ein Gedanke, was sagt ihr anderen dazu?

mfg!

BStefan

allerdings ist es auch so, daß es bei mir wenn ich nasse kalte füsse bekomm, es reichen im winter 30 minuten, und danach nicht sofort ein heißes bad nehme, ich garantiert am nächsten Tag Schnupfen habe.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich glaube, daß es mehr auf die Feuchte als auf die Kälte ankommt. Erkältungen gibt’s auch masenhaft im Sommer, wenn’s warm ist. Und andererseits kriegt man bei sehr kaltem, trockenem Wetter normalerweise keine.

Kubi

Hallo!!

Feuchtigkeit ist gar kein schlechter Aspekt, spielt bei der Sache sicher auch eine wichtige Rolle.
Nur stellt sich die Frage, ob diese Feuchtigkeit nun direkt, oder indirekt über die Verdunstungskälte einwirkt (wie einem z.B. kalt wird, wenn man aus dem Bad steigt, weil das Wasser, das auf der Haut hängt, verdunstet und die dafür nötige Energie vom Körper nimmt)

Wir kommen der Sache immer näher! :wink:

mfg

BStefan

Hallo Darius!

Es ist einfach so, daß das Immunsystem
durch Kälte geschwächt wird, und so haben
es Infektionen leichter.

So denkt man wohl. Aber dazu sagen u.a. die Göttinger Professoren für Immunologie (und auch bei der Stimmt’s-Kolumne findet es sich): Kälte beeinflußt _ nicht _ das Immunsystem.
Wenn ich aber aus eigener Erfahrung sagen kann: eine ungewönliche Abkühlung hat z.B. eine Blasenentzündung hervorgerufen, dann kann ich eigentlich nur folgern, daß das Eindringen der Keime vermehrt stattfinden muß, sofern sich die „Leistung“ des Immunsystems nicht ändert. Mal abgesehen davon, daß immer viele Faktoren zusammen kommen müssen.
Oder?
Gruß,

Christian

Erkältung durch Kälte?
Hallo Ihr alle!

allerdings ist es auch so, daß es bei mir
wenn ich nasse kalte füsse bekomm, es
reichen im winter 30 minuten, und danach
nicht sofort ein heißes bad nehme, ich
garantiert am nächsten Tag Schnupfen
habe.

Kalte Füße verursachen reflektorisch eine schlechtere Durchblutung der Schleimhäute. Damit kommen auch weniger weiße Blutkörperchen dorthin, um die Keime abzuwehren. Alles im Körper hängt irgendwie zusammen …

Alles Liebe,
die Katz