Nochmal Tunguska

Von: , Frage gestellt am Do, 10. Aug 2000

Hallo,

ich habe die Diskussion aufmerksam verfolgt. vor allem die Links waren gut. Bei einem (http://www.physik.uni-greifswald.de/~sterne/Sternwar...) ist mir etwas aufgefallen, wozu ich gerne Eure Meinung hoeren (aeh lesen) wuerde.

Dort wird gesagt, dass nach Jahren! die Druckwelle der Explosion noch in Deutschland und England gemessen worden sei.
Die Druckwelle bewegt sich zu Beginn im Ueberschallbereich und verringert dann ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit. Dasselbe (Verringerung) gilt natuerlich auch fuer die Amplitude der Druckwelle. Nehmen wir nun einmal als Entfernung Berlin-Tunguska ca 15000km an (duerfte so etwa hinkommen), so wuerde eine Welle, die sich gleichfoermig mit Schallgeschwindigkeit ausbreitet etwa 15h! benoetigen. Da sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Druckwelle erheblich verringert, wird natuerlich auch die Zeit bis zum Erreichen von Berlin laenger, klar. Aber Jahre???

Und war die Amplitude in Berlin dann noch so hoch, dass sie (mit damaligen Messgeraeten, die schon ziemlich gut waren, nachgewiesen werden konnten?

Detlef

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 52 Minuten hilfreich
    Re: Nochmal Tunguska

    Hallo Detlef,
    komme im Moment nicht an die Greifswalder Seite ran, aber so aus dem Stand kann ich sagen: Dort wird gesagt, dass nach Jahren! die Druckwelle der
    Explosion noch in Deutschland und England gemessen worden sei.
    "Jahre" dürften wohl ein Druckfehler sein. ... Entfernung
    Berlin-Tunguska ca 15000km an (duerfte so etwa hinkommen) ...
    Auch das einer. 15.000 km ist fast die Hälfte des Erdumfangs am Äquator! Die Tunguska liegt aber ziemlich weit nördlich, mind. 55. - 60. Breitengrad (hab keinen Atlas zur Hand), die Entfernung ist max. 1/4 des Erdumfangs auf der Breite. Also: ca. 5000 km.
    Gruss Stucki

  2. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Druckfehlerteufel


    hi Detlef

    Das ist sicher ein Druckfehler. Wahrscheinlich geht es darum, dass die Aufzeichnungen Jahre später, nach der Kulik-Expedition 1928, nochmal überprüft wurden.
    Die freigesetzte Energie, min. einige Megatonnen TNT equ. reicht aus, um sowohl seismologisch als auch barometrisch weltweit nachweisbar zu sein. Weiss man von Nuklearwaffentests.

    Entfernung Tunguska -Berlin ca 5000 km, stimmt (hab es auf nem Globus nachgemessen)

    Aus das uns der Himmel nicht auf den Kopf fällt

    Gruss
    Mike

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