Hi,
Ich möchte Dir nichts unterstellen, aber diese Frage klingt,
als wenn Du behinderten Menschen Urteilsfähigkeit abstreitest.
Ich hoffe Du meinstest es irgendwie anders.
ich glaube nicht, dass ich mich so missverständlich ausgedrückt habe. Die Kinder, die solche eine Behandlung überhaupt erst brauchen, werden nichts mit dem Begriff "Behandlung" anfangen können. An der Feststellung ist nicht Abwertendes, das ist eine Tatsache. Damit ein Placebo wirkt, muss der Behandelte ein Bewusstsein dafür haben, dass er krank ist und dass daran etwas geändert werden muss. Kinder mit einer so schweren Behinderung können das nicht verstehen, darum ist die Verwendung von Placebos hier völlig unsinnig.
Auch Du wirst nicht immer erkennen können, weshalb ein
"Medizinmann" Dir irgendetwas gibt, Dich in einen "Würgegriff"
nimmt oder oder...
Doch - ein Arzt behandelt mich, um mir zu helfen, weil ich krank bin. Das Bewusstsein darum reicht für die Placebo-Wirkung.
Aber die behinderten Menschen werden sehr wohl spüren was
ihnen gefällt, gut tut. Ob das jetzt immer im Sinne der
Schulmedizin ist mag dahin gestellt sein.
Es geht nicht um Schulmedizin etc. Natürlich spürt jeder Mensch, was ihm gut tut. Aber darum geht es doch hier überhaupt nicht. Wo ist der Sinn eines Placebos, wenn der Behandelte nicht mal weiß, dass er ein potenzielles Medikament zu sich nimmt? Placebos beruhen darauf, den Patienten auszutricksen, weil der glaubt, er würde mit einem Medikament oder einer wirksamen Anwendung behandelt. Die Kinder, von denen hier die Rede ist, haben doch diesen Hintergedanken gar nicht.
Wenn die Schulmedizin kein besseres Produkt liefert ist es
doch einen Versuch wert. Wenn dieser Versuch fehlschlägt ist
wohl kein Schaden angerichtet worden.
Weißt du, was so eine Therapie kostet? Wenn die keinen Sinn macht, ist es reine Abzocke. Die meisten Eltern können sich diese Therapie nicht leisten. Die Kassen übernehmen wenig bis nichts.
Gruß
Cess