Re^3: Ursprung des Menschen
Im aktuellen "Spektrum" ist ein Artikel, nachdem in letzter
Zeit die Theorie, nachdem Menschheitsgruppen in ihren Regionen
zum Home Sapiens weiterentwickelten, wobei sie sich mit
neueren Populationen vermischt haben könnten. Vor allem in
Australien spricht ja in letzter Zeit sehr viel dafür.
Auch in der "Naturwissenschaftlichen Rundschau" gab es einen Artikel dazu. Anlaß für die neurlichen Zweifel an der Out-of-Africa-Theorie sind genetische Untersuchungen an Archäologischen Funden, die auf eine Vermischung mehrerer unabhängiger Homo Sapiens Formen hindeuten. Die Befunde wurden allerdings noch nicht von unabhängiger Seite bestätigt.
Ich halte es für wahrscheinlich, daß beide Fraktionen Recht haben. Nachweislich gab es mehrere Auswanderungswellen aus Afrika, die zu verschiedenen Homo Sapiens Populationen führte, die sich über hunderttausende von jahren unabhängig voneinander entwickelten (der prominenteste Vertreter ist der Homo Sapiens Neanderthalensis). Nach der Out-of-Africa-Theorie hat jede neue Auswanderungswelle die vorhergehende vollständig verdrängt. Möglicherweise (und damit hätten dann auch die Verfechter einer unabhängigen Entwicklung Recht) kam es aber zu einer Rückvermischung der isolierten Populationen, so daß wir auch die Gene der früheren Auswanderer mit uns herumschleppen.
Der "Arier"-These gibt das natürlich auch nicht recht, denn
der genetische Unterschied zwischen den Menschen ist ja so
gering, dass man nicht einmal von verschiedenen Rassen
sprechen kann.
Für die Unterscheidung von Rassen sind keine großen genetischen Unterschiede notwendig. Es genügt ein einziges reinerbiges Merkmal, wie beispielsweise die Hautfarbe. Die Möchtegern-Arier (in Wirklichkeit können bestenfalls die Ukrainer diesen Titel für sich beanspruchen) scheinen aber nicht zu wissen, daß man aus einer Rassenzugehörigkeit keine soziale Wertung ableiten kann.