Auswertung eines Fragebogens, Statistik

Von: , Frage gestellt am So, 12. Feb 2006

Ich hab für eine wissenschaftliche Arbeit, die ich verfassen muss, einen Fragebogen online gehabt, der sich mit Fragen zum Thema Internet und soziale Beziehungen befasst. Ich habe u.a. die Teilnehmer gefragt, wie viele Stunden sie etwa pro Woche im Internet verbringen und sie anhand dieser Werte in 3 Gruppen (Viel-, Normal- und Wenignutzer eingeteilt). Dann habe ich sie gefragt, wie viele Freunde sie haben, die sie real kennengelernt haben, und wieviele Online-Freunde sie haben. Ich möchte beweisen, dass bei den Vielnutzern im Vergleich zu den Wenignutzern die Zahl der Offline-Freunde abnimmt, während die Zahl der Online-Freunde zunimmt.

Das Problem ist jetzt folgendes: Ich bin keine Statistikerin, ich komme mit z-Test, t-Test, Signifikanztest und was es sonst noch so gibt nicht zurecht. Tatsache ist, ich habe Mittelwerte ausgerechnet und tatsächlich haben die Vielnutzer einen geringeren Mittelwert bei den Offline-Freunden und einen höheren bei den Online-Freunden.

Wie kann ich jetzt beweisen, dass die Ergebnisse statistisch signifikant sind? Welchen Test muss ich nehmen und wie funktioniert der?

Für Hilfe wäre ich sehr, sehr dankbar!

14 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Auswertung eines Fragebogens, Statistik

    Hallo Chi!

    Wenn du mir deine Daten schickst, werde ich sie für dich auswerten und Ergebnisse und Vorgehen nachvollziehbar erklären.

    Gruß
    Falk

  2. Antwort von nach 42 Minuten 1 hilfreich
    Re: Auswertung eines Fragebogens, Statistik

    Hallo erstmal Ich hab für eine wissenschaftliche Arbeit, die ich :verfassen muss, einen Fragebogen online gehabt, der :sich mit :Fragen zum
    Thema Internet und soziale Beziehungen befasst.
    ...gehabt oder ist dieser immer noch online ? Ich habe u.a. die Teilnehmer gefragt, wie viele Stunden :sie etwa pro Woche
    im Internet verbringen und sie anhand dieser Werte in 3
    Gruppen (Viel-, Normal- und Wenignutzer eingeteilt).
    Klingt gut :-) Dann habe
    ich sie gefragt, wie viele Freunde sie haben, die sie :real
    kennengelernt haben, und wieviele Online-Freunde sie :haben.
    Ich möchte beweisen(*), dass bei den Vielnutzern im
    (*)Mit Statistiken beweist man nichts. Aber man kann eine aufgestellte Hypothese annehmen oder ablehnen. Vergleich zu
    den Wenignutzern die Zahl der Offline-Freunde abnimmt, :während
    die Zahl der Online-Freunde zunimmt.

    Das Problem ist jetzt folgendes: Ich bin keine :Statistikerin,
    ich komme mit z-Test, t-Test, Signifikanztest und was :es sonst
    noch so gibt nicht zurecht. Tatsache ist, ich habe :Mittelwerte
    ausgerechnet und tatsächlich haben die Vielnutzer einen
    geringeren Mittelwert bei den Offline-Freunden und :einen
    höheren bei den Online-Freunden.
    Der Mittelwert allein wird nicht reichen. Man braucht noch die Varianz (zumindest sollte man sich darauf mental vorbereiten ;-) ) Wie kann ich jetzt beweisen, dass die Ergebnisse :statistisch
    signifikant sind? Welchen Test muss ich nehmen und wie
    funktioniert der?
    Erstmal eine Seite zum Thema Statistik: http://www.reiter1.com/Glossar/Glossar.htm (suche nach Mittelwert)
    Es gibt übrigens je nach den Voraussetzungen und den Gegebenheiten (gleiche/ungleiche, geschätzte/bekannte Varianzen, Daten normalverteilt,... ) mehrere Testmöglichkeiten: Regression, ANOVA,..

    HTH
    mfg M.L.

    • Antwort von nach einer Stunde 2 hilfreich
      Re^2: Auswertung eines Fragebogens, Statistik

      (*)Mit Statistiken beweist man nichts. Aber man kann eine
      aufgestellte Hypothese annehmen oder ablehnen.
      Ja so war's auch gemeint. Meine Hypothese lautet, dass bei erhöhter Internetnutzung die Zahl der Offline-Freunde sinkt usw. Der Mittelwert allein wird nicht reichen. Man braucht noch die
      Varianz (zumindest sollte man sich darauf mental vorbereiten
      ;-) )
      Ich hab auf dem Link nachgelesen, und dann auch mal die Varianz ausgerechnet... Leider sagt mir das nichts. Ich habe für die Offline-Freunde insgesamt einen Wert von ~28 herausbekommen, wenn ich richtig gerechnet habe. Was sagt dieser Wert aus? Erstmal eine Seite zum Thema Statistik:
      http://www.reiter1.com/Glossar/Glossar.htm (suche nach
      Mittelwert)
      Es gibt übrigens je nach den Voraussetzungen und den
      Gegebenheiten (gleiche/ungleiche, geschätzte/bekannte
      Varianzen, Daten normalverteilt,... ) mehrere
      Testmöglichkeiten: Regression, ANOVA,..
      Ich habe wie gesagt mir die Ausführungen zum Mittelwert durchgelesen auf der Seite, auch die Ausführungen über ANOVA, t-Test etc. Ich werde nicht wirklich schlau daraus (bin absoluter Laie auf dem Gebiet der Statistik)...

      • Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
        Re^3: Auswertung eines Fragebogens, Statistik

        Hallo nochmal. Ich habe
        für die Offline-Freunde insgesamt einen Wert von :~28
        herausbekommen, wenn ich richtig gerechnet habe. :Was sagt
        dieser Wert aus?
        Für sich alleine noch gar nichts.

        Aber es wird wohl besser sein, die Ergebnisse der Umfrage hier zu posten. Zumindest kann man sich dann ein besseres Bild von der (Daten)Lage machen ;-)
        Am besten noch mit Erklärung, welcher Wert woher kommt

        mfg M.L.

        • Antwort von nach 3 Stunden 1 hilfreich
          Re^4: Auswertung eines Fragebogens, Statistik

          Hallo nochmal.
          Für sich alleine noch gar nichts.

          Aber es wird wohl besser sein, die Ergebnisse der Umfrage hier
          zu posten. Zumindest kann man sich dann ein besseres Bild von
          der (Daten)Lage machen ;-)
          Am besten noch mit Erklärung, welcher Wert woher kommt

          mfg M.L.
          Ok, klar. Vorab, ich bin wie gesagt keine Statistikerin, kann sein, dass das eine sehr naive Herangehensweise ist, aber ich wusste mir nicht besser zu helfen.

          Also, in der Umfrage wurde einfach gefragt "Wie viele gute (Offline-)Freunde hast du?", die Teilnehmer konnten dann eine Zahl selber eingeben. Insgesamt haben 84 Leute den Fragebogen gültig ausgefüllt, also N = 84.

          Ich habe für alle einen Mittelwert errechnet (eingegebene Zahlen alle zusammengezählt und durch 84 dividiert), da kam raus: 5,65. Heißt also für mich, durchschnittlich hat ein Teilnehmer zwischen 5 und 6 Offline-Freunden.

          Wie gesagt hab ich dann die Teilnehmer noch in die 3 Gruppen Viel-, Normal- und Wenignutzer aufgeteilt. Um meine Hypothese zu bestätigen will ich die Wenig- und die Vielnutzer betrachten.

          Der Mittelwert für die Vielnutzer (13 Teilnehmer) ergibt 3,77 (ausgerechnet wieder über die Summe der Ergebnisse aller Vielnutzer dividiert durch 13). Für die Wenignutzer ergibt das ganze 6,46.

          Das klingt ja eigentlich ganz gut, weil's augenscheinlich ja n relativ großer Unterschied is. Aber ich weiß jetz eben leider nicht, wie ich wissenschaftlich beweise, dass dieser Unterschied statistisch signifikant ist.

          Okay, das waren mal die wichtigsten Ergebnisse.

          Danke schonmal für die Hilfe!

          • Antwort von nach 5 Stunden 1 hilfreich
            Re^5: Auswertung eines Fragebogens, Statistik

            Guten Abend. Also, in der Umfrage wurde einfach gefragt "Wie viele gute
            (Offline-)Freunde hast du?", die Teilnehmer konnten dann eine
            Zahl selber eingeben. Insgesamt haben 84 Leute den Fragebogen
            gültig ausgefüllt, also N = 84.
            N1(Gruppe Vielnutzer) = 13
            N2(Gruppe Normalnutzer) = ?
            N3(Gruppe Wenignutzer) = ?
            N1+N2+N3 = 84 Ich habe für alle einen Mittelwert errechnet (eingegebene
            Zahlen alle zusammengezählt und durch 84 dividiert), da kam
            raus: 5,65. Heißt also für mich, durchschnittlich hat ein
            Teilnehmer zwischen 5 und 6 Offline-Freunden.
            Stimmt. Wie gesagt hab ich dann die Teilnehmer noch in die 3 Gruppen
            Viel-, Normal- und Wenignutzer aufgeteilt. Um meine Hypothese
            zu bestätigen will ich die Wenig- und die Vielnutzer
            betrachten.

            Der Mittelwert für die Vielnutzer (13 Teilnehmer) ergibt 3,77
            (ausgerechnet wieder über die Summe der Ergebnisse aller
            Vielnutzer dividiert durch 13). Für die Wenignutzer ergibt das
            ganze 6,46.

            Das klingt ja eigentlich ganz gut, weil's augenscheinlich ja n
            relativ großer Unterschied is. Aber ich weiß jetz eben leider
            nicht, wie ich wissenschaftlich beweise, dass dieser
            Unterschied statistisch signifikant ist.
            Da die Varianzen geschätzt werdem müssen und die Mittelwerte zweier (nicht mehr dreier) Stichproben verglichen werden sollen, wird hier der doppelte t-Test angewendet: http://www.reiter1.com/Glossar/Glossar_detailliert_I...
            (Variante des Welch-Tests)

            HTH
            mfg M.L.

            • Antwort von nach 5 Stunden 1 hilfreich
              Re^6: Auswertung eines Fragebogens, Statistik

              Guten Abend.
              N1(Gruppe Vielnutzer) = 13
              N2(Gruppe Normalnutzer) = ?
              N3(Gruppe Wenignutzer) = ?
              N1+N2+N3 = 84
              Ah, entschuldigung.
              N = 84
              Vielnutzer = 13
              Normalnutzer = 47
              Wenignutzer = 24 Da die Varianzen geschätzt werdem müssen und die Mittelwerte
              zweier (nicht mehr dreier) Stichproben verglichen werden
              sollen, wird hier der doppelte t-Test angewendet:
              http://www.reiter1.com/Glossar/Glossar_detailliert_I...
              (Variante des Welch-Tests)
              Das is vielleicht ne blöde Frage, aber warum müssen die Varianzen geschätzt werden? In dem Glossar und auch in einem Buch das ich dazu hab steht doch, wie man die ausrechnen kann, mit dieser
              (Wert1 - Mittelwert)² + (Wert2 - Mittelwert)²... / Mittelwert
              Formel, oder? Müsste sich das bei mir nicht auch konkret ausrechnen lassen? Ich hab noch nicht genau verstanden, wozu Varianzen gut sind, aber man könnte doch z.B. für die Vielnutzer diese Formel verwenden jeweils mit Wert1 bis Wert13 und als Mittelwert den Mittelwert für die Vielnutzer nehmen und dann hätte man ne Varianz, oder?

            • Antwort von nach 6 Stunden 1 hilfreich
              Re^7: Auswertung eines Fragebogens, Statistik

              Hallo zum 4.Mal N = 84
              Vielnutzer = 13
              Normalnutzer = 47
              Wenignutzer = 24 Da die Varianzen geschätzt werdem müssen und die :Mittelwerte
              zweier (nicht mehr dreier) Stichproben verglichen :werden
              sollen, wird hier der doppelte t-Test angewendet:
              http://www.reiter1.com/Glossar/Glossar_detailliert_I...
              (Variante des Welch-Tests)
              Das is vielleicht ne blöde Frage, aber warum müssen die
              Varianzen geschätzt werden? In dem Glossar und auch in :einem
              Buch das ich dazu hab steht doch, wie man die :ausrechnen kann,
              mit dieser
              (Wert1 - Mittelwert)² + (Wert2 - Mittelwert)²... / :Mittelwert
              ...nicht '/ Anzahl Einheiten' ? Formel, oder? Müsste sich das bei mir nicht auch :konkret ausrechnen lassen?
              Was die Formel für die Schätzung darstellt ;-) Ich hab noch nicht genau verstanden, wozu
              Varianzen gut sind, aber man könnte doch z.B. für die
              Vielnutzer diese Formel verwenden jeweils mit Wert1 bis :Wert13
              und als Mittelwert den Mittelwert für die Vielnutzer :nehmen
              und dann hätte man ne Varianz, oder?
              Ähm...ja (obwohl die Formulierung beim ersten Lesen etwas konfus klang :D ).
              Aaaalso: die Mittelwerte und Varianzen der drei Gruppen
              werden separat errechnet. Formeln sind ja bekannt, nur die Werte für Gruppengrössen, Mittelwerte & Varianzen sind immer unterschiedlich. Je zwei dieser Ergebnisse werden in die Formel des WELCH-Tests eingesetzt und auf Signifikanz überprüft. Und um alle drei Gruppen zu vergleichen würde man die ANOVA verwenden.

              Rechnen muss man allerdings jetzt selbst ;-)

              Hoffentlich bringt das jetzt Licht ins Dunkel.
              mfg M.L.

            • Antwort von nach 18 Stunden 2 hilfreich
              Re^8: Auswertung eines Fragebogens, Statistik

              *g* also erstmal vielen Dank für die Hilfe. Eine Frage hätte ich noch. Und zwar finde ich unterschiedliche Varianten für die Formel des Welch-Test... in dem Glossar steht sie
              (mittelwert1 - mittelwert2)/ wurzel((s1/n1)²+(s2/n2)²)

              Auf einigen Internet seiten is die Formel ähnlich, allerdings so:
              (mittelwert1 - mittelwert2)/ wurzel(s1²/n1 + s2²/n2)

              was heißt, dass bei der oberen variante n1 und n2 ja auch quadriert werden, bei der unteren variante nicht... das müsste mathematisch gesehen dann ja einen unterschied machen... welche Formel ist richtig?

              Und noch was: wenn ich dann ein Ergebnis t bekomme, was sagt das dann aus bzw. was mach ich damit? [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]



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