Muss man jemanden nicht mögen?
Von: , Frage gestellt am So, 13. Mai 2001
Hi Leute! (Wow, innovativ!)
Ich persönlich habe, ob ihr's glaubt oder nicht, mit keinem Menschen Probleme. Mein letzter Streit ist schon mindestens 5 Jahre her, ich glaub aber eher länger. Als einzige Ausnahme könnte man meine Mutter anbringen, mit der ich häufiger über Hausarbeit etc. diskutiere, aber das will ich wirklich nicht als Streit bezeichnen. Das ganze ist hauptsächlich so, weil ich meine Lebensphilosophie knallhart vertrete: "Versuche mit jedem klar zu kommen".
Klar gibt es Menschen, die etwas merkwürdige Eigenschaften haben, aber ist man nicht selbst ein A***loch? Ich schau da einfach drüber weg. Und es sind ja wenige Leute "bewusst" A***löcher. Das ist halt ihr angelerntes Verhalten. Klar kann man sein Verhalten selbst bestimmen und man merkt ja auch, wenn man nicht nett zu jemandem ist, aber ein Feind wird nicht zum Freund, wenn man ihn bekämpft. Mir würde es ja schon reichen, wenn man dann sagt "ich halt mich von ihm fern", ich persönlich versuche aber trotzdem was mit ihm zu tun zu haben und mit ihm klar zu kommen.
Wenn mich in der Stadt irgendwelche Deppen als "A..., B..." oder sonst was beschimpfen (Grundlos, frag mich echt was das für Existenzen sind, aber Menschen sind schon seltsam), dann sag ich halt: "Interessante These, hast du dafür auch irgendwelche Argumente?". Und dann schauen sie verdutzt.
Ich bin der Meinung, dass Freundschaft und Feindschaft immer auf Gegenseitigkeit beruhen. Wenn ich zu jemand nett bin, der mich nicht mag, dann mag er mich vielleicht ja doch irgendwann! Zumindest eher, als wenn ich nicht nett zu ihm bin, oder?
Viele behaupten allerdings: Das ist ja nur eine scheinfröhliche Welt. Wenn man jemand nicht mag dann soll man es ihm auch zeigen, sonst weiß er es ja gar nicht, dass ist schon fast eine Art Lüge. Aber wieso? Ich bin glücklich damit und glaube nicht, dass irgendjemand mit mir Streit haben will.
Ich habe kein Problem damit, jemand den ich nicht mag freundlich zu begrüßen. Und es gibt wirklich keinen Menschen auf der Welt (mit dem ich in irgendeiner Weise zu tun habe), den ich hasse. Es gibt zwar schon merkwürdige Menschen, gerade eben die Leute, die einen in der Stadt grundlos dumm anmachen, aber mit denen hab ich ja nicht wirklich zu tun. Und wieso sollte ich sie hassen, ich kenne sie ja gar nicht!
Also, worauf ich eigentlich hinaus will:
Muss man zwanghaft irgendwelche Feinde in der Umwelt suchen?
Gibt es außer mir noch einen Menschen der so denkt und seit Jahren ohne Feinde und Probleme lebt?
Und ist das, was ich da mache überhaupt sinnvoll, oder verlerne ich so das teilweise doch wichtige Streiten?
Ich könnte die Fragereihe noch ewig fortsetzen, aber das reicht jetzt glaube ich!
Also, nette Grüße,
Max
