Re^4: Lese-Rechtschreibschwäche was tun?
Liebe Susanne,
vielen Dank für deine Unterstützung. Ich war geschockt über
diese Methode und kann es noch immer nicht glauben. Das mit
der Faulheit trifft meines Erachtesn 100 % zu, sie macht
grundsätzlich nur das nötigste. Einen Tipp habe ich bekommen,
ich solle die Situation meines Kindes sehr dramatisch
darstellen
und auf keinen Fall die Lehrerin bzw. Ihre Methode ansprechen
!
(weint andauernd, klammert sich bei der Mutter fest,
verweigert die Schule und die Hausaufgaben...)
Mit diesen Begründungen könnte ich eine Chance haben, meine
Tochter in die Parallelklasse zu geben, sozusagen als letzten
Versuch anstatt sie gleich in die untere Klasse geben zu
müssen.
Was hälst du davon ? Siehst du so eine Möglichkeit mit der
Bürokratie fertig zu werden und dem Kind seinen Weg zu lassen
?
Hm, das ist eine heikle Frage.
Zunächst einmal würde ich meinem Kind keinesfalls unterstellen
(nicht böse gemeint :-) ), dass sie zum Klammeräffchen
geworden ist, denn dann kann man Deiner Tochter sehr leicht
psychische Probleme unterstellen (und das tun Schulen sehr
gerne, wenn man vom eigentlichen Problem ablenken will!).
Mit der Lehrerin würde ich sehr wohl ein Gespräch führen,
allerdings wäre es in euren Fall sinnvoller, wenn sich die
anderen betroffenen Eltern anschließen und an Gespräch
teilnehmen. Hierfür würde sich eine Elternabend außer der Norm
anbieten, dieses müßte allerdings von den Elternsprechern
angegangen werden.
Die andere Möglichkeit wäre, dass Deine Tochter in die
Paralellklasse kommt. Dieses macht aber nur dann Sinn, wenn
die dortige Lehrkraft eine andere Unterrichtsform in Bezug auf
die Rechtschreibung führt.
Natürlich solltest Du Dir vorher auch ganz genau überlegen, ob
die Rechtschreibschwierigkeiten Deiner Tochter nicht derart
verfahren sind, dass man die Kleine besser um ein Jahr zurück
stuft. Auch das kann sehr sinnvoll sein!
Hier in Köln gibt es das Tomatis Institut (Hörkur), diese
erwäge ich als Motivationsschub und Konzentrationshilfe, dich
sehe ich mit der negativen Einstellung iHrer Klassenlehrerin
jeglichen Ansatz zur Beserung gleich zerschlagen.
Oh je, nimm mein Posting bitte nicht als die Axt, die Deine
Hoffnungen zerschlägt ;-) !
Wenn dieses Institut eine Hilfe für Deine Tochter sein kann,
dann würde ich es auf alle Fälle versuchen. Schaden wird es
jedenfalls nicht.
Oder soll ich noch vor den Ferien meine Tochter in der
Montessorie 2. Klasse einschulen ? Auch da wird es Pormbleme
geben, da die beiden Schulleiter angeblich einverstanden sein
müssen. Doch denkt jeder Schulleiter zunächst an seine eigenen
Interessen und nciht an die des Kindes.
Leider kann ich zu den Montessorieschulen nichts sagen, da ich
da nur sehr oberflächliche Erfahrungen habe.
Ich weiss über die Schulen nur soviel, dass sie eine
eigenständige Form des Unterrichts haben und die Eltern
eigentlich außen vor stehen.
Richtig ist aber, dass viele (nicht alle) Schulleiter zuerst
die eigenen Interessen sehen. Und deshalb ist es um so
wichtiger, dass Du - ehe Du etwas unternimmst!!! - Dir ganz
genau überlegst, was Du willst (was Du für deine Tochter
erreichen möchtest)! Wenn Du den Stein erst einmal ins Rollen
gebracht hast und dann Planlos dastehst, dann wirst Du von der
Bürokratie überrollt, denn man nimmt Dich dann nicht mehr
ernst.
Gibt es denn an eurer Schule keinen Vertrauenslehrer, mit dem
Ihr diese Angelegenheit mal privat bereden könntet?
Nein gibt es meines Wissens nicht, doch habe ich Kontakt
zum Ehemann der Schulsprecherin, welcher mir empfohlen hat,
diese Angelegenheit über das "unglückliche" Kind Schiene zu lösen und keinesfalls über die Schiene "Kritik an der Lehrerin"
da die Schulleiterin ein Fürsorgepflicht gegenüber der Lehrerin hat, diese also egal was passiert offiziel stützen muß.
Tja hier ist eine schlaue Lösung gefragt, die letztendlich dem
Kind hilft und für alle Seiten annehmbar ist.
Meine Tochter möchte auf keinen Fall in derselben Schule eine Klasse zurückgehen, da sie Angst hat gehänselt zu werden.
Dies obwohl ihre Leistungen bisher o.k. sind,
da bisher nur geübte Diktate geschrieben werden und die Lehrerin
bei Klassenarbeiten den Raum öfters verlässt.
Hi so verschafft sie sich zufriedene Eltern und sie hat Ruhe.
Die Rechtsschreibarbeit mit dem Kind ist ihr zu anstrengend
Bis dann
Susanne
Liebe Grüße
Userine