A/D-Wandlung nach Parallelprinzip

Von: , Frage gestellt am Mo, 7. Feb 2000

Wie funktioniert die A/D-Wandlung nach dem
Parallelprinzip, und warum arbeiten diese
Wandler nur bis zu einer Auflösung bis etwa 12 Bit?

mfg
Stefan

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 7 Stunden hilfreich
    Re: A/D-Wandlung nach Parallelprinzip

    Hallo Stefan

    beim Parallelverfahren wird die Analoge Spannung auf Komparatoren gegeben.

    Die Referenzspannungen für die Komparatoren
    werden durch Spannunsgteiler erzeugt.
    Nach anlegen der Meßspannung schalten diejenigen Komparatoren durch, deren Referenzspannung kleiner ist als die zu
    messende (sprich zu wandelnde Spannung)

    Über einen Prioritätscodierer kan man die Ausgangsinformation auswerten.

    Mit 7 Komparatoren erhält man 3-bit
    Auflösung

    Für jedes weitere bit muß man die Anzahl
    der Komparatoren verdoppeln

    das heißt
    4 bit 14 Komparatoren
    5 bit 28
    6 bit 56
    7 bit 112
    8 bit 224
    9 bit 448
    10 bit 896
    11 bit 1792
    12 bit 3584 Komparatoren
    Der Schaltungsaufwand steigt exponentiell
    an

    Außerdem muß die Toleranz und die Offsetspannung der einzelnen Komparatoren
    in immer kleineren Grenzen gehalten werden

    soviel kann ich als kurzen Auszug aus einem Buch dazu schreiben

    wie Komparatoren funktionieren kann man zum Beispiel bei http://www.e-online.de

    unter Operationsverstärker nachlesen

    viele Grüße

    Stefan Ludwig [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 18 Stunden hilfreich
      Re^2: A/D-Wandlung nach Parallelprinzip

      Hallo Stefan

      beim Parallelverfahren wird die Analoge
      Spannung auf Komparatoren gegeben.

      Die Referenzspannungen für die
      Komparatoren
      werden durch Spannunsgteiler erzeugt.
      Nach anlegen der Meßspannung schalten
      diejenigen Komparatoren durch, deren
      Referenzspannung kleiner ist als die zu
      messende (sprich zu wandelnde Spannung)

      Über einen Prioritätscodierer kan man die
      Ausgangsinformation auswerten.

      Mit 7 Komparatoren erhält man 3-bit
      Auflösung
      --->So ist es.
      Für jedes weitere bit muß man die Anzahl
      der Komparatoren verdoppeln

      das heißt
      4 bit 14 Komparatoren
      5 bit 28
      6 bit 56
      7 bit 112
      8 bit 224
      9 bit 448
      10 bit 896
      11 bit 1792
      12 bit 3584 Komparatoren
      --->Nonsens:
      Anzahl der Komparatoren = ( 2^(Anzahl der Bits) ) - 1 Der Schaltungsaufwand steigt exponentiell
      an

      Außerdem muß die Toleranz und die
      Offsetspannung der einzelnen Komparatoren
      in immer kleineren Grenzen gehalten
      werden

      soviel kann ich als kurzen Auszug aus
      einem Buch dazu schreiben
      --->die genannten Zahlenwerte stehen in keinem Buch!!!
      wie Komparatoren funktionieren kann man
      zum Beispiel bei http://www.e-online.de

      unter Operationsverstärker nachlesen

      viele Grüße

      Stefan Ludwig
      Ansonsten wäre vielleicht noch wichtig, daß ADCs nach dem Parallelverfahren auch flash- oder simultaneous ADC genannt werden, was der wesentlicher Punkt ist und oben nicht richtig zur Geltung kam:
      Es ist eine Wandlung mit einem einzigen Schritt möglich. Das Parallelverfahren ermöglicht vom Prinzip her die kürzesten Umsetzzeiten.
      Die anderen Verfahren benötigen immer mehrere Schritte und erreichen nicht die hohen Abtastraten der Parallel-ADCs.

      Lustig finde ich auch, daß es vom Prinzip her das einfachste Verfahren ist (ich nehme einfach ´nen Meterstab und lese mit einem Blick ab, wie hoch das Ding ist. Die Werte auf dem Meterstab entsprechen dann natürlich schon den Ausgangsinformationen des Prioritätscodierers), gleichzeitig aber auch das aufwendigste bei der Realisierung.

      Ich glaube Parallel-ADCs mit 12 Bit Auflösung sind keine reinen Parallel-ADCs mehr, sondern arbeiten mit Subranging oder mit zwei kaskadierten ADCs.

      Ciao,
      Thomas

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