Hallo,
na ja, die Sache ist ja tatsächlich nicht ganz einfach zu verstehen.
Die Frage geht aber offensichtlich nicht von Spitzenwerten aus.
Weil die 15A über den Lastwiderstand ja der Effektivwert des Stromes
ist, und über die beiden Gleichrichterzweige abwechselnd der Strom
mal auf der einen Seite und mal auf der anderen Seite fließt, dann
braucht man eben nur eine Strombeständigkeit von 0,5 x 15A für die
Gleichrichterdioden.
Praktisch ist das auch durchaus normal.
Der zulässige Spitzenwertvertäglichkeit von Gleichrichterdioden
ist üblicherweise um ein vielfaches höher als der Nennstrom, der
für Dauerlast angegeben wird.
So kann eine 1A-Diode kurzzeitig (für einige ms) bis 50A und mehr
wegstecken.
Bei 2A Dauerstrom kann sie aber kaputtgehen, weil die Temperatur
des Chip zu hoch wird. Im Detail hängt das natürlich auch von den
Umgebungsbedingungen und der Einbausituation ab. In Praxis wird
dann aber im Zweifelsfall mit den schlechtesten Bedingungen gerechnet
(also max. zulässige Umgebungstemp. z.B. 70°C).
Zurück zu der Brückenschaltung ist noch zu sagen, daß der Nennstrom
eben durch die mittlere Verlustleistung (z.B. ca. 1A*0,8V=1,6W)und
die Umgebungstemp. bzw. Wärmeableitung bestimmt wird.
Wenn man also eine Brücke mit 4 einzelnen 1A-Dioden anordnet,
dann ist natürlich zu brücksichtigen, daß die Dioden sich gegenseitig
heizen, wenn sie dicht zusammen gelötet sind. Das kann also unter
Umständen dazu führen, daß die einzelne Diode locker 1A abkann,
aber alle vier dicht zusammen zu heiz werden und verbrennen.
Eine gute Möglichkeit, die Dioden zu kühlen ist übrigens eine
möglichst große Küpferfläche auf der Leiterplatte zur Verfügung zu
stellen und die Pins so kurz wie zulässig anzulöten. Die meiste
Wärme wird dann nämlich über die Pins und die kupferfläche abgeführt .
Gruß Uwi
habe ein Problem mit einer Aufgabe zu Gleichrichtern: Es liegt
eine ungesteuerte Zweipuls-Brückenschaltung (B2U) vor. An Ihr
liegen 230V/50Hz Eingangsseitig an. An der gerichteten Seite
ein Widerstand (Wert nicht bekannt) über den ein Strom von 15A
fließt. Die Frage lautet: Für welche Stromstärke müssen die
Gleichrichter V1 bis V4 in der Schaltung mindestens ausgelegt
sein. Als Antortnmöglichkeiten steht 21A, 15A, 10A, 7,5A und
3,75A zur Verfügung. Für mich logisch wäre 21A, da somit auch
die Stromspitzen (15A * Wurzel(2)) abgedeckt wären. Der Löser
gibt aber 7,5A als Lösung an.Warum ist meine Denkweise falsch. Wie komme ich zu den 7,5A.
