Darlington Transistor über 800 Watt

Von: , Frage gestellt am Mi, 14. Jun 2000

Hi Fachleute,

suche Infos, Datenblätter, Bezugsquellen für Darlingtontransistoren (Verstärkung mindestens 10000) mit zulässigen Verlust-Leistungen über 800 Watt, Kollektorstrom mindestens 30 Ampere, Spannung bis 100 Volt, keine Schalttransistoren, da analoger Betrieb. Bitte auch Infos über Kühlmaßnahmen.

Danke, André

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 15 Minuten hilfreich
    Re: Darlington Transistor über 800 Watt

    Hi! suche Infos, Datenblätter, Bezugsquellen für
    Darlingtontransistoren (Verstärkung mindestens 10000) mit
    zulässigen Verlust-Leistungen über 800 Watt, Kollektorstrom
    mindestens 30 Ampere, Spannung bis 100 Volt, keine
    Schalttransistoren, da analoger Betrieb. Bitte auch Infos über
    Kühlmaßnahmen.
    So extreme Leistungen würde ich mit PWM (Pulse-Width-Modulation) machen. Mit Schalt-Transistoren oder FETs. Is viel schonender!
    Kannst doch nicht einfach 800W verbrutzeln!

    Bye
    Hansi

  2. Antwort von nach 10 Stunden hilfreich
    Re: Darlington Transistor über 800 Watt

    Hallo André,

    die kleine Transistorpille darf höchstens 150°C warm werden und wird über den Wärmeübergangswiderstand des Gehäuses gekühlt. Wenn es gelänge, das Transistorgehäuse mit flüssigem Stickstoff auf -196°C zu kühlen, hättest Du zwischen Halbleiterchip und Gehäuseoberfläche eine Temperaturdifferenz von rd. 350 K. Für 800 W Verlustleistung müßte das Gehäuse einen Wärmeübergangswiderstand von 0,43 K/W besitzen. Das sind Verhältnisse, für die Du aller Wahrscheinlichkeit nach nicht sorgen kannst.

    Gruß
    Wolfgang

  3. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    fuer Wolfgang und Hansi

    Ich will heizen! Ich habe die Leistung des Transis mit der doppelten Sicherheit berechnet. Beheizt soll ganz feinfühlig (in Zehntelgradschritten) mit minimalen Mitteln ein Raum von ca. 200 Kubikzentimetern. Dabei soll weder infrarotes Licht, noch Magnetfelder (Heizwendeln machen das!) oder irgendeine induktive Angelegenheit auftreten, auch keine Mikrowellen. Temperatur einstellbar von 70 bis 140 Grad Celsius. Da bietet sich eine analoge Heizlösung an. Also echte Heizleistung so um die 400 Watt (relativ schnelles Erhitzen ist sinnvoll. Abgesehen von der Luftumwälzung im beheizen Raum und der Wärmeisolation ist jedoch der Heizer das grundsätzliche Element in meiner Arbeit. Peltierelemente sind erstens zu teuer und zweitens schlecht regelbar (zu träge). Mit entsprechender Kühlkörperform ist der Heiz-Transi ideal! Oder eben mehrere Transis, wenn es technisch machbar ist, alle relativ gleich anzusteuern.

    Hinweise?

    Danke, André

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re: fuer Wolfgang und Hansi

      Hallo André Ich will heizen! Ich habe die Leistung des Transis mit der
      doppelten Sicherheit berechnet. Beheizt soll ganz feinfühlig
      (in Zehntelgradschritten) mit minimalen Mitteln ein Raum von
      ca. 200 Kubikzentimetern. Dabei soll weder infrarotes Licht,
      noch Magnetfelder (Heizwendeln machen das!) oder irgendeine
      induktive Angelegenheit auftreten, auch keine Mikrowellen.
      Temperatur einstellbar von 70 bis 140 Grad Celsius. Da bietet
      sich eine analoge Heizlösung an. Also echte Heizleistung so um
      die 400 Watt (relativ schnelles Erhitzen ist sinnvoll.
      Abgesehen von der Luftumwälzung im beheizen Raum und der
      Wärmeisolation ist jedoch der Heizer das grundsätzliche
      Element in meiner Arbeit. Peltierelemente sind erstens zu
      teuer und zweitens schlecht regelbar (zu träge). Mit
      entsprechender Kühlkörperform ist der Heiz-Transi ideal! Oder
      eben mehrere Transis, wenn es technisch machbar ist, alle
      relativ gleich anzusteuern.
      In deinem Fall ist es am besten wenn du mehrere Leistungs FETs nimmst. Die Kristall-Temperatur darf aber nicht über 150°C steigen! Ein Fet hat den Vorteil einer gewissen Eigensicherheit, wenn er heisser wird steigt der Widerstand und der Strom wird automatisch kleiner. Beim Transistor hast du genau das umgekehrte Problem (Hot-Spot) wenn er an einner Stelle heisser wird leitet er dort besser, der Strom wird an dieser Stelle noch grösser, es wird noch heisser ........ und der Kristall fängt zu schmelzen an!
      Zudem ist ein FET Spannungs-Gesteuert und die Stromverstärkung somit kein Problem.

      Nur solltest du nicht vergessen, dass auch schon ein gerader Draht ein Magnetfeld erzeugt wenn ein Strom durch fliesst.

      Evtl. solltest du dir überlegen ob du die Heizung nicht Ausserhalb deiner Kammer anbrigngen willst und die Wärme über Heatpipes in die Kammer leiten willst.

      MfG Peter(TOO)

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