Durchlauferhitzer

Von: , Frage gestellt am Mi, 28. Jun 2000

Frage an die Experten
Warum bekomme ich keinen Stromschlag vom Durchlauferhitzer.
Die Heizwiderstände liegen im Wasser an 400V und sind nicht isoliert.
Wer kann darauf eine vernünftige Antwort formulieren.
Gruß Harry

11 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 55 Minuten hilfreich
    Re: Durchlauferhitzer

    Sie sind isoliert! Der Heizdraht steckt in einer Asbest-Ummantelung und die steckt in dem Heizrohr, das man sehen kann.

    • Antwort von nach 18 Stunden hilfreich
      Re^2: Durchlauferhitzer

      Sie sind isoliert! Der Heizdraht steckt in einer Asbest-Ummantelung und die steckt in dem Heizrohr, das man sehen kann.
      Vielen Dank für die Antwort, doch sie ist falsch.
      1. Der Heizdraht steckt in keiner Asbestummantelung.
      2. Bei alten Durchlauferhitzern liegt der Heizdraht in
      einer art gepresstem Pulver und dann in einem Kupferrohr
      und hat mit dem Wasser keine Berührung.
      Man ging von dieser Bauart weg, da die Kalkablagerungen
      bei dieser Bauform zu groß war.
      3. Die neue Bauart hat ein Gehäuse aus Kunststoff in deren
      Hohlräumen die nicht isolierten Heizspiralen liegen und
      an 400V angeschlossen sind.

      Für eine richtigere Antwort wäre ich dankbar.
      Gruß Harry

  2. Antwort von nach 8 Stunden hilfreich
    Re: Durchlauferhitzer

    Es gibt tatsächlich alte Durchlauferhitzer, bei denen Die Heizspiralen direkt im Wasser liegen. Ich hätte es wahrscheinlich auch nicht geglaubt, wenn ich nicht einmal so ein Ding selbst zerlegt hätte. Der prinzipielle Aufbau ist ganz einfach: Das Wasser kommt aus einem geerdeten Metallrohr, fließt dann durch ein dünnes langes Keramikrohr in den Heizkörper, ebenfalls aus Keramik mit der eingelegten Heizwendel zurück durch ein langes dünnes Keramikrohr in ein geerdetes Metallrohr und von da zum Wasserhahn. Natürlich leitet das Wasser ein bischen den Strom, aber die langen dünnen Röhren am Ein- und Ausgang des Heizkörpers bewirken einen relativ hohen Ableitwiderstand. Was trotzdem noch an Strom bis zu den Metallrohren kommt, wird über die Erdung der Wasserleitung abgeleitet. Nach wenigen cm im Metallrohr ist dann keine Spannung mehr meßbar. Gefährlich kann es erst werden, wenn Die Wasserleitung nicht richtig geerdet ist und das Wasser sehr salzhaltig ist. Dann steht die ganze Wasserleitung samt Hahn unter Spannung.
    Bei Neuinstallationen würde das nicht mehr funktionieren, weil der FI-Schalter wahrscheinlich durch den Ableitstrom ausgelöst würde. Auch mit Gleichstrom würde es nicht lange funktionieren, weil sich die Drahtwendel durch Elektrolyse zersetzt.
    Ich hoffe, damit ist alles einigermaßen klar.

    Jörg [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 19 Stunden hilfreich
      Re^2: Durchlauferhitzer

      Hallo Jörg.
      1. Es gigt nicht alte Durchlauferhitzer bei denen der Heizdraht
      direkt im Wasser liegt, sondern "NEUE DURCHLAUFERHITZER"
      2. Das Zulaufrohr und Ablaufrohr im Durchlauferhitzer ist nicht aus Keramik sondern KUPFER.
      3. Vor den Durchlauferhitzer ist ein Fi-Schalter 3 pol.30mA geschaltet.
      4. Deine Erklärung ist nicht verständlich.
      5. Wie verhält sich die Sache wenn die Wasserleitungen aus Kunststoff sind.?
      Tut mir Leid Jörg, aber Deine Erklärung kann man so nicht an Auszubildende verkaufen.
      Gruß Harry [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
        Re^3: Durchlauferhitzer

        Hallo Harry,
        hier einige Kommentare 1. Es gigt nicht alte Durchlauferhitzer bei denen der
        Heizdraht
        direkt im Wasser liegt, sondern "NEUE DURCHLAUFERHITZER"
        Das Ding, das ich mal zerlegt hatte war jedenfalls ziemlich alt, dann ist man offensichtlich wieder zu der alten Technik zurückgekehrt. 2. Das Zulaufrohr und Ablaufrohr im Durchlauferhitzer ist
        nicht aus Keramik sondern KUPFER.
        Das Zulaufrohr zu was genau ? Wenn das eigentliche Heizkörpergehäuse aus Kunststoff ist, muß das Kupferrohr ja irgendwo zuende sein. Das Wasser muß mit Sicherheit eine gewisse Mindeststrecke zwischen Kupfer und Heizdraht zurücklegen. Diese Barriere ist natürlich auch nicht außerhalb des Gehäuses, wie sich das vieleicht bei mir angehört hat ( war ja auch nur eine Prinziperklärung ), sondern in Form eines Labyrinthganges in das Gehäuse integriert. Ob das Ganze nun aus Kunststoff oder Keramik ist, spielt für die Funktion ja auch keine Rolle. 3. Vor den Durchlauferhitzer ist ein Fi-Schalter 3 pol.30mA
        geschaltet.
        Dann kann man davon ausgehen, daß die Barriere entweder so groß ist, daß die 30 mA bei Wasser normaler Härte nicht erreicht werden können oder daß sich vor und hinter der Heizwendel noch ein kurzes Metallrohr befindet, das mit dem Nulleiter verbunden ist, um den Ableitstrom aufzunehmen. Das funktioniert natürlich nicht bei kleinen Geräten mit Schuko-Stecker, wie bei dem von mir zerlegten Gerät. 4. Deine Erklärung ist nicht verständlich.
        Warum nicht ? Ich kann es sicher besser erklären, wenn Du schreibst, WAS Du nicht verstehst und wie das Gerät genau aufgebaut ist 5. Wie verhält sich die Sache wenn die Wasserleitungen
        aus Kunststoff sind.?
        Das wäre kein Problem, wenn der Elektroanschluß eine Schutzerde hat, was ja der Fall sein müßte. Wichtig ist nur, daß die Zu- und Ablaufleitung einige cm lang aus Metall und geerdet sein muß. Ein Stück geerdetes Metallrohr schirmt die Netzspannung vollständig von der Wasserleitung und dem Wasser außerhalb des Gerätes ab. Besser noch wäre ein genulltes Stück Metallrohr zwischen Heizdraht und dem geerdeten Wasseranschluß. Dann bekommt man auch keine Probleme mit dem FI-Schalter. Vieleicht erzählst Du mal wie das Ding nun wirklich aufgebaut ist. Ich habe jedenfalls noch keins vor der Sorte zerlegen können und interessieren würde es mich schon mal. Tut mir Leid Jörg, aber Deine Erklärung kann man so nicht
        an Auszubildende verkaufen.
        Dazu war sie auch nicht gedacht. Das wäre dann auch eher die Aufgabe des Ausbilders, das entsprechend umzusetzen. Ich kann ja auch nicht wissen, für wen das bestimmt ist.

        Jörg

        • Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
          Re^4: Durchlauferhitzer

          Hallo Jörg
          Das Zulaufrohr zu was genau ? Wenn das eigentliche
          Heizkörpergehäuse aus Kunststoff ist, muß das Kupferrohr ja
          irgendwo zuende sein. Das Wasser muß mit Sicherheit eine
          gewisse Mindeststrecke zwischen Kupfer und Heizdraht
          zurücklegen. Diese Barriere ist natürlich auch nicht außerhalb
          des Gehäuses, wie sich das vieleicht bei mir angehört hat (
          war ja auch nur eine Prinziperklärung ), sondern in Form eines
          Labyrinthganges in das Gehäuse integriert. Ob das Ganze nun
          aus Kunststoff oder Keramik ist, spielt für die Funktion ja
          auch keine Rolle.
          Wichtig ist nur, daß die Zu- und Ablaufleitung einige cm lang aus Metall und
          geerdet sein muß. Ein Stück geerdetes Metallrohr schirmt die
          Netzspannung vollständig von der Wasserleitung und dem Wasser
          außerhalb des Gerätes ab. Besser noch wäre ein genulltes Stück
          Metallrohr zwischen Heizdraht und dem geerdeten
          Wasseranschluß. Dann bekommt man auch keine Probleme mit dem
          FI-Schalter. Vieleicht erzählst Du mal wie das Ding nun
          wirklich aufgebaut ist. Ich habe jedenfalls noch keins vor der
          Sorte zerlegen können und interessieren würde es mich schon
          mal.
          Aus dieser Erklärung kommen wir der ganzen Sache näher.
          Nach genauem Betrachten des Heizkörpergehäuses ist diese "Mindeststecke" zwischen Heizdraht und Kupferrohr tatsächlich
          vorhanden. Sie wurde realisiert durch eine zusätzliche Bohrung
          durch das Kunststoffgehäuse auf der Wassereintritt und Wasseraustrittseite. Beide Leitungen zum Gehäuse sind aus Kupfer und mit dem Erdleiter verbunden. Marke Vaillant
          Der Widerstand von normalem Leitungswasser ist so groß das
          noch nicht mal 30mA gegen Erde fließen können.

          Gruß Harry

  3. Antwort von nach 21 Stunden hilfreich
    Re: Durchlauferhitzer

    Hallo Harry.
    Ich bin zwar kein Experte für den inneren Aufbau von Durchlauferhitzern, aber hat jemand von euch Diskutanten sich mal gefragt wo die 400 V herkommen? Wenn der Spannungswandler z.B. durch einen Trenntrafo komplett vom Netz getrennt, und die Ausgangsseite nicht geerdet ist, spielen Spannungen nach außen hin keine gefährdende Rolle.
    MfG. A. Berresheim [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
      Re^2: Durchlauferhitzer

      Was willst Du mir damit sagen??????
      Ein Durchlauferhitzer ist immer geerdet.
      Eigentlich wollte ich auf meine Frage eine vernünftig für
      jederman verständliche Antwort.
      Gruß Harry [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Durchlauferhitzer

        Du mußt schon genau lesen: Ich sagte 'Wenn ein Spannungswandler vorhanden ist (muß ja wohl bei 400 V) und dieser z.B. durch einen Trenntrafo komplett vom Netz getrennt ist, und dessen Ausgangsseite nicht geerdet ist ..... usw.'.
        Das macht man z.B. mit Steuertransformatoren in Schaltanlagen so. Man kann die Sekundärseite erden oder auch nicht. Im letzteren Fall kannst Du die 220 V Steuerspannung mit einer Hand an einer Stelle berühren ohne daß gegen Erde ein gefährlicher Strom fließt (außer kapazitive Ministröme). Das hat mit der Erdung des Durchlauferhitzergehäuses nichts zu tun.
        MfG. A.Berresheim [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]



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